Diese Seite ist eine Ergänzung zu einem Berlin-Report, in dem über die Aufwertung der Steglitzer Schloßstraße durch den Bau neuer Einkaufszentren wie Das Schloß am Rathaus Sreglitz und dem Schloßstraßen-Center am Walther-Schreiber-Platz berichtet wird. Über das alte Forum Steglitz aus den 1960er-Jahren wird in einem anderen Berlin-Report berichtet. Es gilt der allgemeine CopyRight-Hinweis. Manches wurde hier mit [Ed: ...] kommentiert.
| Die Steglitzer Schloßstraße (3) |
I n h a l t :
Schloßstraße (Steglitz)
In Wikipedia, der
freien Enzyklopädie.- Frühere Dokumentationen (2. Teil).
- 22.06.2006: Dem Abriss immer näher. (Steglitzer Kreisel)
- 02.10.2006: Fußgängertunnel wird geschlossen.
- 05.10.2006: Einkaufsmeile auf der Überholspur.
- 18.10.2006: Schloßstraße wird Berlins modernste Einkaufsmeile.
- 08.11.2006: SSC-Rohbau steht.
- 02.02.2007: Karstadt an der Schloßstraße wird umgebaut.
- 15.02.2007: Berlin Boulevard mit "Steglitzer Kleinteiligkeit".
A l t e F o t o s
Steglitzer Schloßstraße- 16.02.2007: Schloßstraße wird zur Nobel-Adresse.
- 22.02.2007: Tiburtiusbrücke soll das Tor zur Schloßstraße werden.
- 27.02.2007: Turmbau zu Steglitz.
- 28.02.2007: Wertheim eröffnet neue Schlemmeretage.
- 23.03.2007: Die Schlossstraße erlebt millionenschwere Investitionen.
- 29.03.2007: Einkaufszentrum mit U-Bahn-Anschluß. (SSC)
- Weitere Dokumentationen (4. Teil).
Dem Abriss immer näher
Der Kreisel ist offenbar nicht mehr zu retten. Bezirksbürgermeister enttäuscht über die Miteigentümer.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 22. Juni 2006, Seite 12 (Berlin) von CHRISTIAN VAN LESSEN (C.v.L.). [Original]
BERLIN (Tsp). Der Abriss des Steglitzer Kreisels scheint beschlossene Sache, seitdem sich offenbar auch die Miteigentümergesellschaft Becker & Kries nicht mehr dagegen stemmt. Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) plädiert seit langem für den Abriss des asbestverseuchten Rathauses. Die Hoffnung von Bezirksbürgermeister Herbert Weber (CDU), den Kreisel nach der Asbestsanierung als Rathaus noch retten zu können, ist geschwunden. Das letzte Wort hat das Parlament, nicht der Finanzsenator, sagte er am Mittwoch [21.6.2006]. Aber man muss auch verlieren können. [weiter]
Skandal-Geschichte des Kreisels
khd-research.net,
die freie Info-Quelle.
S T E G L I T Z E R S C H L O S S S T R A S S EFußgängertunnel wird geschlossen
[Ed: 600.000 DM in den Sand gesetzt]
Aus: Berliner Morgenpost, 2. Oktober 2006, Seite ?? (Bezirke). [Original]STEGLITZ (kla). Der Fußgängertunnel unter der Albrechtstraße am S-Bahnhof Steglitz wird zugeschüttet und mit Betonplatten verschlossen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im November beendet sein. Der Tunnel werde schon lange nicht mehr genutzt, begründete Petra Rohland von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Arbeiten. "Die Fußgänger gehen an der Ampel über die Albrechtstraße", so die Sprecherin. Deshalb verwahrlose der ungenutzte Tunnel immer mehr. Der Bezirk habe die Senatsverwaltung gebeten, die Unterführung zu schließen, um die Kosten für die Reinigung zu sparen, sagte Petra Rohland.
Der Tunnel wurde im Zusammenhang mit der Westtangente von 1966 bis 1968 für 600.000 Mark gebaut. Damals war er notwendig, weil es keine Ampel über die Albrechtstraße gab [Ed: deren Bau aber billiger als der Tunnelbau geworden wäre...]. Der Rückbau kostet jetzt 120.000 Euro, allerdings können jährliche Betriebskosten, wie Reinigung und Beleuchtung, von knapp 10.000 Euro gespart werden.
Einkaufsmeile auf der Überholspur
Die Schlossstraße wird wieder attraktiver, sagen Experten.
Aus: Berliner Zeitung, 5. Oktober 2006, Seite xx (Berlin). [Original]STEGLITZ. Die Schlossstraße verändert ihr Gesicht. Man braucht sich nur auf ihrem nördlichen Ende am Walther-Schreiber-Platz umzusehen. Das alte Hertie-Kaufhaus ist verschwunden, stattdessen entsteht ein Einkaufszentrum mit 67 Geschäften, das Schloss-Straßen-Center. Der Rohbau, der weit in die Bundesallee hineinreicht, ist fast fertig, und nicht selten bleiben Passanten stehen und beobachten, was sich auf der Baustelle tut. Auch gegenüber wird gebaut. Die ehemalige Ebbinghaus-Filiale wird zu einem Ärztehaus. Eine Baustelle, wenn auch nur eine kleine, ist auch das Forum Steglitz. Das einst so schmucklose, dunkle Einkaufszentrum hat eine Radikalkur hinter sich: mehr Licht, mehr Platz, mehr Geschäfte. All diese Veränderungen sind beispielhaft für das, was sich in der 1,2 Kilometer langen Schlossstraße tut. Es wird saniert, abgerissen oder neu gebaut.
