KÖLN/HANNOVER 3.6.2010 (khd/tp/d-funk). Seit 1954 trifft sich jedes Jahr ein sehr illustrer Kreis an feinen Orten, um über die Weltpolitik ganz privat zu plaudern, wie es
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| Wenn auf diesen Treffen etwas Bedeutsames wirklich verhandelt wird, dann ist es ganz selbstverständlich die Pflicht des Journalisten, das irgendwie öffentlich zu machen. | |
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Das sagte der Mediensoziologe Rudolf Stumberger dem "Deutschlandfunk" in der Sendung vom 2. Juni 2010 zu den geheimen Bilderberg- Konferenzen. |
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In diesem Jahr haben erstmals Medien etwas über diesen geheimen Klüngel zusammengetragen. Gestern sendete der Deutschlandfunk einen beachtlichen Hintergrundsbericht zur anstehenden Bilderberg- Konferenz 2010. Auch das Netzkultur-Magazin Telepolis ging jetzt der Frage nach der Welt-Regierung nach. Zwar werden in beiden Beiträgen keine der Geheimnisse verraten, aber immerhin werden darin erstmals die von solchen Institutionen wie den Bilderbergern ausgehende Gefahren für die Demokratie öffentlich aufgezeigt.
Diesmal findet das geheime Treffen der eingeladenen elitären und einflußreichen Vordenker im spanischen Sitges bei Barcelona bis zum 6. Juni statt. Auf der geheimen Tagesordnung sollen stehen: Die Euro-Krise, die Finanz- und Wirtschafts-Krise überhaupt sowie der Klimawandel. Die Beratungen werden zwar protokolliert, aber grundsätzlich nicht publiziert, und alle Konferenz-Teilnehmer sind zur strengsten Verschwiegenheit verpflichtet.
Retter des Euro?
BERLIN 6.6.2010 (khd). Manche sehen in diesem im Mai 1954 in den Niederlanden
gegründeten elitären Bilderberg-Club bereits eine
Welt-Regierung, die alles steuern will. Und so hoffen viele so auch
BILD am 5.6.2010, daß nun die Bilderberger den Euro bis zum Montag
(7.6.2010) retten werden. Aber im vorigen Mai traf man sich in Griechenland, und dann kam im Herbst 2010
ganz dick die Griechenland-Krise... um schon mal damit den Internationalen Währungs-Fonds IWF
(IMF) zu einem Welt-Finanzministeium
umzubauen?
Mit Demokratie oder der Vorbereitung von Demokratie haben diese ‚Bilderberger‘ wenig zu tun, aber mit einer Festigung ihrer Meinungsbildung zur Machtausübung. Da die beteiligten Machteliten bestrebt sind, bei ihren ‚Meetings‘ durch Konsens eine gemeinsame Linie in Fragen der Weltpolitik zu erreichen, ergeben sich daraus natürlich für die praktische politische Arbeit anderenorts Konsequenzen. Insofern werden die Bilderberger schon so manches erreicht haben. Und wenn man seit 1954 (sic!) fleißiger Spiegel-Leser ist, kann man sich nur noch wundern, warum dieses Wirken im Hintergrund bislang für ein Premium- Nachrichtenmagazin kein Thema war. Was verbergen die Leute von der Brandstwiete vor uns? Was sollen wir warum nicht wissen? [Was man den Bilderbergern nachsagt]
Mehr zu diesem Thema:
Nun geraten sie angesichts der Folgen ihrer Haushaltsdefizite in Panik und tun dennoch so,
als wenn sie den totalen Durchblick und alles fest im Griff hätten. Aber sie trauen sich nicht, auch
Banken und Börsen in die notwendigen Schranken zu weisen. Das nennt man auch eine Systemkrise, wenn
die Regierungen vor den Finanzmärkten kuschen.
Das mit dem europäischen
Befreiungsschlag vom letzten Wochenende (9.5.2010) war wohl schon mal nichts. Der
Goldpreis strebt (seit Mitte März) immer neuen Höchstständen zu
(siehe Grafik), und der Euro selbst ist bereits auf 1,24
$/Euro gefallen. Allein in dieser Woche hat der Euro 7 Cent verloren. Das sind deutliche Zeichen der
Währungskrise. Viele befürchten eine Super-Inflation, da von der Europäischen Zentralbank (EZB) immer mehr Geld in die
Märkte gepumpt wird, neuerdings sogar auch durch den bislang verpönten
Ankauf notleidender Staatsanleihen. Allerdings könnte damit einiges an
‚Spielmaterial‘ der Spekulanten neutralisiert werden.
Es ist kaum vorstellbar, daß der Euro als Live-Experiment gestartet worden ist. Vielmehr muß
angenommen werden, Liberalisierung und Globalisierung allerorten waren in, und man folgte
einfach dem Herdentrieb der Neo-Liberalen, die alles dem Markt überlassen wollten. Wir sehen nun,
was ‚dieser‘ Markt daraus macht Chaos allerorten, nur weil beim Schuldenmachen einige
Fehler gemacht wurden. Für die Finanzmärkte zählt eben nur der optimierte Profit
egal wie das erreicht wird. Echte Werte wie Ehrlichkeit, Schadensvermeidung oder (Fehler-)Toleranz
spielen keine Rolle mehr.
Es gibt immer neue Mutmaßungen darüber, wieviel Geld Griechenland tatsächlich braucht.
Der letzte Stand dieser Horror- Meldungen ist: 230 Mrd. Euro bis 2015 mindestens. Es ist
völlig ungewiß, ob die Gemeinschaft der Euro-Länder eine solche Summe aufbringen will.
Die Gesamt-Schulden Griechenlands sollen rund 300 Mrd. Euro betragen. Und dafür sind eben auch Jahr
für Jahr reichlich Zinsen zu zahlen. EU und IWF arbeiten jetzt an der Realisierung des bereits am
11. April verabredeten Notfallplans für die Hellenen.
Der europäische Einigungsprozess ist allerdings schon so weit fortgeschritten, daß
intelligente Hilfen für Griechenland unabdingbar sind, um nicht alles Erreichte zu gefährden.
Und dazu gehören neben günstigen Krediten auch eine
Umschuldung sowie ein Erlaß von Teilen der Alt-Schulden. Nur so kann es
gelingen, daß Griechenland wieder auf die Beine kommt. Griechenlands Sparanstrengungen werden
allein nicht reichen.
Zudem wäre ein gemeinsames Auftreten der EU- bzw. der Euro-Länder auf den Finanzmärkten
sehr sinnvoll. Es bleibt absolut unverständlich, warum die EU nicht schon längst selbst
Anleihen also Europa-Anleihen auflegt, um mit dem damit eingesammelten Geld
einen Fonds (man könnte ihn EWF nennen) zu speisen, aus dem dann Mitglieds- Länder
in bestimmten Situationen Kredite erhalten können. Es ist kaum zu erwarten, daß die
Spekulanten gegen diese Europa-Papiere wetten würden.
Ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Verbund ist keine Option, denn das würde
der Finanzwelt signalisieren, daß die Euro-Länder nicht mal in der Lage sind, eine kleine
EU-Volkswirtschaft (Griechenland erwirtschaftet nur 2,8 % des BIPs der gesamten EU) auf den Pfad der
Finanz-Tugend zurückzuführen. Die Gemeinschaftswährung würde dann erst recht wg. zu
erwartender noch viel intensiverer Spekulationen gegen den Euro instabil werden.
Es ist keine Frage, Griechenland hat schwere Verfehlungen begangen, aber auch die Väter des Euros.
So hat der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU, 19891998)
1995/96 nicht alles
bedacht, was den Euro gefährden könnte. Wir wissen heute sehr genau, daß der Euro-
Stabilitätspakt von Maastricht nicht ausreicht, um auf Dauer eine stabile Gemeinschaftswährung
zu sichern. Hier müssen die 16 Euro- Länder dringend nachbessern.
Es war daher geboten, daß die Luftfahrtbehörden gestern sofort den Luftraum total sperrten und
damit ein Flugverbot für Düsenflugzeuge aussprachen. Inzwischen sind die Flughäfen in
Großbritannien, Niederlande, Belgien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Nord-Deutschland
(einschließlich Berlin und Frankfurt/Main), Polen und Nord-Frankreich (einschließlich Paris)
geschlossen. Es kam zum Chaos auf den Airports. Tausende Flüge mußten ausfallen.
Hunderttausende Passagiere konnten ihr Ziel nicht erreichen.
[Vulkan-Asche über Europa]
Der Mensch ist machtlos, wenn es zu solchen unabwendbaren Naturereignissen kommt. Da kann man nicht
einfach einen ‚Deckel‘ auf den Vulkan legen und dann ist gut. Vielleicht lassen sich
ja Triebwerke bauen, die unempfindlich gegenüber Vulkan-Asche sind... Aber das kostet Geld, und nur
manchmal kann die Natur- Gewalt ausgetrickst werden. Der Mensch ist weit entfernt davon, die Natur
wirklich zu beherrschen auch wenn das Wirtschaftsbosse und Politiker uns immer wieder einreden
wollen.
Angesagt ist ein sehr intelligenter Umgang mit der Natur und oft auch nur etwas Demut. Diese Erfahrung
haben wir in den vergangenen Jahren wiederholt gemacht: Sei es durch Erdbeben, Stürme, Fluten, Tsunamis, Seuchen oder
auch nur durch Nebel, wie bei der nationalen
Tragödie der Polen vom 10. April.
[Die Natur ist stärker...]
Da sich die Aschewolke in 6000 Meter und höher befinden soll, stellt sich die Frage, warum innerhalb
Europas nicht wenigstens ein Flugbetrieb bis zu einer Flughöhe von 3000 Meter zugelassen wird. In
den 3 Berliner Flugkorridoren klappte das doch auch von 1945 bis 1990. Oder ist etwa darauf die
Flugsicherung nicht eingestellt? Erst am Montag (19.4.2010) soll nun nachdem
Kritik von
Fluggesellschaften aufkam mit Testflügen die tatsächliche Asche-Konzentration in den
verschiedenen Flughöhen ermittelt werden. Danach könnte es zur Lockerung des Flugverbots
kommen.
[mehr in der PDF-Fassung]
Mehr zu diesem Thema:
BERLIN 10.4.2010 (khd). Berlin erwischte es in dieser Woche ganz dicke. Innerhalb von nur
24 Stunden wurden bei Bauarbeiten gleich 2 nicht explodierte Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg an
verschiedenen Orten der großen Stadt entdeckt. Und werden diese Blindgänger an neuralgischen
Auch 65 Jahre nach dem Krieg werden in den deutschen Ballungszentren
noch immer
Blindgänger gefunden. Und jedesmal fühlen sich vor allem ältere Anwohner, die noch
selbst den Bombenkrieg mit den Fliegeralarmen als Kinder erlebten, zurückversetzt in den furchtbaren
Krieg. Da ist es dann wieder, dieses besondere Angstgefühl, wie damals. Nur heulen diesmal nicht die
Sirenen, und es gibt keine Weihnachtsbäume am Himmel. Dafür gibt es aber tapfere
Polizei-Feuerwerker, die ihr Handwerk verstehen, und die Bomben mit ihrem Können und Wissen
unschädlich machen. Ihnen gilt der Dank. Denn danach gibt’s dann wieder Entwarnung, und die
Angst weicht von der Seele. Alles ist mal wieder glimpflich abgegangen [Ed-2.6.2010: aber nicht immer,
wie das entsetzliche Unglück
in Göttingen zeigt].
Am Dienstag nach Ostern (6.4.2010) wurde mittags am Berliner Ostkreuz eine Fliegerbombe gefunden, die nur
vor Ort entschärft werden konnte. Deshalb mußte der Fundort am alten Wasserturm
weiträumig abgesperrt werden. Alle Bewohner in einem Umkreis von 500 Metern wurden aus ihren
Wohnungen evakuiert. Der S-Bahn-Verkehr auf der Ringbahn mußte unterbrochen werden. Gegen Abend
gelang es, die 250-kg-Bombe zu entschärfen.
[mehr]
Am Mittwoch (7.4.2010) wurde dann am Flughafen Berlin-Tegel eine weitere Bombe gefunden. Der Flughafen
wurde sofort für den Flugverkehr gesperrt und das Terminal geräumt. Anfliegende Flugzeuge
wurden zum Flughafen Schönefeld umgeleitet. Noch am frühen Abend gelang dann die
Entschärfung der Bombe. Es erwies sich erneut, wie gut es ist, mit zwei Flughäfen wenigstens
eine alternative Landemöglichkeit in der Stadt zu haben. Ab 2012 wird es nach der Inbetriebnahme des
BBI diese
Ausweichmöglichkeit nicht mehr geben. Flüge müßten dann nach Leipzig umgeleitet
werden.
[mehr]
Mehr zum Thema Bombenfunde:
Bislang lautete beispielsweise ein Link in einer Google- Ergebnisliste:
"../Pub/PM_077.pdf", was eine direkte Verlinkung ist und beim
Draufklicken sofort zu dieser Zielseite führt. Nunmehr verwendet
Google aber die folgende Notation: "/url?q=http://www.khd-research.net/Pub/PM_077.pdf", also
eine relative Verlinkung zum entsprechenden Google- Server (http://www.google.de), der daraus die
Information des Klickziels entnehmen kann und eine Weiterleitung zur gewünschten Zielseite
realisieren soll. Inwieweit dabei der verwendete Browser eine Rolle spielt, ist derzeit noch unklar.
Suchergebnisse sollten aber grundsätzlich immer unabhängig vom Browser präsentiert
werden (Keep it simple as possible!).
Mit dieser neuen ‚Errungenschaft‘, die offensichtlich der Kundenausforschung dienen soll,
benötigt ein Nutzer wesentlich mehr Zeit fürs Suchen im Internet. Auch ist es nicht mehr
möglich, einfach Links aus der Liste per Maus auf den Schreibtisch zu ziehen (bewirkte Download der
Zielseite), um diese erst später offline zu lesen. Viele Nutzer werden Google nun links liegen
lassen und sich anderer
Suchmaschinen bedienen.
