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Es gilt also so schnell wie irgend möglich aus dem Betreiben von AKWs auszusteigen. Erledigen sollten das aber nun Parteien, die davon mehr verstehen und sich nicht von der Atom-Lobby beeindrucken lassen. Mit ihren Stimmen können das Wähler am 27. März 2011 entscheidend beschleunigen, indem sie die Laufzeit der Atom-Parteien jetzt beenden. Übrigens, auch die SPD war Atom-Partei sogar ganz energisch unterm Kanzler Schmidt in den 1970er-Jahren. Erst neuerdings gab’s dort einen Wandel der ‚Not gehorchend‘. Selbst Kanzler und Industrie-Freund Schröder war noch der Atomkraft zugeneigt, weshalb auch das rot-grüne Ausstiegs-Szenario 2001 nicht sehr perfekt ausfiel. [Flyer] (Grafik: 20.3.2011 khd) |
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| Wer diese neoliberale FDP wählt, der nimmt Tausende von Strahlen- Opfer in Kauf. Deutschlands Kernkraftwerke sind nicht sicherer als die AKWs in Japan. | |
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Aufgeschnappt am 23.3.2011 im Berliner Regierungsviertel. Aber das wissen auch alle, die den Weg dieser Möllemann/Westerwelle-FDP seit den 1990er-Jahren verfolgten. Bei deren Programm gegen alle Vernunft ist der totale Absturz garantiert. |
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| Es ist schlichtweg Wahnsinn, daß die Japaner auf die Kernkraft gesetzt haben. | |
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Sagte ein Experte der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW. |
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| Es ist Wahnsinn, daß die Bundesregierung 2010 die Laufzeiten deutscher AKWs gegen den Willen der Bevölkerung verlängerte. | |
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Das wissen alle, die noch logisch denken können und sich nicht vor den Karren eines total verkommenen Energie- Oligopols spannen lassen, wie das die CDU- und FDP-Politiker in der Regierung taten. |
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BERLIN 10. März 2011 (khd).
Seit gut 30 Jahren gibt es nun das Internet das Weltwissensnetz. Und seit fast 20 Jahren das
besonders benutzerfreundliche World-Wide-Web (kurz:
Web) im Internet. Dennoch haben es in Deutschland bislang die politischen Institutionen wie Regierungen,
Parlamente, Parteien usw. nicht geschafft, auch nur adäquat die feinen Möglichkeiten der
Wissensvermittlung zu nutzen. Berichtet werden soll hier über einen besonders ärgerlichen
Ausreißer im Land Berlin.
BERLIN-LICHTERFELDE 9. Januar 2011 19.05 Uhr (khd). Für einige Bewohner der
Lichterfelder Thermometer-Siedlung begann das neue Jahr mit einem Horror. Am Sonnabend, den 8. Januar
2011 (gestern) kam es am Nachmittag zu einem Großbrand im ebenerdigen Keller des 21-stöckigen
Wohnhauses Celsiusstraße 56. Eigentümer des Gebäudes ist die seit 2004 eigennützige
GSW Immobilien AG, die zum Verkauf ansteht.
BERLIN 24.12.2010 (khd). In weiten Teilen West-Europas begann der Winter in diesem Jahr
früh schon Anfang Dezember. Berlin war beispielsweise bereits am 2. Dezember völlig
Um das zu verstehen, muß man wissen: Ob Informationen im Internet zu
finden sind, hängt nicht nur von den Suchmaschinen ab. Auf jedem Server, der Webseiten im Internet
anbietet, wird mit Anweisungen in einer für alle lesbaren besonderen Text-Datei
robots.txt festgelegt, welche angebotenen Dateien (Seiten, Dokumente, Abbildungen
usw.) die Suchmaschinen in ihr Programm aufnehmen können. Dort können auch ganze Verzeichnisse
vom Indizieren ausgesperrt werden.
