Erwischt hat es jetzt alle vom khd-research.net angebotenen Seiten und Unterseiten unter den Domains:
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Sollte sich aber in den nächsten Tagen herausstellen, daß es sich um einen längeren Ausfall der Firma Canaca.com handelt, dann wird so schnell wie irgend möglich ein Wechsel des Hosters vorgenommen werden, um die Seiten und Bilder wieder online zu haben.
Hat Carrier CogentCo.com Schuld?
BERLIN 23.9.2007 23.33 GMT (khd). Diverse Tests mit dem Unix-Programm
traceroute zeigen, daß der Weg zu den Canaca- Webservern immer am Übergabe-Knoten
canaca-com.demarc.cogentco.com (38.99.208.98) abbricht. Insofern liegt es nahe, daß
dort jemand am letzten Sonnabend früh, die Routing- Tabellen durcheinandergewürfelt hat oder
dort Sperren für bestimmte IP-Datenpakete eingetragen sind. Warum das allerding in über 36
Stunden nicht wieder korrigiert worden ist, wäre schlichtweg peinlich für einen der
führenden Backbone- Carrier der Cogentco.com.
[Hinweis: Die PDF-Fassung dieses Artikels enthält auch das Trace-Protokoll]
Alles spricht für ein Routing-Problem
BERLIN 24.9.2007 11.10 GMT (khd). Inzwischen wurde mit einem
Spezialtest festgestellt, von wo rund um den Globus
der Web-Service http://www.khd-research.net/ noch erreichbar ist. Und dabei stellte sich
heraus, daß er bei 37 verwendeten Testorten von 32 erreichbar und nur von 5 Orten aus nicht erreichbar
war. Dort wird der Fehler Domain lookup failure angezeigt. Unter den Orten, wo die
DNS-Abfrage nicht funktioniert
ist Berlin und Frankfurt am Main. Hingegen funktioniert es u. a. von Bangkok, London, Santiago (Chile),
Paris, Montreal, Moskau. Und das heißt aber auch, Canaca ‚lebt‘.
[Komplette Track-Liste vom 24.9.2007 um 5.15 GMT]
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25.9.2007 04.35 GMT (khd). Nachdem Canaca.com in Canada wieder erreichbar
war, konnten von dort auch alle inzwischen angefallenen Log-Dateien abgeholt werden. Und schon eine
grobe Analyse ergab, daß der Web-Server http://www.khd-research.net/ die ganze Zeit vom
22.9. bis zum 25.9.2007 online war und auch genutzt wurde. Also hat der Web-Hoster Canaca.com (Toronto)
keine Schuld am aktuellen ‚Ausfall‘ auch wenn er für viele Leute im Internet
‚off-the-line‘ war. Die Schuld haben ganz andere, aber wer genau?
25.9.2007 16.45 GMT (khd). Deshalb wurde noch einmal intensiv mit
verschiedenen Suchmaschinen recherchiert, u. a. auch bei Visualware Inc. (USA).
Und siehe da, sie hatten ganz konkrete Infos über den ‚Owner‘ dieses blockenden Routers
canaca-com.demarc.cogentco.com (38.99.208.98). Dieser gehört zum
PSINet der Firma Performance Systems International
Inc., und nicht zu Cogent Communications, wie bislang vermutet. Der Standort dieses Routers ist
Washington, DC (USA), also ein ganzes Stück weg vom kanadischen Toronto.
26.9.2007 15.05 GMT (khd). Beim PSINet fällt einem aber ein: Da war
doch was? Und richtig im eigenen Archiv gab es einen HEISE-Artikel aus dem Jahr 2001, daß diese Firma pleite war.
Bei Wikipedia gab es dann Antwort auf
die Frage, was aus PSINet wurde: Sie wurden im April 2002 durch Cogent Communications aufgekauft, in
deren Verantwortungsbereich also der fehlerhaft eingestellte Router 38.99.208.98 heute liegt. Also ist nun
nur noch zu klären, ob der 60-stündige Verbindungsausfall an Cogent in den USA oder
der Telekom in Deutschland oder vielleicht an beiden lag. Übrigens, irgendwelche Antworten
auf meine E-Mails liegen noch immer nicht vor.
Aber weitere Recherchen (siehe auch
Grafik) ergaben inzwischen,
daß sich hinter diesem Ausfall ein viel größeres Problem verbirgt nämlich
die immer drängendere Frage nach fairem Routing bzw. Peering:
Oder muß das Internet im Interesse der weltweiten Nutzer in dieser Hinsicht (es geht hier
nicht um die Inhalte!) wesentlich stärker
durch staatliche Vorgaben reguliert werden? Eines wissen wir aufgrund der in Deutschland in den letzten
Jahren gemachten Erfahrungen bei
Bahn-,
Telekommunikations-,
Strom- und
Gas- Netzen ganz sicher: Netze sind ein
ganz
besonderes Wirtschaftsgut, das der massiven staatlichen Regulierung bedarf, damit ein Wettbewerb
funktioniert und nicht der Egoismus der Unternehmen zum Nachteil der Konsumenten die Oberhand
gewinnt. Und warum sollte es beim Internet anders sein?
[Zitat von 2000]
Nun geht alles wieder Aber warum ging es 60 Stunden nicht?
BERLIN 25.9.2007 00.40 GMT (khd). Auch telefonisch war gestern bei 8 (!) T-Hotlines
in 3 Stunden nichts zu klären... Oder doch? Denn soeben hat eine FTP-Verbindung wieder
funktioniert, auch der Abruf der Web-Seiten via Browser klappte wieder. Dennoch ist festzustellen,
daß der Web-Service rund 60 Stunden nicht verfügbar war jedenfalls für einen Teil der
Internet-Nutzer in Deutschland und auch anderswo. Es ist aber noch immer unklar, was für Fehler
vorgelegen haben. Denn weder Canaca noch die Telekom (ISP) haben bislang die E-Mails beantwortet,
vielleicht kommt das ja noch.Ein sehr grundsätzliches Problem zeichnet sich ab
BERLIN/SAN JOSÉ 28.9.2007 (khd). Über einen technisch bedingten Ausfall von 60
Stunden könnte man auch nach dem Motto Kann ja mal passieren hinwegsehen. Dennoch sind
das bereits 0,7 % der möglichen 8760 Jahresstunden, und Web-Hoster werben oft mit einer
99,9-%igen-Ausfallsicherheit...