"Die Schlossstraße befindet sich auf der Überholspur", sagt Stefan Heerde vom Immobiliendienstleister Engel & Völkers, der die Straße untersucht hat: Mitarbeiter haben die genaue Zahl der Geschäfte ermittelt, den Branchenmix, den Leerstand, den Einzugsbereich der Kunden und die Zahl der Bewohner im Viertel. Das Fazit sei durchweg positiv, so Heerde: "Die Straße wird weiter an Attraktivität gewinnen."
Als Hauptgrund nennt Heerde vor allem die Neu- und Umbauprojekte der vergangenen Monate. So sei die Zahl der Geschäfte binnen eines Jahres um 17 Prozent gestiegen. Dennoch stehen heute so wenig Läden leer wie lange nicht.
Den größten Zuwachs brachte zweifelsohne das neue Einkaufszentrum am südlichen Ende der Straße "Das Schloss" mit seinen 90 Geschäften, das im März eröffnet wurde. Mit ihm und den Geschäften am Walther-Schreiber-Platz hat die Straße 2 geschäftsträchtige Enden, die Einzelhandels-Fachleute gern als "Knochen" bezeichnen. Zwischen ihnen lässt es sich gut flanieren. Auch die Mitte des Knochens mausert sich: C & A und Peek & Cloppenburg haben ihre Häuser umgebaut, auch Karstadt und Wertheim wollen erweitern.
Laut Engel & Völkers ist die Zahl der Bewohner im Viertel leicht gestiegen. Rund um die Schlossstraße leben mehr Familien und jüngere Leute als im Bezirksschnitt und die Gegend gilt als einkommensstark. Wie sich "Das Schloss" auf die Straße auswirkt, könne man nach so kurzer Zeit noch nicht sagen. "Stabile Ladenmieten sind aber ein Indikator dafür, dass es weiter aufwärtsgeht", sagt Heerde. Die Straße liege mittlerweile auf Platz 2 der besten Berliner Einkaufsstraßen hinter Kudamm/Tauentzien und gleichauf mit der Friedrichstraße.
Schloßstraße wird Berlins modernste Einkaufsmeile
In den kommenden 5 Jahren verschwindet der angegraute 70er-Jahre-Charme. Kaufhäuser werden vergrößert oder neu gebaut, die Gehwege verbreitert.
Aus: Berliner Morgenpost, 18. Oktober 2006, Seite xx (Steglitz-Beilage). Hier ohne die Grafik. [Original]STEGLITZ (BM). Gerade noch waren alle Blicke auf "Das Schloss" am Rathaus Steglitz gerichtet. Grundsteinlegung, Baukräne, Richtfest, Eröffnung nach einen halben Jahr ist in das neue Einkaufszentrum am südlichen Teil der Schloßstraße (Grafik, Punkt 1) der Shopping-Alltag eingezogen.
Und schon hat sich die Blickrichtung verändert. Die Aufmerksamkeit richtet sich jetzt auf das nördliche Ende der Schloßstraße. Dort, am Walther-Schreiber-Platz, stehen jetzt die Baukräne. Mit Interesse und Neugier wird das neue "Schloss-Straßen-Center" erwartet, das mit seinen gläsernen Fassaden und 67 Läden kaum weniger beeindrucken wird als sein luxuriöser Konkurrent mit 90 Geschäften am anderen Ende der Straße. Die Eröffnung soll im März nächsten Jahres sein (Grafik, Punkt 4).
Mit den zwei neuen Shopping-Centern ist aber noch lange nicht Schluss mit den Investitionen an der Einkaufsmeile. Karstadt, Wertheim, Woolworth ziehen nach. In den kommenden 5 Jahren wird die Straße den "70er-Jahre-Charme" fast komplett abgelegt haben und zu den modernsten Einkaufsstraßen Berlins gehören.
Zu dieser Prognose sind auch Engel &Völkers in ihrem neuen "Einzelhandels-Quartiersführer Schloßstraße" gekommen. Sie haben die Einkaufsstraße mit ihren Nebenstraßen auf das Angebot der Läden, den Leerstand, Mieten, Neubauten und die Kundenstruktur untersucht und mit anderen Einkaufsgegenden verglichen. Stefan Heerde, Mitarbeiter des Immobiliendienstleisters, ist sich sicher: "Die Schloßstraße ist auf der Überholspur."
