Living in a City  —  Reports aus Berlin     – Zum Report 4 khd
Stand:  20.10.2009   (44. Ed.)  –  File: Bln/Ex/ICC_soll_weg_4.html


Diese Spezial-Seite ist eine Ergänzung zu einem Berlin-Report, in dem über interessante Berliner Ereignisse berichtet wird. Dazu werden hier einige ausgewählte und besonders nützliche Artikel und andere Texte gespiegelt und damit auf Dauer dokumentiert. Manches ist auch mit [Ed: ...] kommentiert. Tipp- und Übertragungsfehler gehen zu meinen Lasten.

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I n h a l t   d i e s e r   G e s c h i c h t e   a u s   S c h i l d a   (4):

2008/2009 — Das ICC soll verschwinden (4)

Neue Gutachten sollen ICC retten

Sanierung, Neubau, Abriss: Senat will noch in diesem Quartal entscheiden.

Aus:
Neues Deutschland, 10. Januar 2008, Seite ?? (Berlin-Brandenburg). [Original=122148.html]

BERLIN (ND). Noch in diesem Quartal wird sich voraussichtlich die Zukunft des Internationalen Congress-Centrums (ICC) entscheiden. Dann werde sich der Senat mit dem Thema befassen, ließen Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) und Wirtschaftssenator Harald Wolf (LINKE) nach ihrem Treffen am Dienstagabend gestern mitteilen.

Grundlage dafür sollen neue Gutachten sein, die der Senat bei 3 Architektur- und Ingenieurbüros für je 80.000 Euro in Auftrag gegeben hatte und die seit Ende Dezember vorliegen. Genau genommen sind es sogar 6 Gutachten, denn jedes Büro hatte eine Sanierungs- und eine Neubauvariante zu erarbeiten. Ihnen lag die Bedarfsanalyse einer Unternehmensberatung darüber zugrunde, welches Raum- und Funktionsprogramm Berlin braucht, um ein konkurrenzfähiger Messestandort zu sein. Alle Sanierungsvorschläge mussten zudem berücksichtigen, dass der Kongressbetrieb nicht unterbrochen werden darf.

Zu Details aus den Gutachten wollten sich gestern die Senatsverwaltungen nicht äußern. Die Vorschläge würden jetzt auf ihre Plausibilität, technische Machbarkeit, Kostenangaben und dahin überprüft, ob sie der Bedarfsanalyse entsprechen, wozu dann weitere Sachverständige hinzugezogen würden. Die Überprüfung soll bis Ende Januar abgeschlossen sein, dann muss der Senat entscheiden.

Es ist bereits das siebente Gutachterverfahren zum ICC. Das sechste hatte für Abriss und Neubau plädiert, wozu dann auch der Wirtschaftssenator neigte, während die SPD auf Sanierung setzte. Auf ihren Druck kam es zum neuerlichen Gutachtereinsatz. Auch Harald Wolf schließt Modernisierung und Weiterbetrieb des ICC nicht aus, sollte das zu vertretbaren Kosten möglich sein.

Dem Vernehmen nach sollen die Gutachten diese Variante favorisieren. "Wenn sachliche Kriterien für den Erhalt des ICC sprechen, sind wir dafür offen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Stefan Liebich. Noch kenne man die Gutachten aber nicht. "Sollten sie unsere bisherige Position nicht entkräften, werden wir weiterhin für einen Neubau und den Verkauf des ICC plädieren."

Auch in der SPD-Fraktion gibt man sich noch unwissend, ist aber schon erfreut "über die Lösung, die sich hier andeutet und den Sinneswandel des Wirtschaftssenators", so Sprecher Peter Stadtmüller. Wie Liebich wies er Spekulationen zurück, dass es sich um ein Kopplungsgeschäft handele, nachdem die SPD in der Frage der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Linkspartei entgegenkomme. "Unsinn, wir sind hier nicht auf dem Basar." [Ed: MERKE: Nicht nur Politik in Koalitionen hat immer etwas vom Basar]. Liebich: "Beide Themen sind zu wichtig, als dass man hier nach dem Prinzip eine Hand wäscht die andereÐ verfahren könnte."



2008 ist es dann gerettet . . .

Internationales Congress Centrum Berlin
^   Berlins einzigartiges „Internationales Congress Centrum“ (ICC) am Funkturm. Aber ging es nach einfältigen Stadtpolitikern, dann sollte es demnächst abgerissen werden. Der Betrieb des ICC sei zu teuer. Ein Schildbürgerstreich der besonderen Art bahnte sich an. Aber 2008 zog dann doch noch die Vernunft in Politiker-Köpfen ein. Und dabei konnte diese Internet-Dokumentation seit 2004 etwas (nach)helfen. [Zur Entstehung des ICC]   (Foto: 2004 – mopo)



ICC: Architekten fordern Transparenz

Geheime Gutachten zur möglichen Sanierung sollen offengelegt werden.

Aus:
Berliner Morgenpost, 14. Januar 2008, Seite ?? (Berlin). [Original=941523.html]

BERLIN. Der Architekten- und Ingenieur-Verein (AIV) zu Berlin fordert eine rasche Offenlegung der 3 neuen Gutachten zum Internationalen Congress Centrum (ICC). Der Verein verlangte gestern, die zuständigen Senatsverwaltungen für Wirtschaft und Stadtentwicklung sollten die Gutachten noch im Januar öffentlich vorstellen und zugänglich machen. "Dann könnten wir endlich eine fundierte fachliche Diskussion über die Zukunft des ICC führen", heißt es in einer Mitteilung. Der Senat will im ersten Quartal des Jahres über die Zukunft des ICC entscheiden. Grundlage sollen die neuen Gutachten sein, die den Politikern in der vergangenen Woche präsentiert wurden.

Die im Jahr 2005 vorgestellte Expertise des Büros Gerkan, Marg und Partner (gmp) hat nach Darstellung des Architekten-Vereins eine "über zweijährige überflüssige Debatte ausgelöst, die dem Kongressstandort Berlin bisher nur geschadet hat". Dabei kenne niemand die genauen Berechnungsgrundlagen. "Eine Wiederholung dieses Fehlers sollte diesmal unbedingt vermieden werden", heißt es weiter. Der Architekten-Verein bezweifle außerdem, dass die Ergebnisse der 3 neuen Gutachten wegen der kurzen Erarbeitungszeit tragfähig seien. Dagegen zeigten sich die Architekten erfreut darüber, dass die Linke das ICC offenbar als Kongressstandort erhalten wolle.

Prinzipiell geht es um die Entscheidung, das 30 Jahre alte und teils veraltete Kongresszentrum vollständig zu sanieren oder durch einen Neubau zu ersetzen. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) setzt sich für die Sanierung ein. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Die Linke) hatte bislang für einen Neubau plädiert, zuletzt aber auch eine Sanierung nicht mehr ausgeschlossen. Die neuen Gutachten werden zurzeit in den Verwaltungen geprüft.

