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Internet-Archiv zu Problemen mit der Telekommunikation. |
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Freuen werden sich vor allem die vielen Studenten und Diplomanden, die sich mit Themen der Liberalisierung des deutschen TK-Marktes, des Zugangs und der Nutzung des Internets und den vielen Ungereimtheiten deutscher Regulierungs- Politik auseinandersetzen (müssen). Auch sind nun die Texte durch Angabe von Links wieder eindeutig zitierbar. Zudem sind auch innerhalb der einzelnen Artikel, wo es sinnvoll erschien, HTML- Anker (anchor) angebracht worden. Damit ist ein noch ‚feineres‘ Zitieren von Aussagen und Fakten möglich [Ed: jeder Browser bietet die Möglichkeit, sich den Quelltext einer Web- Seite anzeigen zu lassen, womit die HTML- Anker <A NAME="..." /A> sichtbar werden]. Einen solchen Service sucht man bei Zeitungsverlegern vergeblich...
Das Archiv umfaßt derzeit rund 400 Web-Seiten (Site-map) vollgepackt mit Informationen. Es spiegelt den Übergang von der Monopol-Wirtschaft bei der Telekommunikation in den von der EU 1987 geforderten Wettbewerb mit allen Schwierigkeiten wieder. Auch wird deutlich, daß wir heute fast 10 Jahre später noch immer keinen tragfähigen Wettbewerb bei den Ortsnetzen haben und das aus vielen Gründen so sinnvolle Großprojekt HighSpeed- Internet via TV-Kabelnetz von inkompetenten Politikern so richtig ‚versiebt‘ worden ist. Es ist beabsichtigt, das Archiv so zu belassen, wie es von 1994 bis 2003 entstanden ist. Ergänzungen sollen nur äußerst moderat erfolgen.
Zur Erinnerung:
[26.07.1997:
Ausgabe von "t-off" Nr. 250]
[09.12.2000:
Ausgabe von "t-off" Nr. 500]
11.9.2004 (khd). Außerdem steht nun ab heute auch mein kompletter Link-Service zu deutschen und europäischen Medien unter dem ‚Dach‘ des khd-research.net' zur Verfügung. Das bisherige Angebot via ProHosting.com war in den letzten Wochen unbrauchbar geworden, weil der Web-Hoster urplötzlich in allen einzelnen Frames große Banner- Werbung schaltete und damit die Rahmen sprengte (vorher gab es Werbung per Pop-up). Und so werden in den nächsten Tagen auch meine Link- Sammlungen (LiSa) Berlin, Brandenburg und Shopping folgen, die auch die Frame- Technik nutzen und nun vom Gratis- Hoster fast unlesbar ausgeliefert werden [Ed: nicht die Werbung ist das Problem, sondern die Größe der Banner in schmalen Navigierleisten... (da hat jemand nicht richtig nachgedacht und reichlich Negativ- Werbung produziert)].
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Die Energie-Abzocke Wie Versorger die Wirtschaft kaputtmachen Quelle: Statistisches Bundesamt + BMWi. |
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| Energie | Preise 2004 1) | Teuerung seit 1994 |
Anm. | |
| Strom | 17,5 Cent/kWh | +8,5 % | ||
| Erdgas | 4,5 Cent/kWh | +55,2 % | ||
| Heizöl | 3,8 Cent/kWh | +72,7 % | ||
| Fernwärme | ?,? Cent/kWh | +?,? % | 3) | |
| Wasser | 3,90 Euro/m3 | +21,8 % | 2) | |
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1) Durchschnittliche Preise für Haushalte inklusive MwSt. 2) Brauchwasser + Abwasser. 3) Preis muß noch recherchiert werden. |
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Folgen einer weiteren Preisteigerung: Noch weniger Kaufkraft beim
Publikum. Ein Aufschwung der Volks- wirtschaft findet nicht statt. Noch mehr
Arbeitslose... |
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Heute mußten wir lernen, daß das nicht immer gilt. Auch Unternehmen mögen die (selbst verordnete) Planwirtschaft wenn's für die eigene Kasse förderlich ist und deshalb das freie Wirken der Marktkräfte unerwünscht ist. Denn es ist nicht anderes als Planwirtschaft, wenn Energie- Unternehmen vor gut 30 Jahren eine Koppelung des Gas- mit dem Erdölpreis untereinander vertraglich vereinbarten. Und keiner hat gegen dieses Kartell der Preisabsprachen ernsthaft etwas unternommen auch das Bundeskartellamt (Kaderschmiede der FDP) nicht.
Auch ist es ärgerlich, daß diese monopolistisch Planwirtschaft praktizierenden Konzerne wie die Ruhrgas oder RWE dem Publikum über 30 Jahre suggerierten, daß sei staatlich verordnet, was es nicht ist. Raus kam das jetzt anläßlich der Diskussion um unbegründete Gas- Preiserhöhungen. So hatte die Essener Ruhrgas eine Preiserhöhung von 8 % zum 1. Oktober angekündigt [Ed: andere sogar um 14 %], obwohl der Erdgas- Einkaufspreis überhaupt nicht gestiegen ist. Und in Großbritannien liegen die Erdgaspreise für Haushalte 30 % unter dem (bisherigen) deutschen Niveau.
Zudem planen die Energie- Versorger eine Erhöhung der Strompreise zum 1. Januar 2005. Der Vattenfall- Konzern, zu dem die Berliner Bewag gehört, will die Preise um 4 bis 6 % steigern. Allerdings muß diese Preissteigerung staatlich genehmigt werden. Die Gründe dafür liegen laut Vattenfall vor allem an massiv gestiegenen Einkaufspreisen für Strom an der Leipziger Strombörse (EEX), wo allerdings nur 10 % des deutschen Verbrauchs gehandelt wird. Für den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) ist dies scheinheilig. Denn die großen Stromkonzerne seien die Preistreiber an der EEX, heißt es. Die Gründe für die Preiserhöhung hält der BEE nur für vorgeschoben und sagt, es werde eine weitere Abzocke der Stromkunden geplant.