Vom Ausperren von Suchmaschinen macht das Land Berlin auf dem Web-Server http://www.berlin.de/ reichlich Gebrauch, ohne daß dafür eine
plausible Begründung gegeben wird. So bedeutet beispielsweise die Anweisung (siehe:
Tabelle)
Disallow: /ba-mitte/bvv-online/, daß die gesamte Politik der
Bezirksverordnetenversammlung (Anfragen, Anträge, etc.) im Bezirk Berlin-Mitte nicht über in
universellen Suchmaschinen wie Google eingegebene Stichworte gefunden werden kann.
Alle 12 Berliner Bezirke werden so politisch ausgesperrt. Was soll das? Das sieht doch sehr nach einer
Fortsetzung einer ‚Politik in Hinterzimmern‘ aus. Wollte man nicht mit den Mitteln des
Internets den politischen Dialog mit den Bürgern im Kiez fördern?
Mehr zu diesem Thema:
[16.06.2004:
Neue Suchmaschinen braucht das Internet] (khd-blog)
[10.03.2011:
Aktuelle "robots.txt" von http://www.berlin.de/] (Land Berlin)
BERLIN/MAGDEBURG 30. Januar 2011 (khd). Gestern Abend ereignete sich in der Nähe von
Magdeburg ein schweres Zugunglück. Ein privater Güterzug fuhr mit hoher Geschwindigkeit frontal
auf einen entgegenkommenden privaten Regionalzug in Leichtbauweise, der vollkommen zerstört wurde.
Es gab viele Tote und Verletzte. Das Unglück ereignete sich bei Hordorf an der Strecke Magdeburg
Oschersleben Halberstadt. Diese Strecke ist eingleisig und nicht durch ein automatisches
Not-Bremssystem gesichert, was nicht dem Stand der Technik entspricht.
 
Das Zugunglück in Sachsen-Anhalt hätte vermieden werden können. Seit
über 10 Jahren wissen Verkehrsministerium und Bahn von den Gefahren auf der
Strecke.
Das schreibt DER SPIEGEL am 7. Februar 2011 im Heft 6/2011
auf Seite 33.
Auch wenn auf dieser Strecke private Bahnen gefahren sind und vermutlich einer der Lokführer ein
Haltesignal überfahren haben sollte (es herrschte Nebel), liegt dennoch die Hauptverantwortung bei
der Deutschen Bahn AG (DB), denn diese ist über eine ihrer vielen Tochter-Unternehmen verantwortlich
für alle Bahnstrecken und deren Sicherheit an sich. Schon mit der bereits vor dem Krieg (sic!)
eingeführten automatischen Zugbeeinflussung INDUSI wäre dieses Unglück
vermeidbar gewesen, weiß ein befragter Bahn-Experte.
Der Experte fügte hinzu: Es reicht! Dieser von ahnungslosen Politikern verlangte
Börsengang ist am Sparkurs der DB schuld. Das muß schleunigst vom Tisch. Oder soll es noch
mehr Tote geben? Es sei auch ein unglaubliches Handeln, wenn die DB in England ein Bahn-Unternehmen
aufkauft, aber die Sicherheit des Bahn-Netzes in Deutschland sträflich vernachlässigt.
SPIEGEL-Journalisten werden uns sicher demnächst darüber aufklären, was da in Politik,
Behörden und Bahn alles schiefgelaufen ist. Und welche Rolle dabei der Ex-Bahnchef Mehdorn
spielte.
BERLIN/WIESBADEN 18. Januar 2011 (khd).
Jeder weiß, daß es zu allem menschlichen Wirken, zu allen von Menschen gemachten Plänen
immer mindestens eine Alternative, eine andere Lösungsmöglichkeit gibt. An allen
Universitäten wird das gelehrt. Es ist quasi ein Naturgesetz. Dennoch häufen sich in den
letzten Jahren Politiker-Äußerungen, wonach ihre Pläne, ihre eingeschlagenen Politikwege
alternativlos seien. Dieses diktatorische Gehabe geschieht immer dann, wenn Politikern die
rationalen Argumente ausgehen und sie keinerlei demokratische Diskussion darüber haben wollen. Kein
Wunder, daß heute alternativlos zum Unwort des Jahres 2010 gekürt wurde.