Der Wettbewerb der Architekten, die jetzt 3 Gutachten vorlegten, ergab, dass es für die Sanierung des 30 Jahre alten ICC verschiedene Varianten gibt, die aber ungefähr so viel kosten wie der Neubau. Damit wird deutlich, dass ein von der Messe Berlin im Vorjahr beauftragter Gutachter mit nicht vergleichbaren Zahlen gearbeitet hat. Der damals geplante Neubau war offenbar wegen seiner geringeren Ausstattung deutlich kostengünstiger.

Innerhalb der SPD spricht man von einem Trick der Messe-Gesellschaft, die stets für einen Neubau plädiert hatte. Befürworter der ICC-Sanierung hatten bereits damals, bei der Vorstellung des Gutachtens, Zweifel an den Vorgaben der Messe für den Neubau geäußert.



B A U P L Ä N E

Sanierung für ICC – Aus für Deutschlandhalle?

Spekulationen über einen Neubau des Kongresszentrums: Ginge es nach dem Willen der SPD-Fraktion, soll das ICC aber lediglich saniert werden. Für die Deutschlandhalle sieht es dagegen düsterer aus.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 18. Januar 2008, Seite ?? (Berlin). [Original=art270,245]

BERLIN. Centrum (ICC) wird nach Darstellung von SPD-Landes- und -Fraktionschef Michael Müller aller Voraussicht nach saniert. "Ein Neubau, wie man ihn heute braucht, ist deutlich teurer als die 60 bis 70 Millionen Euro, die bislang genannt wurden", sagte Müller der Berliner Zeitung unter Bezugnahme auf neue Gutachten. Die Summe liege wahrscheinlich deutlich über 100 Millionen Euro.

"Und da stellt sich die Frage, ob man das Geld nicht besser zur Sanierung des ICC nimmt", sagte Müller. Alle bislang genannten Vorschläge für eine andere Nutzung des Kongresszentrums nannte er nicht seriös. "Daher geht die Entscheidung eher in Richtung Sanierung." Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) und die Messe GmbH als ICC-Betreiber hatten sich für einen Neubau ausgesprochen.

Für die Deutschlandhalle sieht Müller dagegen keine Zukunft mehr. So lange es gehe, solle man die "marode" Arena nutzen. "Es ist aber keine Halle, in die wir noch Geld reinstecken werden."



ICC: Abrisspläne nur noch fürs Parkhaus

Im zähen Streit um das Internationale Congress Centrum (ICC) scheint jetzt auch die landeseigene Messegesellschaft zu akzeptieren, dass der Senat kein neues Kongresszentrum baut – und stattdessen das ICC bei laufendem Betrieb saniert wird.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 5. Januar 2008, Seite xxx (Berlin) von ULRICH ZAWATKA-GERLACH. [Original=2470111]

BERLIN (Tsp). Im vertraulich tagenden Beteiligungsausschuss des Abgeordnetenhauses habe der Messe-Chef Raimund Hosch den Eindruck erweckt, "seinen Frieden mit dem ICC gemacht zu haben", berichten mehrere Ausschussmitglieder.

Seit Jahren setzt sich die Messe GmbH für einen Neubau am Standort der Deutschlandhalle ein, die dann abgerissen werden müsste. Unterstützt wurde diese Idee bisher von Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke). Seitdem geht ein Riss durch die rot-rote Koalition: Soll das ICC stillgelegt, abgerissen, an Privatinvestoren vergeben oder für das Kongressgeschäft ertüchtigt werden? Ein Treffen zwischen der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) und Wolf hat in der vergangenen Woche offenbar zu einer Annäherung der Standpunkte geführt. Drei neue Gutachten, die der Senat immer noch geheim hält, haben dazu wohl beigetragen.

Auch im Beteiligungsausschuss, der am Donnerstag [31.1.2008] tagte, wurde dem Vernehmen nach die neue Linie erkennbar: Das ICC wird schrittweise saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht, um die Betriebskosten nachhaltig zu senken. Außerdem soll das 30 Jahre alte Gebäude umgebaut und erweitert werden. Um neuen, flexibel nutzbaren Raum zu schaffen für das boomende Kongressgeschäft, könnte das marode Parkhaus abgerissen werden. Dann wäre Platz für einen ICC-Anbau.

Die Messe GmbH hat auch signalisiert, dass der Neubau eines privaten Kongresshotels auf dem Hammarskjöldplatz nicht als unliebsame Konkurrenz, sondern als Chance für eine Zusammenarbeit begriffen wird. Auch an anderer Stelle deuten sich neue Möglichkeiten an. Zum Beispiel sollen der Eigentümer des Avus-Motels und benachbarte Investoren bereit sein, das teilweise brachliegende Areal zu entwickeln, sobald das neue Messekonzept des Senats steht.

Ungewiss bleibt das Schicksal der Deutschlandhalle. Angeblich soll der Messechef Hosch im Ausschuss gesagt haben, dass eine Verwendung als Messegebäude "nicht ideal, aber möglich" sei. Messe-Sprecher Michael Hofer dementierte dies: "Der Umbau zur Messehalle ist schon aus bautechnischen Gründen nicht vorstellbar." In der Diskussion um das ICC sei Hosch aber "für jede vernünftige Lösung jederzeit offen". Vor allem im Interesse "des Ausbaus der Marktführerschaft Berlins bei internationalen Medizinkongressen". Das habe er schon mehrfach betont. Im März will der Senat sein Messekonzept beschließen. Dazu gehört wohl auch der Neubau einer neuen Eissporthalle an der Glockenturmstraße in Charlottenburg aus dem Landesetat. Als Ersatz für das Provisorium Deutschlandhalle.



Senator: Kein "Kuhhandel" in Koalition zu ICC

Aus:
Berliner Morgenpost, 28. Februar 2008, Seite ?? (Berlin). [Original=949317.html]

BERLIN. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) wehrt sich in der Antwort auf eine Parlamentarische Anfrage zur Zukunft des Kongresszentrums ICC gegen den Vorwurf des "Kuhhandels". Der CDU-Abgeordnete Michael Dietmann wollte wissen, ob sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf einen Deal mit seinem Koalitionspartner einlasse, der einer Sanierung des ICC nur dann zustimme, wenn sich die SPD zu einer vorgezogenen Tariferhöhung im öffentlichen Dienst bereit erkläre.

Derartige Entscheidungen wegen eines von "sachfremden Überlegungen geprägten Kuhhandels" wies Wolf zurück: Der Senat entscheide "sachgerecht und nicht nach parteipolitischem Proporzdenken". Der Senat will im März eine Entscheidung zum ICC treffen.



Finanzsenator Sarrazin: ICC wird nicht abgerissen

[Ed: und wenn das schon ein Sarrazin (Berlins heimlicher Bürgermeister) sagt, dann wird’s wohl auch so kommen].