[01.09.2004:
Gaskonzerne demonstrieren ihre Marktmacht] (TAGESSPIEGEL)
[02.09.2004:
Interview mit dem Chefregulierer Kurth] (BERLINER ZEITUNG)
[02.09.2004:
Steigende Energiepreise Hier lebt das Monopol] (TAGESSPIEGEL)
[04.09.2004:
Berlin Bewag erhöht Strompreis] (BERLINER ZEITUNG)
[06.09.2004:
Energie Kartell der Kassierer
Nun ist in Berlin Alarm gegeben worden. Denn es könnte ja sein, daß
mündige Verbraucher sich die Dauer- Abzocke 2004 nicht mehr gefallen
lassen. Und sie könnten über intelligente
Protestformen nachdenken,
um für das jahrelange Absahnen eine Wiedergutmachung zu erhalten (=
deutliche Senkung der Preise). Bundeskanzler Schröder sei
besorgt wegen des starken Anstiegs der Strom- und Gaspreise,
heißt es heute. Deshalb sei für die nächsten Tage ein
‚Energie- Gipfel‘ angesagt. Ob dazu auch die
Verbraucher(schützer) eingeladen werden?
Aber wer den Energie-Markt ernsthaft deregulieren will, der muß
zunächst eine unabhängige (nicht weisungsgebundene!) Behörde
installieren, der auch das Recht (für mindestens 10 Jahre) zusteht, Preise
vorab (ex-ante) nach modernen wissenschaftlichen Kriterien auf ihre
Stichhaltigkeit zu prüfen. Dennoch plant die Regierung
(Clement) im neuen Energiewirtschaftsgesetz
nur eine nachträglichen Kontrolle der Preise bzw. Teilpreise durch die
Bonner
REGTP, die bereits bei der Schaffung von
Wettbewerb in den TK-Ortsnetzen (inklusive Internet-Zugang) kläglich
versagte.
[10.09.2004:
Strompreise sind Konjunktur-Risiko] (BERLINER ZEITUNG)
Um diesen Anspruch abzuwehren, ersann Berlins Senatsverwaltung zwei
Verträge. Mit dem einen soll dem Investor u.a. für rund 9 Mio. Euro das
Klagerecht abgekauft werden. Der andere Vertrag mit den Tränenpalast-
Betreibern soll letztendlich dazu führen, daß der traditionsreiche
Kulturort aufgegeben wird, so daß der Investor mehr Platz für seine
Baupläne erhält geschenkt erhält... Das Abgeordnetenhaus von
Berlin muß dieser Schenkung noch zustimmen.
[17.09.1998:
Abgeordnetenhaus gibt dem Senat freie (Planungs-)Bahn] (AH-Protokoll 13/49,
Seite 3766ff)
[16.12.2004:
Tränenpalast: Betreiber sollen unverzüglich Kaufpreis zahlen]
(BERLINER MORGENPOST)
Meine neue Domain khd-research.net
ist quasi eine ‚Holding‘ für meine gesamten
publizistischen Aktivitäten im Netz. Auch steht der Name
dafür, Infos im Internet (The Net) zu recherchieren, aufbereitet
zusammenzustellen, zu kommentieren und wieder dem Weltwissens- Netz
zurückzugeben. Es ist ein Prinzip, das sich seit den Anfangstagen des Internets
weltweit hervorragend bewährt hat, von dem aber viele Kommerz- Angebote nichts
mehr wissen (wollen).
[mehr]
HAMBURG/BERLIN 7.8.2004
(pep/sp).
Viel papier ist seit 1998, dem jahr der einführung der neuen regeln der
rechtschreibung, mit dem pro und contra beschrieben worden. Das pro konnte
jedenfalls die meisten Deutschen (rund 75 %) nicht überzeugen. Und so haben
heute der Spiegel und der
Axel-Springer- Verlag (Bild, Bild am Sonntag, Welt,
Morgenpost, B.Z., Hör Zu usw.) die notbremse für alle gezogen. Sie
kündigten gestern an, daß sie nun nach 5jährigem test zu den alten
regeln zurückkehren werden. Sie halten wie vorher schon die FAZ
die unsinnige reform für gescheitert. Nur illustrierte wie Focus und Stern und
lokale zeitungen wollen die ‚reform‘- schreibung beibehalten.
BTW: Was ist eigentlich mit diesen Großbuchstaben innerhalb von
Wortverbindungen (HighTech usw.), mit denen Programmiersprachen unsere Schriftsprache
um eine neue Ausdrucksmöglichkeit bereicherten?
1. Die KMK-reform greift nicht den wegweisenden vorschlag zur einführung der
gemäßigten kleinschreibung wie im Englischen
auf. Es wurde vielmehr noch mehr großschreibung eingeführt. Gar nicht? Garnicht!
Viele Leser haben das garnicht bemerkt, andere aber haben das ›Garnicht‹
bemerkt und sich gefreut. Wenige haben sich geärgert und uns geschrieben:
»Was denken Sie sich dabei? ›Gar nicht‹ sind doch laut Duden zwei
Wörter!«. Und einer schrieb: »Wir haben gelernt: ›Gar hat mit
nichts gar nichts zu tun!‹«
Merkwürdig! Seit wann braucht man ein Lern- sprüchlein, um behalten zu
können, daß zwei Wörter zwei Wörter sind? Da stimmt doch
etwas nicht! Führt da vielleicht eine alte Regel ihren Todeskampf gegen das
Sprachgefühl, das inzwischen ganz andere Wege gegangen ist?
Das haben wir uns überlegt. Unser Ergebnis: Nichts mehr spricht dafür, das
Wort ›garnicht‹ zu spalten!
