Aud den Seiten Gifte im Essen sind einige Informationen über Giftstoffe zusammengetragen, die bei den bisherigen Lebensmittel- Skandalen in Europa eine herausragende Rolle spielten.Links mit dem Symbol
zeigen auf weiterführende Informationen im Internet, die die Aussage belegen. xxx = Text folgt demnächst.
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Nitrofen Warum ist das Herbizid Nitrofen so gefährlich? Recherchiert im Internet und zusammengestellt von Karl-Heinz Dittberner Berlin |
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25.5.2008 (khd/wikipedia). Das Pflanzenschutzmittel Nitrofen wurde in den USA für die
Riesen- Weizenfelder entwickelt und dort erstmals 1964 vom Hersteller Rohm & Haas auf den
Markt gebracht. Bei dem Stoff handelt es sich um ein Vorlauf- Herbizid, das als weißes
bis braunes, kristallines Pulver auf die Getreide- Felder aufgebracht wurde. Nitrofen wurde
vor dem Aufkeimen der Saat als Granulat verstreut und bewirkte, daß sogenannte
Unkräuter vernichtet werden, sobald sie aus dem Boden hervorwuchsen. Dadurch konnte der
Getreide- Ertrag eines Feldes erheblich gesteigert werden. Nitrofen ist ein Produkt der Chlorchemie eine Dichlor-Verbindung (C12 H7 O3 Cl2 N), die chemisch 2,4-Dichlorophenyl-p-nitrophenylether genannt wird. Es ist wasserunlöslich, aber lichtempfindlich.
Das jetzt im Futter- Weizen gefundene Herbizid (Unkrautvernichtungsmittel) Nitrofen kann besonders für ungeborene Kinder sehr gefährlich sein. Bei Tierversuchen seien schon bei Konzentrationen von 0,3 mg/kg Körpergewicht Mißbildungen bei Ungeborenen aufgetreten, erklärte der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer in einem Interview der Nachrichten- Illustrierten Stern. Es sei davon auszugehen, daß in den ersten 3 Monaten der Entwicklung das größte Risiko bestehe. Nitrofen ruft im Tierversuch Fehlbildungen an Herz, Lunge und Nieren, aber auch Gaumenspalten hervor. Für Erwachsene seien hingegen die Nitrofen- Rückstände nach Erkenntnissen aus Tierversuchen vergleichsweise harmlos. Wer mal ein Huhn gegessen habe, das belastetes Futter gefressen habe, müsse sich jedoch keine Sorgen machen. Aber natürlich kommt es auch hier auf die Menge an. So kann sich Nitrofen in (Bio-) Eiern und Fetten anreichern. Ein häufiger oder andauernder Haut- Kontakt mit der stark giftigen Substanz Nitrofen kann Neurodermitis und Schuppenflechte hervorrufen. Außerdem reizt die stark giftige Substanz Augen und die Atemwege. Kein Mensch auch kein Wissenschaftler (!) weiß derzeit etwas über die Langzeitwirkung von mit der Nahrung gegessenen Pestiziden auch dem Herbizid Nitrofen. Vom Nitrofen ist immerhin bekannt, daß es sich im Fettgewebe ablagern und kummulieren kann. Auch über Interferenzen von Pestiziden mit anderen vom Menschen aufgenommenen Stoffen auch Arzneimitteln weiß man ebenfalls wenig bis nichts. In den letzten Jahren häufen sich aber Daten über schädliche Umweltchemikalien, die mit Hormonsystemen interagieren und so zur Unfruchtbarkeit beim Menschen beitragen. Dazu zählt nach Forschungsergebnissen der Universität Zürich eindeutig auch das Herbizid Nitrofen. Falls Nitrofen die Erbsubstanz schädigen sollte (Genotoxizität) was noch nicht sicher ist, dann würde sehr wenig Herbizid in der Nahrung ausreichen, um ein Tumorwachstum auszulösen. Und nach dem Vorsorgeprinzip muß deshalb der Staat ohne Wenn und Aber dafür sorgen, daß die Nahrung der Bürger frei von allen Umweltgiften bleibt. Übrigens: Auch in den früheren Ostblock- Staaten wie Polen, Tschechien und Ungarn ist Nitrofen verboten. Nur noch in Serbien (Rest- Jugoslawien) ist das Nitrofen erlaubt. Von dort wird aber kein Öko- Getreide nach Deutschland importiert hoffentlich. Der Nachweis von Pestiziden und Herbiziden wie Nitrofen in Lebensmitteln oder Getreide ist eine aufwendige Untersuchung, die bis zu 24 Stunden in Anspruch nehmen kann. Zunächst wird die Probe (Weizen oder ein Stück Fleisch) sehr fein zerkleinert und mit einem organischen Lösungsmittel gelöst. Dieser Extrakt wird in einem Gas- Chromatografen auf eine Temperatur von bis zu 400 Grad Celsius erhitzt. Die dabei entstehenden Gase werden von einem Detektor registriert. Sie geben Aufschluß über Art und Menge der enthaltenen Stoffe. Allein dieser Schritt der Analyse kann mehrere Stunden dauern. Wichtig ist zudem, daß die Chemiker sehr exakt arbeiten. So darf der Extrakt, der im Gas- Chromatografen untersucht wird, keine Eiweiße oder Fette mehr enthalten. Das würde die Ergebnisse beeinflussen. Um beim Befund sicher zu gehen, werden alle Proben doppelt untersucht.
[Amtliche Infos zum Nitrofen aus den USA]
Im Rahmen der Berichterstattung der bse-page entstand ab 2002 auch eine Nitrofen-FAQ: |
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