Kann in Zeiten der enormen nicht nur wirtschaftlichen Bedeutung des Internets darauf
vertraut werden, daß sich der Betrieb des Internets durch die Privatwirtschaft im Sinne des
Allgemeinwohls im Wettbewerb selbstreguliert?
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Da inzwischen durch weitere Analysen des Routing-Ausfalls um den 23. September sehr sicher feststeht, daß dabei das immer wieder kritisierte und zwischen Cogent und DTAG bestehende Bandbreitenproblem keine Rolle spielt, muß die Firma Cogent das BGP-Routing am Knoten 38.99.208.98 in Washington irgendwie ‚außer Takt‘ gebracht haben. Aber warum?
Spekuliert man mal, dann könnte ein Sabotieren des korrekten Routings dazu dienen, die Telekom-Kunden gegen die Telekom aufzubringen, um so dem geschäftlichen Ziel doch noch näher zu kommen nichts an die DTAG zahlen zu müssen. Eine Story, die angesichts der Vorgeschichte sehr plausibel wäre. Und sollte sich diese Hypothese erhärten, dann könnte ein solches Handeln sehr schnell ein Fall für die EU-Kommission sowie das amerikanische FCC werden.
Man kann aus Ausfällen auch immer etwas lernen...
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Ein Beispiel einer massiven Störung vom 11. September 2007 wurde bereits oben in der Abbildung gegeben. Mit solchem Wissen im aufgetretenen Störfall gewappnet, läßt sich beim jeweiligen Support des Internet-Providers viel besser argumentieren. In der PDF-Ausgabe dieses Artikels sind weitere Hinweise und Links zu sehr nützlichen Tools notiert.
Natürlich wurde auch der Zeitraum vom 21. bis 25. September 2007 untersucht. Auch wenn beim
Root-Server c.root-servers.net (Cogent) in diesen 4 Tagen kein größeres Ereignis
festgestellt werden konnte, gibt es am Abend des Samstag, den 22.9.2007 ab etwa 19.00 Uhr UTC (21.00 Uhr
MESZ) doch eine kleine Auffälligkeit (siehe Abbildung). Ob diese aber nun mit der beobachteten 60-stündigen
Nicht-Erreichbarkeit von ftp://www.khd-research.net/ (bei Canaca in Canada) im Zusammenhang
steht, kann damit nicht beantwortet werden. Immerhin markiert dieser Zeitpunkt ziemlich gut den Beginn
des Problems. Eine präzise technische Antwort würden die Logfiles auf dem Cogent-Knoten
38.99.208.98 in Washington geben, was aber ganz offensichtlich von Cogent wie ein Firmengeheimnis
gehütet wird.
Heute früh war er wieder da dieser Routing-Fehler im Cogent-Netz, und wieder am Knoten
canaca-com.demarc.cogentco.com (38.99.208.98) in Washington. Diesmal zeigte sich aber eine
Besonderheit im Traceroute-Protokoll, die der Autor in 20 Jahren noch nie gesehen hatte. Dieser
Cogent-Router spielte total verrückt, d. h. mit den Datenpaketen spielte er Ping-Pong zu einem
unbekannten Nachbar-Knoten und ließ sie nicht zum gewünschten Ziel durch
[Ed: in der PDF-Fassung
dieses Artikels ist das Protokoll auf Seite 6 abgedruckt]. Allerdings war das Problem diesmal nach
einigen Stunden verschwunden hoffentlich. Was und wie nur ‚schrauben‘ diese
Cogent-Leute an ihrem Router?
Bei diesem Auftreten ergab sich aber eine völlig neue Erkenntnis: Ich hatte
zufällig kurz vorher via Web-Browser auf meinem Server in Toronto eine
Test-Formmail produziert, die sofort nach Deutschland zu meinem Mail-Provider (gmx)
gelangen sollte. Und siehe da, diese wurde in der Fehlerzeit nicht von Toronto
abgesandt. Sie traf erst gut 4 Stunden später in meiner Mailbox ein [Hinweis:
Ein Internet-Mail-Server versucht nach einem ersten Fehlversuch nur in bestimmten
zeitlichen Abständen Mail aus seiner Queue (Warteschlange) abzusenden].
Und da diese SMTP-Mail ab den USA eine völlig andere Route als das
FTP von
Berlin aus nimmt, ist damit auch die Schuldfrage des Routing-Problems (ohne
hier auf alle Details der logischen Überlegung eingehen zu wollen) recht
eindeutig geklärt: Es ist der Eigner dieses Router-Knotens
canaca-com.demarc.cogentco.com. Denn an genau diesem Router war der
Internet-Verkehr zu dieser Fehlerzeit in beiden Richtungen unterbrochen.
[Fortsetzung im PDF-Dokument ab 18. Ed.]
Grundlegendes zu diesem Thema:
Noch ist das Jahres-Arbeitszeitkonto nicht allgemein üblich. Aber die Gewerkschaften arbeiten
daran, wie es so schön heißt. Andererseits wissen wir, daß deutsche Gewerkschaften in
mancher Hinsicht nicht auf der Höhe der Zeit sind. Das Parade-Beispiel ist noch immer ihr Kampf
gegen die Arbeitslosigkeit.
Aber ein aktuelles Beispiel aus Berlin mag noch besser
den Ausfall von gewerkschaftlicher Innovation aufzeigen: Die Gewerkschaft
Verdi streitet in diesen Monaten mit der Landesregierung Berlins um die nachträgliche
Übernahme des überall in Deutschland geltenden Tarifvertrags für den öffentlichen
Dienst. Das SPD/PDS-regierte Berlin war 2003 aus der Tarifgemeinschaft ausgeschieden, um die letzten
Tariferhöhungen nicht gewähren zu müssen. Der Grund: Berlin sei hochverschuldet und
könne das nicht mehr bezahlen, heißt es immer wieder.