Was bedeutet eigentlich das Wörtchen ›gar‹? Es heißt soviel
wie ›vollstän- dig, gründlich‹. ›Gären‹ und
›gerben‹ haben denselben Stamm. Im alten Nürnberg rief der
Nachtwächter um die Polizei- stunde: »Gar aus, gar aus!«. Dann war's
vollständig aus, niemand durfte mehr in der Gastwirt- schaft sitzen bleiben, die
leicht Beschwipsten mußten nach Hause gehn, die Volltrunkenen nach Hause
getragen werden. (Aus ›gar aus‹ ist später der ›Garaus‹
geworden, der gewaltsame Tod.)
Und wie ist das bei ›garnicht‹? Welche Silbe betonen wir da? Auf jeden
Fall das ›gar‹. Wir alle empfinden doch ›garnicht‹
längst als ein Wort! Dann können wir auch getrost das ›gar‹
mit dem ›nicht‹ verbinden, also dieselbe Regel anwenden, nach der wir
auch vielversprechend, schwer- verwundet, hochtrabend, kurzent- schlossen,
schnellaufend in je einem Wort schrei- ben, damit der Leser weiß, welche Silbe
er zu betonen hat.
Schreibt man solche Wörter getrennt, so kann sogar ein ganz anderer Sinn
herauskommen: Ein Chef, der nach tüchtigen Leuten sucht, muß mit gar
feinem Gefühl vorgehen, damit er unterscheiden kann, ob er einen viel-
versprechenden oder nur einen viel versprechenden jungen Mann vor sich hat.
(›Mit gar feinem Gefühl...‹ Da war das ›feinem‹
betont!). Und die Hausfrau, die erklärt, weshalb sie ihre Hausgehilfin
entlassen hat, sagt zu ihrem Mann: »Die hätte niemals richtig saubergemacht
oder gar gekocht!« Da antwortet der Mann: »Sie hat ja nichtmal die
Kartoffeln richtig gar- gekocht!« (Im ersten Fall dient das
›gar‹ als abgeschwächtes ›sogar‹, im
Ein Rundfunksprecher berichtete uns: Wenn das Wörtchen ›gar‹ am
Zeilen- ende stehe und das Wort ›nicht‹ am Anfang der nächsten Zeile,
so könne man sich besonders leicht verheddern. Man lese beispielsweise:
»Wenn er gar...« und lasse das ›gar‹ unbetont, weil man etwa
erwarte: »Wenn er gar krank würde... « Dann folge das
›nicht‹, und man müsse unter Umstän- den das ›gar‹
in der richtigen Betonung wiederholen.
Es spricht also alles dafür, ›garnicht‹ in einem Wort zu schreiben.
Die meisten tun es in Briefen sowieso seit langem.
Und was sagt der Duden (14. Auflage) dazu? Seine allgemeinen Regeln
über Getrennt- und Zusammenschreibung würden für ›garnicht,
garkein‹ usw. sprechen. Nur im Wörter- Verzeichnis wird (noch?) die
Trennung verlangt. Eine Trennung, die wohl nur dann einen Sinn hat, wenn das
›gar‹ als ›sogar‹ oder ›sehr‹ (›ein gar
feines Gefühl‹, siehe oben) gelten soll. (Er hatte gar-nichts zu
essen, aber: Wenn er kein Geld hätte oder gar nichts zu essen...).
Wir haben an die Duden- Redaktion geschrieben, und man hat uns dort versprochen,
diese Frage vor Erschei- nen der nächsten Auflage gründlich zu
erwägen.
Aber auch die 17. auflage des Dudens von 1973 schrieb noch immer vor, daß es
»gar nicht« heißen muß. So gab dann auch die HÖR
ZU irgendwann den kampf auf und schrieb wieder das unlogische »gar
nicht«... [Ed: na, hat es weh getan, mal gemäßigte kleinschreibung
zu lesen? Am 12. August erscheint die
taz komplett in dieser kleinschreibung].
[27.07.2000:
Zurück zur alten Rechtschreibung Die "FAZ" handelt unverantwortlich] (SPIEGEL-ONLINE)
Da traf es sich gut, noch ein anderes Eisen im Feuer zu haben. Der klamme Senat
braucht Geld komme was da wolle.
Und so plante er ab 1997/98 den
Verkauf des großen Grundstücks am Ostpreußendamm 60 vor dem
Bewag- Kraftwerk Barnackufer, das einst für ein
Kombibad für Lichterfelde
vorgesehen war.
Dazu mußte der gültige
Flächennutzungsplan
geändert werden (FNP 18/98) und ein neuer Bebauungsplan
her. Denn das Grundstück sollte so richtig Geld bringen...
[mehr].
In den letzten Wochen wurden dort Gehölze gerodet und
demnächst wird
hier ein KAUFLAND- Markt der
Schwarz- Gruppe stehen, obwohl ein moderner
Bebauungsplan offensichtlich noch nicht vorliegt. Und gleich gegenüber
eröffnete bereits am 15. Juli der Tengelmann- Discounter
PLUS eine Filiale, nachdem dort ein modernes,
solides Firmengebäude abgerissen worden war.
[12.01.2000:
Möbelmarkt an der Goerzallee genehmigt] (Berliner Zeitung)
Politik beförderte Marktmißbrauch
8.9.2004 (khd/info-radio).
Es ist völlig klar, daß die 4 großen Energie-Konzerne
RWE,
EON,
Vattenfall Europe und
EnBW seit der Liberalisierung des Marktes im
Jahr 1998 darum kämpfen, ihre bis 1998 bestehenden Gebiets-Monopole wieder
herzustellen koste es, was es wolle. Und die Regierung hat
däumchendrehend zugeguckt, wie die Marktwirtschaft trickreich ausgehebelt
wurde. Diese Konzerne haben ihre Marktmacht zum Nachteil der Volkswirtschaft
mißbraucht. Zu einem anderen Ergebnis kann das
Kartellamt garnicht kommen
es sei denn, es wird angewiesen, anderes zu denken...
