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L E B E N S M I T T E LSeehofer für mehr Verbraucherschutz im Internet
Aus: Heise-Ticker, 16. März 2006, 9.52 Uhr MEZ (Politik)). [Original]BERLIN. Wer im Internet surft oder mit Chipkarte einkauft, soll künftig besser vor Datenmissbrauch geschützt werden. Horst Seehofer (CSU), als Bundesminister sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Verbraucherschutz zuständig, kündigte zum Weltverbrauchertag in Berlin an, dass die digitale Welt künftig ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Verbraucherpolitik sein soll. Ein fehlendes Vertrauen in die Sicherheit bremse auch Innovationen, sagte er. Die Grünen-Bundestagsfraktion warf Seehofer Stillstand in der Verbraucherpolitik vor.
Im Internet muss nach Ansicht des Verbraucherministers die Flut von Werbemüll (Spam) eingedämmt werden. Für Chips mit Funkerkennung (RFID) werde eine freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter angestrebt, damit nicht gegen den Willen der Kunden auch das Privatleben erfasst werde.
Das geplante Gesetz Seehofers für mehr Verbraucherinformationen als Konsequenz aus Fleischskandalen sorgt weiter für Streit. Die Oppositionsfraktionen im Bundestag forderten Änderungen. "Die Unternehmen werden nicht in die Pflicht genommen", kritisierte Grünen-Fraktionschefin und Seehofer-Vorgängerin Renate Künast. Zudem seien die Ermessensspielräume für Behörden zu groß. Konsumenten sollen künftig frühzeitig über Risiken von Lebensmitteln informiert werden. Die FDP kritisierte, es gebe zu viele Ausnahmen für Bürger, die die Behörden fragen. Die Liberalen lehnen es allerdings ab, dass Firmen direkt Auskünfte geben sollen. Die Linkspartei forderte einen kostenlosen Zugang zu allen Verbraucherinformationen und ein Verbot von Geschäftsbedingungen, die Konsumenten benachteiligen. Den Verbraucherzentralen geht der Entwurf ebenfalls nicht weit genug.
Bei Verstößen gegen das Lebensmittel- und Futterrecht sollen künftig betroffene Firmen und Produkte öffentlich genannt werden und Auskünfte an Bürger gebührenfrei sein. Die SPD-Fraktion hatte Zustimmung signalisiert, obwohl sie keine Informationsrechte bei Firmen durchsetzen konnte. Verantwortungsvolle Unternehmen hätten ein hohes Interesse an gut informierten Verbrauchern, teilte die SPD am Mittwoch [15.3.2006] mit.
Der Weltverbrauchertag fand unter dem Motto "Verbraucherbildung für Kinder und Jugendliche" statt. Nach einer Studie der Verbraucherzentralen haben deutsche Schüler große Wissenslücken über die Rechte von Konsumenten. Der Weltverbrauchertag wurde erstmals am 15. März 1983 begangen. Er geht auf US-Präsident John F. Kennedy zurück, der im März 1962 Verbraucherrechte formuliert hatte, darunter das Recht auf sichere Produkte und umfassende Information.
Mit einer Informationstour, die am heutigen Donnerstag startet, will das Bundesverbraucherministerium in rund 70 Städten über cleveres Einkaufen informieren. Dabei sollen die Konsumenten Orientierungshilfen zum nachhaltigen Einkauf bekommen. [mehr]
G E N T E C H N I K P E R V E R SMogelpackung aus Berlin
HINWEIS: Die unabhängigen Verbraucherschützer von Foodwatch haben eine Online-Aktion Ich will ess wissen! für ein besseres Verbraucher- informationsgesetz (VIG) gestartet. Die Aktion findet große Beachtung. Machen Sie mit. Neues Verbrauchergesetz schützt Panscher und Pfuscher. Minister Horst Seehofer verspricht mehr Rechte für Verbraucher. Doch Experten halten sein neues Gesetz für unwirksam, Beifall gibt es nur aus der Industrie.