Eigentlich aber ist es ja das Unwort der beiden letzten Jahrzehnte.
Begonnen mit diesem Totschlag-‚Argument‘ hat bereits die britische Premier-Frau M.
Thatcher, als sie mit ihrer neo-liberalen Politik [Ed: die übrigens auch zum
BSE-Skandal führte]
die starken Gewewerkschaften zerbrechen wollte, den Kreuzzug der Privatisierung mit dem totalen Glauben
an den Markt begann und das alles mit There Is No Alternative
(TINA = alternativlos)
begründete. Hierzulande verwendete der ebenfalls neo-liberal-verblendete und ständig dem
Zeitgeist hinterherlaufende Kanzler Schröder (SPD) dann das Basta!, um von vornherein
jegliche Diskussion abzuwürgen (u. a. bei seiner Agenda 2010). Er verstieg sich sogar zu
einer Steigerung, als er im Parlament die Vertrauensfrage stellte.
Das sollte alles unlängst alternativlos sein:
Den alternativlosen Vogel schoß aber in den letzten Monaten Angela Merkel (CDU) ab, die promovierte
Naturwissenschaftlerin und derzeit Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland ist. Sie verwendete das
Unwort fast schon inflationär bei jedem Regierungsprojekt von Schwarz-Gelb. Vielleicht ersetzt
sie’s nun durch ’nen alternativen allerdings ebenso demokratielosen
Klartext-Satz: So wird’s gemacht und nicht anders! Oder bleibt das
autoritäre Unwort auch alternativlos?
Die Feuerwehr mußte 10. Alarm geben (10 Staffeln mußten ausrücken). Sie
hatte trotz Einsatz modernster Löschtechnik Probleme, das in den Kellerverschlägen wütende
Feuer unter Kontrolle zu bringen. Dies gelang erst nach etwa 15 Stunden am Sonntag (heute) früh
gegen 8 Uhr. Die Aufräumarbeiten dauern derzeit noch an. Eine Brandwache beobachtet weiterhin den
Brandort. Die Strafverfolgungsbehörden haben mit den Ermittlungen zur Brandursache begonnen.
[mehr]
Die weiteren Überschriften dieses
Reports über einen außergewöhnlichen Brand
BERLIN 31.12.2010 (khd).
Erst nachdem nun die Weihnachtsbraten überall gegessen sind, informierte die Bundesregierung die
Bevölkerung darüber, was sie schon vor Weihnachten wußte, daß es eine
Belastung; (gemeint ist eine Vergiftung) von Eiern und Geflügelfleisch mit giftigen
Dioxinen gibt. Es bestehe aber keine akute
Gesundheitsgefahr, heißt es aus dem Verbraucherschutzministerium. Das ist aber mit ziemlicher
Sicherheit gelogen, zumal noch gar keine Gift-Konzentrationen bekannt sind
[Ed: akute Gefahr ist bekanntlich auch, wenn es dadurch wg. des
retardierten Dioxin- Wirkungsmechanismuses erst nach Jahren zu einer Krebserkrankung kommen kann, Frau
Aigner und Frau Merkel! Das sollten Sie doch wissen].
Die weitere Berichterstattung und Kommentierung dazu wird im Rahmen der Sammlung Europas wichtigste Lebensmittel- Skandale
erfolgen:
[2010: Report 1]
[2011: Report 2].
Dioxin-Skandale seit 1988:
Zur Erinnerung, da Politiker schon wieder Dummquatsch reden:
Dioxine kommen in der Natur selbst nicht vor!
Das besonders Tückische beim Super-Gift Dioxin ist seine Langzeit- Wirkung. Denn es wird im menschlichen Fettgewebe
eingelagert, wo es praktisch ein Leben lang gespeichert bleibt. Erst nach vielen Jahren kann durch das
akkumulierte Dioxin ein tödliches Krebsleiden ausgelöst oder auch das Immun-System
geschädigt werden.