Niedrigster Leerstand in Berlin
Im Vergleich der großen Berliner Einzelhandelszentren liegt die 1,2 Kilometer lange Geschäftsstraße an 2. Position hinter dem Quartier Kudamm/Tauentzien. In einigen Punkten konnte sie die City-West aber auch schon überrunden. Zum Beispiel stehen in der Schloßstraße die wenigstens Läden leer. Mit einer Leerstandsquote von 5,6 Prozent hat sie die Einkaufsmeilen Kudamm/Tauentzien (10,7 Prozent Leerstand), Friedrichstraße (10,3 Prozent) und Wilmersdorfer Straße (10,5 Prozent) hinter sich gelassen. Die niedrige Leerstandsquote, so analysieren Engel & Völkers, spreche für die ungebrochene Attraktivität des Quartiers. Die Ladenmieten zwischen 55 und 100 Euro/Quadratmeter sind im vergangenen Jahr stabil geblieben.Es wurde höchste Zeit, dass sich an der Schloßstraße etwas bewegt. Mehr als 20 Jahre habe die Einkaufsstraße aus der Substanz gelebt, sagt Wirtschaftsstadtrat Klaus-Peter Laschinsky (SPD). Weil die Umsätze kamen und stabil blieben, gab es auch keinen Grund, etwas zu tun. Das änderte sich, als plötzlich mächtige Konkurrenz drohte. Das 220 Millionen Euro teure "Schloss" habe den entscheidenden Impuls gegeben, quasi den Startschuss zum Wandel, so Laschinsky.
Mit dem neuen "Schloss" bringt es die Straße heute auf 140.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Bereits im vergangenen Jahr hatte Peek & Cloppenburg umgebaut und um 2000 Quadratmeter erweitert. Jetzt legen andere nach.
Das Forum Steglitz an der Schloßstraße 1 wird nach der Modernisierung etwa 8.000 Quadratmeter mehr und damit 32.000 Quadratmeter Fläche haben. Das Schloss-Straßen-Center, das im Rohbau am Walther-Schreiber-Platz fertig ist, bringt mehr als 16.000 Quadratmeter Verkaufsfläche ein. Ins benachbarte ehemalige Ebbinghaus-Gebäude zieht ein Ärztehaus ein, im Erdgeschoss entsteht ein Biosupermarkt. Als nächstes holen Karstadt und Wertheim (Grafik, Punkt 3) auf. Das Karstadt-Haus soll zwischen 2007 und 2009 umgebaut werden und um 13.000 Quadratmeter auf 30.000 Quadratmeter Fläche erweitert werden. Nach der Sanierung gehört es zu den "Premium-Group-Häusern", die sich durch ihre exklusive Einrichtung und ein besonders hochwertiges Warenangebot auszeichnen. Wertheim wird im Anschluss zwischen 2009 und 2011 zu einem Einkaufszentrum mit 200 Fachgeschäften umgebaut.
Neues ist auch an der Ecke Ahornstraße geplant. Das Woolworth-Gebäude wird abgerissen und durch einen fünfgeschossigen Neubau mit einer Glas- und Aluminiumfassade ersetzt (Grafik, Punkt 2). In die unteren 3 Etagen sollen wieder Geschäfte einziehen, in den obersten 2 Etagen entstehen Büros.
Umbau der Straße beginnt 2008
Die Schloßstraße wird aber nicht nur von den Investoren und ihren Einkaufszentren aufgewertet. Bei soviel privater Initiative kann die öffentliche Hand nicht zurückstehen. 1,6 Millionen Euro hat der Bezirk Steglitz-Zehlendorf in der Investitionsplanung für die Schloßstraße vorgesehen. Mit diesem Geld soll die Straße so umgebaut werden, dass die Bummelmeile auch wieder zum Flanieren und Verweilen einlädt. Geplant ist, die Gehwege zu verbreitern und die Fahrspuren pro Richtung auf 2 zu reduzieren. Ab 2008 beginnen die Arbeiten, die etwa 3 Jahre dauern werden.An Aufenthaltsqualität hat die Straße bereits durch etliche neue Cafés gewonnen. Bei Hugendubel im Einkaufszentrum "Schloßstraße 110" (Grafik, Punkt 6) gibt es seit mehr als 5 Jahren ein Café zum Schmökern und Pause machen.
Gleich 4 Lokale mit Terrassenplätzen, darunter zwei Starbucks-Filialen (Grafik, Punkt 5) und ein Balzac-Coffee-Shop, haben Anfang dieses Jahres in der Straße eröffnet und damit für Ruhepole und Treffpunkte auch für junge Leute gesorgt. Und an der Schloßstraße 96 lockt Café Reichert (ehemals Senst) mit einem großen Tortenbuffet.
Froh über die neue Entwicklung in der Schloßstraße ist Ingo Herpolsheimer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Steglitz, die sich vor allem um die Belange der Kaufleute kümmert. "Alle Anstrengungen, die derzeit unternommen werden, kann ich nur begrüßen", sagt Herpolsheimer. Sie würden dazu beitragen, die Straße zu modernisieren und zu beleben. Denn das Interesse ist nach wie vor groß. "Ich habe häufig Anfragen von Geschäftsleuten, die sich in der Straße niederlassen wollen", so der Chef der AG. [mehr]
SSC-Rohbau steht
Der Rest soll im März fertig sein.
