Diese Seite ist Teil eines Berlin-Reports, in dem die Rahmen- Story zu der folgenden Liste zu finden ist. I n h a l t :
| Tag der offenen Tür Highlights in den 1950ern |
Von Anfang an war ich dabei. Und so besuchte ich mit dem Scheckheft vom Tag der offenen Tür in den 50er-Jahren viele Firmen. Schade ist nur, daß der Tag der offenen Tür Anfang des 21. Jahrhunderts nicht mehr so viel Hochinteressantes zu bieten hat. Mitsind weiterführende Infos verlinkt. (xxx = das folgt demnächst):
- AEG Turbinenwerk (Moabit) In der Huttenstraße wurden damals vor allem Turbinen für dampfbetriebene Kraftwerke produziert. Inzwischen baut dort die KWU das ist Siemens sehr erfolgreich Gasturbinen. Anfang Februar 2006 lieferte Siemens die 500. Gasturbine aus.
- Berliner Wasserwerke (Tegel) Berlin bezieht sein Wasser mit Tiefbrunnen aus dem Grundwasser, das in den Wasserwerken aufbereitet wird.
- Bildgießerei Noack (Friedenau, Fehlerstraße 8) Das alteingesessene Familien- Unternehmen kennt sich hervorragend mit der Anfertigung von Skulpturen aus von der Herstellung des Modells bis zum Metallguß und darüber hinaus. Hier wurde auch die im 2. Weltkrieg zerstörte Quadriga fürs Brandenburger Tor nachgegossen.
- Biologische Bundesanstalt (Dahlem) Diese Bundesforschungsanstalt ist u. a. für Fragen des Pflanzenschutzes zuständig. In Berlin-Dahlem betreibt sie mehrere Versuchsfelder.
- Brennerei der Einzelhandelskette Meyer (Moabit)* Meyer (Keine Feier ohne Meyer) produzierte in ihrer Zentrale auch Sprituosen wie Weinbrand. Ende 2004 kam dann das totale Aus für die Traditionsfirma, wobei dem Publikum nie erklärt wurde, warum Meyer von der Bildfläche verschwinden mußte.
- Bundesgesundheitsamt (Dahlem) Das BGA bestand aus mehreren Instituten und war für alle medizinischen Fragen zuständig von der Arzneimittelzulassung bis zur Abschätzung von Gesundheitsrisiken durch neue Produkte. Es wurde 1994 in einzelne Bundesinstitute aufgelöst.
- Capitol-Kino (Halensee, Lehniner Platz)* Hier liefen damals Superbreitwand-Filme in der Technik des Cinerama, für das 3 Projektoren und für den Superstereo-Ton ein getrennter Magnetfilmabtaster benötigt wurden. Bei der Besichtigung wurde deren pfiffige Synchronisierung demonstriert. Das Kino wurde später abgerissen und durch den Bau der Schaubühne ersetzt.
- Coca Cola (Lichterfelde, Hildburghauser Straße)* Verewigt ist diese Fabrik vom Hollywood- Regisseur Billy Wilder im in Berlin spielenden US-Kultfilm Eins, Zwei, Drei von 1961.
- Coca Cola (Moabit, Franklin Straße) West-Berlin brauchte halt 2 Cola-Fabriken. Es waren zwar nur Abfüllbetriebe der Cola-Sirup kam aus Atlanta in den USA, aber es gab immer reichlich zum Verkosten. Die Coke-Leute waren immer sehr großzügig.
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Der Telegraf am Bismarckplatz. (Foto: um 1956)
- Druckerei des Telegraf (Grunewald)* In das Gebäude der Reichsleitungs des [Nazi-] Arbeitsdienstes am Bismarckplatz waren nach 1945 Verlag und Druckerei der Zeitungen Telegraf und Nachtdepesche eingezogen. Hier konnte das Entstehen einer Zeitung vom Bleisatz über Mettage und Rotationsdruck beobachtet werden. Die Zeitungen wurden 1972 eingestellt.