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 11. März 2008, Seite 9 (Berlin). [Original=xxx]

BERLIN (Tsp/jul). Bei den „Berliner Wirtschaftsgesprächen“ bekräftigte Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) gestern Abend, dass das ICC bestehen bleibt. „Das werden wir nie abreißen“.

Man wolle das Kongresszentrum sanieren und auf den neuesten Stand der Technik bringen, um die Betriebskosten zu verringern. „Aber es bleibt ein laufender Defizitposten im Landeshaushalt“, sagte Sarrazin. Bisher müsse das Land jährlich 12 bis 15 Millionen Euro zuschießen.



Beschluss zur ICC-Sanierung bis Mitte April

Kongressgebäude wird voraussichtlich erweitert.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 16. März 2008, Seite 10 (Berlin) von ULRICH ZAWATKA-GERLACH. [Original=art270,2495480]

BERLIN (Tsp). Der Senat will spätestens am 15. April die Sanierung des Internationalen Congress Centrums (ICC) beschließen. Aufgrund neuer Gutachten schwenken nun auch die Befürworter eines Kongress-Neubaus auf dem Grundstück der Deutschlandhalle um. "Ich sehe irgendeine Form der Sanierung als wahrscheinlich an", sagte Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) dem Tagesspiegel. Auch der Messechef Raimund Hosch richtet sich dem Vernehmen nach darauf ein. Nur Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke), zuständig für die landeseigene Messe GmbH, schweigt eisern. Noch.


     
„Es sieht so aus, als bleibe das ICC stehen.“


Das sagte Wirtschaftsenator Harald Wolf (Linke) am 16. Mai 2008 in China.
Am 27. Mai 2008 werde Berlins Senat über die Zukunft des Kongreßzentrums entscheiden.

Mit dem Architekten des ICC, Ralf Schüler, hat Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) bereits gesprochen. Der Architekt, der das berühmte Kongressgebäude vor 30 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Ursulina Schüler-Witte erbaute, pocht allerdings auf seine vertraglich zugesicherten Urheberrechte. Demnach müsste er an Sanierungs- und Umbaumaßnahmen beteiligt werden. Koalitionsintern wird davon ausgegangen, dass das ICC-Parkhaus abgerissen wird, um dort Platz zu schaffen für kleine und mittlere Kongressflächen, die das Geschäft der Messegesellschaft mit den prestigeträchtigen Großkongressen sinnvoll ergänzen.

Klar ist jetzt, dass die Sanierung bei laufendem Betrieb stattfindet und auch aus finanziellen Gründen auf mindestens vier, fünf Jahre gestreckt wird. Am Ende soll das ICC nicht nur funktionaler sein, sondern auch deutlich geringere Betriebskosten aufweisen. Den Ausschlag für die bevorstehende Senatsentscheidung, das ICC zu erweitern und zu modernisieren, haben 3 neue Gutachten ergeben. Darin wurde offenbar nachgewiesen, dass auch ein Kongressneubau über 100 Millionen Euro kosten und höhere Betriebsausgaben verursachen würde als gedacht. Allerdings gehen die internen Schätzungen, was die ICC-Sanierung kosten wird, noch weit auseinander. Es könnten 150 bis 250 Millionen Euro werden, die den Landeshaushalt belasten. In den vergangenen Jahren wurde nur das Nötigste für die Instandhaltung des Kongressgebäudes getan. Seit 2002 wurden dafür im Jahresdurchschnitt nur 7,1 Millionen Euro ausgegeben.

Inzwischen sind auch Regierungsfachleute unzufrieden, dass sie über den Inhalt der neuen Gutachten, die seit Dezember 2007 vorliegen, nur bröckchenweise und aus zweiter Hand informiert werden. "Nicht nur der Senatsbeschluss zum ICC ist überfällig", kritisiert der SPD-Abgeordnete Jörg Stroedter, der den Arbeitskreis Wirtschaft seiner Fraktion führt. "Auch die Gutachten müssen jetzt auf den Tisch und nicht erst nach der Kabinettsentscheidung im April." Die Senatoren Wolf und Junge-Reyer, die seit drei Monaten an einer gemeinsamen Beschlussvorlage für den Senat arbeiten, wollen sich aber erst vollständig einig sein, bevor sie die Koalitionsfraktionen und das Parlament informieren.

Einigen muss sich der Senat auf den künftigen Raumbedarf, um die internationale Konkurrenzfähigkeit Berlins im Messe- und Kongressgeschäft noch zu verbessern. Außerdem müssen das Sanierungskonzept, die Bau- und Betriebskosten für das erneuerte ICC festgelegt werden. CDU und Grüne werfen dem Senat Geheimniskrämerei und eine ständige Verschiebung der Entscheidungen vor. Dazu zählt nicht nur die ICC-Sanierung, sondern auch die Zukunft der Deutschlandhalle und der Bau einer neuen Eissportarena.



D I E   E N T S C H E I D U N G

ICC wird saniert – die Deutschlandhalle abgerissen

Der Senat fasst heute Grundsatzbeschluss: Kongresszentrum erhält neue Säle. An der Glockenturmstraße entsteht eine Eissportarena.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 27. Mai 2008, Seite 7 (Berlin) von ULRICH ZAWATKA-GERLACH. [Original=art124,2538374]

BERLIN (Tsp). Das Internationale Congress Centrum (ICC) am Messedamm wird bei laufendem Betrieb saniert, die Deutschlandhalle abgerissen und an der Glockenturmstraße in Charlottenburg eine neue Eissporthalle gebaut. Das will der Senat am Dienstag beschließen und damit einen seit Jahren schwelenden Streit innerhalb der rot-roten Koalition befrieden.

Grundlage der Entscheidung ist ein gemeinsamer Vorschlag der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) und des Wirtschaftssenators Harald Wolf (Linke). Um das ICC für Großkongresse noch attraktiver zu machen, soll das marode Parkhaus an der Südseite des Gebäudes umgebaut werden, um dort Platz für neue – kleinere und mittelgroße – Räume zu schaffen. Das könnte die internationale Wettbewerbsfähigkeit des mehrfach preisgekrönten Kongresszentrums, das bis 2015 weitgehend ausgebucht ist, weiter erhöhen.

Außerdem soll die Heizungs- und Klimatechnik modernisiert werden, um die Betriebskosten deutlich zu senken. Das entlastet die landeseigene Messe GmbH um einige Millionen Euro jährlich und mindert die Zuschüsse aus dem Landeshaushalt. Der – seit 2001 diskutierte und zeitweilig tatsächlich drohende – Abriss des ICC, das 1979 eröffnet wurde, ist damit vom Tisch. Senator Wolf und die Messegesellschaft konnten auch keinen seriösen Nachnutzer für den Mammutbau präsentieren, um ihre Pläne für ein neues Kongresszentrum am Standort der Deutschlandhalle zu realisieren.

