ATLANTA 15.8.1999 (cnn/khd). Nicht nur Hobbypiloten. Autofahrer und Schiffskapitäne können am kommenden Wochenende wegen eines Computer- Problems die Orientierung verlieren. In der Nacht zum 22. August 1999 wird es weltweit für viele zu einem Ausfall des Satelliten- Navigationssystems GPS (Global Positioning System) kommen. Ursache ist eine zu knapp bemessene Speicherkapazität für die Wochenzählung.
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Vorgeschmack auf das 2000-Problem |
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10 Bit mußten 1980 reichen. |
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18.9.1999 (khd). Hm, war alles wieder nur ein Hype der Medien?
Bislang wurde jedenfalls noch keine schwerwiegenden Folgen durch die
GPS-Macke bekannt. Nur in Japan sollen sich einige Autofahrer verirrt
haben. Hingegen hat das für Computer kritische Datum 9.9.99 in China
und Libanon zu Computer- Ausfällen geführt. In Shanghai wurde
die einzige Internet- Börse des Landes lahmgelegt. Bei dem
betroffenen Rechner handelt es sich nach Angaben der
Börsengesellschaft CTBRS um ein Modell des Herstellers IBM aus dem
Jahr 1992 oder 1993. In Libanon mußte die staatliche
Lottogesellschaft die Ziehung verschieben, weil ein Programm versagte, wie
die Zeitung "An Nahar" unter Berufung auf die Gesellschaft
berichtete.
BERLIN 6.8.1999 (khd/ag). In Italien kostet die
Kilowattstunde nur noch 13 Pfennig. Auch in den deutschen Energiemarkt
kommt endlich Bewegung. So kündigte der Strom- Riese
RWE an,
Billigstrom für
Privathaushalte in ganz Deutschland liefern zu wollen. Die
Kilowattstunde (kWh) soll 25,87 Pfennig kosten. Hinzu kommt für die
Kunden eine monatliche Grundgebühr von 11,57 Mark
[mehr]. Die Berliner
Bewag will deshalb eine erst für
2000 geplante Preissenkung auf den Herbst vorziehen.
Die erste kommentierte Liste mit Strom- Tarifen der bundesweit agierenden
Anbieter veröffentlichte jetzt der Internet-Service
"Strom-Magazin". Dort findet
man eine ausführliche Preisliste mit dem jährlichen Grundpreis
und den Kosten, die für eine Kilowattstunde Strom entstehen. Die
einzelnen Tarife werden von der Redaktion des Magazins hinsichtlich Preis,
Verfügbarkeit und Service getestet und ausführlich
kommentiert.
9.8.1999 (khd/ag). Die neue Vertriebstochter der Energie
Baden- Württemberg (EnBW),
Yello Strom, will nun alle
unterbieten. Privatkunden sollen ab 1. November 1999 nur noch 19,0 Pf/kWh
bezahlen. Die monatliche Grundgebühr beträgt 19 DM. MobilCom
läßt grüßen!
Bei einem Jahresverbrauch von 4000 kWh ergeben sich Stromkosten von 988 DM,
bei 1500 kWh/a sind es 513 DM. Die Vertragslaufzeit beträgt
allerdings 1 Jahr. Und so raten Verbraucherschützer dazu, erst einmal
abzuwarten und die weitere Marktentwicklung zu beobachten, bevor man sich
vertraglich neu bindet.
[Strom-Regulierer wird
vorläufig nicht benötigt]
[Greenpeace-Energy]
In einer kritischen Analyse setzt sich der anerkannte Y2K- Guru Karl Feilder
mit den Y2K- Problemen des neuen Office- Pakets auseinander. Der
Text
spricht für sich selbst. Microsoft gibt in der Werbung "Office 2000"
als "Year 2000 Ready"
aus, was also de facto nicht der Fall ist. Microsoft sagt dazu,
daß sie nicht dafür verantwortlich seien, wie Kunden ihre
Software benutzen. Insbesondere bei Anwendungen vom Typ "mission critical"
(in Netzwerk- Umgebungen) kann somit "Office 2000" nicht verwendet
werden. Insofern steht derzeit kein direkter Ersatz für
alte, jahr-2000-anfällige Office-Produkte wie beispiels- weise WinWord
oder Excel zur Verfügung. Es bleibt abzuwarten, ob die wenig
seriöse Firma Microsoft noch in der Lage ist, die eklatanten Fehler
rechtzeitig zu korrigieren. Billys Truppe muß sich sputen. Auch die
Redmonder haben nur noch 173 Tage Zeit.
[Ausgewählte Links zum Jahr-2000-Problem]
11.7.1999 (khd). Beim Recherchieren der URLs bei
Microsoft mußte gleich mit
einer anderen Normen- Abweichung des Software-Riesen gekämpft werden.
Wegen der eigenwilligen Darstellung von Web-Seiten in asp
(Microsofts Auffassung von HTML mit überflüssigem Overhead)
stürzte mein Mac- Computer unter dem Netscape- Browser mit
eingeschaltetem Java mehrfach ab, was er sonst selten tut. Wozu aber gibt
es denn die Normen des World Wide Web
Consortiums (W3C)?
BRÜSSEL 30.5.1999 (khd). Noch ist der BSE- Skandal
nicht überwunden, da gerät Europa in einen noch
größeren Lebensmittelskandal,
wie wir noch sehen werden. Denn giftige
Dioxine gelangten über das Tierfutter in die menschliche
Nahrungskette. Das hätte niemals passieren dürfen. Und
wieder vertuschten völlig inkompetente Politiker. Sie haben aus der
BSE-Krise nichts, aber auch gar nichts gelernt. Immerhin handelt die
EU-Kommission diesmal schnell. Auf der BSE- Seite
wird die weitere Entwicklung dokumentiert.
[Bericht der Bundesregierung vom
7.6.1999]
BERLIN 22.5.1999 (khd/ag). Die deutschen Energieversorger
weigern sich noch immer, für Privatkunden den Strom anderer
Lieferanten durch ihre Netze zu leiten. Oder sie verlangen dafür so
hohe Durchleitungsgebühren, daß sich das nicht mehr lohnt. Das
Bundeskartellamt in Berlin
will diesem gesetzeswidrigen Geschäftsgebaren nun ein Ende machen.
[Wird Strom endlich billiger?]
[RWE greift an!]
[Von den Abwehrtricks der
Stromkonzerne]
23.6.1999 (ard-140). Das Bundeskartellamt hat heute
angekündigt, den Berliner Stromversorger
Bewag zur Einspeisung von Fremdstrom in
das Berliner Netz zu verpflichten. Die Bewag weigert sich bisher,
Fremdstrom in den Westteil der Stadt einzuspeisen und blockiert damit
Lieferungen von Konkurrenzfirmen. Das Amt beabsichtige, die Durchleitung
in allen Fällen anzuordnen, sagte der Leiter der
Beschlußabteilung, Schulz, bei einer mündlichen Anhörung in
dem Pilotverfahren zur Liberalisierung des deutschen
Strommarkts.
Gestern erklärte das Landgericht Mannheim den langfristigen
Stromliefervertrag wegen kartellrechtswidriger Klauseln für nichtig.
Damit kann die Kreisstadt an der Schweizer Grenze nun wesentlich billigeren
Strom aus dem Nachbarland beziehen. Nach dem Grundsatzurteil müssen
Stromversorgungsunternehmen in ihren
Liefergebieten Wettbewerb zulassen, auch wenn anderslautende Verträge
mit ihren Kunden bestehen. Danach dürfen außer den
Liefergebieten auch Kundenkreise nicht voneinander abgegrenzt werden.