- Eichamt der PTB (Charlottenburg) Die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) ist hierzulande Herr über die Maße wie Meter, Kilogramm und Sekunde. Und es war schon sehr interessant, den Unterschied zwischen eichen und kalibrieren zu erfahren.
- Entwässerungswerke (Schöneberg) Sehr beliebt war die Besichtigung eines Hauptkanals der ‚Gullyrutscher‘ im Untergrund Berlins in der Nähe des Schöneberger Rathauses.
- Fernsehstudios des SFB im Deutschland-Haus (Charlottenburg) Neben der vielen Technik konnten die Proben eines Fernsehspiels beobachtet werden. Und man glaubt es kaum: Fernsehspiele wurden damals live gespielt und sofort gesendet. Das moderne Fernseh-Zentrum am heutigen Theodor-Heuss-Platz Ecke Masurenallee entstand erst Ende der 1960er-Jahre und wurde am 19. März 1970 eröffnet.
- Feuerwache Rankestraße (Zoo) Sie boten eine brillante Demonstration der Berliner Feuerwehr, was sie alles mit Wasser und Leitern für die Sicherheit der Großstädter leisten kann.
- Fritz-Haber-Institut (Dahlem) Zu sehen war hier das Mikroskopieren mit einem hochauflösenden Elektronen- Mikroskop der Firma Siemens. Besonders interessant war die gegenüber der klassischen Lichtmikroskopie völlig andere Aufbereitungstechnik der Proben.
- Gaswerk Gaußstraße der GASAG (Wedding)* Hier wurde in vielen Kammern aus Steinkohle aus dem Ruhrgebiet Stadtgas und Koks produziert. In Berlin gab es mehrere solcher Gaswerke, denn ein Fernbezug von Erdgas war damals noch nicht möglich. Inzwischen sind Berlins Gaswerke alle stillgelegt. Berlin wird heute mit Erdgas versorgt.
- Gemäldegalerie im Museum Dahlem (Dahlem, Arnimallee)* Hier war wohl etwas Eintritt zu bezahlen (Prinzip: 2. Karte kostenlos beim Kauf einer Eintrittskarte). Die Hauptattraktion war damals das berühmte Rembrandt- Gemälde Der Mann mit dem Goldhelm. Erst viele Jahre später wurde nachgewiesen, daß dieses Bild gar nicht von Rembrandt selbst stammte, sondern seinem Umfeld zuzurechnen ist. Die Bilder sind nach 1990 alle von Dahlem in Berlins Mitte umgezogen.
- Geschi-Brotfabrik (xxx)* In dieser Fabrik wurden Brote am Fließband gebacken. Aber auch diese Großbäckerei wurde 1986 von Kamps aufgekauft.
- Gießerei von Borsig (Tegel)* Die Borsigwerke beherrschten damals den Stahlguß mit Siemens- Martin- Öfen und Bessemer- Birnen. Es entstanden dort u. a. riesige Kurbelwellen für Schiffsdieselmotore.
- Gipsformerei der Staatlichen Museen (Charlottenburg, Sophie-Charlotte-Straße) Hier werden seit 1891 Skulpturen und Kunstgegenstände in Gips abgeformt. Durch den Kauf eines Gips- Abgusses ist es für jedermann möglich, sich ein ‚Stück Geschichte‘ mit nach Hause zu nehmen.
- Hahn-Meitner-Institut (Wannsee) Dort wird ein kleiner Kernreaktor für Forschungszwecke betrieben. Auch hatten sie damals den modernsten deutschen Computer die legendäre Siemens 2000.
- Kabelwerk von Siemens (Gartenfelde)* Von der Kupferschmelze bis zum Draht und Kabeln aller Art reichte 1956 die Produktion des Siemens- Traditionswerkes mit eigenem S-Bahnhof (Gartenfelde). Höhepunkt der Besichtigung: Die Herstellung eines dicken Kupferkoaxialkabels für den neuen Stuttgarter Fernsehturm.
- Kindl-Brauerei (Neukölln)* In großen Becken gärten die verschiedenen Biere in kühlen Kellern. Besonders beliebt war damals das Kindl Hell, das es im Anschluß an die Besichtigung zu verkosten gab.