Unklar ist noch, wie teuer die ICC-Sanierung wird, die über mehrere Jahre gestreckt werden muss, um den Kongressbetrieb nicht allzu sehr zu beeinträchtigen. Bisherige Kostenschätzungen, auf der Grundlage von drei unabhängigen Gutachten, schwanken zwischen 130 und 250 Millionen Euro. Bisher waren dafür keine Gelder eingeplant. Der Senat muss deshalb die Finanzplanung bis 2011 entsprechend korrigieren.

Das ICC bleibt also stehen – dafür soll die Deutschlandhalle weichen. Senat und Messegesellschaft sind sich offenbar einig, dass der Bau aus den dreißiger Jahren, der nur noch für den Amateur-Eissport provisorisch genutzt wird, keinen Nutzen mehr bringt und eine Sanierung deshalb unsinnig und zu teuer wäre. Außerdem wirkt die Halle wie ein Sperrriegel. Ein kompletter Rundgang über das gesamte Messegelände ist bisher nicht möglich. Auch von den Oppositionsparteien ist kein großer Widerstand gegen einen Abriss zu erwarten.

Zumal der Eissport in Berlin mit einem neuen, kleinen Stadion – Kosten unter zehn Millionen Euro – in der Umgebung des Olympiastadions ein zusätzliches Domizil erhalten soll. Bisher hatte der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf vergeblich versucht, einen solchen Neubau in der Investitionsplanung des Landes Berlin unterzubringen. Jetzt gibt es die Idee, dass sich die Messe GmbH an der Finanzierung beteiligt. Am 9. Juni befasst sich der Wirtschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses mit dem heutigen Senatsbeschluss, bestätigte dessen Vizevorsitzender Jörg Stroedter (SPD). [mehr]



Das ICC ist gerettet

Aus: Yahoo-News, 27. Mai 2008, 16.28 Uhr MESZ (Inland). [
Original]

BERLIN. Nach jahrelangem Streit ist der Erhalt des Internationalen Congress Centrums (ICC) in Berlin gesichert. Der rot-rote Senat beschloss am Dienstag [27.5.2008], dass der rund 30 Jahre alte Komplex bei laufendem Betrieb saniert wird. Damit setzte sich Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gegen Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) durch, der wie die landeseigene Messe GmbH für einen Neubau plädiert hatte. Zugleich soll die marode Deutschlandhalle abgerissen und eine neue Eissporthalle nahe dem Olympiastadion gebaut werden.

Die Sanierung sei nach einer rein wirtschaftlichen Betrachtung zwar nicht die günstigste Variante, räumte Wolf ein. Aber angesichts der städtebaulichen Bedeutung des ICC, das zu den führenden Kongressstandorten der Welt gehört, und einem möglichen Leerstand des Gebäudes bei einem Neubau seien die höheren Kosten hinnehmbar. Entscheidend sei für ihn, dass die Messe Berlin GmbH ein zukunftsfähiges Kongresszentrum erhalte.

Nach Angaben Wolfs hätte ein Neubau einschließlich Abriss des ICC und der Deutschlandhalle sowie eines Ersatzbaus rund 223 Millionen Euro gekostet, die Sanierung unter gleichen Bedingungen rund 258 Millionen Euro. Damit lasse sich das Land Berlin den "Nostalgiefaktor" des für den Westteil der Stadt symbolträchtigen Gebäudes etwa 35 Millionen Euro kosten. Die Zahlen wurden als Mittelwerte aus den Schätzungen von drei unabhängigen Gutachten gebildet.

Die Planungsarbeiten für die Sanierung, bei der die technischen Anlagen komplett erneuert und teilweise die Raumstruktur verändert werden, können sich laut Junge-Reyer bis zu 2 Jahre hinziehen. Der Beginn der etwa 6 Jahre laufenden Arbeiten wäre damit voraussichtlich 2010 oder Anfang 2011. 2009 würden für die Planung 3,5 und 2010 rund 12 Millionen Euro bereitgestellt. Die Vorbereitungen für den Abriss der Deutschlandhalle, deren Sanierung nach Darstellung Junge-Reyers zu teuer wäre und die ohnehin nur noch provisorisch für den Amateur-Eissport genutzt wird, würden umgehend eingeleitet. Er koste 4 Millionen, der Neubau 11 Millionen Euro.

Der Senat habe sich bei der Sanierung auf mehrere Prinzipien verständigt, sagte Junge-Reyer. So solle in die Bausubstanz nur soweit eingegriffen werden, dass der Betrieb weitergehen könne. Auch die technische Erneuerung werde "so behutsam wie möglich" vorgenommen. Und der mit 5000 Plätzen größte Saal 1 bleibe als "Alleinstellungsmerkmal" des ICC erhalten. Er kann mit dem Saal 2 verbunden werden, der über weitere 3000 Plätze verfügt, und eignet sich damit für Großkongresse.

Angestrebt werde eine Nutzfläche von 30.000 Quadratmetern, sagte Wolf. Derzeit sind es 39.500 Quadratmeter, die jedoch wegen der Raumzuschnitte teilweise ungeeignet seien. Nach der Sanierungsphase werde entschieden, ob außerhalb des Gebäudes zusätzliche kleinere Räume geschaffen werden können. Dafür würde sich eventuell das alte Parkhaus eignen [Ed: oder vermutlich nun doch der durch den Abriß der Deutschlandhalle freiwerdende Bauplatz...].

Bei der Sanierung gehe es in erster Linie um die Funktionalität des Gebäudes, sagte Wolf. Die Senkung der Betriebskosten sei ein "erfreulicher Nebeneffekt". Bisher müssen dafür nach Angaben des Senators 11,9 Millionen Euro jährlich aufgewendet werden, fast der komplette Landeszuschuss an die Messe GmbH. Nach der Sanierung werden die Betriebskosten auf 6,6 bis 9,7 Millionen Euro geschätzt. [mehr]



D E U T S C H L A N D H A L L E
Berlin -- Deutschlandhalle am Berliner Messegelände
   
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^   Die Deutschlandhalle am Berliner Messegelände. Die Tage dieser 1935 zu den Olympischen Spielen 1936 gebauten Veranstaltungs-Halle, die eigentlich unter Denkmalschutz steht, sind jetzt gezählt. Die Linken und die Messe-Gesellschaft wünschten deren Abriß. Was aber will die Messe-Gesellschaft dort hinbauen? Vielleicht doch so ein kleines Kongreßzentrum oder das seit Jahrzehnten fehlende Messe-Hotel? Und wo können künftig große Reit-Turniere oder Zirkus-Veranstaltungen stattfinden (die Deutschlandhalle verfügte immerhin auch über Stallungen)? Berlins Senat sagte dazu jetzt nichts.   (Foto: 2005 – wikipedia)