[14.09.2004:
Regulierer droht Stromkonzernen [ex-ante!]] (TAGESSPIEGEL)
BERLIN 22.8.2004
(khd/bztg/tsp).
Die Berliner
Zeitung und der Tagesspiegel
berichten in ihren morgigen Ausgaben über einen Berliner Skandal der besonderen
Art. Dabei geht es um den Verkauf und die Bebauung des Dreiecks zwischen Spree und
Bahnhof Friedrichstraße in Mitte da, wo auch der Tränenpalast steht.
Auf diesem Filet- Grundstück wollte der Hamburger Investor Harm Müller- Spreer ein
20-stöckiges
Turmhaus errichten, was aber nicht möglich war. Denn ein Teil des Areals
gehört der Deutschen Bahn (S-Bahn- Zugang), und unter einem Teil des Grundstücks
verläuft der S-Bahn- Tunnel der Nord- Südbahn. Außerdem stört der
denkmalgeschützte Tränenpalast
die Hochhauspläne. Der Investor verlangte nun vom Senat 45 Millionen Euro
Schadensersatz.
Zwischen Spree und Bahnhof Friedrich- straße liegt ein
schönes, dreieckiges Areal. Die Stadt Berlin hat es mit einem
liederlichen Vertrag an einen Hamburger Großinvestor verkauft. Der darf
jetzt mit 45 Millionen Euro Schadensersatz rechnen. Und der Tränenpalast wird
geopfert. Ein Stück aus dem Berliner Tollhaus.
Schreibt die "Berliner Zeitung" am 23.8.2004 auf der Titelseite zum Tagesthema
[mehr].
[24.10.2000:
Spreedreieck PDS lehnt Bebauungsplan I-50 ab] (PDS-Fraktion)
[16.06.2004:
Hochhaus neben dem Tränenpalast] (DIE WELT)
[23.07.2004:
Abschied vom Wolkenkratzer] (BERLINER ZEITUNG)
[23.08.2004:
Finanzskandal Tollhaus und Tränenpalast] (BERLINER ZEITUNG)
[23.08.2004:
Senat verschenkt wertvolle Grundstücke in Mitte] (DER TAGESSPIEGEL)
[24.08.2004:
Ein Grundstücksgeschäft bringt den Senat in die Klemme] (DER TAGESSPIEGEL)
[24.08.2004:
Tränenpalast vor ungewisser Zukunft] (BERLINER MORGENPOST)
[25.08.2004:
Heftiger Streit um Grundstücksgeschäft Tränenpalast] (DER TAGESSPIEGEL)
[26.08.2004:
14 Tage Galgenfrist für den Tränenpalast Beratung vertagt]
(BERLINER MORGENPOST)
[04.09.2004:
Abgeordnete lehnen Grundstücksdeal des Senats ab] (DER TAGESSPIEGEL)
8.9.2004 (khd/info-radio). 8 Mio. Euro gaben heute SPD + PDS Im
Vermögensausschuß des Abgeordnetenhauses für den Spreedreieck-
Investor Harm Müller-Spreer als Schadensersatz für den liederlichen
Senats- Vertrag frei. Außerdem soll nach dem Willen der
Koalitionsfraktionen der Vertrag durch Auflagen an den Investor nachgebessert
werden. Der Spielbetrieb des Tränenpalasts müsse auf Dauer gesichert
bleiben auch während des Baus des geplanten Geschäftshauses,
heißt es. [mehr]
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[10.06.2005:
Senat hat Tränenpalast verkauft an den Hamburger Investor Harm Müller-Spreer]
(DER TAGESSPIEGEL)
TORONTO/BERLIN 10.8.2004
(khd). Nach langer,
durchaus mühseliger Suche nach einem geeigneten Webhoster ist es mir nun endlich
gelungen, für mein umfangreiches Informations- Angebot eine neue Heimat zu
finden bei Canaca.com in Kanada [Ed: denn
diese deutschen 1x1-Stratos sind ja nichts für Net-Profis!]. Wegen
meiner Pensionierung mußte ich im Juni 2003 meinen
Uni- Account
an der Freien Universität Berlin (FUB) leider
aufgeben.
Es wird nun allerdings noch bis zum Jahresende dauern, bis ich alle Webseiten
überarbeitet habe und wieder ins Netz gestellt haben werde. Bis dahin wird es
vielfach notwenig sein, mit Links (Verweisen) auf anderenorts zwischengespeicherte
Seiten zu arbeiten. Das birgt natürlich eine gewisse Fehler- Möglichkeit
in sich auch wenn offline alles sorgfältig getestet wurde. Bitte teilen
Sie mir irgendwelche Ungereimtheiten bei den angegebenen Links
mit.
Vor allem wird hier in Kanada das Internet- Archiv
t-off, das am 12. Juni 2003
vorerst eingestellt wurde, seine endgültige
Heimat finden.
Einige Teile dieses Magazins wie die
Old News sind
inzwischen wieder online. Und weiteres wird folgen.
Aber warum ist die von der KMK (Weltfremder
club von hobby- germanisten) verordnete reform so unlogisch? Die folgende
fakten reichten mir jedenfalls 1998/99 aus, um den unsinn der staatlichen reform zu
erkennen, und von vornherein auf meinen (Web-)seiten bei der alten schreibung zu
bleiben [Ed: bis in einigen jahren vielleicht doch noch der große wurf mit der
kleinschreibung gelingt]:
Es wird Zeit, daß der Schwachsinn endlich ein Ende
hat.
SPIEGEL-Chefredakteur
Stefan Aust am 6.8.2004
im InfoRadio-Berlin.
2. Statt sich auf die reform von wenigen ungereimtheiten der deutschen
schriftsprache zu beschränken, wurde ein riesiges, verwirrendes reformwerk
vorgelegt.
3. Die reform verzichtet nicht komplett auf den schönen, aber entbehrlichen
buchstaben ß = sz. Stattdessen wurden neue regeln für dessen gebrauch
erfunden.