Hinweis auf: Der Spiegel 12/2006, 20. März 2006, Seite 4647 (Deutschland). [Original suchen]
Tauziehen um Terminator-Technologie
Konzerne wollen Pflanzen gezielt unfruchtbar machen, um zu verhindern, dass Landwirte einen Teil ihrer Ernte im nächsten Jahr als Saatgut ausbringen können. Noch im Jahr 2000 wurde die so genannte Terminator-Technologie von der internationalen Gemeinschaft auf Labors beschränkt. Einige Länder versuchen aber auszuscheren und das einstige Moratorium zu Fall zu bringen.
Aus: Bayerischer Rundfunk, München, 22. März 2006, ??.?? Uhr MEZ (Umwelt + Gesundheit). [Original]Im jahrelangen Tauziehen zwischen den großen Saatgutzüchtern und den Landwirten hat die Industrie eine Technik hergestellt, die den Nachbau von Pflanzen gezielt
verhindern kann: die Terminator-Technologie. Mithilfe dieser Gentechnik können die Pflanzen so manipuliert werden, dass sie steril werden. Die Folge: Landwirte könnten ihre eigene Ernte nicht mehr im folgenden Jahr als Aussaat verwenden und wären gezwungen, den Samen über internationale Märkte zu beziehen. Bisher galt ein Verbot für solche Pflanzen. Allerdings scheint dieses bei der derzeitigen Biodiversitätskonferenz im brasilianischen Curitiba zu Fall gebracht zu werden.
Diese ‚Terminator-Technologie‘ ist eine Ausgeburt völlig kranker Gehirne und gehört weltweit geächtet und verboten.
Das sagten Gegner dieser gegen die Natur gerichteten perversen GenTech im Vorfeld der Konferenz in Curitiba.
Biodiversitätskonferenz
Das Wort Biodiversität bezeichnet die Vielfalt innerhalb der Arten. Auf der Biodiversitätskonferenz versuchen die Vertragsstaaten, sich auf Regelungen zum Erhalt der Artenvielfalt zu einigen. Arbeitsgrundlage ist die Konvention zum Schutz der Biodiversität (CBD), die 1992 in Rio de Janeiro verfasst wurde.
Modifizierter Verhandlungstext
Der Druck großer Konzerne und einzelner Länder wie Kanada, Australien, Neuseeland und den USA hat bereits zu einer neuen Abfassung des bisherigen "Terminatorverbots" geführt. Weit weniger streng wird im neuen Verhandlungstext eine Betrachtung "von Fall zu Fall" befürwortet. Erste Einschätzungen gehen davon aus, dass auch die Europäische Union der umformulierten Variante zustimmen wird. Zu den großen Saatgutkonzernen, die ebenfalls für eine Modifikation bestehender Regelungen werben, gehören beispielsweise Monsanto, DuPont, BASF oder Syngenta. Noch vor wenigen Jahren hatte etwa Mosanto auf einen kommerziellen Gebrauch der Technologie offiziell verzichtet. Allerdings wird im neuesten Geschäftsbericht des Unternehmens angekündigt, dass es bei Baumwolle und Tabak die unfruchtbaren Pflanzen einsetzen will. Nahrungspflanzen werden hier ausgeschlossen.