[mehr]
Unterdessen prüft das
Bundeskartellamt die Weigerung der Berliner
Bewag, billigeren Strom auswärtiger
Wettbewerber (darunter auch von EnBW!) nach West-Berlin durchzuleiten.
Angeblich gebe es Kapazitätsprobleme mit der 380 kV-Leitung zwischen
Magdeburg und Berlin. Dennoch wird jetzt der Berliner Energieversorger
Bewag bundesweit aktiv. Er steigt in den Stromhandel ein. Einen
Börsenraum dafür mit reichlich Computern haben sie schon nach dem
Vorbild ihres US-Aktionärs Southern eingerichtet.
30.4.1999 (tsp/khd). Voilà! Zwar ist es noch nicht
"Strom-by- call" für Privatkunden, aber immerhin hat jetzt der erste
Energie- Broker Strom übers Internet verkauft. Die
Enron Energie GmbH, Frankfurt (Main),
hat zum ersten Mal Strom virtuell gehandelt. Wie das Unternehmen gestern
mitteilte, wickelte sie die erste derartige Transaktion mit der GEW AG,
Köln, den größten deutschen Stadtwerken, ab.
[mehr]
[Broker vermittelt im Internet
billige Tarife für Strom]
LAUSANNE 6.1.1999 (sda/khd). Viele nehmen die totale
Ausfallmöglichkeit von Computern durch die Jahr-2000- Softwarefehler
noch immer nicht ernst. Vielleicht belehrt diese Ignoranten der aktuelle
Vorfall in der Schweiz eines Besseren. Denn dort hat der Millennium- Bug
bereits voll zugeschlagen. In den Krankenhäusern des Kantons Waadt
tauchte das Problem ein Jahr zu früh auf, wie heute eine Sprecherin
der Gesundheitsbehörden in Lausanne bestätigte. Sämtliche
Computer in den Patientenaufnahmen wurden zum Jahresbeginn in fast allen
Kliniken für zwei Tage blockiert.
Der Grund für das vorzeitige Auftreten des Jahr-2000- Problems: Die
Schweizer Klinik- Software stellt bei der Einlieferung eines Patienten im
Computer eine Art Vorausvergleich an. Bei dieser Funktion lasen die noch
nicht für das Jahr 2000 nachgerüsteten Systeme den 01.01.00 als
1. Januar 1900 und stürzten daraufhin komplett ab.
[mehr]
22.1.1999 (khd). Nach Einschätzung der Investmentbank Goldman
Sachs werden Computerprobleme bei der Umstellung auf das Jahr 2000 die
Weltwirtschaft "spürbar bremsen".
[Infos der Bundesregierung zum
Jahr-2000-Problem]
So sollten auf Vorschlag der Daimler-Benz AG, die ihre Busse verkaufen wollte, auf
der S-Bahntrasse spurgeführte Busse von Lichterfelde-Süd bis Priesterweg
und dann über die Straßen ins Steglitzer Zentrum an der
Schloßstraße bis zum U-Bahnhof Breitenbachplatz fahren. Nachdem die
Bürgerinitiativen das Ersetzen einer Schnellbahn durch Spurbusse als
Schildbürgerstreich enttarnten, fiel der Politik etwas Neues ein.
Nun sollte mit einem Mal die optimale Lösung darin bestehen, daß die
vorhandene U-Bahnlinie U 9 über Rathaus Steglitz (Kreisel) hinaus
verlängert unter der Leonorenstraße fahren und am Rathaus Lankwitz auf die
überirdische S-Bahntrasse nach Lichterfelde-Süd einschwenken soll. Eine
sehr teure Lösung, die zudem nicht den übergeordneten Verkehr in andere
Berliner Zentren berücksichtigte.
Der Bürger-Unmut war 1985 derart angewachsen, daß im Herbst 1985 ein
Zusammenschluß verschiedener Initiativen darunter der Berliner
Fahrgastverband IGEB
ein Bürgerbegehren Wiederaufnahme des S-Bahn-
Betriebes auf der Strecke nach Lichterfelde- Süd organisierten. Und
so konnten am 30. Januar 1986 die erforderlichen Unterschriften zur Beantragung des
Begehrens dem Steglitzer Bezirksbürgermeister übergeben werden. Was die
Zahl der Unterschriften anging, war dann auch das amtliche Bürgerbegehren
erfolgreich. Die Politik wurde damit gezwungen, sich mit dem Bürger- Antrag
auseinanderzusetzen. Mit der CDU-Mehrheit wurde dann aber das Ansinnen
der Steglitzer Bürger abgelehnt.
Im November 1989 fiel die Berliner Mauer und damit bekamen die S-Bahnstrecken ins
Brandenburger Umland endlich wieder die ihnen ursprünglich zugedachte Bedeutung.
Allerdings hatte die Revitalisierung der S-Bahn nach Teltow über
Lichterfelde-Süd keine hohe Priorität. Im September 1991 versprach dann
Bausenator Wolfgang Nagel (SPD) die Wiedereröffnung der S-Bahnlinie vom Bahnhof
Priesterweg bis Lichterfelde-Süd für Ende 1993. Daraus wurde nichts. Wann
nun die S-Bahn auch bis in den Vorort Teltow fahren wird dann aber bis
Teltow-Stadt und nicht mehr Teltow-Heinersdorf, weiß derzeit keiner so ganz
genau. Jedenfalls soll es im nächsten Jahrhundert so weit sein.
Hinweis: In dem 1995 anläßlich der
Wiedereröffnung der S-Bahn bis Lichterfelde- Ost am 28.5.1995
erschienenen Buch S-Bahn nach Teltow beschreibt die
IGEB ausführlich den Ablauf
der gesamten Story des Steglitzer Bürgerbegehrens (GVE-Verlag
Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen, Berlin- Friedrichshain),
112 Seiten, ISBN: 3-89218-029-6, Preis: 12,80 DM).
SAN FRANCISCO 19.7.1998 (khd). Die amerikanische
Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontier Foundation
(EFF) hat im Kampf gegen
die US-Kryptopolitik einen Sieg errungen. Die USA erlauben derzeit nur den
Export von Verschlüsselungs- programmen nach dem Data Encryption Standard
(DES) mit Schlüsseln von höchstens 56 Bit Länge. Diese seien
sicher, behauptet die US-Regierung. DES wird u. a. von Banken bei elektronischen
Bezahl-Transaktionen verwendet. In nur drei Tagen zeigten jetzt John Gilmore und
Paul Kocher mit Unterstützung des EFF, daß sie einen 56-Bit-
verschlüsselten Text entschlüsseln konnten.
Gelungen ist ihnen dieses mit einem für 250.000 $ selbst gebauten
Supercomputer mit 1000 CPUs. Bei früheren Versuchen hatten
Entschlüsseler noch 5 Monate bzw. 39 Tage benötigt. Die
RSA Data Security hatte 1998 erneut
einen Wettbewerb zur Entschlüsselung des 56-Bit-Codes ausgeschrieben. Sie
will damit die US-Regierung zu einer Exportfreigabe der sicheren Kryptierung
mit 128, 192 oder 256 Bit langen Schlüsseln bewegen.
[more]
Internationale Diskussionen zur Computer-Sicherheit:
Und speziell zum Windows NT:
Somit verfügt das OpenVMS über eine rund 25jährige
Entwicklungsgeschichte, in der auch alle Sicherheitsfragen solide
geklärt worden sind. Und natürlich sind unter diesem sicheren
Betriebssystem die Zugangsdaten auf der Systemplatte gespeichert. Die
Datei heißt "SYSUAF.DAT". Allerdings sind diese
sicherheitsrelevanten Daten mit einer de-facto nicht knackbaren
Verschlüsselung gesichert. Zur Entwicklung eines "OpenVMS-PC" oder
eines "OpenVMS-Mac" reichte bei DEC die Phantasie nicht.