4. Die reform führt (viele) neue regeln für das getrenntschreiben von
zusammensetzungen ein, die allzuoft zu einer fehl- interpretation einer aussage
führen können.
5. Mein ultimatives test-wort dafür ist garnicht. Es wird nach den
alten regeln als gar nicht geschrieben. Aber auch nach den neuen regeln
hat sich daran nichts geändert, obwohl sehr sehr vieles dafür spricht, es
nur in einem wort zu schreiben, wie es die »HÖR ZU !« bereits vor 50
jahren im Februar 1955 (!) bemerkte [Ed: wie gut, daß man ein kleines, aber
feines archiv sein eigen nennt]:
Vor 50 Jahren:
Aus:
Hör Zu! Nr. 6, 6.12. Februar 1955, Seite ?? (???).
[01.07.2004:
Rechtschreibreform Sprache im Koma] (SPIEGEL-ONLINE)
[06.08.2004:
SPIEGEL-Verlag und Axel Springer AG kehren zur klassischen Rechtschreibung zurück] (SPIEGEL-ONLINE)
[06.08.2004:
Beendigung der staatlich verordneten Legasthenie] (SPIEGEL-ONLINE)
[06.08.2004:
Aus Neu mach alt] (SPIEGEL-ONLINE)
[11.08.2004:
Deutsche Kultusminister halten an Reform fest] (SPIEGEL-ONLINE)
[11.08.2004:
»taz« Großrauskommen mit Kleinschreibung] (SPIEGEL-ONLINE)
[14.08.2004:
Nur 15 % wollen nach neuen Regeln weiterschreiben] (SPIEGEL-ONLINE)
[08.10.2004:
Rechtschreibreform kommt zum 1. August 2005] (SPIEGEL-ONLINE)
[12.10.2004:
Die Rückzieher der Rechtschreibrebellen SPIEGEL bleibt nun doch bei den neuen Regeln]
(BERLINER ZEITUNG)
[15.10.2004:
Kultusminister beschließen "Rat für Rechtschreibung"] (SPIEGEL-ONLINE)
Blick vom S-Bahnhof Osdorfer Straße auf das neue autofreundliche
Einkaufszentrum Giesensdorf. Hier sollen nun (auch) die Bewohner der
Thermometer-Siedlung
einkaufen. Denn die meisten Geschäfte in der Hochhaussiedlung sind bereits
verschwunden
[khd-Page berichtete].
Aber vom Zentrum der Thermometer- Siedlung sind es bis hierher rund 1500
Meter Fußweg...
Angesiedelt wurden im Einkaufszentrum Giesensdorf bislang: Aldi, Fristo (Getränke-
Discounter), Reichelt, Empire (Videothek mit Drive-in), McDonald's (mit Drive-in) und
Thürmann (Backwaren). An einem Komplex mit mehreren Läden für das
Dänische Bettenlager, KiK (Tengelmann- Gruppe), K+K (Schuhe), Rossmann
(Drogeriemarkt) und (...?) wird derzeit hinter dem Empire- Laden gebaut. Im
Hintergrund das Bewag- Heizkraftwerk Lichterfelde. Zwischen diesem und dem
Einkaufszentrum haben Burger- King und Plus direkt am Ostpreußendamm neu
gebaut. Dort wird demnächst der Platz für das einst
versprochene Hallenbad mit einer
Kaufland- Mall der Schwarz- Gruppe zugebaut. Gefragt wurden die betroffenen
Bürger nicht.
(Foto: 3.8.2004 khd)
[Zum Artikel]
BERLIN 1.8.2004
(khd/welt).
Berlins Politik ist ganz flott damit, im Zentrum der Hauptstadt
Sperrzonen für
Händler mit Bauchläden, die lediglich Brezeln oder Würstchen
verkaufen, auszuweisen. Geht es aber um Wichtigeres wie die ganz reale Kiez-
Zerstörung durch den Wildwuchs von Discountern in der Stadt, dann sind Berlins
Politiker mit einem Mal
ratlos und verkünden vorschnell, da könne man nichts tun. Ein
Paradebeispiel für eine solche stadtplanerische Fehlentwicklung lieferten in den
letzten Jahren das höchst merkwürdige Handeln von
Senat und
Bezirk Steglitz
bei der Neuansiedlung von Geschäften im
alten Ortskern
von Giesensdorf in Lichterfelde.
Was an der Goerzalle mit der Ansiedlung von OBI und
eines Möbelmarkts noch
klappte, geriet für den Dispens- freundlichen Baustadtrat Kopp (CDU) bei der
Ansiedlung von Einzelhandel an der Curtiusstraße zum Desaster. Am 16. Mai
2000 stoppte das
Oberverwaltungsgericht (Az: OVG 2 S 1.00) endgültig den von Steglitz mit
reichlich Dispens genehmigten Bau eines großflächigen Einkaufszentrums in
Lichterfelde- West, nachdem bereits die Vorinstanz im September 1999 einen Baustop
auf Antrag von betroffenen Bürgern verfügt hatte.
Wir können nichts unternehmen.
Sagte Anfang 2004 ein Mitarbeiter des Bezirksamts Steglitz- Zehlendorf der Steglitzer
Stadtteilzeitung.
Und Baustadtrat Stäglin (SPD)
bestätigte im Juli 2004 diese auferlegte Ohnmacht.
Abgerissen wurde vor einiger Zeit auch die große Halle des zentralen
Auslieferungslagers der Firma ALDI. Diese lag in Giesensdorf längs der Osdorfer
Straße versteckt hinter Wohnhäusern zwischen
Ostpreußendamm und dem Bahndamm der Anhalter Bahn (S-Bahnhof Osdorfer
Straße). Und weil die Stadtentwicklungspolitik es verschlief, konnte sich dort
seit 2000/01 ein großflächiges
Einkaufszentrum
mit Aldi, McDonald's, Reichelt u. a. ansiedeln alles brav genehmigt von der
Steglitz-
Zehlendorfer Baubehörde. Denn dummerweise hatte der Bezirk Steglitz
das auch für eine Neuordnung des Areals vorgesehene Bebauungsplan-
Verfahren XII-177b bereits 1997 unter der Ägide des Baustadtrats Kopp
eingestellt, womit dort nun (einfaches) Gewerbegebiet zur Verwertung stand.