Erst unlängst hat Google den Report
Search
Engine Optimization report card (PDF) im Internet veröffentlicht. Diese Untersuchung wurde
zur Optimierung der eigenen Produkte durchgeführt. Darin werden auch serverseitige Weiterleitungen
als Verbesserung gepriesen. Warum dann aber in vielen Fällen diese Weiterleitung via Google nicht
funktioniert, ist für den Nutzer schlichtweg ärgerlich und für Google peinlich. Google
wäre gut beraten, diesen Blödsinn schnellstens wieder aufzugeben oder zumindest für den
Nutzer eine Möglichkeit zu schaffen, dieses abschaltbar zu machen.
Mehr zum Thema Suchmaschinen:
CUPERTINO/MÜNCHEN 5.3.2010 (khd).
Jetzt steht es fest. Der neue Tablet-Computer iPad von Apple
(khd-Page berichtete)
kommt erst Ende April nach Deutschland. Über den genauen Preis herrscht noch Unklarheit. In den USA
ist das iPad bereits ab dem 3. April erhältlich, kann aber aus Deutschland nicht in den
Klar ist inzwischen, warum Apple beim iPad auf einen
USB- und einen SD-Card-
Anschluß verzichtet hat. Denn eine der Leitideen des iPad ist, das gesamte File-System
(Datei-System) mit der Verzeichnis- Struktur vor dem Benutzer total zu verbergen. Damit soll vor allem
die sehr große Zahl von Computer- Muffeln vor allem in der älteren Generation
als Nutzer angesprochen werden, denen beispielsweise so ein Datei-System ziemlich viel Rätsel
aufgibt. Apple rückt damit von der bisherigen Notwendigkeit ab, stets bei der Nutzung von Computer
im Maschinenstil (mit)denken zu müssen. Bei einem angeschlossenen USB-Stick müßte aber
das Datei- System irgendwie sichtbar gemacht werden, um in allen Fällen sicher arbeiten zu
können.
Der iPad ist also als ein reines Gerät zur unkomplizierten Nutzung von Inhalten von Internet-Seiten,
Bildern, Videos, E-Mails und Audios gedacht. Dennoch wünscht man sich, daß Apple sein neues
Paradigma nicht ganz so genau nehmen sollte und zumindest in den Parkstationen (Docks) Schnittstellen zu
Standard-Speichern wie USB-Sticks oder SD-Cards anbietet. Oder muß man sich zur Nutzung der auf
Sticks und Cards archivierten eigenen Fotos auf dem iPad erst noch einen eigenen Web-Server auf einem in
einem lokalen Funknetzwerk (WLAN) eingebundenen ‚normalen‘ Computer zulegen? Das allerdings würde
die allermeisten Nutzer arg überfordern. Das kann’s ja wohl nicht sein.
10.4.2010 (khd). Inzwischen ist klar, daß der Tablet-Computer iPad erst Ende Mai in
Deutschland zu kaufen sein wird. Dann sollen aber bereits alle vorgesehenen Versionen (auch mit UMTS)
erhältlich sein. Unterdessen zeichnet sich Konkurrenz für Apple ab. Andere Hersteller wollen in
den nächsten Monaten auch solche Tablet-Computer auf den Markt bringen. Ein angekündigtes
WePad einer Berliner Firma erregte dieser Tage besondere Aufmerksamkeit, soll es doch einige
Lücken des Apple-iPad nicht aufweisen.
Mehr zum Thema:
KARLSRUHE/BERLIN 3.3.2010 (khd/d-radio).
Erneut hat das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber und der Bundesregierung aufzeigen
müssen, daß sie miserabel gearbeitet haben. Gestern (2.3.2010) urteilten die Karlsruher
Das Bundesverfassungsgericht entwickelt sich damit einmal mehr zum Reparaturbetrieb für den
Gesetzgeber. Allein in den letzen 2 Jahren hat Karlsruhe 6 wichtige Gesetze moniert und mehr oder weniger
davon kassiert: Rauchverbot in Gaststätten (2008), Regelung der Pendler-Pauschale (2008),
EU-Beteiligung nach dem Lissabon-Vertrag (2009), Verkauf an Advents-Sonntagen (2009),
Berechnung der
Hartz-IV-Sätze (2010) und jetzt die Speicherung von Telekommunikations-Daten.
Das Ergebnis sind dann nachlässig formulierte Gesetze, die den kritischen Blicken der 16
Verfassungsrichter nicht standhalten. Dennoch sind die Richter in den roten Roben so weise, der Politik
noch immer ausreichend Gestaltungsspielraum einzuräumen. Sie muß ihn nur intelligent nutzen.
Aber die nächsten Gesetzes-Desaster stehen vermutlich schon vor der Tür: Gesundheitsreform und
Steuersenkungen à la FDP.
Die Hauptursache ist die hohe Verschuldung einiger Euro-Länder. So erreichte 2009 die Verschuldung
Griechenlands einen Anteil von 12,7 % an der jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP). Für ein
Diese Tatsache nutzen nun Spekulanten allen voran wieder diese Hedge-Fonds, um ihre
fragwürdigen Geschäfte mit Währungsspekulationen zu machen. Diesmal wird nicht um
(virtuelle) Immobilien gezockt, sondern gleich um die Schulden ganzer Volkswirtschaften. Und das kann
diese durchaus in den totalen Ruin treiben.
Es rächt sich in der EU, daß zwar bei Einführung des Euros die
Maastricht-Kriterien für die Höhe der Staatsverschuldung erfunden wurden
(Stabilitäts-Pakt), aber deren Einhaltung nicht penibel kontrolliert wurde. Das war in höchstem
Maße fahrlässig, wie sich nun zeigt. Wir wissen heute, daß Griechenland 2000 noch nicht
einmal die Aufnahme-Kriterien für die Euro-Zone erfüllte. Die konservative griechische
Regierung hatte die EU
mit
Hilfe der US-Investmentbank Goldman Sachs über die wahren Verhältnisse jahrelang
getäuscht manche sprechen auch von betrogen.
Im Kern ist die Euro-Schwäche also die Folge eines Vertrauensschwunds internationaler Anleger. Sie
trauen der EU nicht zu, das Schulden-Problem in der Euro-Zone zu lösen. Deshalb schließen sie
derzeit im großen Stil Kreditausfallwetten (CDS) auf griechische Staatsanleihen ab. Es waren
letztlich solche CDS (Credit Default Swaps), die 2007/08 ihre Zerstörungskraft entfalteten und zur
Finanzkrise mit dem Lehman-Crash geführt haben. Droht nun bereits eine Neuauflage die
Finanzkrise 2.0? Und wer soll diese dann bezahlen?
[Tagesspiegel-Kommentar]
Das Wall Street Journal
berichtet gestern, daß sich in New York verschiedene Hedge-Fonds abgesprochen
haben, wie aus der Griechenland- Situation reichlich Kapital ohne eigene Arbeit geschlagen werden kann.