Auch wenn die Aufnahme von geringen Mengen Dioxin keine akuten Beschwerden macht, ist das
Anreichern der Dioxin-Mengen im menschlichen Fettgewebe die eigentliche Gefahr. Deshalb sollte
unbedingt auf den Verzehr jeglicher Dioxin-belasteteter Nahrungsmittel verzichtet werden. Es ist schon
unglaublich wie seit Jahren (neo-liberale oder Lobby-hörige) Politiker mit der Dioxin-Gefahr
umgehen.
Schon vergessen? Die Neo-Liberalen haben schuld!
BERLIN 19.1.2011 (pep/khd). Die Bundesregierung hat heute nach nun 3 Wochen des Streits und
Herumgelaberes dem Parlament einen 14-Punkte-Plan zur Bekämpfung der Dioxin-Skandals
vorgestellt. Darin ist viel von verstärkten Kontrollen und Überwachungen die Rede. Dieser Plan
wird aber nicht ausreichen, um die Dinge im Lebensmittelbereich zum Besseren zu wenden. Angesichts der
vielen anstehenden Wahlen soll damit offensichtlich nur das Publikum beruhigt werden, ohne einen
wirklichen Schwenk in der Politik vorzunehmen.
 
Keine Frage, wenn Verbraucher aufhören, CDU, CSU oder FDP zu wählen, dann wäre
dieser neo-liberale Spuk sehr schnell zu Ende.
Das rät ein gestandener Politik- Wissenschaftler im persönlichen Gespräch, der zwar hier
seinen Namen nicht lesen möchte, aber dennoch die Wahrheit sagt.
Merke: Neo-Liberalität ist nur eine Ideologie keine wissenschaftlich
begründete Wirtschafts-Theorie! Wissenschaftler, die dieser Ideologie zuarbeiten, werden
Wirtschafts- Theologen genannt.
Erinnern wir uns daran, daß der Skandal von neo-liberaler Politik regelrecht vorprogrammiert wurde
(es ist oft gut, wenn man ein eigenes Archiv hat!):
1978 werden in der EU die Bestimmungen zur
Kennzeichnung von Futtermitteln aufgeweicht. Der Lobbyist Europäischer Verband der
Mischfutter- Industrie hatte massiv Druck auf Brüssel ausgeübt (siehe auch:
SPIEGEL 1/2001).
Damit gibt es dann keine klare Kennzeichnung beim Tierfutter mehr. Nur noch allgemeine Hinweise
klären die Tierzüchtern über Inhaltsstoffe auf. So muß beispielsweise der Gehalt
an Tiermehlen nicht mehr angegeben werden. Auch verwendete Fette müssen nur noch ungenau deklariert
werden. Und das beförderte dann zunächst den BSE-Skandal und später auch die vielen
Dioxin- Skandale. Denn es war der Freibrief dafür, nun mit der lukrativen Panscherei zu
beginnen.
Und dann der 1. Januar 1987:
In Deutschland tritt das novellierte Tierschutzgesetz vom 1986 in Kraft. Mit ihm wird durch die
unionsgeführte Bundesregierung (mit FDP an Bord!) die Massentierhaltung legalisiert. Im alten
Tierschutzgesetz von 1972 war es eindeutig untersagt, das natürliche Bewegungsbedürfnis von
Tieren dauernd zu verhindern. Das wurde im neuen Gesetz gestrichen und die Regierung ermächtigt, die
Art der Haltung der Tiere durch Verordnung zu bestimmen. Bundeslandwirtschaftsminister Ignatz Kiechle
(CSU, Amtszeit 19831993) erteilte daraufhin einen Freibrief für die Massentierhaltung auf
engstem Raum: Eine Beschränkung der Ausübung seines Verhaltens auf die
Möglichkeit der Bedarfsdeckung und der Schadensvermeidung kann dem Tier, insbesondere dem Nutztier,
zugemutet werden. Die Intensivierung der Massentierhaltung hatte u. a. zur Folge,
daß immer mehr industriell erzeugtes Tierfutter benötigt wurde. Ein Teufelskreis begann mit
dieser falschen CSU/CDU/FDP- Entscheidung für die (industrieartige) Massentierhaltung, was heute
dringend auch aus Klimaschutzgründen der Korrektur bedarf. Und das ist bislang nicht
zu erkennen.