Daß sich diese Verplaner nicht auch des Filet- Eckgrundstücks
Osdorfer Straße / Ostpreußendamm bebaut mit einer
mittelalterlichen Dorfkirche bemächtigten, grenze
fast schon an ein Wunder, sagen Alteinwohner Giesensdorfs.
Schließlich wollten sie schon mal vom kleinen Dorffriedhof ein großes
Stück zwecks Straßenbau rauben. Auch daß die
Behörden direkt neben der
Giesensdorfer
Grundschule eine Filiale des Junk-food- Bruzzlers »Burger-King«
genehmigten, bleibt für die Anwohner total unverständlich.
Mit all diesen Planungen à la Schilda mit Dispensen und vermeintlichen
Planreifen wurde der Kern des über 700 Jahr alten Giesensdorf (der runde
Geburtstag war 1999) unwiederbringlich kaputtgemacht. Aber das ist noch nicht alles:
Dieser aus Geldgeilheit staatlich geförderte Wildwuchs (Ureinwohner
Giesensdorfs) bedroht jetzt auch die Existenz der benachbarten
Thermometer-
Siedlung. Denn deren Supermärkte wurden durch diese falsche Stadtplanung
regelrecht abgesaugt da half auch kein
2 Mio. Euro teures Lifting
des Einkaufszentrums Celsiusstraße mehr. Dort sind bereits Reichelt und Plus
verschwunden (khd-Page
berichtete). Und sobald die
Kaufland- Mall am Ostpreußendamm eröffnet ist, seien auch die Tage von
Kaiser's und Rewe an der Osdorfer Straße gezählt, vermuten Ureinwohner der
Stadtrandsiedlung.
[mehr]
[Kommentar 1]
[Kommentar 2]
[Fragen über Fragen]
Diesen Artikel
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[16.05.2000:
OVG-Urteil zum Fall Curtiusstraße] (Senator für Justiz)
[12.04.2002:
Flächennutzungsplan-Änderung 18/98 für Giesensdorf]
(Senator für Stadtentwicklung)
![]()
[25.02.2004:
Händler verärgert über Center-Pläne in Lichterfelde] (Die Welt)
![]()
[00.03.2004:
Boomtown Lichterfelde] (Stadtteilzeitung Steglitz)
[30.07.2004:
Sperrzonen für Brezel- und Bratwursthändler] (Die Welt)
[20.08.2004:
Wenn Schildbürger für Autofahrer planen...] (khd-Page)
BERLIN 24.7.2004
(khd/mopo/bztg).
Die Hauptstadt hat derzeit noch 3
Flughäfen (Gatow wurde bereits stillgelegt) und ein weiterer soll
demnächst im Umland als Großflughafen Berlin- Brandenburg
International
(BBI) südlich des
vorhandenen in Schönefeld gebaut werden. Eigentlich sollte er schon längst
in Betrieb gegangen sein. Aber es gab seit 1991 viele
Planungspannen und Querelen.
Sobald der BBI arbeitet und das könnte 2014 sein, sollten dann die
anderen beiden (West-) Berliner Flughäfen Tegel und Tempelhof für immer
geschlossen werden.
Diesen Artikel
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Auch wird für August der Planfeststellungsbeschluß für den Bau des BBI mit strengen (teuren?) Auflagen erwartet. Dann wird es Klagen der betroffenen Anwohner geben. Die Finanzierung des BBI ist weiterhin ungeklärt. Inzwischen hagelt es schon Klagen vom Typ Jeder-gegen-jeden wg. der Senats- Verfügung von betroffenen Fluggesellschaften, der Flughafengesellschaft sowie nun auch vom Bund, dem das Flughafengebäude gehört. Dieser befürchtet auf den Bewirtschaftungskosten in Höhe von 6 Mio. Euro pro Jahr sitzen zu bleiben. [mehr]
[12.06.2001:
Kleinkrieg um Großflughafen] (SPIEGEL)
[24.02.2004:
Im Express-Tempo an Schönefeld vorbei] (DER TAGESSPIEGEL)
[11.07.2004:
Einchecken in Tempelhof Mit Schnellbahn nach Schönefeld]
(BERLINER MORGENPOST)
[24.07.2004:
Klagen über Klagen Schon vier Gerichtsverfahren] (BERLINER ZEITUNG)
[10.08.2004:
Flughafen Berlin-Tempelhof Letzte Landung im Oktober] (SPIEGEL)
[26.08.2004:
Terminalkonzept für Tempelhof abgeblitzt] (BERLINER MORGENPOST)
[27.08.2004:
Zeppelin-Tourismus geplant] (SPIEGEL)
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Wesentliches Ziel ist es, das heutige Berliner Flughafensystem mit drei Standorten durch einen einzelnen Verkehrsflughafen zu ersetzen, sagte Brandenburgs Verkehrsminister Frank Szymanski. Rund 42.000 Anwohner haben nach seinen Angaben Anspruch auf umfassende Lärmschutzmaßnahmen. Da eine private Finanzierung des Flughafens gescheitert ist, wollen ihn die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund gemeinsam durch neue Schulden finanzieren. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) erwartet eine zeitnahe Verständigung darüber. Unterdessen läuft die 1-monatige Frist, in der die Betroffenen Klage beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen den Planfeststellungsbeschluß erheben können.