D E U T S C H L A N D H A L L E

Menschen, Tiere, Emotionen

Die Deutschlandhalle ist Geschichte. Aber die Erinnerung an Konzerte, Shows und Radrennen bleibt. Kein Wunder: Denn Weltstars von ABBA bis Take That traten hier auf. Und Elefanten aus dem Zirkus. Willy Brandt startete damals zudem in das Zeitalter des Farb-TVs.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 27. Mai 2008, 21.31 Uhr MESZ (nur elektronisch publiziert). [Original=2539328]

BERLIN (Tsp). Sogar Jesus Christus war mal in der Deutschlandhalle. Nicht persönlich, nein, aber in seiner Reinkarnation als Klaus Kinski. Der von Wahnsinn umflorte Auftritt des Schauspielers mit seinem Programm "Jesus Christus Erlöser" im November 1971, dieser Tage erstmals im Kino zu sehen, hat die Aufmerksamkeit noch einmal auf den Ort dieses legendenumwobenen Happenings gelenkt. Die Deutschlandhalle, ein kapitales Stück Berlin, Ort sensationsumwitterter Großveranstaltungen, größte Konzerthalle der Stadt, im Krieg zerstört, wieder eröffnet, wieder geschlossen, wieder eröffnet, zuletzt nur noch Heimat versprengter Eishockeyamateure und fast vergessen, steht vor dem endgültigen Ende, 73 Jahre nach der Eröffnung.

Der Senat hat sich nun endgültig zur Opferung der Halle entschlossen, die niemand mehr braucht, und die nach der bevorstehenden Eröffnung der etwa gleich großen O2-Arena erst recht keine Zukunft mehr hat. Ein Wahrzeichen verschwindet, und zwar eins, das trotz seiner klotzig-massiven Anmutung von architektonischem Rang ist, vor allem wegen der gewagten Dachtragwerkskonstruktion, erst aus Stahl, später aus Spannbeton: 117 Meter lang, 83 Meter breit, darunter Sitzplätze für 10.000 Zuschauer.

Gebaut wurde sie nach den Plänen von Franz Ohrtmann und Fritz Wiemer vor den Olympischen Sommerspielen 1936, in nur neun Monaten. Sie ist eine der ältesten Veranstaltungsarenen dieser Größe weltweit: Unter Ausnutzung aller Möglichkeiten passten bis zu 16.000 Menschen hinein [Ed: 17.000!], und so viele kamen auch unzählige Male, nicht nur zu den Massenveranstaltungen der Nazis. Mit einer Grundsatzrede Hitlers am 29. November 1935 begann die Hallengeschichte; fortgesetzt wurde sie am 7. Dezember sportlich mit einem 100-Kilometer-Mannschaftsradrennen auf der 208 Meter langen Holzpiste. Sport allein würde den Erfolg nicht garantieren, das war klar, und so fand bereits im Olympiajahr eine Ausstattungsrevue "100.000 PS" mit über tausend Mitwirkenden statt.

"Menschen, Tiere, Sensationen" hieß der Schlüssel zum dauernden Erfolg, eine nach amerikanischem Vorbild konzipierte Zirkusshow, die von 1937 an Artisten und Dompteure der Weltspitzenklasse nach Berlin brachte. 1938 führte die Pilotin Hanna Reitsch während der Revue "Kisuaheli" den ersten Hallenflug mit einem Hubschrauber vor; 1940 starb die Hochseilartistin Camille Mayer, als ein Mast brach. Am 16.Januar 1943 kam das erste Ende: Während einer ausgebuchten Show von "Menschen, Tiere, Sensationen" setzte ein Luftangriff das Dach in Brand. Weder Menschen noch Tiere starben – ein Wunder, wie viele Besucher meinten, die hinterher auf der Flucht auch noch von Tieffliegern beschossen wurden. Doch von der Halle selbst blieb nur noch eine Art offenes Amphitheater übrig, das die nächsten 13 Jahre brachlag, eine von vielen klaffenden Kriegswunden der Stadt.

Der Magistrat von Groß-Berlin beschloss den Wiederaufbau bereits 1949, setzte aber voraus, dass dies mit privatem Kapital geschehen sollte. Doch dieses Geld fehlte, und so dauerte es noch fast acht Jahre bis zur Wiedereröffnung. Der Senat schaffte es schließlich, Banken, Industrie und vermögende Privatleute zur Gründung einer Aktiengesellschaft zu bewegen, die die 11 Millionen Mark für den Bau aufbrachte. Das Konzept blieb, und auch Gründungsdirektor Ferry Ohrtmann war wieder dabei: Er nahm seine Halle am 19.Oktober 1957 zum zweiten Mal in Betrieb. "Menschen, Tiere, Sensationen" blieb das Aushängeschild, hinzu kamen Großshows wie "Holiday on Ice", das Reit- und Springturnier und das "British Tattoo". 1967 drückte Willy Brandt hier auf den Startknopf fürs Farbfernsehen, es gastierten Bolschoi-Ballett und Deutsches Eistheater. Die Stones spielten, The Who, Queen, Jimi Hendrix [Ed: und nicht zu vergessen: Duke Ellington und Chris Barber].

Nach dem Tode Ohrtmanns übernahm Heinz Warneke die Führung, ein begnadeter Populist, der das Hallenfußballturnier ins Programm nahm und die Kinder- und Senioren-Superpartys erfand. Das erfolgreiche Tattoo wurde bis in die Nachwendezeit fortgesetzt, beim letzten Mal 1992 saß sogar die Queen in der Halle. Nach dem Umbau 1973 demonstrierte Herbert von Karajan mit den Philharmonikern die verbesserte Akustik, die Arona di Verona gab umjubelte Gastspiele. Immer wieder machte die Decke Sorgen. 1980 wurde die Halle unter dem Eindruck des Einsturzes der Kongresshalle erstmals vorsorglich gesperrt, dann wieder eröffnet, saniert. Doch der Betrieb ging weiter, es wurde repariert und saniert und modernisiert. 1997 endete die Hallengeschichte wieder einmal, das bröselnde Monster schien sich zumal angesichts vieler neuer Veranstaltungsorte im Osten Berlins überlebt zu haben. Doch erneut hob neues Hin und Her an, mit Sanierung und Umbau und allerhand Gutachten, die Halle wurde 2001 eröffnet, 2005 geschlossen, 2006 wieder eröffnet – und dient gegenwärtig nur noch als Kulisse für den kleinen Fankreis des ECC Preußen Juniors.