BERLIN/BONN 8.3.1998 (khd/ard-180). An den Kassen von
Supermärkten entwickelt sich das Bezahlen mit der Geld- Karte bzw.
der EC- Karte mit Chip immer mehr zum Ärgernis für die in der
Schlange wartenden Kunden. Geht das Bezahlen mit Bargeld meist zügig
und schnell, dauert es bei der bargeldlosen Geld- Karte immer einige Minuten
und noch länger, wenn es mit der sensiblen Registriermaschine mal
wieder Schwierigkeiten gibt. Und der massive Unmut der Wartenden richtet
sich natürlich nicht gegen die Banken, die den ganzen Unfug
eingebrockt haben.
Unterdessen hat der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Joachim
Jacob, noch einmal deutlich vor der Nutzung der aufladbaren Geld- Karten
gewarnt. Er wies auf die Gefahr einer systematischen Überwachung hin.
Die Anonymität bei dieser Art des bargeldlosen Zahlens sei nicht
gewährleistet, so Jacob im FOCUS (11/1998). Die Kunden würden
aber nicht darüber informiert, daß sie beim Bezahlen reichlich
Datenspuren legen, wie Zeitpunkt und Ort des Kaufs sowie den ausgegebenen
Betrag. Die Daten würden über mehrere Jahre elektronisch
gespeichert. Von jedem Kartennutzer könne so ein exaktes Verhaltens-
und Kaufprofil angefertigt werden. So habe die Polizei die Datenbanken
bereits als "wichtige Informations- quelle" entdeckt, und die Geheimdienste
werden folgen. Jacob forderte den Gesetzgeber auf, für Nutzer der
Geld- Karte den Schutz der Privatsphäre zu sichern. Denn wer will
schon gläserner Mensch werden? Das wollen ja noch nicht einmal die
Abgeordneten.
[Geld-Karte subventioniert Banken]
[Groschen ade?]
[SPIEGEL: Unbeliebte Geldkarte]
Die damit von Hawking und Turok ermittelte Lösung für große
Zeiten bedeutet, daß sich das Weltall bis in alle Ewigkeit immer
weiter ausdehnt, es also keine Kontraktion (Zusammenfall) geben wird.
Sollte sich diese Theorie der "Open Inflation" durch
Überprüfungen bestätigen, müssen viele Physik- und
Philosophie- Bücher neu geschrieben werden. Die Theorie hätte
weitreichende Folgen für die menschliche Erkenntnis. Einzelheiten
werden demnächst in den Physical Review Letters publiziert.
[2002: Neue zyklische Welt-Theorie]
SILICON VALLEY 23.1.1998 (khd/cnn/net). Auch noch 1998
glauben viele Software- Hersteller an die wirtschaftliche Kraft durch
proprietäre (firmeneigene) Systemsoftware für Computer.
Daß inzwischen ein Paradigmen- Wechsel zur absoluten Offenheit bei
systemnaher Software angesagt ist, haben die meisten noch gar nicht
bemerkt. So auch die Macher von Web-Browsern, die noch dazu meinten,
einen völlig überflüssigen Browserkrieg anzetteln zu
müssen. Das Paradebeispiel ist der Riese Microsoft, der mit
seinen proprietären Betriebssystemen "Windows NT", "Windows 95" sowie
dem Web-Browser "Internet Explorer" den PC- Markt regiert, zum Nachteil der
Kunden. Denn dieser muß das nehmen, was er von Bill Gates bekommt.
Er erhält nicht die Qualität, die er wirklich braucht. So sind
die Systeme massiv aufgebläht, beherrschen aber noch immer nicht
Banalitäten wie beispielsweise das Zuordnen einer "Diskquota" (Windows
NT) oder die Nutzung des Papierkorbs bei Disketten oder Netzwerk- Volumes
(Windows 95). Auch sind diese Systeme
nicht sicher. Und
so gibt es eine kleine aber ständig wachsende Gemeinde von wissenden
PC- Nutzern, die sich nicht vorschreiben lassen wollen, wie mit ihrem
Computer zu arbeiten ist. Sie verwenden das freie und offene
LINUX- System.
[mehr]
Der Browser- Hersteller Netscape hat
nun als erster die Zeichen der Zeit erkannt und heute eine brilliante
strategische Entscheidung getroffen, die eine wegweisende Bedeutung
für die gesamte Computer- Welt haben wird. Netscape gibt den vollen
Programm- Code ihres Web-Browsers "Communicator" (Nachfolger des Netscape
Navigators, der auf dem NCSA Mosaic basiert) frei, d. h. Netscape
publiziert ab Version 5.0 die Quellen- Programme für jedermann
lesbar im Internet. Die Zukunft gehöre den offenen Systemen! Der
wirklich freie Wettbewerb der (Programmier-) Ideen könne so beginnen,
weiß man im Silicon Valley. Gespannt wird nun auf die Reaktion von
Microsoft gewartet, nicht nur in Kalifornien. Und es kann gut sein,
daß sich MS erneut an die
Spitze der Bewegung setzt. Denn die neue Offenheit wird zu mehr Innovation
und zu besserer Software führen, wie das Beispiel Linux zeigt. Und
davon können die MS-Produkte sehr reichlich gebrauchen.
[Communicator 5.0 Sources
Download]
25.1.1998 (khd). Darauf haben frustrierte Browser- Nutzer schon
lange gewartet, die es nie verstanden hatten, warum die Browser im Krieg
von Version zu Version immer mehr Speicherplatz benötigten. Nun
können programmiererfahrene Nutzer allen Ballast wie Newsreader und
Mail-Client aus dem Quellcode herauswerfen und diesen neu compilieren, in
der Hoffnung, daß dann endlich ökonomischer mit dem oft nur
vorhandenen RAM- Speicher von 8 MByte umgegangen wird.
GENF 21.12.1997 (ard-170). Die Weltgesundheitsorganisation
(WHO) will innerhalb der nächsten
fünf Jahre untersuchen, welche Auswirkungen elektromagnetische Felder
(EMF) von Mobiltelefonen, Computern oder Fernsehgeräten auf die
Gesundheit der Menschen haben. Das Wissen über solche
unerwünschten Effekte sei sehr unvollständig und verursache
teilweise unbegründet Ängste, sagte Projektleiter Repacholi in
Genf. Nach WHO- Angaben scheint beispielsweise das Leukämie- Risiko
für Kinder zu steigen, wenn sie in der Nähe von
Hochspannungsleitungen wohnen. Um diesen und andere Zusammenhänge zu
erforschen, sei ein sehr großer Aufwand nötig.
[Infos zum Elektrosmog]
[Elektrosmog-Report]
[EMF fördern
Blutkrebs bei transgenen Mäusen]
HAMBURG 14.12.1997 (ard-602/sp). Software- Piraten haben
nach einem Bericht des SPIEGEL (51/1997, Seite 94) den Zugangscode für
die d-Box (Decoder beim Digital-TV) geknackt. Danach bietet im Internet ein
irisches Unternehmen "Piratenkarten" (Smart-cards) an, die als
Schlüssel in die d-Box eingeführt werden, um kostenlos die
digitalen Programme der Pay-TV- Sender "Premiere" und "DF1" zu empfangen.
Die Firma
Beta-Research,
bei der EU noch immer nicht angemeldete Tochter von Bertelsmann, Telekom
und Kirch (BerTelKirch), hatte die Zugangstechnik der nicht offenen d-Box
entwickelt und diese immer wieder als "absolut fälschungssicher"
angeboten. Selbst "Pay-per-view"- Angebote können mit der
Piratenkarte kostenlos genutzt werden. [Ed: was nun? Die
Kritik war also berechtigt, die auf
die veraltete (und unsichere) Digital- Technik der d-Box hingewiesen
hatte].