Aus: Berliner Woche (Ausgabe Steglitz) Nr. 45/2006, 8. November 2006, Seite 3 (Steglitz). [Original]STEGLITZ (HDK). Der Rohbau für das Schloßstraßen-Center (SSC) am Walther-Schreiber-Platz steht. Im kommenden März soll der neue Einkaufstempel mit einer Verkaufsfläche von mehr als 16.000 Quadratmetern eröffnet werden.
Ursprünglich sollte der viergeschossige Neubau mit gläserner Fassade, 365 Stellplätzen und etwa 300 neuen Arbeitsplätzen schon im Oktober fertig gestellt und eröffnet werden. Nach Verzögerungen wegen des monatelangen zähen Ringens um die Baugenehmigung im vergangenen Jahr die Berliner Woche berichtete mehrfach sowie des ausgesprochen strengen Winters kurz nach Baubeginn, waren die Pläne zwischenzeitlich ins Trudeln geraten und der Eröffnungstermin musste um ein knappes halbes Jahr verschoben werden.
Der lange kalte Winter hat uns den Rest gegeben, diesen Rückstand aufzuholen war überhaupt nicht mehr möglich. Wir eröffnen jetzt definitiv am 1. März 2007, so Investor Joachim Tenkhoff zur Berliner Woche. Wie berichtet, investiert die Tenkhoff Properties/Generali-Gruppe rund 80 Millionen Euro an der Schnittstelle zwischen Rhein- und Schloßstraße.
Karstadt an der Schloßstraße wird umgebaut
Geplante Arbeiten dauern zwei Jahre.
Aus: Berliner Morgenpost, 2. Februar 2007, Seite ?? (Bezirke). [Original]STEGLITZ (kla). Bei Karstadt an der Schloßstraße leeren sich die Regale. Dafür ist nicht nur der Winterschlussverkauf verantwortlich. Warme Jacken sind genauso im Sonderangebot, wie Handtücher und Fernseher. Denn alles muss raus aus dem Kaufhaus es wird komplett geräumt. Im März wird das Kaufhaus für 2 Jahre schließen. Das bestätigte Karstadt-Sprecher Elmar Kratz. Zwar stehe noch kein genauer Tag fest, aber voraussichtlich Ende März werde Schluss sein.
Dann beginnt der seit Jahren geplante Umbau. Das Haus an der Schloßstraße 710 soll bis 2009 von 17.000 auf 30.000 Quadratmeter vergrößert werden. In das sanierte Haus will die KarstadtQuelle AG mit ihrer neuen Premium-Group einziehen. Diese Karstadt-Häuser in erstklassiger Lage sollen nach dem Beispiel des KaDeWe mehr Service und mehr Markenprodukte bieten.
Während der Bauphase werden verschiedene Karstadt-Angebote im benachbarten Wertheim unterkommen. Konzern Sprecher Elmar Kratz nannte als Beispiel die Einrichtungsmarke "Yorn Casa". Auch einige Mitarbeiter werden zwischenzeitlich ins Wertheim-Haus an der Schloßstraße wechseln. 420 Angestellte sind von dem Bauvorhaben betroffen. "Kündigungen wird es nicht geben", so Kratz. Den Mitarbeitern werde der Wechsel in andere Häuser angeboten. Es gebe aber auch einen Sozialplan, der Abfindungen vorsehe. Abschließende Gespräche mit den Mitarbeitern liefen noch, sagte der Karstadt-Sprecher.
Nach dem Karstadt-Haus wird von 2009 bis 2011 das Wertheim-Gebäude umgebaut. An der Stelle des alten Kaufhauses soll eine Einkaufsgalerie mit etwa 200 Fachgeschäften entstehen. [mehr]
Berlin Boulevard mit "Steglitzer Kleinteiligkeit"
An der Schlossstraße entsteht ein neues Stadtquartier / Karstadt wird umgebaut und Wertheim soll abgerissen werden.
Aus: Berliner Zeitung, 15. Februar 2007, Seite 24 (Lokales). [Original]STEGLITZ. Die Tage des 55 Jahre alten Karstadt-Kaufhauses an der Schlossstraße sind gezählt. "Wir bauen um. Alles muss raus", verkünden große Schilder auf jeder Etage des viergeschossigen Gebäudes. In wenigen Wochen wird das Kaufhaus schließen, dann beginnt eine komplette Modernisierung die Fassade eingeschlossen.
Bauherr ist allerdings nicht der Karstadt-Quelle-Konzern, sondern die Multi Development Germany GmbH aus Duisburg. Vor einem dreiviertel Jahr hat das Unternehmen das Karstadt-Haus samt Grundstück erworben und das Nachbargrundstück gleich mit. Dort befindet sich das Wertheim-Kaufhaus. Alles zusammen soll in den kommenden 4 Jahren zum "Berlin Boulevard" werden, einem neuen Stadtquartier mit etwa 70.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, (zum Vergleich: das KaDeWe hat 60.000 Quadratmeter). Ein 150 Meter langes Stück der Treitschke- Straße soll in den Boulevard einbezogen, unterkellert und überdacht werden, selbst Teile des hinter Karstadt gelegenen Treitschkeparks werden umgestaltet.