Aber ist das nun wirklich das Ende? Die Propheten haben sich meist vertan, wenn es um die Deutschlandhalle ging, beispielsweise Bayern-Manager Uli Hoeneß, der 1998 beim ersten Hallenfußballturnier in der Schmeling-Halle mit Sprechchören "Wir wollen alle – die Deutschlandhalle!" empfangen wurde. Er mutmaßte damals genervt: "In drei, vier Jahren redet in Berlin sicher kein Mensch mehr von der Deutschlandhalle". Drei Jahre später redete niemand mehr vom Hallenfußball – aber die Deutschlandhalle wurde wieder einmal wiedereröffnet. Ihr Schicksal wird wohl erst besiegelt sein, wenn die Abrissbagger wirklich vor der Tür stehen.



D E U T S C H L A N D H A L L E

Ein Stück Berliner Baugeschichte fällt

Abriss der Deutschlandhalle. Das Internationale Congress Centrum wird bei laufendem Betrieb saniert.

Aus:
Berliner Morgenpost, 28. Mai 2008, Seite ?? (Berlin). [Original=964668.html]

BERLIN (BM). Es ist entschieden: Das Internationale Congress Centrum (ICC) wird bei laufendem Betrieb saniert, die Deutschlandhalle abgerissen, und die Eissportler erhalten an der Glockenturmstraße unweit der Waldbühne eine neue Halle. Das hat gestern der Senat beschlossen. Für den Abriss der Deutschlandhalle habe sich der Senat entschieden, so Junge-Reyer, weil sie weder technisch noch wirtschaftlich zu betreiben sei. In solch einem Fall könne Berlin auch nicht verpflichtet werden, den Denkmalschutz aufrechtzuerhalten. Nach Einschätzung des Architekten- und Ingenieur-Vereins ist der Abriss der Deutschlandhalle jedoch "lediglich ein Bauernopfer, damit die ICC-Gegner innerhalb der rot-roten Regierungskoalition einer Sanierung zustimmen". So werde Berliner Baugeschichte einem Kompromiss geopfert, kritisierte AIV-Chef Semmer. Die Messe habe ihr Ziel erreicht: Ihr stehe jetzt ein geräumtes Baugrundstück zur Verfügung.

Für die Erbauer des ICC, das Architekten-Ehepaar Ursulina Schüler-Witte (76) und Ralf Schüler (78), war die Entscheidung gestern ein klarer Grund zum Feiern: "Wir gehen heute Abend zum Italiener. Schließlich haben wir 5 Jahre für diese Entscheidung gekämpft."

Nicht nur diese beiden. Auch der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV) begrüßte den Senatsbeschluss für eine Sanierung des ICC: "Es ist ein guter Tag für Berlin als einer der weltweit führenden Kongressstandorte. Offensichtlich haben sich die volkswirtschaftlichen Interessen des Landes Berlin gegenüber den betriebswirtschaftlichen Bedenken der Messe Berlin und des Wirtschaftssenators Harald Wolf durchsetzen können", sagte AIV-Chef Manfred Semmer. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) bezeichnete die Entscheidung ebenfalls als erfreulich, meinte aber, dass sie schon vor einigen Jahren hätte fallen können.

Ursprünglich favorisierten sowohl die Senatswirtschaftsverwaltung als auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den Neubau eines kleinen Kongresszentrums auf dem Gelände der Deutschlandhalle. Doch Fachleute, auch der Bezirk, liefen Sturm gegen die Pläne und bezweifelten die Machbarkeit eines vergleichbaren Kongresszentrums auf dem Platz der Deutschlandhalle für nur knapp 63 Millionen Euro. Vor allem die Frage der ungeklärten Nachnutzung des ICC, aber auch das Renommee des Baus im In- und Ausland sorgten für viel Gegenwind.

Drei Gutachten vorgestellt

Die vom Senat neu in Auftrag gegebenen 3 Gutachten, deren Ergebnisse gestern vorgestellt wurden, gehen nun auch von wesentlich höheren Kosten für einen Neubau auf dem Gelände der Deutschlandhalle aus: Die Neubau-Kosten werden auf 126, 151 und 171 Millionen Euro geschätzt. Die Sanierungsvarianten des ICC liegen den 3 Gutachten zufolge bei 209, 240 und 368 Millionen Euro.

Ingeborg Junge-Reyer, SPD-Senatorin für Stadtentwicklung, sagte gestern, dass das ICC nach der Sanierung "absolut modern und zeitgemäß" sei. Architektonische Leitidee bei der Sanierung soll ein "weitestgehend respektvoller Umgang mit dem ICC" sein. Das wird auch nötig sein, denn das Architektenpaar hat ein Urheberrecht und wird die Sanierung und Modernisierung mit der "Planungsgemeinschaft ICC-Plan-Berlin" planen. Schließlich kenne Architekt Schüler "jede Schraube" von seinem Haus: "Das Innere ist ausgeglichen und funktional. Wir werden jetzt sehen, wie wir aufgrund der Wünsche der Bauherren den Standard erhalten können." Mit im Boot hat er Hartmut Kalleja, den geschäftsführenden Gesellschafter der Ingenieur- und Architektengruppe "Bau Werk Plan". "Wir werden das Erbe Schülers sichern und in seinem Sinne weiterentwickeln", sagte Kalleja, der als Generalplaner auch die Fäden beim Abriss des Palastes der Republik in den Händen hält.

Das ICC wird in zwei Phasen saniert. Nach einer Planungszeit von anderthalb bis 2 Jahren soll voraussichtlich im Jahre 2010 Baustart sein. Während der ersten 6 Jahre werden nach Auskunft von Junge-Reyer bei laufendem Kongressbetrieb die komplette Technik erneuert sowie die Raumzuschnitte optimiert. Der mit 5000 Plätzen größte Saal 1 bleibe erhalten. Das Parkhaus mit den 700 Plätzen, so Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke), könne nach dem Umbau zunächst einmal stillgelegt werden. Rund 400 Parkplätze würden dann nur noch im unteren Untergeschoss vorgehalten werden. Etwa die Hälfte der neu zu schaffenden 6000 Quadratmeter Nutzfläche soll im ICC entstehen, der Rest könnte im Parkhaus oder auch in der Brücke geschaffen werden, die das ICC über dem Messedamm mit den Hallen unterm Funkturm verbindet. "Während der ganzen Jahre hatte das ICC zwei Mängel", räumt Architekt Schüler ein. Ein Hotel fehlte. Außerdem seien ihm 2 Säle mit je 500 Plätzen – sie waren in der Brücke vorgesehen – aus Kostengründen gestrichen worden. Diese Größenordnung habe im Kongressbetrieb immer gefehlt [Ed: hm, und warum sind die dann nicht schon längst in den vorhandenen Übergang eingebaut worden?].