[Infos zum Inhalt der d-Box]
19.12.1997 (tsp). Die EU-Kommission teilte heute mit, daß
nunmehr die drei Unternehmen Bertelsmann-Tochter CLT/Ufa, Deutsche Telekom
und die Kirch- Gruppe (BerTelKirch) das gemeinsame Betreiben der Beta-
Research in Brüssel wettbewerbsrechtlich angemeldet haben. Beta-
Research will für Deutschland, die zum Empfang von digitalen Fernseh-
Programmen erforderliche Technologie, in Form ihres Decoders d-Box
bereitstellen. Angesichts des damit drohenden Monopols wird in
Brüssel mit einer langwierigen Wettbewerbs-Prüfung gerechnet.
Inwieweit die aktuellen
Bemühungen des
US-Kabelfernsehgiganten TCI, eine globalere Norm für das
Digital-TV zu schaffen, einen Einfluß auf die BerTelKirch-Pläne
haben werden, muß abgewartet werden.
[Forderungen des ZVEI von 1996]
[BerTelKirch geplatzt
DÜSSELDORF 6.12.1997 (ard-176). Gentechnisch
veränderter Raps hat in Niedersachsen seine neuen Eigenschaften auf
nicht manipulierten Raps auf Nachbarfeldern weitergegeben. Wie das
Düsseldorfer Umweltministerium jetzt bekanntgab, wurden die gegen ein
Spritzmittel resistenten Gene durch Blütenpollen übertragen.
Damit stehe jetzt zweifelsfrei fest, daß einmal in die Umwelt
entlassene, vom Menschen veränderte Gene nicht wirksam eingegrenzt
werden könnten. Derartige Übertragungen hatte das für die
Genehmigung solcher Versuche zuständige Berliner
Robert-Koch- Institut, eine dem
Bundesgesundheitsministerium nachgeordnete Behörde, bislang immer
ausgeschlossen [Ed: was nun?].
MAINZ/BONN 23.11.1997 (ard-138/tsp). Alle auf einer
EC-Karte gespeicherten Daten sind nach einem Bericht des ZDF entgegen den
Beteuerungen der Banken nicht sicher. Die PIN- Nummern seien ohne
großen Aufwand und ohne spezifische Kenntnisse zu entschlüsseln.
Das habe ein Mitglied des "Chaos Computer Clubs" (CCC) im ZDF- Magazin
"WISO" (Sendung am 24.11.) demonstriert. Lesegeräte für EC-
Karten seien für 99 Mark im Computerhandel erhältlich. Noch am
Donnerstag hatte der Zentrale Kreditausschuß des Bankgewerbes in Bonn
erklärt, daß das Verschlüsselungssystem der EC- Karten
(PIN) nach wie vor "völlig sicher" sei. In keinem konkreten Fall habe
bisher eine Entschlüsselung des Codes nachgewiesen werden können.
Hingegen halten die Verbraucherverbände das 20 Jahre alte EC-
Sicherheitssystem für "museumsreif". Es müsse dringend die
Einführung eines neuen, sichereren Systems in Angriff genommen werden.
Es wird erwartet, daß die Banken auch weiterhin die Sicherheit des EC-
Systems behaupten werden. Ein sichereres System mit längeren
Schlüsseln ist ihnen offensichtlich zu teuer.
24.11.1997 (khd/ag). Die deutschen Banken halten das
Verschlüsselungssystem für EC-Karten entgegen Berichten des ZDF
für sicher. Berichte, wonach der PIN-Code mit einem Zusatzgerät
zum Computer geknackt werden können seien falsch, sagte eine
Sprecherin heute in Bonn. Selbst wenn es gelänge, die Quote für
Wahrscheinlichkeitstreffer mit einem Computter zu erhöhen, würde
ein Entschlüsselungsversuch an den Bankautomaten scheitern. Diese
ließen nämlich nur drei Versuche zur Eingabe der richtigen
Geheimnummer zu.
25.11.1997 (bz). Die Berliner B.Z. schreibt heute u. a. dazu auf
Seite 47:
"Mit den richtigen Computerprogrammen können die Verbrecher eine Liste
mit 100 Geheimzahlen, den sogenannten PIN-Codes, ausdrucken", erklärte
Andy Müller- Maghun vom CCC. Darunter ist immer auch die
tatsächliche Geheimzahl der jeweiligen EC-Karte. Wie aber erkennen
die Diebe, welcher PIN-Code der richtige ist? "Sie probieren einfach alle
Nummern durch. Dafür schalten sie die Automatik des Geldautomaten
aus, die normalerweise nach der dritten falsch eingegebenen Geheimzahl die
Karte einbehält", sagt Müller Maghun. Auch dieser Mechanismus
ist auf dem Magnetstreifen gespeichert und kann mit dem
Lesegerät verändert werden."
8.1.1998 (tsp). Unbekannte Geldautomaten- Hacker haben die Noris
Verbraucherbank GmbH an mehreren Orten um rund 500.000 Mark
geschädigt. Wie die Nürnberger Bank der Deutschen-Presse-Agentur auf
Anfrage mitteilte, haben sich der oder die Täter "mit hoher
krimineller Energie" Zugang zu Informationen verschafft, um zwischen dem
24. und 29. Dezember vergangenen Jahres unerlaubt Bargeld abzuheben.
Nach Informationen des Süddeutschen Rundfunks waren von den
Manipulationen vor allem Filialen in den Räumen Karlsruhe und
Offenburg sowie Köln, Düsseldorf und Neuss betroffen.
[Ed-25.1.1998: Einen ausführlicheren Bericht "Ganze Arbeit geleistet"
findet man im SPIEGEL 5/1998 vom 26.1.1998, Seite
8485].
SAARBRÜCKEN 8.11.1997 (ard-182). Die nordrhein-
westfälische Verbraucherzentrale hat zur besonderen Vorsicht beim
elektronischen Zahlungsverkehr mit der EC-Karte aufgerufen. Rechtsexperte
Strube sagte heute im Saarländischen Rundfunk, die jüngsten
Fehlbuchungen seien nur Teil einer ganzen
Serie von Pleiten und Pannen mit der EC-Karte. Auch das vermeintlich
sichere Bezahlen mit der EC-Karte sei unsicher. Jeder könne
beispielsweise die Geheimnummer (PIN) eines anderen an der Ladenkasse
ausspähen und sich dann in den Besitz der Karte bringen.
[siehe auch: Urteil des OLG Hamm]
Der Berliner
Datenschutz- Beauftragte Hansjürgen Garstka hat jetzt vor solchen
Verbraucher- befragungen gewarnt. Solche Umfragen dienten
ausschließlich dazu, Konsum- Daten an interessierte Unternehmen,
insbesondere für Werbemaßnahmen, zu verkaufen, sagte Garstka.
Personenbezogene Datensätze seien um so teurer, je detaillierter
Informationen sie über das Konsumverhalten von Personen enthielten.
Die Daten würden meist in versandten Fragebögen abgefordert.
Zusätzliche Risiken entstünden, wenn die Daten international
gehandelt werden. Die Befragungen seien oft mit einer "Gewinnziehung"
verbunden, erklärte Garstka. Aufgefallen seien bisher mehrere Firmen,
darunter die Firma Infas Lifestyle (= Schober Direct Marketing GmbH,
Ditzingen) sowie Claris Deutschland Data-Services.