This is an opportunity (...) to make a lot of money, zitiert die Zeitung einen der
Fonds-Manager.
Auffällig ist auch, mit welcher Willkür Rating- Agenturen gleichzeitig gerade griechische
Staatsanleihen stark herabgestuft haben, obwohl sie hochverschuldeten Staaten wie Japan oder auch
Großbritannien noch immer Solidität bescheinigen. Rational ist das nicht zu erklären. Und
es ist nicht auszuschließen, daß sich herausstellen könnte, daß hier in einem
üblen Zusammenspiel ganz gezielt der EURO abgeschossen werden soll(te), zumal sich auch EU-Politiker
in Sachen Währungssicherung recht blauäugig gaben und nicht ihre Schularbeiten machten.
Dennoch: Kreditausfallversicherungen sind eine feine Sache beim Handel mit realen Wirtschaftsgütern
aber nur dafür. Werden sie jedoch in Derivat-Form zu CDS verpackt und damit dann im
Großstil gehandelt und gewettet, entwickeln sie allzuoft ihre fatale Zerstörungskraft. Das
zeigte nicht nur die Subprime-Krise von 2007/08 mit dem Lehman-Crash. Es ist schlichtweg Dummheit, den
Handel mit solchen Virtualitäten überhaupt zuzulassen.
[mehr in der PDF-Fassung]
Mehr zum Thema:
KARLSRUHE/BERLIN 11.2.2010 (khd).
Wieder einmal hat das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber und der Bundesregierung aufzeigen
müssen, daß sie unsolide gearbeitet haben. Erst 2009 wurde die Kürzung der
Pendler-Pauschale vom Verfassungsgericht gekippt. Und nun: Am Dienstag (9.2.2010) stellten die Karlsruher
Richter fest, daß die Berechnung der Regelsätze des Arbeitslosengelds II bekannter als
Hartz
IV nicht verfassungsgemäß erfolgt ist. Die bislang gezahlten Leistungen
verletzten das Grundrecht auf Gewährung eines menschenwürdigen Existenzminimums,
heißt es im Urteil. Der spezifische Bedarf von Kindern sei überhaupt nicht ermittelt
worden auch gebe es keine Härtefall- Regelung.
Betroffen davon sind rund 6,73 Mio. Hartz-IV-Bezieher, davon 1,75 Mio. Kinder. Die Bundesregierung
muß die Vorschriften der großen Sozialreform von 2005 bis zum Jahresende neu regeln. Es wird
erwartet, daß dabei die Kindersätze deutlich erhöht werden. Die Bundesregierung wird also
Geld in die Hand nehmen müssen, um dem wegweisenden Urteil gerecht zu werden. Leider hat sie gerade
mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz reichlich Geld für Hotelbesitzer verplempert,
weil das vor allem die FDP so wollte. Klug sei das nicht gewesen, urteilen Sozial-Experten. Denn das
negative Urteil war seit Monaten absehbar.
In einer aktuellen OECD-Studie wird die deutsche Regelung für Langzeitarbeitslose massiv kritisiert.
Im europäischen Vergleich schneidet dabei Hartz IV nicht gut ab. Die finanzielle
Die OECD kritisiert damit auch den hierzulande
wachsenden Bereich von Mini-Jobs und 1-Euro-Jobs. In Deutschland werde nicht genug für die
Förderung von sozial abgesicherten Vollzeitarbeitsplätzen getan. Andere Länder wie
Dänemark, die Niederlande oder auch Frankreich bekämpfen Langzeitarbeitslosigkeit und Armut
deutlich erfolgreicher. Die teure Förderung der geringfügigen Beschäftigung brächte
im Kampf gegen Armut und Langzeitarbeitslosigkeit nichts. Die Langzeitarbeitslose kommen damit nicht aus
der Armutsfalle heraus. Sie müssen oft nur gering bezahlte Beschäftigungen annehmen, was den
Anreiz zur Beschäftigungs-Aufnahme gering ausfallen läßt.
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts signalisiert zudem, daß die obersten Richter eigentlich
das ganze Hartz-IV-Modell gekippt hätten, wenn sie nur gekonnt hätten. Angesichts dieser
Situation sollte nun die Bundesregierung rational darangehen, die Arbeitsmarkt- Reformen endlich auf eine
grundgesetzkonforme und wirklich soziale Basis zu stellen. Und dazu gehört auch ein gesetzlich
verankerter Mindestlohn für alle Branchen. Daran führt kein Weg vorbei, wenn sich Arbeit lohnen
soll. Ob allerdings diese bereits nach 100 Tagen zerrüttete Koalitions-Regierung noch zu einem
großen Wurf fähig ist, muß ernsthaft bezweifelt werden. Dann muß eben noch einmal
die Große Koalition ran, um nachzubessern.
Es fehlte eigentlich nur noch das in diesem Zusammenhang beliebte Unwort vom
Sozialschmarotzer für die angeblich so arbeitsfaulen Langzeitarbeitslosen,
die es laut ‚Bundesarbeitsamt‘ aber so gar nicht gibt. Außerdem gibt es sowieso nicht
Arbeit für alle. Angesichts der wissenschaftlich belegten Fakten macht sich der FDP-Chef mit seinen
Hartz-IV-Attacken völlig unglaubwürdig, und seine FDP steht in Umfragen nur noch bei 8 %
Tendenz weiter
sinkend. Die Republik sehnt sich nach der immerhin handlungsfähigen Großen Koalition
zurück.
Mehr zum Thema:
Dieser Bedienungsart eines wirklich nur mit den Händen nutzbaren leichten
Computers mit einem vernünftig großen Bildschirm (etwa A4) kommt eine
wegweisende Bedeutung zu. Zwar sagte Apple jetzt, daß sie mit dem iPad
nur die Lücke zwischen Laptop (MacBook) und Smartphone (iPhone) schließen
wollten.
Aber in dieser Technik steckt viel mehr. Sie wird sich verselbständigen
und künftig noch leistungsfähigere Geräte mit
berührungsempfindlichem Bildschirm hervorbringen, an die man
auch mal eine externe Festplatte, einen USB-Stick oder einen DVD-Player
anschließen kann.
Vielleicht kann man das schon mit dem iPad, wenn man sich ein iPad-Dock zulegt. Apple
sagte das bislang nicht so genau. Ende März werden wir mehr wissen. Und
natürlich wünschen sich Nutzer, daß auf dem Bildschirm auch mal mit einem
Stift geschrieben und so ganz bequem auf natürliche Weise Texte eingegeben werden
können. Das wäre dann doch noch der Apple iSlate die digitale
‚Schiefertafel‘ aus Cupertino. Es wäre sehr wünschenswert, wenn Apple
damit an die Idee des Newton MessagePads von Anfang der 1990er-Jahre
anknüpfen würde.