240 Millionen Umbaukosten

Die Umbaukosten des ICC werden auf 240 Millionen Euro geschätzt – 182 Millionen Euro für die Sanierung sowie 58 Millionen Euro für 6000 Quadratmeter neue Nutzfläche. Einen Neubau auf dem Gelände der Deutschlandhalle kalkulierten die Gutachter mit rund 150 Millionen Euro. Vergessen werden durften bei dieser Variante allerdings nicht die Abrisskosten: 4,5 Millionen Euro für die Deutschlandhalle und – bei Leerstand des ICC, was nicht auszuschließen war – 48 Millionen Euro für das ICC. Da dies nur die Abrisskosten für den oberirdischen Teil gewesen wären und unterirdisch etwa noch einmal so viel Geld nötig geworden wäre, stuften Fachleute die zwei Varianten als etwa gleich teuer ein. Die rund 11 Millionen Euro teure neue Eissporthalle hätte in jedem Fall gebaut werden müssen, da die Deutschlandhalle immer nur als Ersatzstandort für die abgerissene Eissporthalle an der Jafféstraße diente. Sie musste weichen, als der Südeingang der Messe neu gebaut wurde. Die heutigen Betriebskosten des Kongresszentrums von 11,9 Millionen Euro wollen die Planer in Zukunft auf 6,6 bis 9,7 Millionen Euro reduzieren. [mehr]



D E U T S C H L A N D H A L L E

Neue Messehalle anstelle der Deutschlandhalle

Die Messe GmbH drängt auf schnelle Erweiterung, das Parlament will aber vorerst nicht abreißen [Ed: na, will sich hier die Messe GmbH schon mal ein Ersatz-Kongreßzentrum vom Senat bauen lassen, um dann doch noch das von ihr ungeliebte ICC loszuwerden – abreißen zu lassen?].

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 28. Juni 2008, Seite 7 (Berlin) von ULRICH ZAWATKA-GERLACH. [Original=art270,2560608]

BERLIN (Tsp). Auf dem Gelände der Deutschlandhalle, die abgerissen wird, möchte die landeseigene Messe GmbH eine neue Ausstellungshalle bauen. "So könnten wir unsere Platzprobleme in den Griff bekommen", sagte der Sprecher der Messegesellschaft, Michael Hofer, dem Tagesspiegel. "Bei Großveranstaltungen, wie der Funkausstellung oder der Internationalen Tourismus-Börse, haben wir beträchtliche Engpässe." Deshalb sei die Messe GmbH an schnellen Entscheidungen der Politik "höchst interessiert".

Wer soll den Bau einer neuen Messehalle bezahlen? "Verschiedene Modelle wären denkbar", sagte Hofer. Also nicht nur eine Finanzierung aus dem Landeshaushalt. Aber der Sprecher betonte, dass keine fertigen Pläne in der Schublade liegen. Alles Weitere hänge vom Eigentümer ab – dem Land Berlin. Um der Messe zu helfen, wurde schon einmal ein Traditionsbau abgerissen: Die Eissporthalle an der Jafféstraße musste 2001 dem neuen Haupteingang im Süden des Ausstellungsgeländes weichen.

Als neues Quartier für die Sportler wurde seinerzeit die Deutschlandhalle zur Verfügung gestellt – ein marodes Provisorium. Am 27. Mai 2008 beschloss der Senat, das 1935 errichtete Gebäude abzureißen und an der Glockenturmstraße, nahe dem Olympiastadion, eine moderne Eissporthalle zu bauen. Zuständig dafür ist der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, dessen Bezirksverordnetenversammlung jetzt beschloss: "Das Bezirksamt wird beauftragt, sich gegenüber dem Senat dafür einzusetzen, dass die Deutschlandhalle keinesfalls abgerissen wird, bevor die Ersatzsporthalle tatsächlich errichtet ist."

SPD und CDU, Grüne und Graue stimmten zu, nur die FDP war dagegen. Am Donnerstag [26.6.2008] brachten Union und Grüne einen fast gleichlautenden Antrag im Abgeordnetenhaus ein. Beide Fraktionen wollen verhindern, dass zwischen der geplanten Schließung der Deutschlandhalle 2009 und der Eröffnung der neuen Halle 2012 viele Eiskunstläufer, Hockey- und Curlingspieler wieder in ein Provisorium umziehen müssen. Sport-Staatssekretär Thomas Härtel sucht schon nach alten Fabrikhallen.

Aber jetzt sieht es so aus, als wenn nicht nur CDU und Grüne, sondern auch SPD und Linke die Deutschlandhalle als Standort für den Eissport erhalten wollen, bis die neue Halle steht. Der SPD-Sportexperte Markus Pauzenberger signalisierte im Parlament das Interesse an einer "gemeinsamen Lösung" des Problems. Die Linken-Abgeordnete Gabriele Hiller plädierte für einen "bruchlosen Übergang von der alten zur neuen Halle". Und auch die Liberalen hakten sich unter. "Der Eissport darf durch einen zu frühen Abriss der Deutschlandhalle nicht an Boden verlieren", sagte der FDP-Abgeordnete Albert Weingartner. Somit stellt sich das Parlament der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge- Reyer (SPD) entgegen, die den Standpunkt vertritt, dass die Deutschlandhalle nur noch "für einen außerordentlich kurzen Zeitraum nutzbar ist".



Alu-Fassade des ICC auf dem Prüfstand

Aus:
RBB, Berlin, 4. Januar 2009, 9.12 Uhr MEZ (Nachrichten). [Original]

BERLIN (rbb). Bei der anstehenden Sanierung des Internationalen Congress Centrums ICC in Berlin ist offen, ob das Gebäude seine markante Aluminium-Fassade behält. Da das Material empfindlich und pflegeaufwendig sei, werde über eine Dämmung und eine andere Gestaltung der Außenhaut nachgedacht, sagte Berlins Messechef Raimund Hosch.

Die Instandsetzung des rund 30 Jahre alten Veranstaltungszentrums könnte laut Hosch Ende 2010 oder Anfang 2011 beginnen. Die Sanierung soll während des laufenden Kongressbetriebs durchgeführt und bis 2015 abgeschlossen werden.

Derzeit werde auch geprüft, ob auf dem Dach Solaranlagen montiert werden, sagte Hosch. "Am Ende soll das ICC so saniert sein, dass es wieder 25 bis 30 Jahre hält."



K O N K U R R E N Z   F Ü R S   I C C

Senat stoppt Hotelprojekt

Hammarskjöldplatz bleibt frei / Kaufvertrag soll rückabgewickelt werden.

Aus:
Berliner Morgenpost, 3. September 2009, Seite xx (Berlin). [Original]

BERLIN (BM). Wie der Berliner Senat bekannt gab, ist das Bebauungsplanverfahren zur planungsrechtlichen Sicherung eines Hotelhochhauses inklusive Konferenzräumlichkeiten am Hammarskjöldplatz eingestellt worden. Zudem soll der Kaufvertrag, der am 27. September 2007 mit der in Spanien ansässigen Hotelgruppe Barceló für die Realisierung des Projekts geschlossen wurde, rückabgewickelt werden.