Viel Glas, viel Licht und
ein Park zum Erholen
Aus: Berliner Zeitung, 15.2.2007. STEGLITZ. Das Quartier, das zwischen Tiburtiusbrücke und Markelstraße an der Steglitzer Schlossstraße entsteht, soll den Namen Berlin Boulevard tragen.Das Karstadt-Haus soll umgebaut und das Wertheim-Haus ganz abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, der von mehrgeschossigen Wandelgängen durchzogen ist. Der Neubau, zu dem auch eine große Terrasse gehört, geht am südwestlichen Ende in einen Park über.
Der Berlin Boulevard soll 70.000 Quadratmeter Verkaufsfläche haben, beide Kaufhäuser haben jetzt zusammen 44.000. Außerdem sind tausend Auto-Stellplätze auf 2 Etagen geplant. Bis März 2011 soll alles fertig sein.
Multi-Development-Geschäftsführer Axel Funke stellte das Vorhaben am Dienstagabend [13.2.2007] im Stadtplanungsausschuss des Bezirksparlaments von Steglitz-Zehlendorf vor. Das Unternehmen hat schon einige Einzelhandelsprojekte in Deutschland gebaut und betreibt sie selbst, zum Beispiel die Kamm-Promenade in Osnabrück und die Schlössle-Galerie in Pforzheim. In Steglitz will die Multi Development nach eigenen Angaben 390 Millionen Euro investieren. "Wir wollen die Immobilie und den Park miteinander verknüpfen und dadurch eine neue Aufenthaltsqualität an der Schlossstraße schaffen", sagt Funke.
Schon im April soll der erste Bauabschnitt des bislang größten Einzelhandelsprojekts an der Schlossstraße beginnen: der Umbau des Karstadt-Hauses. Eine Baugenehmigung ist dafür nicht nötig. Problematischer wird es mit dem zweiten Bauabschnitt, der das Wertheim-Kaufhaus betrifft: Dieser Teil muss vom Bezirk genehmigt werden. Geplant ist, das Haus komplett abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Zwischen dem Neubau und dem modernisierten Karstadt-Haus soll ein drittes Gebäude entstehen, das sich architektonisch an der "Steglitzer Kleinteiligkeit" orientiert. Architekt Manfred Ortner lobte schon mal den neuen Berlin-Boulevard: "Wir bauen keine Shopping-Mall, wir bauen einen neuen Stadtteil." Die Passagen würden den Eindruck erwecken, als stünden sich Häuser gegenüber.
Grundsätzlich positiv äußerte sich Baustadtrat Uwe Stäglin (SPD). "Es ist wichtig, dass nach der Schloss-Galerie im Süden und dem Schloss-Straßen-Center im Norden auch für die Mitte der Schlossstraße ein Impuls kommt", sagte er. Dem Umbau des Karstadt-Hauses stehe der Bezirk deshalb sehr aufgeschlossen gegenüber. Über Verkaufsfläche, Verkehrsanbindung und Dimension des Neubaus müsse aber noch geredet werden. Multi-Development-Geschäftsführer Funke erklärte sich am Dienstagabend bereit, mit den einzelnen Fraktionen des Bezirksparlaments noch mal zu reden. [mehr]
T U R M B A U Z U S T E G L I T ZSchloßstraße wird zur Nobel-Adresse
Politik und Wirtschaft begrüßen Pläne für neues Center "Boulevard Berlin".
Aus: Berliner Morgenpost, 16. Februar 2007, Seite ?? (Berlin). [Original]STEGLITZ (kla). Die Pläne für den Bau des 390 Millionen Euro teuren Einkaufcenters "Boulevard Berlin" am Standort von Karstadt und Wertheim an der Steglitzer Schloßstraße werden von Vertretern aus Wirtschaft und Politik einhellig begrüßt. Der Investor Multi Development plant ein Warenhaus, vergleichbar mit dem KaDeWe mit Galerien, Restaurants, Terrassen, Fußgängerzonen und Passagen.
Als ein klares Bekenntnis zum Standort Berlin, bezeichnet Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, die gigantische Investition. "Damit wird die Schloßstraße ihren zweiten Platz im Ranking der Berliner Einkaufsstraßen noch festigen", sagt Busch-Petersen. Das Projekt zeige aber auch die ungebrochene Zuversicht und das Vertrauen in die Stadt. Immerhin sei Berlin seit 1900 die Hauptstadt der deutschen Warenhauskultur. Zwischen 40 und 50 Warenhäuser gebe es allein in Berlin. Eine Konkurrenz zu anderen Centern in Steglitz oder im Umland, wie dem Stern-Center in Potsdam, sieht Nils Busch-Petersen nicht. "Karstadt und Wertheim sind ein gut angenommener Einzelhandelsstandort, der nur verbessert wird", erklärt er. Kundenströme würden sich dadurch nicht verändern.