[mehr: Der Spiegel 2/1998, 5.1.1998, Seite 4850:
"Gläserne Wände"]
HANNOVER 7.11.1997 (ard-137/mopo/khd). Wer am 3. November
im Norden Deutschlands seine EC-Karte benutzt hat, könnte nach einem
Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" noch eine böse
Überrraschung erleben. Wegen einer Computerpanne ist rund 13.000
Bank-Kunden am vergangenen Montag das Hundertfache der Beträge
abgebucht worden, die sie zu zahlen hatten [Ed: offensichtlich kannten die
Bank- Computer der BIK in Frankfurt am Main kein Dezimalkomma mehr]. Dabei
wurden insgesamt 270 Mio. DM von Privatkonten statt 2,7 Mio. DM an 1.200
Geschäfte und Tankstellen überwiesen. Betroffen sind die
genossenschaftlichen Banken in Niedersachsen, Bremen, Schleswig- Holstein,
Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen- Anhalt, Brandenburg und Berlin. Die
fehlerhaften Buchungen seien bereits am Dienstag storniert worden,
erklärte dazu heute ein Sprecher der Volksbank in Hannover. So sei
ein Schaden nicht entstanden.
9.11.1997 (khd). Oh doch, es ist großer Schaden entstanden.
Aber in einem Land, wo plötzlich neue Autos einer Nobelfirma bei einem
schlichten Ausweichmanöver weil
nicht genug
getestet wurde so einfach umkippen, wo eine Regierung eine
wirkliche Reform der Steuern seit vielen Jahren nicht auf die Reihe kriegt,
wundert man sich schon über nichts mehr. Das Bankgewerbe wird nun in
der Dauerkritik stehen, zu recht. Denn wenn die Peanuts- Branche
ständig erzählt, die EC-Karten seien "völlig sicher", wo
doch jeder Informatik- Student im ersten Semester schon ganz genau
weiß, daß das eine aalglatte Lüge ist, dann muß man
sich nicht wundern, wenn jetzt ein (vielleicht verzeihlicher) Software-
Fehler das Maß zum Überlaufen bringt.
Plastikgeld ist sicher manchmal nützlich, aber es hat seit vielen
Jahren seine Tücken, die die Banken nie zu beheben wußten (z.
B. nur vierziffrige Paßwörter = PINs!), weil das Geld kostet.
Kunden erwarten heute aber Qualität, auch bei der Sicherheit einer
Dienstleistung. Ach so, und Software-Fehler auf Produktions-
Computersystemen lassen sich immer vermeiden, durch solides
Testen, aber bitte vorher. Nur, auch das ist nicht umsonst zu haben. Kein
Problem, denn die Banken brauchen nur einen kleinen Teil ihrer großen
Gewinne in die Qualität ihrer Dienstleistungsprodukte zu stecken.
[Ist das neue Homebanking-System
sicher?]
KÖLN 5.11.1997 (khd/ag). Um 15 Prozent zugenommen haben
1996 die Betrugsfälle mit gestohlenen EC-Karten. Wie der Hauptverband
des deutschen Einzelhandels am Mittwoch mitteilte, spiegelt der Anstieg
dieser Kriminalitätsform auf 26.802 Fälle den rasanten Zuwachs
der Karten- Inhaber wider (1992: 9.080, 1993: 10.754, 1994: 17.354,
1995: 23.315 Fälle laut Statistik des Bundeskriminalamtes). Zur Zeit
gibt es rund 41 Millionen EC-Kartenbesitzer. Unabhängige
Sicherheitsexperten meinen aber, daß der Anstieg eher bedeuten
könnte, daß der Generalschlüssel (Poolschlüssel)
für alle EC-Karten geknackt worden sei. Bereits das OLG Hamm hatte im
März 1997 in seinem lesenswerten
Urteil eine solche Vermutung geäußert: "Deshalb kann nicht
ausgeschlossen werden, daß er [ein Täter] Verbindungen zu einer
kriminellen Organisation hatte, die über den Schlüssel zur
Ermittlung der Geheimzahl verfügt."
GREIFSWALD 31.10.1997 (tsp/khd). Nach einem Bericht des
Berliner "Tagesspiegel" wird die breite
Einführung elektronischer
Geldbörsen (Geld- Karten) den Staat bzw. der Bundesbank
"jährliche Einnahmeverluste von 350 Mill. DM" bescheren. Zu diesem
Ergebnis kommen die Wirtschaftswissenschaftler Ole Janssen und Carsten
Lange von den Universitäten Greifswald und Hannover in einer
gemeinsamen Untersuchung. Danach fließt dieser Betrag den Banken
"als Mehreinnahme" zu, und damit werde die Geld-Karte zum "staatlich
subventionierten Zahlungsmittel". Zur Umverteilung komme es, weil die
unverzinslichen Guthaben auf den Geld-Karten von den Banken zinsbringend
angelegt würden. Vermeidbar sei diese neue Subventionierung durch die
staatliche Einführung eines "Bargeldäquivalenzbetrages", der
ähnlich der Mindestreserve als zinslose Einlage bei der Bundesbank zu
hinterlegen wäre. Die Höhe dieses Betrages müsse sich an
den auf allen Karten aktuell geladenen Guthaben orientieren.
BERLIN 7.10.1997 (tsp/khd). Die Verleihung des Nobelpreises
für Medizin an den Neurologen und Biochemiker
Stanley B.
Prusiner von der University of California (San Francisco) kommentiert
Uta von Arnim heute im Berliner "Tagesspiegel" so: "Die Verleihung des
Medizin- Nobelpreises an den BSE- Forscher
Stanley Prusiner hat einige Brisanz: Selten noch ist ein Wissenschaftler
geehrt worden, dessen Arbeit so große politische Aktualität
hatte. Daß inzwischen der Zusammenhang zwischen Rinderwahnsinn und
einer neuen Form der menschlichen Gehirnkrankheit Creutzfeldt- Jakob
[nvCJD]
nahezu zweifelsfrei geklärt ist, beruht im Kern auf
Prusiners Forschung. BSE
gilt heute als auf den Menschen übertragbar.
Die Folgen sind bekannt: Heftiger Streit in der EU, Exportverbot
für britisches Rindfleisch, schärfere Kontrollen im Handel,
endlose Diskussionen um die Lockerung des Exportverbots. Selten ist aber
auch eine wissenschaftliche Theorie so lange und so heftig bekämpft
worden, wie Prusiners Prionen- Hypothese. Daß Eiweiß- Partikel
eine Krankheit übertragen statt wie bisher Viren oder Bakterien
das konnte, das durfte nicht sein. Nicht nur seine Forschungsergebnisse
wurden skeptisch beäugt, auch Daten anderer Forscher, die den
Zusammenhang zwischen Rinderwahn und der Erkrankung von Menschen
wahrscheinlich machten, blieben lange Zeit unter Verschluß zu
lange. Noch gibt es wenig Todesfälle,
aber keiner weiß, wie viele Menschen
schon mit BSE infiziert sind. Wenn Stanley Prusiner jetzt den Nobelpreis
bekommt, wirkt das wie bittere Ironie." Aber die Wahrheit hat sich
schließlich doch durchgesetzt, und das ist tröstlich.
[Infos und Links zu BSE + CJD]
BERLIN 28.9.1997 (bams/khd/tsp).
Nachdem wir erst in den letzten Wochen und Tagen lernen mußten,
daß sogar der Staat nicht mehr in der Lage ist, einwandfreie
DM-Geldscheine in den Umlauf zu bringen (mal war eine Seite von neuen
Hundert- markscheinen unbedruckt weiß, mal fehlten wichtige
Sicherheitsmerkmale), kommen neue Chaos- Meldungen von der EC-Karte. Die
"BamS" berichtet heute, daß jetzt viele Kunden eine böse
Überraschung mit ihren neuen EC-Karten, die sie gerade von ihrer Bank
erhielten, erlebten: Viele Lesegeräte melden, daß die bis zum
Jahr 2000 gültigen Karten bereits "abgelaufen" seien.