Die Pläne sahen vor, bis 2011 zwischen dem denkmalgeschützten Haupteingang der Messe Berlin und dem ehemaligen Hildegard-Krankenhaus ein Hotel mit 400 Zimmern im Vier-Sterne-Segment zu errichten. Der Baubeginn war damals ursprünglich für 2008 geplant. Doch bereits kurz nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags fingen die Streitereien an, Gutachten folgten, die Realisierung des Hotels rückte in die Ferne und die Zukunft des Areals im Umfeld der Messe blieb weiter ungewiss.

Jetzt hat auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, der Senat gestern einen Bericht an das Abgeordnetenhaus über den Umgang mit dem denkmalgeschützten Messe-Eingang am Hammarskjöldplatz beschlossen. Anlass ist ein Beschluss des Abgeordnetenhauses vom 25. Mai 2009 auf Antrag der Berliner Fraktion der SPD und der Fraktion Die Linke, nach dem ein Hotelneubau mit Kongressflächen an dem geplanten Standort am Hammarskjöldplatz in Charlottenburg aus städtebaulichen und wirtschaftlichen Gründen abzulehnen sei. Eine Konkurrenz für das ICC solle verhindert werden. Stattdessen sollen alternative Standorte zu beiden Seiten des Messedamms gesucht werden, heißt es in der Veröffentlichung des Berliner Senats.



D E R   A N F A N G   V O M   E N D E   D E S   I C C ?

Ausschuss sperrt Mittel zur ICC-Sanierung

Aus:
Berliner Morgenpost, 9. Oktober 2009, Seite xx (Berlin). [Original]

BERLIN (BM). Zur vorgesehenen Sanierung des Internationalen Congress Centrums gibt es Streit im Abgeordnetenhaus. SPD und Linke haben am Mittwoch [7.10.2009] im Bauausschuss durchgesetzt, dass die im Haushaltsansatz vorgesehenen Mittel bis auf Weiteres gesperrt werden sollen. Es handelt sich um insgesamt 18 Millionen Euro für die Jahre 2010 und 2011.

Diese Beschlussempfehlung geht in den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses zur 2. Lesung des Haushaltsentwurfs im November. Der baupolitische Sprecher der Linke-Fraktion, Uwe Doering, begründet: "Wir wollen die Kontrolle über die Kostenentwicklung bei der Sanierung des ICC behalten." Denn noch immer gebe es keine verlässliche Auskunft darüber, wie teuer die Sanierung des 30 Jahre alten ICC bei laufendem Betrieb tatsächlich wird.

Die bislang angegebene Zahl von 182 Millionen Euro sei nur geschätzt. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) habe im Ausschuss bereits mitgeteilt, dass die Summe wegen erforderlicher Asbestbeseitigung erheblich höher sein werde, aber nicht, in welchem Ausmaß. "Der Beschluss soll ein Signal an die Verwaltung sein", sagt Doering.

Auch zu weiteren Fragen gebe es noch keine zufriedenstellende Antwort, zum Beispiel dazu, wie lange die Arbeiten dauern würden und was die energetische Sanierung des Hauses unter Beibehaltung der alten Fassade kosten werde. Es sei auch noch nicht klar, welche Nutzfläche nach der Sanierung zur Verfügung stehen werde.

Die CDU kritisiert die Beschlussempfehlung von SPD und Linken. Die Entscheidung aus dem Bauausschuss sei überflüssig, die Koalition habe damit die notwendige Sanierung des Gebäudes blockiert, sagt René Stadtkewitz, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Die geplanten Mittel für 2010 und 2011, die gesperrt werden sollen, seien dazu da, um die Planung zu finanzieren. Die Diskussion schade dem Messestandort.

Uwe Doering räumt ein, dass die Kritik teilweise berechtigt sei. Der Beschluss aus dem Bauausschuss werde voraussichtlich im Hauptausschuss korrigiert. Die Korrektur könne so aussehen, dass die mit 18 Millionen Euro bezifferten Planungsmittel ganz oder teilweise bewilligt würden. Doch die Kosten für Maßnahmen in der Bauphase ab 2012 sollten vom Bauausschuss genau kontrolliert werden.



V O I L À   —   A L S O   D O C H !

Finanzsenator erwägt Abriss des ICC

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 15. Oktober 2009, Seite 1 (Politik). [Original]

BERLIN (Tsp/za). Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum rechnet bei der Sanierung des Internationalen Congress Centrum (ICC) in Berlin mit einer Kostenexplosion und schließt deshalb einen Abriss des Gebäudes nicht aus. "Ich weiß, dass das ein Tabubruch ist", sagte er dem Tagesspiegel. Aber es müsse diskutiert werden, ob sich Berlin einen "solchen Artenschutz" leisten könne.

Nußbaum befürchtet, dass die Sanierungskosten nicht, wie bisher geschätzt, 182 Millionen Euro, sondern mindestens 250 Millionen Euro betragen könnten. Dem müssten die Ausgaben für einen Abriss des ICC und den Neubau eines Kongresszentrums gegenübergestellt werden. Der Senator will "realistische, belastbare Zahlen". [Kommentar] [mehr]



D E B A T T E   U M   I C C - A B R I S S 

Sprengt den Bierpinsel

Es geht um mehr als Kostenfragen, wenn Berlins Finanzsenator vor dem „Tabu“ eines ICC-Abrisses nicht mehr zurückschreckt.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 16. Oktober 2009, Seite 8 (Meinung) von TISSY BRUNS. [Original]

W as Berlin teilte, muss 20 Jahre nach dem Fall der Mauer nicht erläutert werden. Ein Geheimnis, wenngleich ein offenes, ist hingegen, dass es in puncto Bausünden durchaus west-östliche Gemeinsamkeiten gab. Deshalb geht es nicht nur um Kostenfragen, wenn der Finanzsenator vor dem "Tabu" eines ICC-Abrisses nicht mehr zurückschreckt.

Die Ostberliner Machthaber mussten ihren eingemauerten Bürgern Akzeptanzangebote machen. Der Palast der Republik, der nach 1989 langsam und vor aller Augen vor sich hin rottete, war Erichs Lampenladen und zugleich Ort ostdeutscher Familienereignisse oder privater Ausflüge in die Hauptstadt.

Im Berliner Westen wurden in Beton gegossene Zeugen der Selbstbehauptung errichtet. Heute darf man sagen: Nicht alle waren wirklich schön. Wäre es nicht ein Zeichen für das Zusammenwachsen dieser Stadt, wenn nicht nur das ICC, sondern weitere Denkwürdigkeiten dieser Art verschwänden?

Auf Platz eins einer ersten Vorschlagsliste könnte der (zugegeben: frisch sanierte) Bierpinsel stehen, dicht gefolgt vom Steglitzer Kreisel. Und wäre nicht auch im Fall des Europa-Centers ein Komplettabriss statt einer Teilerneuerung die dreifach bessere Lösung – finanziell, ästhetisch und, vor allem, als einheitsstiftende Geste?



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