Feuer unterm A****!
Die Verbraucher müssen massiv öffentlicher Druck ausüben, damit diese
neo-liberal-ideologisierte Regierung endlich die richtigen Maßnahmen gegen die
Lebensmittel-Vergifter ergreift und vom Laisser-faire abläßt. Foodwatch hat deshalb eine
Unterschriftensammlung gestartet. Alle, die kein Gift mehr auf den Tellern wünschen, sollten diese
unterstützen:
[ http://www.foodwatch.de/dioxin-aktion ]
Mehr zu diesem Thema:
[ab.00.1971:
Lebensmittel-Skandale seit 1970] (khd-research)
[ab.01.1995:
BSE-Chronik] (khd-research)
[12.06.1999:
Der Mensch wird zum Endlager] (SAARBRÜCKER ZEITUNG)
[30.12.2000:
Verlorenes Vertrauen] (DER SPIEGEL 1/2001)
[20.01.2011:
Reichholf-Interview: Der Mensch braucht Fleisch] (DRK)
BERLIN 28.12.2010 (pep/Tsp). Nach einem Bericht des Berliner
Tagesspiegel von heute verlangt diese
Musikverwertungsgesellschaft GEMA von allen
Kindertagesstätten und Kindergärten Gebühren für vom Blatt gesungene
Weihnachtslieder. 36.000 Mahn-Briefe sollen bereits deutschlandweit versandt worden sein [Ed: nein, das
ist kein vorgezogener Aprilscherz].
Spontane
Leser-Meinung dazu:
für die gesetzliche Grundlage?
bei solchem Tun nicht dämlich vor?
Anders als bei den Schulen gibt es bislang im Bereich von Kindereinrichtungen keine Rahmenverträge
mit geringen Pauschalgebühren. Die GEMA will nun 56 Euro (plus MwSt) pro jeweils 500 kopierte
Liedblätter eintreiben. Kitas und Kindergärten sollen zudem sorgfältig darüber
Buchführen, was wann an Liedern gesungen wurde.
Ein telefonisch befragter CopyRight-Experte sagte uns zu diesem unglaublichen GEMA-Vorgehen sehr
deutliche Worte:
Hoffentlich wachen nun endlich unsere Politiker auf und erkennen, was für einen gesetzlichen
Mist sie beim Urheberrecht in den letzten Jahhrzehnten aufgrund der ‚Vorgaben‘ [Druck] durch
Lobbyisten produziert haben. Deutschland braucht ein völlig neues, offenes Urheberrecht, in dem auch
das Prinzip des ‚fair-use‘ veranker und Otto Normal nicht kriminalisiert wird. Dann
seien solchen schwachsinnigen Ansinnen nicht mehr möglich.
[mehr]
Mehr zu diesem Thema:
[28.12.2010:
Gema verlangt Geld für Weihnachtslieder] (DER TAGESSPIEGEL)
[29.12.2010:
Eil-Pressemitteilung der GEMA] (ots)
In eigener Sache:
Zur Server-Umstellung:
Die 715. Edition vom 19.12.2010 war die
1. Ausgabe der »khd-Page« alias
»khd-Blog«, die seit dem 20.12.2010 vom neuen Internet- Server bei HostGator in Houston
kommt.
Möge es nie heißen: Houston, wir haben ein Problem!
khd 25.12.2010
eingeschneit, und es herrschten frostige Temperaturen. Das kann halt vorkommen, man muß sich nur
rechtzeitig und gut darauf vorbereiten. Ärgerlich war nun allerdings weniger der viele Schnee,
sondern wie mit dieser naturgegebenen Situation umgegangen wurde.
 
I’m dreaming of a
White Christmas.