Dabei kann die Auszahlung durchaus noch durch sinnvolle Regelungen begrenzt werden kann, so daß ein
Abheben auf einen Schlag nicht möglich ist. Auch müßten diese Zukunftskonten
grundsätzlich so gestaltet werden, daß sie der Arbeitnehmer vererben kann, also die erworbenen
Lohnansprüche niemals verloren gehen. Auch sollten diese Konten wie Lebensversicherungen oder
Wechsel handelbar und beleihbar sein. Schließlich leben wir in einer Marktwirtschaft.
Das Land Berlin hat seit 2003 an seinen Bediensteten de facto massiven Lohnraub betrieben, was sich auf die
beschriebene Art hätte vermeiden lassen. Aber alle gewerkschaftlichen Vertreter haben das gar nicht
erst gefordert jedenfalls ist davon nichts bekanntgeworden. Sie haben stattdessen einem knebelnden
Anwendungstarifvertrag zugestimmt...
Aber darauf kommt es nicht an. Denn es ist politisch nicht korrekt es ist schlichtweg unredlich
und instinktlos, jahrzehntelange fleißige Mitarbeiter derart miserabel zu behandeln. Angesichts
der finanziellen Situation Berlins hätte aber wohl jeder Bedienstete dafür Verständnis
gehabt, daß manches vom Lohn derzeit nicht ausgezahlt werden kann und deshalb auf ein solches
Zukunftskonto wandern muß.
Als ich heute obigen Artikel (in der PDF-Fassung) an die Berliner Verdi-Dependance zur Beachtung via
Adresse postmaster@bb.verdi.de mailen wollte, kam die Mail postwendend
zurück mit dem aufschlußreichen Vermerk 62.153.78.10_does_not_like_recipient./
Remote_host_said:_550_5.7.1_
Vermutlich sind die Verdi-Leute im SPAM ertrunken und haben deshalb alle Schotten dichtgemacht zum
Nachteil aller Nutzer. Vielleicht sollte sie sich mal professionelle Hilfe anheuern, um ihren
Kontakt-Service auf die Höhe der Zeit zu bringen. Und dazu gehört auch die Installation von
leistungsfähiger SPAM-Filtersoftware. Dann ist dieser schwachsinnige SPAM auch kein großes
Problem mehr.
Jedes Unternehmen oder Institution muß heute im Internet-Zeitalter per
SMTP-Mail
erreichbar sein. Es ist heute vielfach üblich, Briefe gleich als PDF-Dokumente anzufertigen und
diese dann als Anhang zu einer kurzen E-Mail per Internet-Mail zu versenden. Das klappt auch fast immer
sogar bei den Berliner Finanzämtern. Der gegenwärtige VERDI-Zustand ist jedenfalls
extrem nutzerunfreundlich und entspricht nicht dem Stand der Technik. Aber es gibt auch noch andere
Sünder, die das Internet nicht verstanden haben.
Verbindungskurven von und zur Stadtbahn gibt es an den Bahnhöfen Ostkreuz und Westkreuz.
Allein die Südringkurve in Ostkreuz wird regelmäßig von einer S-Bahn-Linie befahren; sie
ist als einzige dieser Kurven noch zweigleisig. Die Nordringkurve in Ostkreuz ist seit dem 28. Mai 2006
stillgelegt. Bereits zuvor konnte nur noch das Gleis von der Ringbahn in Richtung Stadtbahn befahren
werden; das Gleis Richtung Ringbahn war bereits gesperrt. Die Verbindungskurve von Charlottenburg nach
Berlin-Halensee (Südringkurve in Westkreuz) wurde Anfang der 1990er Jahre nur noch eingleisig
wiederaufgebaut; sie dient nur gelegentlichen Überführungsfahrten. Eine Verbindung von
Charlottenburg zum Nordring wurde bis 1944 genutzt und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder
aufgebaut
Natürlich halten sich die Durchsucher nicht an die in der robots-Datei festgelegten Regeln. Sie
nehmen auf einen Schlag alles mit, was da ‚rumliegt‘, auch wenn das in dieser Datei explizit
untersagt wird.
Solche Unternehmen wie BrandProtect.com sagen, daß sie einen Dienst für die Menschheit leisteten.
Denn sie würden nur nach Markenrechtsverletzungen Ausschau halten. Auch kämpfe man damit gegen
das kriminelle ‚Phishing‘, heißt es. Aber wer glaubt das schon.
Und Sie glauben, daß stimme alles nicht. Dann schauen Sie doch mal in die Log-Dateien Ihres
Internet-Servers und halten Ausschau nach IWAgent/ 1.0 oder LinkWalker/2.0. Sie
werden staunen, was da heutzutage alles an Ungereimtheiten zu finden ist. Einträge von
‚Bundes-Trojanern‘
werden Sie dort allerdings nicht finden. Denn dieser nutzt die vielen noch gar nicht
veröffentlichten Macken von Microsoft- Betriebssystemen. Nur ganz wenige Experten wissen davon und
lassen sich ihr Wissen teuer bezahlen demnächst also auch von der
deutschen Regierung....
Mehr zu diesem Thema:
Da die Adreßbücher alle in Fraktur-Schrift gesetzt sind, können die Seiten nur als
Bilder angeboten werden. Denn OCR-Software produziert bei dieser Schrift noch immer zu viele Fehler.
Die Bilder sind im Bitmap-Format PNG (um die 2600 x 3600 Pixel) gespeichert. Eine Volltextsuche ist
damit zwar nicht möglich. Aber die ZLB stellt eine
pfiffige Suchoption bereit, mit der es meist gelingt, zur gewünschten Seite zu
gelangen.
Folgende Informationen sind in den Adreßbücher zu finden: Infos über Einwohner nach Namen
und Straßen, über Branchen und Behörden und weitere Angaben wie z. B.: Verbände und
Vereine, Sehenswürdigkeiten, Verkehrsverbindungen, Fahrpreise, Theater, Konzert- und andere
Säle und ihre Bestuhlungspläne mit Preisen, Geschäftsanzeigen sowie
Grundstücksangebote.
Und wer den ganzen hirnrissigen Wahnsinn der Strukturierung von Nazi-Deutschland einmal selbst studieren
will, der wird in den Berliner Adreßbüchern fündig. Aus keinem Geschichtsbuch ist das so
genau zu entnehmen. Die abgebildete Beispielsseite kann dazu ein Einstieg sein, denn auf ihr beginnt die
Aufzählung der damaligen Regierungsinstitutionen. Auf ihr machen ein lächerlicher
3-Zeilen-Eintrag für das deutsche Parlament den Reichstag sowie die offensichtlich
ausgefallenen Abschnitte 113119 öffentlich deutlich, daß das Parlament total entmachtet ist.