Die Berliner sind jedenfalls weiter als ihre Flughafen- Ideologen. 76 %
sprechen sich für den dauerhaften Erhalt zumindest eines innerstädtischen
Flughafens aus. So wie in anderen Hauptstädten auch. So aber wird die
Schließung von Tempelhof zum Musterbeispiel weltweiter Negativ- Werbung für
Berlin. Der Reporter von CNN berichtete jedenfalls
fassungslos über die Schließung des ‚traditional airport
Tempelhof‘.
Aufgerufen sind jetzt wieder einmal die Juristen. Zu stoppen, was noch zu stoppen
ist. Jeder klagt bei Tempelhof gegen jeden. Sogar die Bundesregierung gegen den
Betreiber inklusive Land Berlin.
Palast [der Republik] öffnen, Tempelhof schließen. Das davon ausgehende
Signal ist verheerend: Wer Tempelhof schließt, glaubt nicht mehr an die
Metropolen- Zukunft unserer Stadt. Das ist die eigentliche bittere Erkenntnis zur
Berliner Schließungspolitik.
Sachkundige erwarten jetzt, daß der Flughafen Tempelhof erst dann
schließungsfähig sein werde, wenn der BBI
Schönefeld tatsächlich in Betrieb geht und mit einer
sinnvollen Bahnanbindung an die Berliner City versehen ist, was aber noch in den
Sternen stehe. Denn nicht nur die ‚Schließungsanordnung‘
(getarnt als Befreiung von der Betriebspflicht) des Berliner Senats für
Tempelhof auch der Planfeststellungsbeschluß des Landes Brandenburg zu
Schönefeld seien höchst liederlich gemacht worden.
[03.10.2004:
Luftverkehrsrechtler: Keine Schließung vor 2008]
(BERLINER MORGENPOST)
BERLIN 20.7.2004
(khd/bztg).
Auf 29 Seiten hat die BVG dem Senat eine Linien-
Übersicht zu ihrem Projekt BVG 2005
plus eingereicht. Um eine massive Kritik der betroffenen BVG- Kunden zu
vermeiden, vergaß sie jedoch diese Übersicht auch ins Internet
zu stellen. Wie die Berliner Zeitung gestern berichtet geht aus diesem BVG-
Papier hervor, welche Bus- Linien im einzelnen ab Dezember wie verkürzt oder
verändert werden sollen vor allem der Ostteil der Stadt sei betroffen.
Wo Busse parallel zu Bahnen verkehren, stellt die BVG Bus- Linien grundsätzlich
ein oder dünnt die Fahrpläne aus. Durch die Konzentration auf reine
Hauptstrecken (M-Linien) fallen andere
Direktverbindungen weg, was zu zusätzlichen Umsteigezwängen und
entsprechenden Zeitverlusten führen wird.
Der S-Bahn gefällt der Plan gar
nicht. Denn auch nach den neuen BVG-Plänen bleibe noch zu viel Parallelverkehr
erhalten, wird kritisiert. Deshalb fordert sie unter anderem, die
Bus- Linie 148 (früher 48) am Rathaus Steglitz zu unterbrechen, weil die Route
der S 1 starke Konkurrenz mache. Die BVG lehnt dieses ab es ist ihre
Hauslinie, die schon immer besonders dicht befahren wurde. Unterdessen
prüft jetzt der Senat das BVG-Sparkonzept.
[Kommentar]
Gestrichen werden die Bus-Linien 127 und 196.
[28.06.2004:
BVG 2005 plus 24 Metro-Linien sollen nun 18 Millionen neue Kunden
bringen] (khd-Page)
Die Wissenschaftler sind begeistert, denn es sind auch Einzelheiten der Ringe zu
erkennen. Dr. Carolyn C. Porco, Planeten- Forscherin vom Space Science Institute in
Boulder und Foto- Analytikerin der Mission, sagte die Fotos seien in ihrer
Schönheit und Klarheit just mind- blowing (Auflösung: 1 Pixel =
150 m). Ich dachte, es ist nur eine Computer- Simulation der Ringe und nicht
die Ringe selbst, sagte gestern Dr. Porco auf einer Presse- Konferenz des
Jet Propulsion Laboratory des California
Institute of Technology (CalTech).
Die Umlaufzeit von Cassini beträgt derzeit 116 Tage. Diese soll im Laufe der
4-jährigen Mission am Saturn auf 32 Tage verkürzt werden, so daß
häufigere Annährungen an Titan zur genaueren Beobachtung zustande kommen.
Dabei sollen auch die 30 bekannten anderen Saturn- Monde wie Pan, Prometheus und
Pandora sowie vermutlich viele ganz kleine Monde in Augenschein genommen werden.
Auch sind Überraschungen nicht ausgeschlossen.
10.7.2004 (khd). Inzwischen sind auch die ersten Falschfarben- Fotos, die Cassinis UV-
Spektral- Kamera bei der Saturn- Annäherung machte, veröffentlicht worden.
Sie zeigen in einmaliger Schönheit Einzelheiten des Saturn- Ringsystems. Die
Färbung der Ringe repräsentieren bestimmte Wellenlängen des UV-Lichts.
Sie verraten die Zusammensetzung der Objekte, die in den Ringen um den Saturn
kreisen. Staubpartikel sind rot dargestellt. Sie könnten aus Silikaten und
Kohlenwasserstoffen bestehen. Je weiter man nach außen geht, umso mehr
[28.06.2004:
Cassini-Mission Reise zur Zeitmaschine Titan] (SPIEGEL)Wer Tempelhof schließt, glaubt nicht an Berlins Zukunft
22.8.2004 (khd/bz).