Vor- und Nachteile der Technologie
Auch Weizen kann genetisch verändert werden.Kritiker transgener Pflanzen sprechen von einem biologischen Patentschutz. Weltweit verfechten rund 370 Organisationen ein globales Verbot der Technologie. In Deutschland wird die Bundesregierung unter dem Motto "Freie Saat statt tote Ernte" aufgefordert, für die Beibehaltung des Verbotes zu stimmen. Befürworter wiederum heben den Nutzen der Pflanzen für den Umweltschutz hervor. Sie glauben, dass die Unfruchtbarkeit verhindert, dass sich die Genmanipulation auf andere Pflanzen überträgt. Dem widersprechen aber wissenschaftliche Studien. "Die genetischen Eigenschaften der Samensterilität kann über Pollenflug auf Nachbarfelder oder Wildpflanzen übertragen werde", meint Heike Moldenhauer vom Bund Naturschutz. Die Folge: Landwirte könnten dann unwissentlich das sterile Saatgut verwenden und sich dadurch ökonomisch selbst schaden. "Die Terminator-Technologie ist lebensvernichtend, denn sie bringt die Bauern um ihre Ernährungssicherheit", kritisierte Rudolf Buntzel vom Evangelischen Entwicklungsdienst diese Form der Gentechnik.
Indien und Brasilien: Gesetz gegen Terminator-Pflanzen
Indien und Brasilien sind derzeit Vorreiter im Kampf gegen die Terminator-Technologie. Sie haben diese Form der genetischen Manipulation von Pflanzen per Gesetz verboten. Sollte sich das Terminator-Gen in einigen Ländern durchsetzen, wäre der bisher praktizierte Nachbau von Saatgut für die dort ansässigen Landwirte ausgeschlossen.Mehr zu diesem Thema:
[00.00.0000: Gen-Futter soll etabliert werden] (BAYERISCHER RUNDFUNK)
[00.00.0000: Gentechnik im Essen Der Kunde hat keine Wahl] (BAYERISCHER RUNDFUNK)
[00.00.0000: Bayerisches Gen-Gesetz gefordert] (BAYERISCHER RUNDFUNK)
K O N S E R V I E R T E S E S S E NWie gesund sind Fischfette?
Omega-3-Fettsäuren sollen Herzinfarkt vorbeugen / Aber die Studien sind widersprüchlich / [Ed: aber die Omega-3-Fettsäuren entfalten via Resolvin eine entzündungshemmende Wirkung beispielsweise bei Arthritis]
Aus: Berliner Morgenpost, 2. April 2006, Seite xx (Wissen). [Original]Mittlerweile weiß fast jeder: Fett ist nicht gleich Fett. Während die gesättigten Fette von Fleisch als Kalorienträger mit Krankheitspotential gelten, stehen die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren für das genaue Gegenteil. Vor allem die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren des Fischöls besitzen mittlerweile fast einen ähnlichen Status wie die allseits bekannten Vitamine. Der Arbeitskreis Ernährungs- und Vitamin-Information (EVI) verkündete sogar: Damit unser Hirn auch weiterhin funktionstüchtig bleibt, sollten wir täglich ein Fischölpräparat einnehmen oder aber Nahrungsmittel wie etwa Brot mit Omega-3 anreichern. Denn, so EVI, "fette Fische wie etwa Makrele oder Hering sind ja bei uns eher unpopulär". Deutlicher kann man kaum für eine gezielte Nahrungsergänzung mit Fischöl plädieren EVI wird übrigens von der Pharmafirma Hoffmann-La Roche finanziert.
Mittlerweile wird Omega-3 nicht nur fürs Hirn empfohlen, sondern auch zum Schutz von Augen, Herz und Kreislauf sowie als Cholesterinsenker und Entzündungshemmer. Fischölpräparate zählen in den Sortimenten von Apotheken, Drogerien und Supermärkten zu den Bestsellern. Und weil die natürlichen Fischölressourcen immer knapper werden, machten sich amerikanische Wissenschaftler daran, Omega-3-Fette im Fleisch von Schweinen anzureichern. Unklar sei allerdings noch, wie sie von der Agrarindustrie und vom Verbraucher aufgenommen würden.