Und blättert man 2 Seiten zurück, erfährt man, daß es unter dem Dach der Nazi-Partei
sogar eine Institution Glaube und Schönheit beim BDM gegeben hat, von der man noch nie etwas
gehört hatte. Erstaunt ist man auch, daß die Nazis ein extra Reichsministerium für die
kirchlichen Angelegenheiten eingerichtet hatten. Über diese Entdeckungsreise in das finsterste
Kapitel deutscher Geschichte soll demnächst an anderer Stelle (Berlin-Reports) etwas
ausführlicher berichtet werden.
[mehr]
BERLIN 12.4.2007 (t-off).
Mit immer neuen Tricks versuchen private Telefongesellschaften (Telcos), neue Kunden zu gewinnen. Die
Gazetten sind voll mit Berichten empörter Kunden, die sich betrogen fühlen. Eine kleine
Auswahl solcher Berichte hat t-off jetzt
dokumentiert. Denn die Piraten der Neuzeit kaperen keine Schiffe, sondern Telefonanschlüsse,
schreibt der
Südkurier. Dieses ‚Telephone Slamming‘ habe inzwischen ein derartiges
Ausmaß angenommen, daß der Gesetzgeber handeln müsse, sagen unabhängige
Marktbeobachter.
Verbraucherschützer raten, sich vorbeugend zu schützen und gegenüber der Telekom eine
Verfügungssperre abzugeben. Das sei kostenlos möglich. Es verhindere,
daß eine andere Telco den eigenen Telefonanschluß kapern kann. Ein Zugriff ist dann nur noch
mit einer schriftlichen Zustimmungserklärung des Telekom- Kunden möglich.
Mit einem Anruf der Netzkontrollnummer 0310 kann zudem immer festgestellt werden, über
welchen Netzbetreiber telefoniert wird. Das entlarvt unwissentliche Preselection- Umstellungen.
In den USA gibt es auch das Slamming. Nur hat der
amerikanische Regulierer FCC darauf bereits 2000 mit eindeutigen Regeln
reagiert, die im Internet nachlesbar
sind. Das illegale Kapern eines Telfonanschlusses wird dort u. a. mit
Profit-Abschöpfung geahndet. Eine ähnliche
Regelung fehlt hierzulande, und der deutsche
Regulierer gibt sich auch hierbei wieder einmal
‚ahnungslos‘. Vermutlich hat er noch nicht einmal den Gesetzgeber informiert, daß hier
Handlungsbedarf besteht. Tatsache ist jedenfalls, daß die Bundesregierung den Bürgern bislang
einen wirksamen Schutz vor immer aggressieveren Marketing-Methoden verweigert hat.
Mehr zu diesem Thema:
Angesagt ist nunmehr eine robuste Regulierung, denn diese freien Marktkräfte haben uns das
Klimadesaster beschert.
Das wichtigste in dieser Zusammenfassung sind die mitgelieferten Grafiken:
BERLIN 11.11.2006 (khd).
Beim Brückenbauen zwischen Deutschen und Polen werden oft Knüppel zwischen die Füße
geworfen. So auch im Sommer 2006. Urplötzlich gibt es einen schweren deutsch-polnischen
Eisenbahnkonflikt, da die Deutsche Bahn das Ansinnen hat, ab 10.
Dezember nicht mehr selbst die
Strecke zwischen Berlin und
Kostrzyn (Küstrin) der Ostbahn zu betreiben. Den Zugverkehr im Stundentakt soll die private
Eisenbahngesellschaft NEB (Niederbarnimer Eisenbahn) übernehmen. Das aber gefällt der
polnischen Eisenbahnbehörde UTK überhaupt nicht. Sie will keine Privat-Eisenbahnen auf ihren
Schienen.
So könnte es passieren, daß demnächst Reisende per Bahn nur bis zum deutschen
Küstrin-Kietz kommen, mit Gepäck per Fuß den weiten Weg über die Oderbrücke
laufen müssen, um dann im polnischen Kostrzyn einen Zug der polnischen
Staatsbahn PKP zu erreichen. Und wer gedacht hatte, daß im geeinten Europa endlich die
Züge aus Berlin nicht mehr in Kostrzyn enden und zumindest bis Krzyz (Kreuz) durchfahren, der wird
durch solch kleinkariertes Agieren bitter enttäuscht. Immerhin ist Polen seit dem 1. Mai 2004
Mitglied der EU, und eigentlich sollte EU-Recht nationales Recht brechen auch bei den
Betriebsgenehmigungen.
[01.05.2004:
Brücken bauen zwischen Polen und Brandenburg] (khd-Page)
Deshalb entschieden damals auch meine Eltern, daß wir Kinder zu den Großeltern aufs Land
sollten. Diese lebten in der Kleinstadt Woldenberg im Kreis Friedeberg der Neumark. Dort in einer
idyllischen
Seenlandschaft verbrachte ich zusammen mit meinen Geschwistern meine ersten Schuljahre bis zur Flucht
Ende Januar 1945. Dieses war eine Zeit, in der ich die Neumark lieben lernte nicht nur weil es in
den Wäldern so reichlich Pilze, Blaubeeren und Walderdbeeren oder in den Seen eine große
Vielfalt an wohlschmeckenden
Süßwaserfischen gab. Es muß die schöne Landschaft gewesen sein.
In seinem Reiseführer
Die Neumark
entdecken schreibt Jörg Lüderitz, daß dieser Fahrten mit dem Auto, der
Bahn, dem Bus, dem Rad oder dem Sportboot in eine vor allem bei den jüngeren Deutschen fast
unbekannte Region anregen will. Beabsichtigt sei die Wiederentdeckung der Reize eines seit
50 Jahren kaum durch Umwelteinflüsse, Industrien oder Wohnbebauung veränderten
Landstriches. Es lohnt sich also, die
frühere
Neumark zu besuchen. Denn es gibt dort neben viel natürlicher Natur historische
Sehenswürdigkeiten und kulturelle Schätze, die die Kriegswirren überlebt haben. Auch gibt
es noch immer reichlich Pilze und Fische. Zudem trägt jeder Besuch Polens zur Vertiefung
freundschaftlicher Beziehungen zwischen Polen und Deutschen bei.