- Königliche Porzellan Manufaktur (KPM, Tiergarten) In dieser staatlichen Fabrik wird hochwertiges Porzellan nach überlieferten Methoden hergestellt und kunstvoll bemalt. Es ist ein Berliner Vorzeigebetrieb. KPM-Porzellan ist sehr teuer. Dennoch geriet KPM später in die roten Zahlen und wurde vom Berliner Senat verkauft.
- Kraftwerk Charlottenburg der BEWAG (Charlottenburg) Eindrucksvoll waren die riesigen Dampfturbinen mit Drehstromgeneratoren sowie die Leitwarte, von der das Kraftwerk an der Spree gesteuert wurde.
- Kraftwerk West der BEWAG (Spandau) Heute das Kraftwerk Reuter, mit dessen Revitalisierung während der Blockade so eindrucksvoll begonnen wurde.
- Materialprüfungsamt (Lichterfelde, Unter den Eichen) Gezeigt wurde in diesem Bundesamt u. a. die praktische Prüfung von Stahl und Beton.
- Meteorologisches Institut der FUB (Dahlem) Die Universitäts- Wetterfrösche in der Podbielskiallee dicht beim AFN-Rundfunksender der Amerikaner demonstrierten eindrucksvoll wie ein Wetterbericht entsteht. Und damals gab es noch keine Wetter-Satelliten und Computer für die Wettervorhersage.
- Musikinstrumenten-Museum (Wilmersdorf) Dieses befand sich damals in einem Seitenflügel des Joachimsthalschen Gymnasiums an der Bundesallee. Unvergessen ist die einmalige Führung durch den Chef des Museums, der nicht nur alle Geschichten der Instrumente vom Krummbein übers Klavichord bis zur Kino- Orgel von Siemens kannte, sondern sie auch selbst zum Klingen bringen konnte. Inzwischen ist dieses hochinteressante Museum neben der Philharmonie in der Nähe des Potsdamer Platzes untergebracht worden.
- Neue Philharmonie (Wilmersdorf) An der Schaperstraße konnten damals Modelle der geplanten neuen Philharmonie angeschaut werden. Die Philharmonie sollte damals auch dort gebaut werden, ist aber später im neuen Kulturforum in der Nähe des Potsdamer Platzes am Rande des Tiergartens realisiert worden.
- Ortsamt der Deutschen Bundespost (Dahlem) Dieses Telefon-Endamt in der Königin- Luise- Straße (gleich neben der Kirche) war in Berlin etwas ganz Besonderes. Denn hier waren noch uralte Strowger- Fallwähler aus Kaiserszeiten beim Vermitteln der Telefonate aktiv. Die anderen Berliner ‚Ämter‘ wurden damals bereits mit Hebdrehwählern betrieben. Ab etwa Mitte der 1950er-Jahre wurden auch diese dann durch moderne Edelmetall- Motor- Drehwähler (EMD) der Firma Siemens & Halske abgelöst.
- Paech-Brotfabrik (Moabit)* In dieser Fabrik zwischen Stephanstraße und Birkenstraße entstanden besonders wohlschmeckende Brote wie das berühmte Tiefenfurter. Paech wurde Anfang der 1990er-Jahre von der Wendeln- Gruppe geschluckt und mußte 1993 für immer dichtmachen, womit viel wohlschmeckende Brote verschwanden.
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- Röhrenwerk von Telefunken (Tempelhof)* Hier wurden auch Elektronenröhren für Sender in großen Glaskolben produziert. Eine Technik, die auch im 21. Jahrhundert noch immer benötigt wird.
- Rohrpostamt der Post in der Goethestraße (Charlottenburg)* Wer weiß schon, daß in Berlins Untergrund rund 400 km Rohre für die schnelle Rohrpost verlegt sind, die heute in Zeiten von Fax und E-Mail keiner mehr braucht.
- Rundfunk-Studios des SFB in der Masurenallee (Charlottenburg) 1958 übernahm der Sender Freies Berlin (SFB) das Haus des Rundfunks an der Masurenallee 814. Die gesamte Studio- Technik wurde modernisiert. Das größte Studio ist der berühmte Große Sendesaal mit einer hervorragenden Akustik.