Grund: Viele Firmen haben ihre Computer- Programme noch immer nicht so
umgestellt, daß sie mit der abgekürzten Jahreszahl "00" für
das Jahr 2000 klarkommen. Der Computer zieht deshalb das aktuelle Jahr
"97" von "00" ab, was "97" ergibt und kommt zu dem (falschen)
Schluß, daß die EC- Karte bereits vor 97 Jahren abgelaufen ist.
Und aus dem bargeldlosen Zahlen wird nichts. Das Problem mit dem Jahr 2000
ist aber seit sehr vielen Jahren bekannt. So empfiehlt die Dresdner Bank nun
ihren Kunden, zum Einkaufen "sicherheitshalber" auch Bargeld mitzunehmen.
KÖLN 18.9.1997 (mopo/khd).
Nach Auffassung des deutschen Einzelhandels hat sich die Geld- Karte, die u.
a. von den Banken propagierte elektronische Geldbörse, noch nicht
durchgesetzt. Erste Tests einiger Handelsunternehmen hätten gezeigt,
daß die aufladbare Geld- Karte bei den Verbrauchern nicht
erwünscht sei, erklärte der Hauptverband des Deutschen
Einzelhandels (HDE) gestern in Köln. So biete etwa die Metro AG in
zwei ihrer Warenhäuser Karten-Terminals an. An diesen Geräten
seien maximal 870 Zahlungsvorgänge pro Monat registriert worden.
HAMBURG 19.4.1997 (tsp/bz/khd).
Die vierstellige Geheimnummer (PIN) einer Euroscheckkarte (EC) kann viel
leichter erraten werden als bisher angenommen, da bestimmte Zahlen viel
häufiger vorkämen als andere, berichtet jetzt das Fernseh-Magazin
"ARD Ratgeber Technik". Insbesondere PINs zwischen 1000 und 1555
ohne die Ziffern 6, 7, 8 und 9 kommen besonders häufig vor. Bei einer
Geheimnummer in diesem Bereich stehen die Chancen nur 1 zu 72 (sonst 1 zu
10.000), daß die Nummer von einem Dieb einer EC-Karte erraten werden
kann.
21.9.1997 (n3/khd). Und daraus zogen die Banken Konsequenzen. Jeder
EC-Kunde erhält nun eine neue (sicherere?) PIN, wieder nur
vierstellig! Aber ein Computer- Fehler führte dabei zu einer weiteren
PIN- Panne. Bei der Dresdner Bank erhielten jetzt 800.000 Kunden
erneut PINs, die nicht vor Hacker- Mißbrauch sicher sind. Jeder
hundertste Kunde erhielt den gleichen PIN-Code.
HAMBURG 2.4.1997 (ndr/khd).
Ein deutsches Gericht hat jetzt erstmals die technische Möglichkeit des
Knackens des Codes einer Euro- Scheckkarte (PIN-Nummer) anerkannt.
Nach der rechtskräftigen Entscheidung des Oberlandes- gerichts Hamm
(Az: 31 U 72/96) vom 17. März 1997 können nun Bankkunden, denen
die EC- Karte geklaut wurde und deren Konto durch Unbekannte per
Geldautomat geplündert wird, von ihrem Geldinstitut Schadenersatz
fordern. Es sei denn, die Bank kann ein Verschulden des Kunden beweisen.
[vollständiger Urteilstext]
BONN 29.1.1997 (vip). Bei Forschung und Bildung fällt
Deutschland langsam aber sicher hinter andere
Industrie- Nationen zurück. Darauf wies heute in Bonn der SPD-
Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hin. Noch vor 14 Jahren war
Deutschland bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung gemessen am
Bruttoinlandsprodukt unter den Industrie- Staaten auf Platz 2. Heute ist
es hinter Schweden, Japan, Schweiz und den USA nur noch Platz 6. Unter den
genannten Staaten ist Deutschland das einzige Land, dessen Ausgaben bei
Forschung und Entwicklung sinken [Ed: CDU/CSU + FDP regieren], während
sie anderswo steigen.
Schulen in Skandinavien sind heute schon 2/3 mit Computern und Netzzugang
(Internet) ausgestattet. In England sind es 15 %. Schlußlicht ist
wieder Deutschland mit knapp 2 %. In den USA gibt es ein neues
2-Milliarden- Programm zur Ausstattung der Schulen. In Deutschland gibt es
gerade noch Einzelaktivitäten wie Schulen ans Netz, die aber eher
zufällig angelegt sind. Langfristig werden, so Tauss, damit die
Grundlagen für die Wissens- und Informationsgesellschaft
zerstört.
BERLIN 5.1.1997 (khd). Wenn es nach den Banken gehen
würde, dann gibt es in einigen Jahren kein Bargeld mehr. Auch die
Münze "Deutsche Mark" sowie der Groschen sollen
verschwinden. Ersetzen soll das Bargeld eine mit einem Chip versehene
"Geld-Karte" aus schnödem Plastik. Bisher wird in
Deutschland noch zu 77 % mit Münzen oder Scheinen bezahlt. Nur rund
10 % aller Zahlungen erfolgen mit einer Karte (Kredit oder EC). Die neue
Chip-Karte kann bei den Banken mit maximal 400 DM nach Eingabe des
PIN-Codes aufgeladen werden. Beim Bezahlen mit der Geld-Karte wird der
PIN-Code nicht benötigt. Zur Kontrolle der Transaktionen werden bei
den Banken zu jeder Geld- Karte Schattenkonten geführt.
Bereits über 20 Mill. solcher Geld-Karten sollen im Umlauf sein. Und
bis 1998 sollen auch alle 55 Mill. EC-Karten mit dem Geld-Chip
ausgestattet werden. Die Banken wittern das ganz große Geschäft
beim Abkassieren der Gebühren, die bei der Nutzung der Geld-Karte
fällig werden. Ob nun aber die Verbraucher und der Handel sich im
großen Stil an diesem Spiel beteiligen, ist mehr als fraglich. Denn
der Handel muß sich zunächst in Unkosten stürzen und teure
elektronische Abbuchungsgeräte anschaffen. Für den Kunden wird
ein schlichter "Kassensturz" nur noch mit Hilfe eines
elektronischen Spezial- Lesegerätes möglich, das zwar billig sein
mag, ihm die Banken aber sicher nicht schenken werden und
regelmäßig mit Batterien versorgt werden muß. Sind die
Batterien des Taschen- Lesegerätes gerade leer, kann er seine
HighTech-Geldbörse nicht mehr kontrollieren.
Wie bei den Telefon-Tarifen wird nun auch ein Dschungel bei den Strom-
Tarifen entstehen. Aber mit Hilfe des Internets sollte es gelingen, den
Durchblick zu behalten. So will das Internationale Wirtschaftsforum
Regenerative Energien in Münster den Privatkunden einen Weg durch den
Tarifdschungel des Energiemarkts weisen. Unter der Adresse
"www.stromtarife.de" kann der
Jahresverbrauch in Kilowattstunden eingegeben werden, wie er sich aus der
letzten Stromrechnung ablesen läßt. Per Mausklick können
dann die Preise von derzeit neun Anbietern für diese
Strommenge verglichen werden.