Und so habe ich vor einigen Jahren begonnen, solche Seiten für Woldenberg zusammenzustellen.
Woldenberg ist heute das polnische Dobiegniew (mißlich bei
deren Homepage ist, daß die Informationen nicht auch in Englisch angegeben sind) in der
Wojewodschaft Lubuskie dem
Lebuser Land. Inzwischen
sind bereits 8 Webseiten zu
Woldenberg/Dobiegniew im Internet publiziert. Diese umfassen derzeit
Karten der Umgebung, alte
Stadtpläne bis hin zu
Kochrezepten
sowie sorgfältig kommentierte
Luftaufnahmen des
heutigen Dobiegniew. Weitere
Fotostrecken
werden folgen.
[00.00.1930:
Woldenberg/Neumark Ein Prospekt für Touristen] (Repro)
Spielt Cogent nun Ping-Pong?
BERLIN 10.10.2007 (khd). In den letzten Tagen funktionierte das FTP zum Web-Hoster
Canaca.com in Toronto. Zwar gab es öfter mal einige Time-outs nach der Paßworteingabe, was
aber nichts mit dem Routing-Problem zu tun hat. Offensichtlich hat dieser Hoster ein zu
schmalbrüstiges Authentifizierungssystem. Man wird sich das merken.Was ist nur los?
BERLIN/TORONTO 14.10.2007 (khd). Auch in den letzten Tagen
funktionierte das Upload von Webseiten per FTP zum Web-Hoster Canaca.com in Toronto,
immer wenn es benötigt wurde. Aber heute früh um 4.43 GMT trat mitten
in einer Web-Sitzung wieder dieser Routing-Fehler an der Grenze zum Cogent-Netz am
Knoten canaca-com.demarc.cogentco.com (38.99.208.98) auf. Das Traceroute-
Protokoll dazu sieht im Prinzip wie das bereits auf Seite 1 in der
PDF-Fassung dieses Artikels
dokumentierte Protokoll aus. Der Fehler wurde etwa 15 Minuten lang beobachtet, dann
war der Spuk vorbei, und das Routing funktionierte wieder einwandfrei.
[00.08.2000:
The Evolution of Internet Interconnections] (SEAN BUTLER)
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[30.12.2005:
Peering The Fundamental Architecture of the Internet] (RENESYS BLOG)
[22.01.2007:
Lecture: Interdomain Routing] (NICK FEAMSTER)
Mehr zu diesem Thema:
[21.03.2005:
Bosse der Fasern Die Infrastruktur des Internet] (c't-MAGAZIN 7/2005)
[06.10.2005:
Krieg der Provider: Level 3 trennt Verbindung zu Cogent] (HEISE)
[19.08.2006:
Provider Cogent schaltete Wikipedia ab] (HEISE)
[20.02.2007:
Schlechtes Routing/Peering ins cogentco.com Netzwerk] (ONLINEKOSTEN.DE)
[26.04.2007:
Part 1: Cogent Depeers Someone?] (RENESYS BLOG)
[04.05.2007:
Part 2: Cogent Backbone Troubles] (RENESYS BLOG)
[21.08.2007:
USA: Internet mit Schrotflinte angeschossen?] (COMPUTERWOCHE)
[27.08.2007:
Cogent's Secret Weapon] (RENESYS BLOG)
[03.09.2007:
Cogent bestätigt Bandbreitenprobleme mit der DTAG] (PRESSEBOX)
[14.09.2007:
Probleme mit Routing bei Cogent] (HEISE)
[01.10.2007:
Auf dem Weg zur IP-Mafia?] (khd-PAGE)
Zwar ist daran richtig, daß unfähige Politiker das Land in den 1990er-Jahren in ein
finanzielles
Chaos geführt haben und Berlin daher jeden Euro dreimal umdrehen muß, bevor es ihn
ausgibt. Dennoch wären im digitalen Zeitalter völlig neue Modelle der gerechten und
angemessenen Lohnzahlung vorstellbar ein ‚Lohnverzicht‘ (Lohnraub) muß dazu
nicht angeordnet werden. Aber noch nicht einmal diese Verdi-Leute sind bislang auf solche wegweisenden Ideen gekommen.Ein ‚Wechsel‘ auf die Zukunft
In der Finanzwelt gilt noch immer: Wer Geld hat, bezahlt mit ’nem
Scheck, wer keins hat mit ’nem Wechsel. Und nach
diesem Prinzip ließe sich sehr wohl auch die Berliner ‚Klammheit‘ in rationale Bahnen
lenken. Also wie wäre es, wenn ein Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes bei
Nichtfähigkeit des Zahlens zugesagter Löhne einen Teil zunächst in Form eines Versprechens
der zukünftigen Zahlung begleicht. Es dürfte ja wohl heute kein Problem sein, für jeden
Arbeitnehmer noch ein entsprechendes Zukunftskonto mit Sperrvermerk zu führen
vielleicht auch unverzinst. Und erst wenn der Arbeitgeber wieder (voll) zahlungsfähig ist, kann auf
diesen Lohn vom Arbeitnehmer zugegriffen werden.
Wir sprechen hier von keinem kleinen Ärgernis. Beispielsweise ist in Berlin einem pensionierter
Beamten allein durch den weitgehenden Wegfall des Weihnachtsgeldes um die 30.000 Euro
(hochgerechnet auf seine zu erwartende Restlebenszeit) für immer weggenommen worden. Juristisch mag
das formal alles möglich sein [Ed: man darf ja offensichtlich heute sogar gekaperte Ziviljets durch
die Bundeswehr abknallen lassen, obwohl in unserer Verfassung anderes steht...].