- Sarotti (Marienfelde) Eine wunderbare Fabrik für gute Schokolade die mit dem Sarotti-Mohr und dem Mohrenstück.
- Schering (Wedding) Die Pillendreher am S-Bahnhof Wedding. Schering ist ein Unternehmen, das Berlin immer auch in ganz schlechten Zeiten die Treue hielt. Dennoch wurde Schering 2006 im Zuge der Globalisierung von Bayer (Leverkusen) geschluckt.
- Schiller-Theater (Charlottenburg)* Das war West-Berlins Theater Nr. 1 mit eindrucksvoller Bühnentechnik. In den 1990er-Jahren fiel es den Berliner Sparzwängen zum Opfer. Privatisiert werden dort nun manchmal Musicals gespielt.
- Schlüter-Brot (Tempelhof)* Es war wohl die größte Berliner Brot- und Kuchen-Fabrik.
- Schultheiss-Mälzerei (Tempelhof)* In der Bessemerstraße wurde aus Gerste sehr viel Malz für die Berliner Schultheiss- Brauereien produziert.
- Siemens-Gießerei (Siemensstadt, Nonnendammallee)* Produziert wurden hier vor allem Kleinteile aus Gußeisen wie Motorengehäuse. Eindrucksvoll war der Geruch des Formsandes und der Abstich eines Kupol-Ofens.
- Siemens-Hausgerätewerk (Gartenfelde)** Auf dem Gelände des Kabelwerks wurden in der Nähe des S-Bahnhofs Gartenfelde* solide Waschmaschinen und Kühlschränke für die Hausfrauen gebaut.
- Schaltwerk von Siemens-Schuckert (Siemensstadt, Nonnendammallee) Hier wurden u. a. Hochspannungsschalter und elektromechanische Steuerungen und Schaltschränke hergestellt. Man werkelte 1956 gerade an einer großen Bühnenstellwarte für ein Theater sie war wohl fürs Stadttheater in Mannheim bestimmt. Das alte Schaltwerk wurde 1988 in die Sektoren Hoch-, Mittel- und Niederspannung aufgeteilt. In den 1990er- Jahren ging es dem Schaltwerk dann ziemlich mies, und es drohte bereits die Schließung. Inzwischen ist längst das Schuckert aus dem Firmennamen verschwunden. Im Jahr 2006 geht es dem Siemens- Schaltwerk wieder blendend. Man ist sogar Marktführer bei den Hochspannungsschaltern geworden.
- Solex Deutsche Vergasergesellschaft (Moabit)* An der Heidestraße (wo heute im Untergrund der neue Lehrter Bahnhof entsteht) produzierte Solex Vergaser für Autos, Motorräder und Mopeds.
- Städtische Oper am Zoo (Charlottenburg)* Im alten Haus des Theaters des Westens am Bahnhof Zoo wurde große Oper gespielt, denn Berlins eigentliches Opernhaus lag ab 1961 hinter der Mauer im Ostsektor.
- Straßenbahn-Depot der BVG (Charlottenburg)* In der Königin-Elisabeth-Straße betrieb die BVG damals ein großes Depot für Straßenbahnen den ‚Elektrischen‘, wie die Berliner sie liebevoll nannten. In West-Berlin wurde am 2. Oktober 1967 der Straßenbahnbetrieb zugunsten von Bussen eingestellt. Ost-Berlin hielt hingegen an den kostengünstigen Straßenbahnen (Tram) fest, wo sie noch heute fahren.
- Synchronisier-Studio (Lankwitz) Es ist eine Sisyphusarbeit einen Spielfilm in kurzen ‚takes‘ nach und nach einzudeutschen. Das war die Lehre aus diesem Abstecher zum Film.
- U-Bahn-Stellwerk (Ruhleben) Gezeigt wurde ein Stellwerk in (damals) modernster Technik sowie das Depot.