So überschreibt heute Michael-Andreas Butz, Staatssekretär a.D., seine
Kolumne in der
B.Z. am Sonntag zum Problemfall Flughafen Tempelhof. Und er kommentiert die
aus wirtschaftlichen Gründen bevorstehende Schließung des City- Airports
u. a. so:Zentralflughafen Tempelhof Symbol der Freiheit
6.9.2004 (khd/sp). Das schreibt der
Spiegel im Teaser zum Artikel
Die große Geste im weiten Feld (Heft 37/2004, Seite 9 +
134137): Hitler wollte ihn 1936 für "ewig" bauen, die
Amerikaner nutzten ihn 1948 für ihre Luftbrücke [Ed: ohne die die
West- Berliner verhungert wären], den Berlinern gilt er [deshalb] als
Symbol der Freiheit trotzdem soll Tempelhof, die legendäre "Ikone eines
Flughafens", wie Architekt Axel Schultes sagt, bald schließen. In
Kultur und Wirtschaft regt sich nun heftiger
Widerstand...
[mehr]Bruchlandung des Berliner Senats
24.9.2004 (khd/info-radio).
Wie erwartet hat heute das Berliner Oberverwaltungsgericht im Eilverfahren
entschieden: Der Flughafen Tempelhof darf vorläufig weiter offen bleiben.
Damit ist das für Ende Oktober angeordnete Aus des City- Airports vorerst
vom Tisch. Wirtschaftliche Gründe reichen allein nicht aus, um einen
genehmigten und betriebsbereiten Flughafen zu schließen,
begründete das Gericht seine Entscheidung. Das sehe das Gesetz nicht vor.
[04.10.2004:
Bundestag berät Check-in-Konzept für Tempelhofer Flughafen]
(BERLINER MORGENPOST)
[17.10.2004:
Die neue Berliner Luftbrücke] (DER TAGESSPIEGEL)
[19.10.2004:
Neue Chancen für Tempelhof] (DER TAGESSPIEGEL)
[19.10.2004:
Schönefeld: Großer Flughafen, großes Verfahren] (DER TAGESSPIEGEL)
[21.10.2004:
Anwälte wollen Schönefeld stoppen] (DER TAGESSPIEGEL)
[25.10.2004:
Berliner Großflughafen Voll der Mund, die Hände leer] (DER TAGESSPIEGEL)
Bus-Netz total umgekrempelt
30.8.2004 (khd/tsp).
Inzwischen hat der Tagesspiegel die Spinne des geplanten
Metro- Netzes im Internet
veröffentlicht. Danach ergeben sich u. a. die folgenden
Änderungen im BVG-Netz
[Die Metro-Linien]:
Teilweise ersetzt durch andere Angebote (wobei einzelne Abschnitte auch
ganz entfallen können) werden die Bus-Linien 111, 119, 121, 132, 143, 144,
146, 159, 165, 169, 174, 177, 182, 183, 185, 190, 210, 211, 219, 223, 225, 228,
232, 235, 248, 280, 291, 297, 340, 341, 348, 349, 360, 391 und 392.
Verkürzt werden die Bus-Linien X21, X33, X34, X49, X54 und X69 sowie
139, 140, 160, 163, 171, 175, 259 und 376.
Integriert in andere Verbindungen werden die Bus-Linien 190, die zur 154
wird, die 270 (170), die 349 (149) und die 360 (164).
Umbenannt, weil das Angebot zeitlich eingeschränkt wird, werden die
Bus-Linien 116 (316), 180 (380), 198 (398) und 199 (399).
Besser wird das Angebot auf der Linie 383, die deshalb zur 282 wird.
Lediglich umbenannt werden folgende Verbindungen, wobei aus der 129 die
M29 wird, aus der 132 die M32, aus der 176 die M76, aus der 227 die M27 aus der
241 die M41 und aus der 321 die M21. Die Linie 183 wird zur X83.
Neu sind die Linie 131 in Spandau (Waldkrankenhaus U-Bahnhof
Ruhleben) sowie Kiez- oder Ringlinien in Reinickendorf (327), Moabit-Nord (342),
Moabit-Süd (343) Wedding (247), Friedenau (387) und Hellersdorf (397).
Straßenbahn (Tram): Hier gibt es fast überall neue Linien,
wobei aber keine Strecke stillgelegt wird. Die neuen Metro- Tramlinien M1, M4
und M17 haben verschiedene Ziele. Die Linie 61 fährt nur bis 20 Uhr.
[Die
Metro-Linien]
Die 3,3 Mrd. $ teure [Ed: und Saturns Geiz ist hier nicht geil, sonst
wäre wohl Cassini in den Ringen zerschellt] Mission ist ein Gemeinschaftsprojekt
der amerikanischen NASA, der
europäischen ESA und der italienischen ISA.
Die Wissenschaft erhofft sich durch die Untersuchungen der Saturn- Ringe Einsichten
darüber, wie Sterne oder Planeten sich in einer frühen Phase aus
interstellarer Materie bilden konnten.

dominiert das türkis gefärbte Eis, wobei es sich vermutlich um Wasser und
Ammoniak- Verbindungen handeln dürfte. Auf den Originalfotos sind Einzelheiten
von 60 Meilen (97 km) Ausdehnung zu erkennen. Das ist um den Faktor 100 besser als
bei den Fotos, welche die Sonde Voyager 2 beim Vorbeiflug am 25. August
1981 aufnahm.
Saturns C- und B-Ring. Aufgenommen am 30. Juni 2004 mit Cassinis
Ultraviolet Imaging Spectrograph.
[30.06.2004:
Cassini/Huygens Saturn Arrival] (Original Press-Kit)
[05.07.2004:
Forscher suchen vergeblich Titan-Meer] (SPIEGELL-ONLINE)
[07.08.2004:
Neuer Ring und heftige Stürme] (SPIEGEL-ONLINE)
[17.08.2004:
Cassini entdeckt zwei neue Monde] (SPIEGEL-ONLINE)
[10.09.2004:
Cassini erspäht neuen Saturn-Ring] (SPIEGEL-ONLINE)
[25.10.2004:
Cassini rast im Tiefflug über Titan] (SPIEGEL-ONLINE)
[27.10.2004:
Titan hüllt sich in Wolken] (SPIEGEL-ONLINE)
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