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Mehr zu diesem Thema:
[18.02.2004:
Studie zu Arbeitszeit-Konten] (SPIEGEL-ONLINE)
[10.12.2004:
Verdi-Plan: Weihnachtsgeld nur für Gewerkschaftsmitglieder] (SPIEGEL-ONLINE)
[13.09.2007:
"Angebot" des Senats unzureichend] (DBB-Flugblatt)
[16.09.2007:
Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst Berlins] (VERDI)
Eine Dienstleistung ist das nicht
BERLIN 21.9.2007 (khd). Man glaubt es kaum, die große deutsche Dienstleistungs-
Gewerkschaft VERDI ist im Jahr 2007 nicht per ganz normaler Internet-E-Mail erreichbar. Angeboten wird
von den Dienstleistern nur ein Formular auf einer Webseite zum mühsamen manuellen Online- Ausfüllen. Und da kann man
natürlich nicht seine (bereits offline im layoutgetreuen PDF- Format vorproduzierte) Mitteilung als
Anhang anhängen.
Berlins Ringbahn 2007 eine von einer Tochter der Deutschen Bahn im Auftrag des Berliner Senats betriebene S-Bahn, die
täglich weit über 1/2 Million Menschen befördert. Mit roten Punkten sind die
Bahn-Kreuzungen der S-Bahn markiert.
(Repro: 2007 khd)
Wir haben Anfang der Neunzigerjahre ein richtungweisendes Bahnkonzept für Berlin
beschlossen.
Deutsche Bahn am 6. Juli 2005
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Das Westkreuz an der Berliner Ringbahn um 1894. Es gibt Verbindungsgleise zwischen der Stadtbahn
und dem Nord- und dem Südring. Übrigens, auf dem Kurfürstendamm fuhr zu dieser Zeit noch
eine dampfbetriebene Straßenbahn.
(Repro: 2007 khd)
Die Kreuzung der Berliner Ringbahn am Bhf. Gesundbrunnen um 1894 quasi das Nordkreuz.
Eine die Stadt unterquerende Nord-Süd-Bahn gab es noch nicht (sie wurde erst in den 1930er- Jahre
gebaut). Dennoch gab es damals bereits Verbindungsgleise zur ‚Nord- Bahn‘ und zum
Nord-Bahnhof (heute S-Bhf. Humboldthain). Der Gleisstummel StB führte zum Stettiner
(Fern-)Bahnhof.
(Repro: 2007 khd)
Das Ostkreuz an der Berliner Ringbahn um 1894. Auch hier gab es damals schon Verbindungsgleise
sowohl zwischen dem Nordring und der Stadtbahn als auch zwischen der Stadtbahn und dem Südring.
(Repro: 2007 khd)
Das Südkreuz an der Berliner Ringbahn um 1894, das aus 2 Teilen besteht eines am Bhf.
Schöneberg und eines am Bhf. General- Papestraße (den es damals noch nicht gab). In
Schöne- berg existieren zwischen der Wannsee-Bahn (wie wir sie heute nennen) und der Ringbahn in
beiden Richtungen Verbindungs- gleise die
Cheruskerkurve. Und
auch an der Papestraße existierten 3 Verbindungs- gleise zwischen der Ringbahn und der Anhaltischen
(Vorort-) Bahn. Daß es hier übrigens auch einen Tivoli gab, war dem Autor völlig
unbekannt.
(Repro: 2007 khd)
Ein Nachwort: Allein so ein Faktum des verweigerten Wiederaufbaus der Verbindungskurven sagt auch
sehr viel über die Qualität des heutigen Führungspersonals der Deutschen Bahn aus. Ganz
offensichtlich will dieses den Bürgern das tägliche Leben gar nicht mehr erleichtern. Man
hört bereits förmlich: Das rechnet sich nicht! Sind denn diese Leute wirklich nur noch am
Geldmachen für die Aktionäre interessiert...
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![]()
[09.06.2002:
Jahrelang getrödelt Berliner S-Bahnring wird geschlossen] (khd-Page)
[14.06.2002:
Schlechte Planung der Deutschen Bahn] (khd-Page)
[28.08.2007:
Berliner Ringbahn] (Wikipedia)
[30.08.2007:
Alte Berliner Stadtpläne] (Mirko)
BERLIN/TORONTO 29.8.2007 (t-off). Unter dem Mantel der Fahndung nach Terroristen und
angeblichen Verbrechen gegen das Markenrecht [BTW: was nützt das eigentlich dem Bürger?] ereignen
sich heute höchst merkwürdige Dinge immer gerichtet gegen die freien Bürger in einer
freien Welt
(
Diesen Artikel
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![]()
). Die Deutsche Bundesregierung will sogar
Bundes-Trojaner
zur Online-Durchsuchung von Computer erlauben, wie ein
aktueller Gesetz-Entwurf deutlich macht. Das könne sie aber nur dann
realisieren, wenn sie sich zunächst selbst mit quasi kriminellen Methoden das Wissen um die nicht
publizierten Sicherheitslücken von Computer- Betriebssystemen aus der Szene der Wirtschaftsspionage
einkauft, teilte ein Informatik-Professor im InfoRadio-Berlin mit. Das werde in der politischen
Diskussion bislang überhaupt nicht beachtet.
[mehr]
Mit Online- Durchsuchungen von Internet-Servern läßt sich offensichtlich schon heute reichlich
Geld machen. Allzuoft müssen noch dazu die Nutzer für eine erfolgte Total-Durchsuchung
bezahlen. Denn da werden schon mal über Nacht um die 500 MByte an Bild- und PDF-Dateien abgesaugt,
um diese mit Spezial- Software zu untersuchen. Und wenn dann der ‚Traffic‘ bei dieser Nacht-
und Nebel-Aktion von Spionage das vom Web- Hoster vorgegebene Limit überschreitet, dann muß
eben der Nutzer kräftig löhnen.
Online-Durchsuchungen sind ein eklatanter Mißbrauch digitaler Technik!
Unabhängige Ingenieure
[14.12.2006:
Datenschutzbeauftragter kritisiert Online-Durchsuchungen] (HEISE)
[11.07.2007:
Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt]
(Gesetz-Entwurf)
[00.08.2007:
Antwort des Bundesinnnenministerium an das Justziminsterium] (netzpolitik.org)
[00.08.2007:
Antwort des Bundesinnnenministerium an die SPD-Fraktion] (netzpolitik.org)
[28.08.2007:
Bundes-Trojaner sind spähbereit] (SPIEGEL-ONLINE)
BERLIN 16.6.2007 (khd). Die Berliner Zentral- und Landesbibliothek
(ZLB) hat Großes
vollbracht. Im Internet können alle Seiten der Berliner Adreßbücher von 1799 bis 1943
eingesehen werden (http://adressbuch.zlb.de/).