Etwas ganz anderes scheint aber auch noch unklar zu sein: Ob nämlich Omega-3 tatsächlich so gut für unsere Gesundheit ist, wie weithin propagiert wird. Es existieren zwar fast 90 Studien zur Wirkung der ungesättigten Fette auf Herz, Kreislauf, Krebs und Gesamtsterblichkeit, in denen über 600.000 Menschen erfaßt wurden doch die Ergebnisse zeigen, wie jetzt ein Forscherteam unter Lee Hooper von der englischen Universität East Anglia in Norwich herausgefunden hat, keineswegs in eine eindeutige Richtung. "Wir fanden", so Hooper, "keinen schlagkräftigen Beweis dafür, daß Omega-3-Fettsäuren das Sterblichkeitsrisiko oder das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren." Ein Schutz vor Krebs konnte ebenfalls nicht nachgewiesen werden.
Besonders schlecht schnitt Omega-3 in einer Studie an etwa 3000 Patienten mit Angina pectoris ab. Deren Zustand sollte sich eigentlich durch mindestens 2 wöchentliche Fischmahlzeiten oder aber durch die Einnahme von Fischölkapseln verbessern. Tatsächlich starben die Probanden auf lange Sicht sogar häufiger an plötzlichem Herz-Kreislauf-Versagen als eine Kontrollgruppe. Dieser Trend war vor allem dann ausgeprägt, wenn das Fischöl in Kapseln verabreicht wurde. Für den Epidemiologen Eric Brunner vom University College in London ein deutlicher Hinweis darauf, daß Omega-3-Fettsäuren sogar Herzrhythmusstörungen fördern könnten, "obwohl sie uns eigentlich bisher als stabilisierend für den Herzrhythmus bekannt waren". Ihre Anwendung sollte daher nicht bei chronischen Herzerkrankungen erfolgen.
Andere Patienten könnten hingegen durchaus davon profitieren. So betont Thomas Reiche von der deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, "daß Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl unabhängig von ihrem cholesterinsenkenden Effekt ein wirkungsvolles Mittel zur Sekundärprävention nach einem Herzinfarkt darstellen". Die Überlebensfristen von Infarktpatienten könnten durch sie stark verlängert werden.
Überhaupt bedeutet der Negativbefund der englischen Übersichtsarbeit nicht zwangsläufig eine generelle Abwertung von Fischöl [Ed: siehe die positive Wirkung bei Arthritis]. Denn ob ein Nährstoff positiv auf die Gesundheit wirkt, hängt von vielen Faktoren ab, wie etwa der Kombination der Lebensmittel oder auch der Nährstoffverwertung des Menschen. So zeigten Nahrungsmittel wie Soja und Grüntee in asiatischen Studien deutlich positivere Effekte als hierzulande, und ähnliches kann man auch vom Fischöl vermuten: Denn die Menschen in Japan und Grönland sind weit mehr an Meerestiere gewöhnt als Mitteleuropäer und können sie daher auch besser verwerten.
Offen ist allerdings, in welchen Mengen wir uns den Stoff zuführen sollten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont, daß es weniger auf die absolute Menge an Omega-3-Fettsäuren ankäme als auf ihr Verhältnis zu den Omega-6-Fettsäuren, die vor allem in Getreide vorkommen. Das ideale Verhältnis solle ungefähr bei fünf zu eins liegen. Ein- bis zweimal Fisch pro Woche reicht aus, darüber hinaus findet man Omega-3 auch in Walnüssen, Leinsamen, Weizenkeimen, Raps und Soja. In Bio-Lebensmitteln soll der Omega-3-Anteil besonders hoch sein [Ed: in welchen?].
Unter Druck machen Viren schlapp
Techniker zünden Gasplasmen, verstrahlen UV-Licht und hantieren mit Hitze, um Lebensmittel frisch zu halten. Besonders vielversprechend ist die Hochdruck- Konservierung: Sie schont das Produkt und tötet Mikroorganismen auch das Vogelgrippevirus.