Evergreen von Bing Crosby (1947). Deutschland erlebte wohl 1969 zuletzt eine Weiße Weihnacht. Da
wurden Eisenbahn-Züge noch von Winter- festen Lokomotiven gezogen. Auch gab es noch Hausmeister, die
wußten, wie man mit (viel) Schnee umgeht.
Es wurde schnell klar, daß man sich allerorten nicht auf einen richtigen Winter vorbereitet hatte.
Da fehlte es an Schneefräsen und solider Weichen-Enteisungstechnik bei der Deutschen Bahn (DB) [Ed:
hm, aber großspurig Stuttgart 21 bauen wollen...], an Enteisungmittel auf
internationalen Flughäfen, aber sogar an Streusalz und Split für Straßen und
Autobahnen.
In Berlin brach natürlich sofort der sowieso schon angeschlagene S-Bahnverkehr zusammen, weil diese
DB-Manager noch immer nicht ihre Schularbeiten gemacht haben. Überall hatten verantwortliche Manager
ohne Durchblick an ausreichenden Wintervorbereitungen gespart. Um mehr Gewinn zu machen, darf vermutet
werden.
Ohne Strom geht heute nichts
Am Abend vor Heiligabend (23.12.) traf es Bahn- Reisende besonders schlimm, obwohl DB-Chef Grube vor nur
wenigen Wochen getönt hatte: Die Bahn ist winterfest! Sie ist es eindeutig nicht.
Zwischen Hannover und Berlin blieben gleich 5 ICE auf freier Strecke liegen. Sie konnten aus der
Oberleitung keinen Strom mehr zapfen, da dort ein Eispanzer eine Stromentnahme unmöglich machte. Mit
Dieselloks, die erst mühsam zusammengesucht werden mußten, wurden dann die Züge soweit
geschleppt, bis sie wieder aus eigener Kraft fahren konnten. ICEs besitzen selbst keine
Diesel-Hilfsaggregate.
Und deshalb hieß es 1966 noch bei der Deutschen Bahn (DB): Fahr lieber mit der Bundesbahn.
[Bahn-Chaos]
(Repro: 2009 khd/DB)
Tausende Reisende kamen im Weihnachtsreiseverkehr sehr viele Stunden später an ihr Ziel, da sich
diese ‚Störung‘ deutschlandweit auswirkte. Ältere Reisende wußten: Zu
Dampflok-Zeiten wäre das nie passiert! Warum die Deutsche Bahn die Oberleitungen nicht
kurzfristig enteisen konnte, wußte ein Sprecher der Bahn nicht. Beobachter vermuten, daß die
DB dafür keine Technik eingekauft hat [Ed: übrigens, die DB hat seit etwa Anfang der
1990er-Jahre nur noch Murks (d. h. Züge nicht nach dem bestmöglichen Stand der Technik)
eingekauft um wg. eines Börsengangs zu sparen, aber reichlich Geld bei Zukäufen
ausländischer Eisenbahn- Unternehmen verplempert].
Wenn man die Hauswarte abschafft
Eine andere Schneefall-Folge zeigte sich vor allem in Berlin bei der Räumung der Gehwege. Hier
versagten viele Hauseigentümer total, obwohl es dafür gesetzliche Vorschriften gibt. Vor allem
bei den großen Wohnungsgesellschaften wie Deutsche Wohnen AG und GSW Immobilien AG blieben die
Bürgersteige und Hauszugänge allzuoft eisig glatt. Ältere Mieter wagten sich nicht mehr
aus dem Haus, um letzte Weihnachtsbesorgungen zu erledigen und alles nur weil diese
Wohnungshaie
mehr ‚Money-machen‘ wollen. Sie hatten das in vielen Jahrzehnten bewährte
Hausmeister-Wesen völlig abgeschafft und z. B. die Schneebeseitigung an unfähige externe Firmen
abgeschoben.
Mehr zu diesem Thema:
[25.12.2010:
Es ist ein Wunder, dass überhaupt was fährt] (BERLINER MORGENPOST)
[27.12.2010:
Deutsche Bahn: Ausfall mit Ansage] (DER SPIEGEL 52/2010, Seite 32)
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