Das ermöglicht nicht nur Recherchen zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte (Ahnenforschung),
sondern diese Adreßbücher sind auch sonst eine wahre Fundgrube für geschichtlich
Interessierte.
Beispielsseite aus dem Berliner Adreßbuch 1943 (stark verkleinert).
[Beispiel für eine Namenssuche]
[FAQ]
[Suchen] (ZLB)
Manche Telcos versuchen dabei mit immer aggressiveren Methoden, den Telekom- Kunden
Preselection-
Verträge unterzuschieben. Das ist eine feste Voreinstellung auf einen anderen
Anbieter. Der Festnetz- Anschluß der Deutschen Telekom bleibt dabei bestehen. Der Kunde verwendet
aber dauerhaft einen anderen Netzbetreiber für seine Telefonate, wobei automatisch immer die
Netzkennzahl dieses anderen Anbieters vorgewählt wird. Neben der Telekom-Rechnung für den
Anschluß erhält der Kunde von dem Netzbetreiber eine weitere Rechnung für die
geführten Telefonate. Und diese Rechnung kann durchaus höher als erwartet ausfallen.
Immer mehr Fälle von "Telephone Slamming" in Deutschland, und der
Gesetzgeber schläft!
Unabhängige Marktbeobachter
[13.01.2007:
Telefongesellschaft auf Kundenfang] (Freenet)
[27.01.2007:
Marketing-Methoden von Tele 2] (Tele 2)
[27.01.2007:
Stichwort Kalte Anrufe] (Tele 2)
[29.01.2007:
"Kalte Überfälle" sind keine Einzelfälle] (Tele 2)
[01.02.2007:
Verbraucherzentrale: Sanktionen gegen Telefonwerbung]
[01.02.2007:
Illegale Werbeanrufe nehmen trotz Verbot zu]
[10.03.2007:
Hilfe, die Telefonpiraten kommen!]
[12.03.2007:
Rätselhafter Kundenklau] (Freenet)
[20.03.2007:
Angst vor dem nächsten Klingeln] (Freenet + Arcor)
[21.03.2007:
Rätsel um Billigvorwahl kein Einzelfall]
[22.03.2007:
Klage gegen Freenet-Nepp] (Freenet)
[26.03.2007:
Umfragebeteiligung führt zu Preselection-Vertrag] (TSD)
[02.04.2007:
Wenn Werbeanrufe lästig werden: "Wir raten zur Unhöflichkeit"]
[04.04.2007:
Kuckucksei von TSD] (TSD + Freenet + Colt)
PARIS/BERLIN 3.2.2007 (khd).
Der Klimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate
Change) der Vereinten Nationen hat gestern in Paris seinen angekündigten Report
Climate Change 2007
vorgestellt und publiziert. Darin
werden die aktuellsten Erkenntnisse von über 600 Wissenschaftlern aus 40 Ländern zur
physikalischen Basis des weltweit beobachtbaren Klimawandels behandelt. Für die handelnden
Politiker wurde eine 21-seitige Kurzfassung präsentiert.
Was wird nun die Politik tun? Wird sie endlich alle auslösenden Technologien darunter
die
Dreckschleuderer, aber auch
das Auto
und die unsinnige Nutzung von Flugzeugen zurückdrängen? Das Verbot des Rauchens wird es
jedenfalls nicht leisten . . .
Diese wissenschaftlichen Grafiken allein reichen schon aus, um Mitdenkfähige zum Schluß kommen
zu lassen, daß nun sofort (global) gehandelt werden muß. Und es keinerlei Ausreden
(Arbeitsplätze, freier Markt usw.) mehr geben kann, sonst werden die Folgen des Klimawandels
unbezahlbar sein.
Diese Grafik gibt Antwort auf die Frage: Könnten auch rein natürliche Einflüsse die
beobachtete Erderwärmung erklären? Die klare Antwort: Nein! Die schwarzen Linien in den
Einzeldiagrammen geben die jeweils gemessene Entwicklung der mittleren Oberflächentemperaturen seit
1906 an. Zugefügt sind die Ergebnisse von unterschied- lichen Computer-Simulationen zur
Klimaentwicklung der letzten 100 Jahre: Blaues Band = Nur rein natürliche Prozesse (Sonne +
Vulkane), Rotes Band = Eine Kombination aus natürlichen und vom Menschen verursachten
Einflüssen (58 Simulationen mit 14 Klima- Modellen). Die Breite der Bänder gibt den
Fehlerbereich (595 %) an. Nur das Kombinationsmodell kann die gemessene Erderwärmung
wissenschaftlich erklären.
(Aus Grafik-SPM4: 2.2007 IPCC)
Der IPCC-Report belegt u. a. mit der Grafik SPM
4, daß die Erderwärmung und der dadurch ausgelöste Klimawandel eindeutig
menschgemacht (‚men-made‘) ist. Rein natürliche Prozesse spielen nur eine nachgeordnete
Rolle (extremely unlikely, heißt es im
IPCC-Report).
Noch bis in die 1950er-Jahre war die mittlere Jahrestemperatur im ‚grünen Bereich‘.
Seit den 60er-Jahren beginnt sich dann die Temperatur- Schere zu öffnen. Das sind Fakten, die sich
auch von Lobbyisten, Pseudo- Wissenschaftlern oder Politikern nicht mehr schönreden lassen. Wir
exakten Wissenschaftler sprechen von einer hohen Signifikanz der ermittelten Unterschiede (very
likely, sagt der IPCC-Report).