Ingo Herpolsheimer, Sprecher der AG Steglitz, die die Einzelhändler an der Schloßstraße vertritt, findet das neue Projekt "klasse". "Die Schloßstraße ist auf dem Wege, eine sehr gute Adresse zu werden", sagt der Inhaber des Geschäfts "Werken, Spielen, Schenken". Auf das "Schloss" am einen Ende und das neue "Schloss-Straßen-Center" am anderen Ende der Straße anspielend, sagte er: "Es wird Zeit, dass der Knochen ein Stück Fleisch bekommt." Alles, was der Mitte der Straße gut tue, begrüße er.
"Begeistert" ist auch Wirtschaftsstadträtin Barbara Loth (SPD). Sie plant gerade, den Bezirk neu zu vermarkten und unter den Aspekten Gesundheitswirtschaft und Tourismus für Investoren interessanter zu machen. "Da ist das neue KaDeWe an der Schloßstraße wie ein Geschenk des Himmels", freut sie sich.
Als krönenden Abschluss einer jahrelangen Erneuerung der Schloßstraße bezeichnet Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) das Bauvorhaben. Er hoffe vor allem, dass wie angekündigt ein hochwertiges Sortiment einziehen werde. Angebote im unteren und mittleren Niveau gebe es genug an der Schloßstraße, sagt Norbert Kopp.
Tiburtiusbrücke soll das Tor zur Schloßstraße werden
Unternehmerin plant ein gläsernes Bistro mit Internet-Café und Business-Lounge / Zweites Konzept von BVG-Tochter.
Aus: Berliner Morgenpost, 22. Februar 2007, Seite xx (Bezirke). [Original]STEGLITZ (BM). Nachdem die Pläne für die neue Luxusgalerie "Boulevard Berlin" am Standort von Karstadt und Wertheim an der Steglitzer Schloßstraße bekannt geworden sind, soll jetzt auch die wenig attraktive Fläche unter der benachbarten Tiburtiusbrücke so schnell wie möglich neu gestaltet werden. Um eine rasche Lösung zu finden, haben sich erstmals alle Interessenten, wie die Investoren vom Bierpinsel und dem Karstadt-Wertheim-Areal, BVG, Senat, Bezirk und Geschäftsleute mit Wirtschaftsstadträtin Barbara Loth (SPD) an einem runden Tisch versammelt. Vorgestellt wurden erste Ideen. Gemeinsam sollte ausgelotet werden, was machbar ist.
Für die Neugestaltung der Fläche liegen zwei Konzepte vor. Die Urbanis GmbH, eine Tochtergesellschaft der BVG, ist nach eigenen Aussagen seit zwei Jahren im Gespräch mit dem Bezirk, um das Areal zu entwickeln. Die BVG wollte jedoch mit Hinweis auf die laufende Planung keine Auskünfte über Details geben.
Konkrete Ideen liegen hingegen von Unternehmerin Larissa Laternser vor, die im Auftrag der Bierpinsel GmbH den Turm modernisieren wird. Sie will in das Bauvorhaben auch die Fläche unter der Tiburtiusbrücke einbeziehen. Unter der Brücke soll ein Treffpunkt im Bistrostil entstehen, mit Internet-Café, Monitoren, die kontinuierlich über die neuesten Nachrichten informieren, einem Bereich für Musikveranstaltungen mit Flügel, Business-Lounge, Kinderrestaurant und kleinen Verkaufs- und Ausschankbereichen. Große tropische Pflanzen sollen in dem gläsernen Bau am Fuße des Bierpinsels für Behaglichkeit sorgen. Die Glasfront kann im Sommer geöffnet werden. "Die Tiburtiusbrücke soll das Tor zur Schloßstraße werden", sagt Larissa Laternser.
Für die Realisierung der Pläne müsste der außergewöhnlich breite Ausgang der U 9 unter der Tiburtiusbrücke entweder geschlossen oder verkleinert werden. Ob das möglich ist, muss jetzt mit der BVG und der Stadtplanung geklärt werden. Sicher ist, dass der Ausgang nur wenig frequentiert wird, weil die meisten Einkäufer die Treppen vor Wertheim oder C&A nutzen. Noch im ersten Quartal, so Larissa Laternser, wolle man ein gemeinsames Ziel finden und Bausicherheit schaffen. Im zweiten Quartal sollen die Arbeiten beginnen. "Die Ecke wurde lange in Ruhe gelassen und verkommt", sagt die 25-Jährige, deren Mutter Tita Laternser den Bierpinsel gekauft hat. Deshalb sei es an der Zeit, dass endlich etwas passiere.