Im Internet:
Strom-Tarife
im Vergleich
Stromkosten pro Jahr
Stand: 9. August 1999
Quelle: www.stromtarife.de
Anbieter
Jahresverbrauch
Lauf-
zeit
4000 kWh
1500 kWh
Yello Strom
988,00 DM
513,00 DM
12 Mon
RWE Energie AG
1173,60 DM
526,85 DM
3 Mon
Ares Energie AG
1180,00 DM
480,00 DM
1 Mon
Energie Baden-Württemberg AG
1286,46 DM
591,46 DM
Dortmunder Energie AG
1290,51 DM
580,51 DM
Schleswag AG
1295,68 DM
520,68 DM
Mitteldeutsche Energie AG
1335,24 DM
572,49 DM
Isar Amperewerke AG
1355,42 DM
636,17 DM
Bewag AG
1426,05 DM
576,05 DM
1 Mon
E-dis Energie Nord AG
1433,60 DM
537,60 DM
Hamburger Elektrizitätswerke AG
1484,88 DM
635,13 DM
FAREHAM 11.7.1999 (khd). Mit großem Getöse hat vor
nur vier Wochen Software- Gigant
Microsoft sein neues "Office 2000"
als die ultimative Büro- Umgebung für das Jahr 2000 vorgestellt.
Inzwischen wurde nun bekannt, daß dieses Software- Paket mit Word,
Excel und anderen Komponenten das Jahr-2000- Problem (Y2K) auf PCs nur noch
verschlimmern wird. Microsoft soll sich zum Nachteil der Kunden erneut
nicht an sinnvolle Regeln und
Normen der Computerwelt hier zur
"Year 2000
Conformity" gehalten haben. Das berichtet der
"Global Computerservice 2000" am 25.
Juni 1999 im Internet.
[mehr]
Microsoft
führt das Jahr-2000-
Testen von PCs
ad absurdum.
Gelesen im UseNet
am 10. Juli 1999.
[Y2K-Hardware-Test für alle PCs:
Readme
Test2000]
[Kritisch-aktuelles Magazin:
Zeitbombe Jahr-2000]
[Microsoft: Jahr 2000 Kompatibilitäts-Kategorien]
[Microsoft: Deutscher Produkt-Leitfaden]
[Microsoft: US Produkt-Leitfaden]
Nun auch noch PCBs gefunden
13.6.1999 (sbz/sp/khd). Es kam, wie es wohl kommen mußte.
Inzwischen sind in belgischen Lebensmitteln auch die krebserzeugenden
polychlorierten Biphenyle (PCB) in
höheren Konzentrationen in Hessen und Nordrhein- Westfalen
gefunden worden. Auch geraten jetzt die Niederlande Drehscheibe des
europäischen Altfett- Handels immer mehr ins Visier. In
einem vertraulichen Bericht Belgiens an die EU heißt es, daß
die belgische Fettschmelze Verkest "im kritischen Zeitraum Rohware" auch
von "vier holländischen Firmen mit Sitz in Ermelo, Moerdijk,
Alblasserdam und Rotterdam" bezogen habe, berichtet der SPIEGEL in Heft
24/1999. Experten klagen schon lange darüber, was alles in den
Niederlanden ins Viehfutter gelange. Offensichtlich schläft
allerorten die staatliche Lebensmittel- überwachung. Sonst wären
die erhöhten PCB-Werte längst in Stichproben entdeckt worden.
Immerhin liegen sie im Milligrammbereich (pro kg). Europa steht wohl vor
der Aufdeckung des größten Lebensmittelskandals, den es je
gab.
Größter
Lebensmittel-Skandal
zeichnet sich ab.
[Neues Gift im Fleisch aus Belgien]
[Der Mensch wird zum Endlager]
"Bis zum Herbst müssen die Energieversorgungs- unternehmen ihre
Durchleitungsgebühren offenlegen", sagte Kartellamtspräsident
Dieter Wolf der "Bild am Sonntag". Die Gebühren seien derzeit
völlig undurchschaubar und behindern den freien Wettbewerb. Und
sollten die Energieversorger die Stromdurchleitung für Kleinkunden
weiterhin ablehnen oder austricksen, dann werde das Amt "eine Entscheidung
in einem Kartellverfahren" herbeiführen. Die Verbraucher sollen sich
schließlich den günstigsten Stromlieferanten selbst aussuchen
dürfen.
Verbraucher sollen sich
den günstigsten Stromlieferanten
selbst aussuchen
MANNHEIM/BERLIN 17.4.1999 (sp/khd). In Berlin und
anderenorts bezahlen Endverbraucher Mondpreise für den elektrischen
Strom. Nicht etwa deshalb weil das ökologisch wegen des Spareffekts
geboten wäre, sondern weil noch immer die Strom- Monopolisten Preise
mit hohen Gewinnmargen diktieren können. Eine freie Marktwirtschaft
gibt es in dieser Branche trotz neuen Energiewirtschaftsgesetzes bislang
nicht. Damit könnte nun endgültig Schluß sein. Denn in
einem Prozeß mit Signal- wirkung für den Wettbewerb hat die
Energie Baden- Württemberg AG (EnBW)
eine deutliche Niederlage gegen die Stadt Waldshut- Tiengen erlitten, die
ihren Bezugsvertrag mit der EnBW gekündigt hatte.
Stromliefervertrag wegen kartellrechts- widriger Klauseln nichtig.
LG Mannheim
Az: 7 O 372/98 KART.
Kommentar:
Wo bleibt nun der Strom-Markt?
18.4.1999 (khd). Vor genau einem Jahr wurde der deutsche
Strommarkt auf Druck der EU liberalisiert. Doch für den Privatkunden
fällt die bisherige Bilanz mehr als ernüchternd aus. In Berlin
haben nach Informationen des
"Tagesspiegel" in den 12 Monaten
nur "genau 3 private Haushalte" den Stromversorger gewechselt. Aber warum
wird elektrischer Strom nicht zu einem Massengeschäft ganz nach
dem Muster des Telekommunikationsmarktes? Denn mit pfiffiger
Internet- Technik könnte sogar das so erfolgreiche
"Call-by-call"
auch beim Stromeinkauf nachgeahmt werden. Das ist eigentlich nur eine Frage von
geeigneter Computer- Software innovativer Energie- Broker.
[taz: Nur über meine
Leitung]
BERLIN-LICHTERFELDE 25.9.1998 (khd).
Ab heute fährt sie wieder die S-Bahn aus Berlins City kommend über
Lichterfelde-Ost hinaus bis Lichterfelde-Süd. Sogar eine ganz neue Station hat
man den Lichterfeldern spendiert, gleich an der Osdorfer Straße. Aber auf die
Wiedereröffnung der Schnellbahn mußten die Lichterfelder fast 15 Jahre warten.
Denn am 9. Januar 1984 wurde die Strecke von Priesterweg bis Lichterfelde-Süd
eingestellt. Berlins Regierung wollte das so, nachdem die BVG den S-Bahnbetrieb in
West-Berlin von der Deutschen Reichsbahn der DDR übernommen hatte. Man wolle
Kosten sparen, hieß es.
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Das rief damals
massiven Bürgerprotest hervor. Mit einer Unterschriften- Sammlung forderten 1984 mehr
als 15.000 Bürger und Bürgerinnen die umgehende Wiederinbetriebnahme der
S-Bahn von Lichterfelde- Süd über Lichterfelde-Ost, Lankwitz, Südende usw. nach
Heiligensee. Aber der Berliner Senat war uneinsichtig, einen solchen Beitrag zum
Umweltschutz zu leisten. Er setzte auf exotische Ersatzlösungen und den Straßenbau,
der für die befreundete Baubranche lukrativer war.
Bürger begehren
die S-Bahn nach
Lichterfelde-Süd
Über 20.000 Steglitzer unterstützen 1986 durch ihre Unterschrift dieses
1. Berliner Bürgerbegehren.
BERLIN 10.4.1998 (khd). Alle Welt schickt sich an, über
das Internet Geschäfte abzuwickeln (E-Commerce). Aber um die
Sicherheit ist es dabei sehr schlecht bestellt. Und um das zu kaschieren, wird
allerorten an der Behebung vieler Sicherheits- mängel
herumgebastelt. Das aktuellste Beispiel dafür lieferte die
Doppel- Blamage bei Telekom-
Online. Vergessen wird aber meistens, daß für einen sicheren
Datenverkehr noch immer das solide Fundament fehlt: Das sichere
Betriebssystem für die Schreibtisch- Computer wie PCs oder Macs.