[Ein erstes Fazit]
Mehr zu diesem Thema:
[13.08.2002:
Interview mit Klimaforscher Prof. Schellnhuber] (DER TAGESSPIEGEL)
[03.11.2004:
Dramatische Arktis-Erwärmung] (khd-Page)
[24.04.2006:
Künftiges Klima in Deutschland] (SPIEGEL)
[24.05.2006:
Temperatur steigt schneller] (BERLINER MORGENPOST)
[26.05.2006:
Neuer Uno-Bericht sagt Klimakatastrophe voraus] (SPIEGEL)
[31.05.2006:
Klimawandel Alarmstufe Dunkelrot] (DIE ZEIT)
[05.06.2006:
Es ist soweit! Das Klimadesaster nimmt seinen Lauf] (khd-Page)
[02.02.2007:
UN-Klima-Report Climate Change 2007] (2,2 MByte, IPCC)
[02.02.2007:
Ein Fazit von khd] (khd-research)
[03.02.2007:
Klimawandel in der heißen Phase] (DER TAGESSPIEGEL)
[04.11.2006:
Zuglinie nach Polen vor dem Aus] (MÄRKISCHE ODER-ZEITUNG)
[18.11.2006:
Verkehrsexperten gegen Aus für Bahnlinie ins polnische Kostrzyn] (DDP)
BERLIN 20.10.2006 (khd).
Viele wissen garnicht, daß gleich hinter der Oder in Polen eine zauberhafte Kulturlandschaft liegt
die frühere
Neumark. Vor 1945 verbrachten hier vor allem viele Berliner einen naturnahen
Sommerurlaub in der von Land- und Forst-Wirtschaft geprägten Landschaft. Und in den 40er-Jahren
kamen viele Gäste in die Neumark, um sich vor den Bombenangriffen auf Berlin und andere
Großstädte in Sicherheit zu bringen. Sogar aus Bochum kamen viele Kinder.
Woldenberg/Dobiegniew liegt in einer fischreichen Seenlandschaft des
Lebuser Landes
(frühere Neumark).
(Repro: 2005 khd/galeria)
Hält man im Internet Ausschau nach Informationen über die Neumark, dann sind vor allem Infos
zur Ahnenforschung zu finden. Auch Wikipedia
hat einige Seiten zur Geschichte der
Neumark und einiger
Städte im Angebot. Webseiten, auf denen in Wort und Bild über einzelne
Orte der Neumark umfassender berichtet wird, sind eher spärlich vertreten.
[Links zur Neumark]
Diese alte Karte von Woldenberg ist ein Wegweiser zu
aktuellen
Luftaufnahmen des heutigen Woldenberg von Dobiegniew.
(Repro: 2005 khd)
[01.05.2004:
Brücken bauen zwischen Polen und Brandenburg] (khd-Page)
[01.11.2006:
Bayers Hof Ein Bauernhof bei Woldenberg und seine Geschichte] (khd-research)
BERLIN 20.9.2006 (khd).
Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus macht es deutlich: Politik inszeniert als Show zahlt sich nicht
aus. Über 1 Million Bürger gingen in der Hauptstadt schlichtweg nicht zur Wahl. Das sind 42 %
der Berliner Wahlberechtigten. Außerdem waren 9 % der Berliner der Meinung, daß sie
politisch von kleineren Parteien besser vertreten sein würden. Allerdings fielen diese Stimmen
unter den Tisch, da diese Parteien die 5-%-Hürde nicht überspringen konnten. Unterm Strich
bedeutet das: Eine Mehrheit von 51 % der Berliner ist im neuen Abgeordnetenhaus nicht durch Abgeordnete
vertreten.
Das Berliner Wahlergebnis vom 17. September 2006 in einer etwas anderen Darstellung. In dieser Grafik
sind die Stimmanteile auf alle Wahlberechtigte bezogen dargestellt. In den 9 % der
Anderen sind nach diesem Prinzip u. a. Die Grauen mit 2,2 %, die WASG mit 1,7 %, die NPD mit
1,5 % und die REP mit 0,5 % enthalten.
[Amtliches
Ergebnis]
(Grafik: 19.9.2006 khd)
Bei der Berliner Wahl konnten nur die Grünen deutlich Stimmen zugewinnen. Alle anderen bislang im
Berliner Parlament vertretenen Parteien mußten Stimmen abgeben vor allem an die
Nichtwähler, aber auch an die Mini-Parteien. Stimmen für die Klein- Parteien müssen nicht
unbedingt Protest wie bei den Nichtwählern darstellen, sagen Parteienforscher. Eher
sei zu vermuten, daß Mini-Parteien heute aus Überzeugung gewählt werden
würden, heißt es. Und insofern seien dann die insgesamt 2,0 % für die demokratiefeindlichen
Rechtsradikalen äußerst bedenklich.
Wähler auf der Suche nach Alternativen
22.9.2006 (khd).
Eigentlich grenzt es ja an ein kleines Wunder, daß es den großen Parteien CDU und SPD
jahrzehntelang gelang, den Großteil der Wähler an sich zu binden. Denn die politischen Fragen
und die Wege zu deren Lösung sind derart vielfältig, daß sich das nicht in nur 2 bis 3
erfolgversprechenden Wahlprogrammen abbilden ließe. Aber erst Anfang der 80er-Jahre gelang es den
Grünen mit einem neuen ökologisch orientierten Politikansatz die Parteien-
Landschaft wirklich aufzuknacken.
Andererseits sind heute immer mehr Wähler mit den Leistungen der größeren Parteien CDU
und SPD, aber auch der Grünen, unzufrieden. Denn beispielsweise kriegten diese bislang trotz
vieler Beteuerungen weder das Problem der
hohen Arbeitslosigkeit noch die
explodierenden Krankenkassenbeiträge in den Griff. Manche Wähler suchen deshalb nach neuen
Alternativen. In Berlin waren das jetzt die Grauen, die WASG und
leider auch die NPD. Zwar scheiterten sie
diesmal noch an der 5-%-Hürde, aber zumindest den Grauen ist es zuzutrauen, daß sie bei der
nächsten Wahl ins Parlament einziehen.
Um das Problem des Nichtwählens anzugehen, sind alle Parteien gefordert. Die Regierenden
müssen eine überzeugende, am Gemeinwohl orientierte politische Qualitätsarbeit abliefern
und die Opponierenden hervorragende, kreative Gegenentwürfe präsentieren. Vermutlich werden
sich dann künftig viele derzeitige Nichtwähler eher daran erinnern, daß Demokratie vom
Mitmachen lebt. Und es nicht gesund ist, daß hinter einer Regierung nur rund 25 % des Wahlvolkes
steht (SPD + Linke = 25,1 % oder SPD + Grüne = 25,0 %), was Berlin jetzt bevorsteht.
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