Ganz große Hoffnungen in die iPad-Technologie setzt aber die Print-Branche
(Zeitungs- und Buch-Verlage). Sie erhoffen sich damit, daß sie endlich
auch im Internet ordentlich Geld mit ihren Leistungen verdienen können.
Das wird aber nur gelingen, wenn sich nun die Herren Verleger wirklich
etwas Neues die Multimedia-Fähigkeiten des iPad nutzenden Angebote
einfallen lassen. Bislang waren sie wenig kreativ, manche hatten sogar noch
immer nicht das Internet verstanden. Allerdings könnten die Verleger in arge
Abhängigkeit von Apples Vermarktungsstrategie geraten.
Gegenüber den bisherigen (monochromen) eBook-Lesegeräten
(Amazons Kindle, Sony-Reader) bietet das iPad den Vorteil der höheren
Auflösung (132 dpi) und der farbigen Darstellung. Damit lassen sich auch
Schul- und Fachbücher mit anspruchsvollen Grafiken hervorragend darstellen.
[mehr]
[00.00.2010:
Bilderberg-Konferenz] (Wikipedia)
[31.05.2010:
Die Bilderberger und der (Alb-)Traum von einer Weltregierung] (TELEPOLIS)
[02.06.2010:
Bilderberg-Konferenz 2010: Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht?] (DEUTSCHLANDFUNK)
[05.06.2010:
Bilderberg-Treffen: Geheim-Gipfel zur Euro-Krise!] (BILD)
[06.06.2010:
58. Bilderberg-Konferenz Das Geheimnis von Sitges] (DIE PRESSE)
WARSCHAU/BRESLAU/FRANKFURT 18.5.2010 (khd/d-radio). Wir haben in den letzten
Wochen lernen müssen: Aus der Mittelmeerregion kommt so mancher vermeidbare Mist daher (Stichwort:
Euro-Krise wg. hoher
Verschuldung). Und nun auch noch das Unvermeidliche: Schon wieder so ein mächtiges
5B-Tief mit furchtbar viel Mittelmeerwasser in Dampfform an Bord. Diesmal zog das 5B
bzw. Vb (Nr. der Zyklonen-Zugstraße über Europa) am Ostrand der Alpen etwas weiter
östlich und regnete dann tagelang über den Quellgebieten der Weichsel und der Oder ab. An der
Weichsel bildete sich recht schnell ein Hochwasser aus, und an der Oder wird es in den nächsten
Tagen folgen. [weiter]
Oder-Hochwasser 2010: Die Entwicklung der Pegelstände ab Frankfurt. Bei Kienitz liegt das
besonders gefährdete Oderbruch die Achillesferse. Bricht hier ein Deich, dann läuft die
riesige Niederung wie eine Badewanne voll. HSW = Pegelstand, ab dem es Hochwasser ist.
[Grafik-Fortsetzung]
(Grafik: siehe Inset khd)
Die weiteren Überschriften
in der Fortsetzung
Mehr zu diesem Thema:
[21.07.1997:
Satelliten-Foto von der Oder-Flut 1997] (khd-research)
[13.08.2002:
5 B Tiefs auf Chaos-Kurs] (khd-Page)
[14.05.2010:
Da bahnt sich was an: Sturmtief über dem Wochenende] (KURIER, Wien)
BERLIN 14.5.2010 (pep). Wir befinden uns in Europa in der größten
Währungskrise seit dem 1. Weltkrieg! Da hat
EZB-Chef Trichet völlig recht. Wer hätte
das je angesichts früherer Politik-Versprechungen gedacht, daß das einmal so kommen
würde, zumal der größere Teil Europas seit 1945 im Frieden lebt. Aber es gibt Krieg gegen
Europa nun auf den Finanzmärkten mit völlig anderen Waffen (swaps, shorts, futures,
hedging, de-hedging, forwards, junks, longs, backwards usw. usf.). Und die Politiker allerorten haben das
aus Verblendung zugelassen.
 
Wenn aber 2 Jahre nach Beginn der größten Krise, welche die westliche Welt
bislang erlebt hat, immer noch keine Regulierungen für den Finanzsektor eingeführt wurden,
zeigt sich das große Dilemma mit aller Deutlichkeit: Nämlich ob dieser Staat noch von der
Bankenwelt unabhängig handlungsfähig ist.
Das sagte jetzt der Historiker Hans-Ullrich Wehler im Interview.
[mehr]
Weitere Maßnahmen der EU werden also wohl unausweichlich werden. So könnte ein teilweiser
Schuldenerlaß für Griechenland ein erstes Signal sein, noch mehr für den Euro tun zu
wollen. Denn alle Rahmendaten sprechen schon jetzt dafür, daß die Hellenen sich mit dem Sparen
nicht selbst aus dem Schulden-Sumpf ziehen können. Und vor allem kann Europa auf die Welt (G20)
nicht mehr warten. Es müssen jetzt in Europa sofort wichtige Regulierungen der Finanzmärkte wie
ein Handelsverbot für ungedeckte CDS ausgesprochen werden.
[Krisen-Blog ab dem Euro-Rettungsplan (10.5.2010)]
Goldpreis in der Euro-Krise. Aktuell liegt er bei um 1249 US-Dollar pro Feinunze.
Gold gilt in Krisenzeiten schon immer
als der beste Schutz vor der Entwertung des Geldes in einer drohenden
Inflation. Aber man muß das
Gold vor einer Krise kaufen. In der Krise bei hohen Preisen zu kaufen, ist nicht sehr clever!
[Einige Gold-Infos]
[Preisentwicklung bei Edelmetallen]
(Grafik: 14.5.2010 khd)
BERLIN 15.5.2010 (khd).
Es ist schon unglaublich, wie die Finanzmärkte heutzutage mit ganzen Ländern oder
Staatengemeinschaften umspringen können. Wie aber konnte es überhaupt passieren, daß man
in den 1990er-Jahren für ein geeintes Europa eine neue Gemeinschaftswährung politisch plante,
sorgfältig Vereinbarungen zu deren Stabilität traf, gleichzeitig aber durch
‚Liberalisierung‘ die gefrässigen Finanzmärkte auch in Europa total von der
regulatorischen Leine ließ. Das konnte nicht gutgehen. Und nun beißen sie ganz gewaltig.
Das Ersparte vieler Europäer ist in großer Gefahr, massiv an Wert zu verlieren.
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In der Wirtschaftspolitik selbst herrscht sowieso ständig ein nahezu religiöser Krieg zwischen
den Schulen der volkswirtschaftlichen Theorien. Aber es ist dummes Zeug Schubladendenken, wenn der
marktradikale (neo-liberale)
und der keynesianische Ansatz
immer wieder als Antipoden gesehen werden. Erst der geschickte Mix aus beiden Theorien, durchaus noch
gewürzt mit etwas ‚Marx‘ (und an die Kette gelegten Finanzmärkten), ergibt eine
erfolgreiche Wirtschaftspolitik zum Wohle der Staatsvölker. Ein Ludwig Erhard, ein Helmut Schmidt
wußten das noch, ein Gerhard Schröder aber schon nicht mehr.