Aus: Spiegel Online 5. April 2006, 15.19 Uhr MESZ (nur elektronisch publiziert). [Original]BERLIN. Eigentlich hatten Volker Heinz und sein Kollege Roman Buckow die Geflügelfleischerzeuger in Thailand im Sinn. Die Berliner Wissenschaftler wollten wissen, ob man das Vogelgrippevirus mit hohem Druck zerstören kann, ohne das Fleisch zu schädigen. Man kann, wie die Forscher kürzlich auf einer Fachtagung in München ihrem Publikum erklärten.
Das Prinzip der Hochdruckbehandlung ist einfach: Je höher der Druck, desto weniger Hitze braucht man, um Bakterien und Viren abzutöten. So werden für eine herkömmliche Pasteurisierung Temperaturen von 6090 Grad Celsius benötigt. Nimmt man aber einen Druck von 4.000 bis 10.000 bar hinzu, reichen schon 1030 Grad Celsius, um Enzyme und Mikroorganismen zu inaktivieren.
Hochdruckpasteurisierung nennen Experten dieses Verfahren.
Roman Buckow, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Lebensmitteltechnologie und -prozesstechnik an der TU Berlin, hat nun ein Jahr lang Versuche mit Geflügelfleisch und dem Vogelgrippevirus angestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde allerdings nicht das gefährliche H5N1-Virus, sondern der Erreger-Subtyp H7N7 getestet, der als weniger infektiös für Menschen gilt.
Sanfte Zerpressung
Buckow steckte Plastikbeutel mit Virenlösung und Geflügelfleisch in einen wassergefüllten Stahlbehälter und setzte sie einige Sekunden lang einem hohen Wasserdruck aus. Und voilà: Es gibt tatsächlich eine Druck-Temperaturkombination, die das Grippevirus abtötet und das Fleisch nicht zu einem unappetitlichen Klumpen zerquetscht. "Rohfleischcharakter" bescheinigte ein Produzent von Geflügelerzeugnissen dem Appetithappen aus dem Stahlbehälter es Berliner Instituts.Die Theorie hinter der Erfindung: Der Druck macht besonders den Eiweißmolekülen zu schaffen, die von Natur aus eine komplexe Struktur haben. Biologisch aktives Eiweiß besteht nicht nur aus einfachen Molekülverbindungen, es ist zusätzlich noch dreidimensional gefaltet. Mit zunehmendem Druck aber verliert das Eiweiß seine dreidimensionale Struktur. Wassermoleküle drängen sich zwischen die Proteinbausteine; das Protein faltet sich auf und kann seine biologische Funktion nicht mehr erfüllen.
Auch die Zellwände von Mikroorganismen enthalten solche komplexen Eiweißbausteine. Durch den hohen Druck werden sie beschädigt und damit funktionsunfähig der Mikroorganismus stirbt ab. "Wie genau der Druck auf das Vogelgrippevirus wirkt, ist noch immer nicht ganz klar", meint Buckow. Bei dem Vogelgrippevirus handelt es sich um einen gekapselten Typ. Auf seiner Oberfläche sitzen Proteine, die der Erreger benötigt, um in Zellen einzudringen. Buckow vermutet, dass der Druck diese Oberflächenproteine beschädigt.
Andere Nährstoffe wie Vitamine bestehen im Unterschied zu Eiweißen aus relativ einfachen Molekülverbindungen. Sie lassen sich zwar durch Hitze zerstören, die Druckbehandlung aber überstehen sie gut. Folsäure zum Beispiel, ein sehr hitzeempfindliches Vitamin, hält durchaus Drücke von bis zu 10.000 bar aus.
Bärchenwurst und Kinderketchup
Mit Nahrungsmitteln speziell für die Kleinen verdienen die Konzerne gut dabei ist der gesundheitliche Nutzen umstritten.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 9. April 2006, Seite xx (Wirtschaft). [Original]BERLIN (Tsp). Samstags im Supermarkt beim Großeinkauf. Bärengesichter blicken aus dem Kühlregal, daneben streckt eine Giraffe ihren langen Hals aus einer Käsepackung. Drei Regalreihen weiter brüllt ein Löwe auf einer Müslischachtel, und die Ketchupflasche sieht aus wie ein kleines Männchen. Kinder sind schon längst zur eigenen Kundengruppe geworden. Aber der Markt wächst unaufhörlich weiter.