Weder Microsofts Windows 3.x, Windows 95, Windows 98 noch Apples MacOS sind
sicher, auch das hochgelobte Windows NT
nicht! Denn nur durch die
Luftschlösser verdummender Werbung werden diese Systeme sicher
geredet. Es ist schon erstaunlich, daß der Software- Riese
Microsoft bis heute nicht in der
Lage ist, dem Kunden ein wirklich sicheres und stabiles Betriebssystem zu
liefern. Ein Betriebssystem, auf dessen Sicherheit dann z. B. Anwendungen
fürs Homebanking oder E-Commerce sicherer aufsetzen könnten. Diese
Ignoranz des Marktbeherrschers sieht daher sehr nach Absicht aus. Oder
sollte es wirklich Nichtkönnen sein?
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Und so stellt sich die Frage: Gibt es überhaupt in der Computer- Welt
sichere Betriebssysteme? Ja, es gibt sie, und es ist wie bei
gutem Rotwein.
Ein sicheres und gutes Betriebssystem muß sehr viele Jahre
sorgfältig reifen. Denn wie der Wein ist es ein äußerst
komplexes Gebilde. Solche soliden Betriebssysteme sind u. a. von
IBM und
DEC (Digital Equipment Corp.)
für größere Computer- Systeme entwickelt worden. Nur sind
diese nie in die PC-Welt herunterskaliert worden. Insbesondere das
sicherste industrielle Betriebssystem der Welt DECs
OpenVMS wäre der Kandidat dafür
gewesen, zumal es alle Sicherheitszertifikate besitzt und seit 1992 auch POSIX- konform (ISO- Norm 9945)
ist. Es ist die Tragik des DEC- Managements unter Bob Palmer, daß dieser die einmalige Chance, den
gesamten PC-Markt mit einem Qualitätsprodukt vollständig aufzurollen, nie ergriffen hat, obwohl
OpenVMS- User das immer gefordert hatten. Das ist vermutlich unwiederbringlich vertan, denn Palmer hat
inzwischen die innovative Weltfirma an den zweitklassigen PC- Montierer Compaq
verkauft. Und von
Microsoft ist kaum noch Sicherheit zu erwarten. Die haben
"Besseres" zu tun. Damit
sollte nun aber der Weg frei sein, um dem kostenlosen
LINUX- System zum Sicherheits-
Durchbruch zu verhelfen. Der Autoverleiher Sixt war schon so schlau. Dort
laufen in den 380 Filialen vernetzte LINUX- PCs. Die Ersparnisse gehen in
die Millionen.
[LINUX erobert die Welt]
Gibt es überhaupt
sichere
Betriebssysteme?
[comp.risks]
[comp.security.announce]
[comp.security.misc]
[comp.security.unix]
[
comp.os.ms-windows.nt.admin.security]
[Windows NT contra Unix]
[Zur Sicherheit von Netzen unter "Windows NT"]
Mit OpenVMS hätte es die vielen Probleme vom MS Windows nie gegeben
12.4.1998 (khd). Das Betriebssystem OpenVMS erblickte 1972 als
"RSX-11M" auf der Familie der PDP-11 Minicomputer das Licht der Welt.
Für den ersten VAX- Computer, die VAX-11/780, wurde daraus 1975/76
unter Nutzung des IAS- Systems das wegweisende Betriebssystem "VAX/VMS"
entwickelt. Anfang der 90er-Jahre wurde dieses durch Öffnung und
Nutzung der neuen POSIX- Norm zum "OpenVMS-VAX" sowie zum "OpenVMS-AXP"
für die auf den ultraschnellen Alpha- Mikroprozessoren basierenden
Computern.
LONDON 22.2.1998 (khd/stimes). Nach einem Bericht der
"The Sunday Times"
ist es dem Physiker Stephen Hawking zusammen mit dem Mathematiker Neil
Turok gelungen, eine neue Lösung der
Einstein- Gleichungen
der Gravitation zu finden. Die Lösungen solcher
Differentialgleichungssysteme sind sehr stark von den gewählten
Anfangs- Bedingungen (zum Zeitpunkt t = 0) abhängig. Die britischen
Wissenschaftler wählten dafür ein erbsengroßes, zeitloses
Objekt, das das gesamte Universum unmittelbar vor dem Urknall vor rund 12
Milliarden Jahren darstellt. Dieses Ur-Universum existiert nur für
den Bruchteil einer Sekunde, und es dehnt sich danach rasant bis ins
Unendliche aus.
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[Forscher: Hände weg
von Handys]
[Brisante Handy-Studie
unterschlagen]
BERLIN 8.11.1997 (khd/tsp). Mit immer raffinierteren Tricks
versuchen Geschäftemacher an sehr persönliche Konsum-Daten zu
gelangen. Dazu dienen Gewinnspiele und Befragungsaktionen, die im Stil der
Meinungsforschern aufgezogen werden. Auch im Internet werden solche
fragwürdigen Mittel immer häufiger auf Web-Seiten und in
News- Gruppen des UseNets eingesetzt.
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Bei der Einführung der EC-Karten vor 20 Jahren gingen zudem die Banken
davon aus, daß ein Hacker um die 1.900 Jahre benötigen
würde, um mit einem Computer den Code zu knacken. Mit
handelsüblichen PCs vom Typ Pentium soll das heute in nur einer Stunde
zu erledigen sein. But, who knows?
Kommentar:
Ein Recht auf Bargeld
5.1.1997 (khd). Die Risiken und Datenschutzprobleme der Geld- Karte
sind erheblich. Viele Haftungsfragen sind noch ungeklärt. Nur eines
ist bereits heute sicher: Bei Verlust oder Diebstahl der Geld- Karte ist
das noch gespeicherte Geld futsch. Eine Anspruch auf Erstattung gibt es
nicht. Ach ja, und wie bezahlt man im Jahr 2002 auf einem Flohmarkt oder
gibt einem Obdachlosen eine Spende? Bleibt nur zu hoffen, daß die
Wünsche der Banken am Markt nicht ganz Wirklichkeit werden und es
für Karten- Muffel auch künftig ausreichend Münzen und
Scheine zum Bezahlen geben wird. Schließlich muß man ja nicht
alles Bewährte wegschmeißen, nur weil jetzt HighTech angesagt
ist. Und die Frage ist heute weniger, ob demnächst die D-Mark vom
Euro abgelöst wird, sondern ob das Recht auf Bargeld aufgegeben wird
oder wer eigentlich das virtuelle Geld kontrolliert. Sind es etwa
Microsoft und Co oder die
(Karten-) Banken?
Wußten Sie schon, daß die massiven Automatisierungsbestrebungen
mit der Geld- Karte allein in Deutschland, konsequent von den Banken
durchgezogen, weitere drei Millionen Arbeitslose zur Folge haben
können?
Quelle: cl.magazine.mik
November 1996.
Wußten Sie schon, daß Nahverkehrsunternehmen den Fahrpreis in
Bus und Bahn künftig direkt von einer Geld-Karte des Fahrgastes
beim Aussteigen berührungslos abbuchen wollen? Der Fahrgast kann dazu
die Chip- Karte in der Brieftasche belassen. Die Berliner BVG bereitet
solche Systeme vor. In Marburg gibt es bereits einen Versuchsbetrieb.
Quelle: UseNet Oktober 1996.
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