Mark Göhring, vom Karstadt-Wertheim-Investor Multi Development, unterstützt die Pläne. Um die Verweilqualität an der Schloßstraße zu heben, müssten unkontrollierte Ecken verschwinden, sagt Göhring. Es sei wichtig, sie komplett in die neuen Bauvorhaben zu integrieren. [mehr]
Turmbau zu Steglitz
Eine Immobilienkauffrau hat den Bierpinsel erworben und will ihn und sein Umfeld jetzt grundlegend sanieren.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 27. Februar 2007, Seite 21 (Mickrige Monatsbeilage "RUND UMS KARREE" für Steglitz-Zehlendorf).STEGLITZ (Tsp). Für viele ist er eine Bausünde aus den 70er Jahren, für andere das markante Wahrzeichen von Steglitz: Der Bierpinsel an der Schloßstraße. Seit vergangenem Jahr ist das 46 Meter hohe, rot- und orangefarbene Gebäude geschlossen, doch das soll sich bald ändern. Die neue Eigentümerin will ihn zum schicken, silbernen Schlossturm umbauen und umfassend sanieren und mit ihm auch gleich seine [Ed: vom Bezirksamt geduldete] verwahrloste Umgebung.
Tita Laternser will mit den Arbeiten im Sommer beginnen, Anfang 2008 könnte der Bierpinsel dann in neuer Erscheinung eröffnet werden mit hochwertiger Gastronomie, einer Business-Lounge und Lichtkunst. Allein in den Turmumbau sollen 1 Million Euro investiert werden.
Die Pläne der neuen Bierpinsel-Eigentümerin sind beim Bezirk auf offene Ohren gestoßen. Im Zuge der Umgestaltung der Schloßstraße kam dieser Vorschlag zur rechten Zeit, sagt Wirtschaftsstadträtin Barbara Loth (SPD). Schon mehrere Gewerbetreibende im Umfeld hätten um eine freundliche Gestaltung des Bereichs gebeten. Daher habe sie nun einen Runden Tisch einberufen, an dem alle betroffenen Akteure und Ämter vertreten sind. Denn Laternsers Vorschläge beziehen sich auch auf benachbarte Bereiche, die nicht zu ihrem Neuerwerb zählen.
Die Immobilienkauffrau will zum Beispiel unter der Tiburtiusbrücke ein verglastes Gebäude errichten lassen. Ein Verweilkonzept sei dafür entworfen worden, so Stadträtin Loth, mit Möglichkeiten zum Kaffeetrinken, Spielen und Informieren. Gedacht sei auch an einen Info-Stand für Touristen und Besucher der Schloßstraßen-Geschäfte. Ein großes Manko ist bislang, dass die Käufer nirgends erfahren, in welchem Geschäft sie welche Waren bekommen, sagt Loth [Ed: und mit dem Auto anreisende Besucher erfahren nirgends durch elektronisch gesteuerte Anzeigetafeln, welches Parkhaus wie stark belegt ist anderenorts wie beispielsweise in Wiesbaden schon seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit].
Am Runden Tisch hätten alle beteiligten Behörden ihr Interesse an einem Gesamtkonzept für die Autobahnbrücke signalisiert; nun würden die einzelnen Schritte zwischen den Unternehmen und Behörden abgestimmt.
Wertheim eröffnet neue Schlemmeretage
Aus: Berliner Morgenpost, 28. Februar 2007, Seite ?? (Bezirke). [Original]STEGLITZ (hel). Heute um 9.30 Uhr eröffnet Wertheim an der Schloßstraße 1115 seine neue Lebensmittelabteilung "Perfetto". Auf 1900 Quadtratmetern können Kunden in mediterranem Ambiente rund 20.000 verschiedene Artikel kaufen. Die Karstadt Feinkost GmbH verspricht in ihrer neuen "Genussabteilung" mit 70 Mitarbeitern Top-Qualität. So soll es allein an der Fischtheke 100 unterschiedliche Sorten fangfrischer Meerestiere, darunter Kanada-Hummern und französische Austern, geben. Die neue Vinothek bietet 1200 verschiedene Weine, Sekte und Champagner aus aller Welt.
Die starke Nummer zwei
Die Schlossstraße erlebt millionenschwere Investitionen.
Aus: Berliner Zeitung, 23. März 2007, Seite B02 (Lokales). [Original]STEGLITZ. Große Einkaufszentren an beiden Enden und dazwischen eine lange, schmale Gerade zum Flanieren wegen dieser Aufteilung wird die Steglitzer Schlossstraße schon mal gern mit einem Knochen verglichen. Doch dieses Bild taugt bald nicht mehr, denn in den kommenden Jahren bekommt auch die Mitte des Knochens einen dicken Brocken ab: Bis zum Jahr 2011 entsteht aus den benachbarten Kaufhäusern Wertheim und Karstadt am U-Bahnhof Schlossstraße der "Berlin-Boulevard" ein Stadtviertel mit zahlreichen Geschäften, Galerien und Passagen. Baubeginn soll im April sein. Dann beginnt die Multi Development Germany GmbH aus Duisburg mit dem Umbau des Karstadt-Hauses.