- Zentralflughafen Tempelhof (Tempelhof)** Damals war der Eingang noch am Tempelhofer Damm, und es flogen nur Flugzeuge mit (Stern-) Motoren. Leider konnte der Tower nicht besichtigt werden. Denn dieser war militärisches Sperrgebiet.
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Vorfeld mit großen Hangars des Zentralflughafens Berlin-Tempelhof (THF) im Jahr 2005. Demnächst soll dieser einmalige City-Airport für immer geschlossen werden.
(Foto: 2005 mopo)
Eine Blick auf diese Liste zeigt auch, wie stark sich Berlins industrielle Kraft in den letzten 50 Jahren veränderte. Denn Anfang des 21. Jahrhunderts existieren viele dieser Unternehmen gar nicht mehr (markiert mit einem *) bzw. stellen demnächst ihre Tätigkeit ein (**).
Quellen und ergänzende Links: Erinnerungen + mein Archiv. (Last Update: 4.3.2009)
| 2006 Was wird aus dem Tag der offenen Tür? |
Dem Berlin-Scheckheft droht das Aus
Mitglieder des Journalistenverbandes DJV fordern Auflösung des Vereins "Tag der offenen Tür".
Aus: Berliner Morgenpost, 29. August 2006, Seite xx (Berlin). [Original]BERLIN (BM). "Das nächste Hauptstadt-Scheckheft erscheint am 19. April 2007", verkündet der Verein Tag der offenen Tür auf seiner Internet-Seite. Inzwischen ist dies aber nicht mehr so sicher. Um das seit 1952 vom Deutschen Journalistenverband (DJV) Berlin und der Notgemeinschaft der Deutschen Kunst herausgegebene Heft mit einer Lotterie und vielen Gutscheinen reißt man sich nicht mehr am Zeitungskiosk [Ed: kein Wunder, denn ein Blick auf die Liste der Events von damals macht deutlich, was das Scheckheft einmal war...].
Deshalb gibt es im 2.500 Mitglieder zählenden DJV Stimmen, die eine Auflösung des Vereins zum Ende seines Geschäftsjahres am 31. August und damit das Aus für das Scheckheft fordern. Heinz-Jürgen Bütow, Geschäftsführer des Tag der offenen Tür e. V., der in gleicher Funktion auch beim DJV tätig ist, weiß nicht, wie er das Geld für Vorbereitung, Druck und Vertrieb des nächsten Heftes auftreiben soll.
In den vergangenen 3 Jahren waren die Scheckhefte noch durch Darlehen des Journalistenverbandes und dessen die Pressebälle ausrichtenden Sozialfonds vorfinanziert worden. DJV und Sozialfonds stecken zurzeit finanziell so tief in der Klemme, dass sie die rund 200.000 Euro für eine Neuauflage nicht bereitstellen können. Bütow: "Das Scheckheft ist in West-Berlin lange Zeit doll gelaufen. Inzwischen ist die Situation schwieriger geworden." Vor 30 Jahren wurden noch mehr als 600.000 Exemplare verkauft. Vor allem das Traumhaus, das es von 1958 bis 1982 und noch einmal 2002 zu gewinnen gab, machte das Heft begehrt. In diesem Frühjahr konnten immerhin noch 120.000 Hefte abgesetzt werden.
Den Überschuss von 135.000 Euro geben Künstler-Notgemeinschaft und DJV für karitative Zwecke aus. Mit 18.000 Euro beteiligt sich der Verein an den Kosten für das Büro, das er mit dem DJV an der Lietzenburger Straße in Wilmersdorf unterhält.
Bütow möchte schon deshalb den Verein retten. Er ist mit einem Geldgeber im Gespräch, der das Scheckheft aufpeppen soll. Kritiker im DJV befürchten jedoch, dass dieser aus dem gemeinnützigen Verein ein Instrument der Eigenwerbung machen und deshalb bald mit dem Finanzamt in Konflikt geraten könnte.
Wie es weitergeht, wird am 8. September eine Mitgliederversammlung des Vereins "Tag der offenen Tür" entscheiden. Den Vorsitz führt Peter Pistorius, zugleich Chef des DJV Berlin.
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