Aktuelles
von der
Euro-Krise
Mehr zu diesem Thema:
[24.02.2010:
Gefahr für den Euro] (khd-research)
[25.04.2010:
Die Euro-Krise] (khd-research)
[10.05.2010:
Euro-Krise: Es geht um alles] (DER TAGESSPIEGEL)
[12.05.2010:
Finanzkrise führt in Demokratiekrise.] (KÖLNER STADT-ANZEIGER)
[15.05.2010:
Trichet fordert "Quantensprung" von Euro-Staaten] (SPIEGEL-ONLINE)
ATHEN/BRÜSSEL 25.4.2010 (khd/d-radio).
Das hochverschuldete
Griechenland hat vorgestern Finanzhilfen bei der EU und IWF beantragt. Im Gespräch sind
zunächst Notkredite in Höhe von 30 Mrd. Euro von den Euro-Ländern und 15 Mrd. Euro vom
Internationalen Währungs-Fonds (IWF). Deutschland wird davon rund 8,4 Mrd. Euro aufbringen
müssen. Aber das werde nicht ausreichen, heißt es in den Wochenend- Zeitungen. Es sichere aber
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die wirtschaftliche Planungssicherheit für Griechenland bis Ende 2010. Griechenland wird mit dem
geborgten Geld seine im Mai fälligen Alt-Schulden bezahlen. Der Euro sackte unterdessen auf 1,32
$/Euro ab.
 
Griechenland ist der berühmte Schmetterling aus der Chaos-Theorie, dessen
Flügelschlag in der EU ein Erdbeben auslösen wird.
Gefunden wurde dieser weise Spruch von 2009 irgendwo im Internet. Aber was verstehen unsere
Politiker schon von nichtlinearen (sehr)
dynamischen Systemen und Attraktoren...
Europa muß helfen bis Maastricht 2.0 greift
BERLIN 28.4.2010 (khd).
Die Spekulationen gegen den Euro werden immer heftiger. Kurz vor Handelsschluß hat gestern die
Ratingagentur Standard & Poor's die Bewertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals
deutlich herabgestuft. Griechenland- Anleihen erhielten ‚Junk‘-Status (Schrott-Papiere),
womit es für Griechenland unmöglich wird, am Markt neues Geld aufzunehmen. Griechenland ist
also auf EU/IWF-Kredite angewiesen. Bekäme es diese neuen Kredite nicht, wäre das Land
sofort pleite. Die Folgen für den Euro wären unabsehbar.
Es muß zusätzlich ein Mechanismus gefunden werden, der ungleiche Entwicklungen der
EU-Volkswirtschaften korrigiert (das sonst übliche Mittel der Abwertung von Landeswährungen
steht ja nicht zur Verfügung), denn Strafzahlungen für sowieso schon in arger Schieflage
befindliche Länder können es kaum sein, da diese nur zur Verschärfung der Lage durch
Erhöhen der Schuldenlast beitragen. Dieser EWF-Fonds könnte dabei eine hilfreiche Rolle
spielen. Und da die EU beim Maastricht-Pakt Fehler machte, muß jetzt zunächst auch solidarisch
geholfen werden wo auch immer es notwendig werden wird. Dann aber muß ein Maastricht
2.0 für Ordnung in Euro-Landen sorgen.
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Mehr zu diesem Thema:
[06.12.2009:
Angst vor Staatspleiten Wer ist als Nächster dran?] (DIE WELT)
[14.12.2009:
Griechische Tragödie] (Hinweis auf SPIEGEL 51/2009)
[03.02.2010:
Kommentar: Deine Pleite meine Pleite] (DER TAGESSPIEGEL)
[16.02.2010:
Ein vergessener Deal erregt die Gemüter] (DER TAGESSPIEGEL)
[22.02.2010:
Spiel mit höchstem Risiko] (Hinweis auf SPIEGEL 8/2010)
[24.02.2010:
Gefahr für den Euro] (khd-research)
[27.02.2010:
Wetten gegen den Euro] (TELEPOLIS)
[08.03.2010:
Die Euro-Lüge Kultur des Tricksens] (Hinweis auf SPIEGEL 10/2010)
[12.04.2010:
Wenn Geld für Griechenland fließt, klage ich] (DER TAGESSPIEGEL)
[26.04.2010:
Griechenland Fragen des Tages] (DER TAGESSPIEGEL)
[30.04.2010:
Alles Übel Der Euro ist in Gefahr] (DER TAGESSPIEGEL)
BERLIN 16.4.2010 (khd/tsp/d-radio). Das hat es noch nie gegeben. Seit gestern ist der
gesamte Flugverkehr über Nordeuropa lahmgelegt. Der Vulkan Eyjafjallajökull (kurz: Eyjafjalla)
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auf Island schleudert nach seinem
Ausbruch seit dem 14. April riesige Mengen Vulkan-Asche in die Atmosphäre. Die Wolke aus
Ascheteilchen wurde sehr schnell über den Nordatlantik nach Europa getrieben, wo sie sich
ausbreitete. Für Düsenflugzeuge ist ein Durchfliegen solcher Asche-Wolken höchst
gefährlich. Die
Ascheteilchen (scharfkantiges Gesteinsmehl) können einen Ausfall aller Düsen- Triebwerke
bewirken, wie das im Juni 1982 in Indonesien bei einem Jumbo der BA und im Dezember 1989 in Alaska bei
einer Boeing 747 der KLM geschah. Und ob ein Neustart der Triebwerke (was damals gelang) möglich ist, ist
ungewiß und risikoreich. Ungewiß ist derzeit auch, wie lange die Asche- Gefahr für den
Flugverkehr noch bestehen wird. Es könnte noch Tage dauern, zumal der Vulkan weiter sehr aktiv ist
und die derzeitige Großwetterlage das Verweilen der Aschepartikel in der Atmosphäre
begünstigt.
 
Es ist das erste Mal in der europäischen Luftfahrt-Geschichte, daß wir mit einem
solchen Phänomenen umgehen müssen.
Das stellte der Leiter von EuroControl fest. Kein Wunder, denn der Eyjafjallajökull- Vulkan auf
Island war zuletzt 1821 ausgebrochen.
Und keiner hatte ein solches Naturereignis auf der Agenda, obwohl bekannt ist, daß Island viele
Vulkane hat.
Natürlich erzwungene Luft-Verkehrsberuhigung
BERLIN 17.4.2010 (khd).
Was steigende Kerosinpreise nie bewirkten, schaffte jetzt eine Wolke aus Island. In den von Fluglärm
geplagten Gebieten ist es richtig ruhig geworden. Und es sieht fast nach einer Generalprobe für die
Zeit nach dem Erdöl aus. In einer globalisierten Welt spielt die uneingeschränkte (Luft-)
Mobilität eine wichtige (wirtschaftliche) Rolle. Das macht aber auch unser öffentliches Leben
extrem störanfällig für technisches und menschliches Versagen sowie für die Gewalten
der Natur. Diese bislang beispiellose Einstellung des Flugverkehrs zeigt deutlich die Grenzen einer
solchen Entwicklung auf.Das Chaos geht weiter
BERLIN 18.4.2010 (khd/info-radio).