390 Millionen Euro kostet das ehrgeizige Projekt. Es markiert den bisherigen Höhepunkt eines Baubooms, der der Schlossstraße seit zweieinhalb Jahren eine Baustelle nach der anderen beschert hat. Den Berlin-Boulevard mit eingerechnet, fließen mehr als 730 Millionen Euro in die 1,2 Kilometer lange Einkaufspromenade, die sich vom Hermann-Ehlers-Platz im Süden bis zum Walther-Schreiber-Platz im Norden erstreckt.
Kein Wunder also, dass der Chef des Einzelhandelsverbandes Berlin-Brandenburg nicht mit Lob spart, wenn er über die Schlossstraße spricht. "Der Handel hat großes Vertrauen in die Straße", sagt Nils Busch-Petersen. Das sei nicht verwunderlich. "Die Einkaufsstraße ist die starke Nummer zwei in Berlin nach Kudamm und Tauentzien." Die Gegend sei gut, die Kaufkraft immens und die Straße bei Berlinern und Brandenburgern gleichermaßen beliebt. Dass so viel Geld in eine Straße investiert wird, sei zwar nicht ungewöhnlich, so Busch-Petersen, "dass es so geballt passiert, aber schon".
Vor allem an den Knochenenden wurde in den vergangenen zwei Jahren beträchtlich investiert: Am unteren Ende der Straße wurde vor einem Jahr "Das Schloss" eröffnet, ein Einkaufszentrum mit 90 Geschäften. Baukosten: 220 Millionen Euro. Ende April endet der 40 Millionen Euro teure Umbau des ältesten Einkaufszentrums der Straße des Forum Steglitz am nördlichen Ende. Für weitere 80 Millionen Euro ist gleich daneben das Schloss-Straßen-Center mit weiteren 78 Geschäften entstanden Eröffnung ist am 29. März. Aber auch kleinere Projekte gab es: Sowohl C & A als auch Peek & Cloppenburg sanierten ihre Kaufhäuser. 60.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche kamen auf diese Weise hinzu, mit dem Berlin-Boulevard werden es noch mal 70.000 Quadratmeter mehr. Die Schlossstraße hätte damit ihre Einzelhandelsfläche mehr als verdoppelt. "Natürlich sorgt das für mehr Konkurrenz", sagt Nils Busch-Petersen, "aber man kann ja einer Straße nicht verbieten, größer und schöner zu werden."
Apropos schön: Auch der Bezirk wird seinen Anteil leisten. Steglitz-Zehlendorf wird bis zum Jahr 2010 insgesamt 1,4 Millionen Euro in den Umbau der Straße investieren. Dabei sollen die Gehwege verbreitert, Sitzgelegenheiten aufgestellt und Bäume gepflanzt werden. Besucher und Händler der Schlossstraße werden also noch ein paar Jahre mit Baustellen leben müssen.
Wie weiter mit dem Kreisel?
Das 118 Meter hohe Bürohochhaus an der Schlossstraße 80, auch Kreisel genannt, ist Sitz der Verwaltung des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. 1990 wurde krebserregender Asbest im Bauwerk festgestellt.Ein Gutachten kam 2004 zu dem Schluss, dass das Haus entweder sofort asbestsaniert oder Ende 2007 geräumt werden muss. Die 660 Bezirksamtsmitarbeiter werden auf sieben andere Gebäude verteilt.
Das Land Berlin will das 30 Etagen hohe Gebäude asbestsanieren, danach aber nicht weiter nutzen. Der Miteigentümer des Kreisel-Komplexes, die Firma Becker & Kries, besteht auf einem Wiederaufbau und hat deswegen Klage gegen das Land eingereicht. Eine Entscheidung darüber steht noch aus. [mehr zum Kreisel]
Einkaufszentrum mit U-Bahn-Anschluss
Aus: Berliner Zeitung, 29. März 2007, Seite 24 (Lokales). [Original]FRIEDENAU. Seit gestern prangt nun auch das Logo an der Fassade heute um 9 Uhr öffnet am Walther-Schreiber-Platz in Friedenau das Schloss-Straßen-Center [SSC]. Das dreigeschossige Einkaufszentrum entstand an der Stelle des alten Hertie-Kaufhauses, das nach langem Leerstand im Jahr 2005 abgerissen worden war.
Rund hundert Millionen Euro investierten AMB Generali und Tenkhoff-Properties in das neue Shopping-Center. 72 Geschäfte und Gaststätten gibt es dort. Das spanische Modeunternehmen Zara eröffnet erstmals in der Schlossstraße. Zu den größten Mietern gehören ein Rewe-Markt und eine Toys'r'us-Filiale. Das Centermanagement übernimmt die Allianz Centermanagement GmbH, eine Tochter des Versicherungsriesen.
Mit dem Bau des Einkaufszentrums wurde auch der Walther-Schreiber-Platz umgestaltet. Das SSC bekam einen direkten U-Bahn-Zugang. Der Straßenverlauf wurde begradigt, die historische Sichtachse auf die Schlossstraße wieder hergestellt. Die Mittelinseln für Busse und Taxis wurden beseitigt. Bis Ende April sind noch einige Restarbeiten zu erledigen. [Zur Entstehung des SSC]
Dokus zur Schloßstraße:
[1] [2] [3] [4] [5]
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