Die Aktivität des isländischen Vulkans hat nicht nachgelassen. Außerdem sorgt eine
stabile Großwetterlage über dem Nordatlantik und Europa derzeit dafür, daß sich die
Aschewolke weiter nach Süden ausbreiten konnte. Deshalb ist heute Vormittag der
ganze Luftraum über Europa bis Moskau für den Luftverkehr gesperrt. Frühestens Dienstag
(20.4.2010) ist in Mitteleuropa mit Regen zu rechnen, der die Partikel aus der Atmosphäre auswaschen
könnte. Gehofft wird auch, daß sich auf Island der Wind dreht, der bislang die Vulkan-Asche in
Richtung Europa treibt.
[15.04.2010:
Vulkan-Asche über Europa] (khd-research)
[18.04.2010:
Airlines stellen Flugverbot in Frage] (SPIEGEL-ONLINE)
[19.04.2010:
Europa lockert Flugverbote] (STERN)
[23.04.2010:
Grenzwert festgelegt Flugverbote waren unnötig] (DER TAGESSPIEGEL)
Punkten wie einem Eisenbahnkreuz oder einem Flughafen gefunden, dann ist das Verkehrschaos
unausweichlich. Aber das ist nicht alles.
 
Sprengstoff wie TNT vergammelt selbst nach Jahrzehnten nicht.
Das sagte Polizeifeuerwerker Detlef Jaab 2004. Aber das wußte auch schon Berlins legendärer
Bombenentschärfer Räbiger.
[01.03.2001:
Auch nach 60 Jahren noch immer Bomben aus dem 2. Weltkrieg] (khd-Page)
[08.08.2004:
Ganz Berlin sitzt auf der Bombe] (BERLINER MORGENPOST)
[06.04.2010:
Verkehrschaos durch Bombenfund am Ostkreuz] (khd-research)
[07.04.2010:
Flugchaos durch Bombenfund am Flughafen Tegel] (khd-research)
[01.06.2010:
Flieger-Bombe in Göttingen explodiert] (khd-research)
BERLIN 28.3.2010 (khd). Google hat sich beim Suchen etwas Neues einfallen lassen und ist
damit ein ganzes Stück nutzerunfreundlicher geworden. Bislang erhielt man bei der
Google- Suche eine Ergebnisseite mit direkten Links zu
den Zielseiten. Seit einigen Tagen ist das nun anders. Die Links auf den Ergebnisseiten führen jetzt
zu einer von Google eingeführten Zwischenseite (siehe Abb.), die nach einer gewissen Zeit
automatisch zur Zielseite weiterleiten soll, was allzuoft nicht passiert.
Beispiel einer solchen nutzerunfreundlichen Weiterleitungsseite von Google. Meistens ist auch nach
10 Sekunden Wartezeit noch immer keine Weiterleitung zum gesuchten Ziel erfolgt. Man darf dann
nochmal auf den angebotenen Link klicken, um doch noch zur Zielseite zu gelangen.
(Screen-Shot: 28.3.2010 khd)
Google muß nicht alles wissen
BERLIN 1.4.2010 (khd/pep).
Zunächst dachte man, Google bekannt für seine Gimmicks hat hier einen Aprilscherz
vorgezogen. Aber die meinen das ernst mit ihrem Weiterleitungsfimmel. Offensichtlich wollen sie zu gern
wissen, welches Suchergebnis der Nutzer auf der Suchergebnisseite anklickt, um auch diese Daten ihren
Google Analytics
zuzuführen. Sind aber auf der Ergebnisseite direkte Links zu den Zielseiten angegeben, dann
können sie das nicht erfahren und auswerten.
[12.12.2003:
Nur die Kasse zählt Vom Niedergang renommierter Suchmaschinen ] (khd-research)
[16.06.2004:
Neue Suchmaschinen braucht das Internet] (khd-Page)
[20.06.2004:
Nix Qualität nur die Kasse zählt] (khd-Kommentar)
[16.08.2009:
Grafik: Wie lange braucht Google 2009 zum Indizieren?] (khd-research)
[24.10.2009:
Google trödelt gewaltig] (khd-Page)
US-Apple-Stores online bestellt werden. Die Globalisierung funktioniert hier nicht, obwohl sich die
Modelle weltweit nicht unterscheiden sollen.
 
Ein intelligentes Betriebssystem weiß,
wo die Dateien zu finden
sind.
Und genau das steckt im iPad drin.
[27.01.2010:
Start in neues Computer-Zeitalter] (khd-Page)
[27.01.2010:
iPad Technische Daten] (APPLE)
Richter: Das Gesetz der Großen Koalition über die Vorratsdatenspeicherung verstößt
gegen das Grundgesetz und ist damit null und nichtig. Die bislang gesammelten Daten müssen sofort
gelöscht werden. Über 35.000 Bürger hatten Beschwerde gegen die anlaßlose
Daten-Speicherung eingelegt. Eine 6-monatige Speicherpflicht könne nur dann
verfassungsmäßig sein, wenn Datensicherheit, Transparenz, richterliche Kontrolle und der
Rechtsschutz der Betroffenen gewährleistet werden, geht aus dem Grundsatzurteil hervor.
 
Es hat sich gelohnt, daß so viele Menschen geklagt haben. Man hatte sie alle unter
einen Terror-Generalverdacht gestellt.
Das sagte Grünen-Chefin Claudia Roth zum Karlsruher Grundsatz-Urteil.
Partei-Politik über alles
BERLIN 4.3.2010 (khd).
Politik-Beobachter sehen die Hauptursache für das nachlässige Handeln des Gesetzgebers darin,
daß die politischen Vorgaben durch die Parteien allzuoft über allem stehe. Dann werde nicht
mehr so genau die Verfassungmäßigkeit der Gesetzestexte geprüft, was früher
wesentlich sorgfältiger erfolgte. Auch setzen sich Parteien bei den Beratungen und Abwägungen
neuer Gesetze zu sehr unter Zeitdruck.
BRÜSSEL/BERLIN 24.2.2010 (khd).
Seit im Herbst 2009 die neue griechische Regierung offenlegte, daß Griechenland weit
höher, als bislang angenommen, verschuldet ist, brodelt es an den Finanzmärkten. Der Euro ist
seitdem unter sehr massiven Druck geraten. Noch Ende November 2009 lag der Euro-Kurs bei gut 1,50
Dollar/Euro, inzwischen liegt er bereits mehr als 10 % tiefer bei um die 1,35 Dollar/Euro.
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Euro-Land wären aber nur maximal 3 % erlaubt. Auch andere Länder der Euro-Zone wie Italien,
Portugal, Irland und Spanien weisen einen
bedrohlichen Schuldenstand auf.
 
Der Euro ist in Ungnade gefallen.
Das sagte jetzt Europas oberster Währungshüter Trichet,
Chef der EZB.
Eine konzertierte Aktion gegen den Euro?
BERLIN/WASHINGTON 27.2.2010 (khd/tp). Es ist keine Frage: Die EU muß und wird
Griechenland auch finanziell helfen, soll nicht die europäische Gemeinschaftswährung EURO total
den Bach heruntergehen. Aber es mehren sich die Hinweise, daß jetzt interessierte Kreise aus der
Finanzwelt den ganz großen Coup landen woll(t)en: Der Euro soll zumindest auf 1 Dollar/Euro
heruntergetrieben werden. Und dabei können diese windigen Geschäftemacher sehr viel Geld
mit Wetten verdienen.
[06.12.2009:
Angst vor Staatspleiten Wer ist als Nächster dran?] (DIE WELT)
[14.12.2009:
Griechische Tragödie] (DER SPIEGEL 51/2009, Seite 70)
[03.02.2010:
Kommentar: Deine Pleite meine Pleite] (DER TAGESSPIEGEL)
[08.02.2010:
Aufpasser aus Brüssel] (DER SPIEGEL 6/2010, Seite 74)
[16.02.2010:
Ein vergessener Deal erregt die Gemüter] (DER TAGESSPIEGEL)
[22.02.2010:
Spiel mit höchstem Risiko] (DER SPIEGEL 8/2010, Seite 64)
[25.02.2010:
Staatsverschuldung läuft aus dem Ruder] (DIE WELT)
[27.02.2010:
Wetten gegen den Euro] (TELEPOLIS)
Armut per Gesetz bewiesen
BERLIN/PARIS 18.2.2010 (khd). In Deutschland ist die Armut weiter angestiegen. Eine
DIW-Studie stellt fest, daß bereits 14 % der Bevölkerung unter der
Armutsgrenze leben müssen. Die Zahl hat sich im den letzten 10 Jahren um ein Drittel erhöht,
obwohl das eigentlich die von Rot-Grün eingeführten
Hartz-
Reformen hätten verhindern sollen.
Absicherung von Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren oder über längere Zeit arbeitslos
sind, ist in Deutschland im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern durchschnittlich, im
europäischen Vergleich jedoch eher gering, stellte die OECD in Paris fest.
 
Wer sind hierzulande die wahren Sozialschmarotzer?
Das fragen sich Anfang 2010 immer mehr Bundesbürger, die ordentlich ihre Steuern bezahlen und nun
erfahren, daß sich bereits über 2500 reiche Steuerhinterzieher in Millionenhöhe mit
Bankkonten in der Schweiz bei den Behörden gemeldet haben, um von Strafe verschont zu bleiben. Erst
eine geklaute CD mit Daten machte es möglich.
Mit dieser FDP ist kein Staat zu machen
BERLIN 20.2.2010 (pep). Derzeit ist aber nun Streit vor allem mit der noch immer
marktradikal orientierten FDP angesagt, wie der Sozialstaat auszusehen habe. Der Vize-Kanzler
Westerwelle (FDP, Jurist und kein Sozialexperte), dem alle Steuersenkungspläne davonzuschwimmmen
drohen, warnte angesichts des Hartz-Urteils vor Verhältnissen römischer Dekadenz
und drohendem Sozialismus, statt ganz konkret zu sagen, wie der Kampf gegen die Armut und die
Arbeitslosigkeit vorangebracht werden soll. Das ist schlichtweg unterstes Stammtisch-Niveau.
[18.03.2004:
Aus den Hartz-Empfehlungen wurden Gesetze] (DER TAGESSPIEGEL)
[27.12.2005:
Hartz-Reformen werden zum Debakel] (DER TAGESSPIEGEL)
[01.06.2006:
Bundestag billigt Verschärfung von Hartz IV] (SPIEGEL-ONLINE)
[19.01.2010:
Wer sind die Sozialschmarotzer?] (ZEIT-BLOG)
[23.01.2010:
Hartz IV: Die wahren Sozialschmarotzer] (Hartz IV News)
[10.02.2010:
Armutsforscher Butterwegge zum Hartz-IV-Urteil] (KÖLNER STADT-ANZEIGER)
[16.02.2010:
Hartz-IV-Debatte] (SPIEGEL-ONLINE)
[17.02.2010:
Liberale in der Krise] (SPIEGEL-ONLINE)
[18.02.2010:
OECD-Studie: Hartz-IV-Empfänger blicken neidisch ins Ausland] (STERN)
[18.02.2010:
Deutsche Jobpolitik ist teuer und bringt wenig] (DIE WELT)
[19.02.2010:
Neustart für den Sozialstaat] (SPIEGEL-ONLINE)
SAN FRANCISCO 27.1.2010 (khd).
Apples Ingenieure und Designer waren in den letzten Jahren sehr
fleißig und kreativ. Und so konnte heute in San Francisco Apple-Chef Steve Jobs
den weltersten echten Tablet-Computer mit einem 10"-Multi-Touchscreen
(1024 x 768 Pixel) in IPS-Technik vorstellen das Apple iPad.
Dieser Mini-Computer läßt sich nur mit den Fingern bedienen. Eine Maus
Der Apple Tablet-Computer iPad ist der erste Computer, der wirklich einfach
zu bedienen sein wird. Mit dem nur gut 13 mm dicken iPad hat die innovative Firma Apple
erneut ein Tor in eine
neue Computerära aufgestossen. Wir werden in den nächsten Jahren erleben,
wie sich dadurch so manches in der Computerwelt, aber auch bis hin zu Geschäftsmodellen
für Angebote im Internet ändern wird. Solche Tablet- Computer könnten
sogar die ganze Zeitungs-Branche vor dem drohenden Absturz bewahren.
[Aktuelle Infos zum iPad von Apple]
[Techn. Daten]
(Foto: 27.1.2010 Apple)
und eine Tastatur werden nicht benötigt.
Ein externes Keyboard ist aber nutzbar, da das iPad BlueTooth beherrscht.
Mit der Außenwelt (Internet) wird über WLAN (Wi-Fi) und/oder UMTS (G3)
kommuniziert.
Auch andere haben sich an solchen Tablet-Computern
versucht, haben aber bislang wie Microsoft & Co nichts Wegweisendes
zustande gebracht.
 
Mit Tablet-Computern lassen sich vollkommen neue Käuferschichten
erreichen.
Das war bereits Anfang Januar 2010 auf der CES in Las Vegas zu hören. Klar, so mancher bisherige
Computer-Muffel könnte sich nun doch noch zum Kauf entscheiden, um endlich das Wissen im Internet
erreichen zu können.
Mehr zum Thema:
[27.01.2010:
iPad Technische Daten] (APPLE)
[27.01.2010:
iPad Zum Design] (APPLE)
[27.01.2010:
Apple präsentiert das erwartete Tablet] (HEISE-TICKER)
[28.01.2010:
iPad Apples Multitouch-Tablet ist da] (CHIP)
[28.01.2010:
Darum kaufe ich Oma ein iPad] (SPIEGEL-ONLINE)
[01.02.2010:
Innovationen: 13 Millimeter Zukunft] (DER SPIEGEL 5/2010, Seite 130)
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