Die Zahl der Lebensmittel, die speziell für Kinder kreiert werden, ist in den vergangenen vier Jahren etwa um die Hälfte gestiegen, seit 1997 hat sie sich sogar verfünffacht. Das hat das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund herausgefunden. Eine neue Entwicklung ist auch, dass Kinder nicht mehr nur mit Süßigkeiten gelockt werden sollen. Die sind zwar nach wie vor angesagt, denn immerhin geben laut Umfragen die 7- bis12-Jährigen mehr als 50 % ihres Taschengeldes für Bonbons aus. Aber ihre Eltern achten aufgrund zahlreicher Kampagnen immer mehr auf gesunde Lebensmittel.
Die Industrie setzt inzwischen auf andere Nahrungsmittel für Kinder wie Fleischwaren, Käse oder Getreideflocken. Sie verfolgt dabei zwei Strategien, sagt Mathilde Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung. Als Erstes müssten Hersteller die Kinderherzen erobern. Das machen sie, indem sie die Lebensmittel zu Tierfiguren formen, sie in eine auffällige Verpackung stecken oder Spiele als Beigaben dazutun. Zum anderen müssten die Eltern geködert werden. Das zu erreichen, ist relativ einfach, nämlich dann, wenn die Verpackung Gesundes verspricht, so Kersting. Mit Calcium angereicherte Wurst, kalorienreduzierter Käse oder vitaminstrotzende Getreideprodukte sind für viele Eltern ein ausschlaggebendes Kaufargument.
Die Lebensmittelhersteller müssen sich aber nicht nur auf ein steigendes Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher einstellen. Auch die demografische Entwicklung spielt eine immer größere Rolle. Die Kinderzahl in Deutschland geht immer weiter zurück. Im Schnitt bringt jede Frau in Deutschland nur noch 1,36 Babys zur Welt. Die ein bis zwei Kinder, auf die es mittlerweile pro Familie hinausläuft, werden dadurch noch wertvoller für ihre Eltern. Kinder werden zu einem knappen Gut, sagt auch Ingo Barlovic vom Marktforschungsunternehmen IconKids & Youth. Sie werden zu etwas ganz Besonderem, und das macht den Markt für sie noch hochwertiger.
Die herausgehobene Rolle hat die Industrie bereits erkannt. Mit beliebten Comicfiguren wie Bob, der Baumeister, oder Micky Maus buhlt sie um die Aufmerksamkeit der Kinder. Dafür ist sie auch bereit, hohe Lizenzgebühren zu zahlen, wie das beispielsweise beim Wursthersteller Gutfried der Fall ist.
In diesem Jahr bringt er bereits sein siebtes Produkt aus der Reihe Gutfried Junior heraus, die mit Figuren von Janosch wirbt. Der Hersteller hüllt sich in Schweigen, wenn es um die Höhe der Janosch-Lizenzgebühr geht, aber immerhin erfährt man etwas über die Erwartung an die Marke: In fast jedem Haushalt gibt es irgendeinen Gegenstand von Janosch. Nicht nur die Kleinen, auch die Großen können durch ihre Kindheit etwas mit Janosch verbinden. Wir sprechen mit unseren Produkten also nicht nur die Vernunft an, sondern auch die Emotionalität, und davon profitieren wir, sagt Marion Balaster von Gutfried.
Ein separater Internet-Auftritt von Gutfried Junior mit Spielen und einfachen Rezepten soll die junge Käuferschicht zusätzlich an die Marke binden. Mit dieser Strategie steht Gutfried nicht allein da. Auch die Fleischwarenfabrik Stockmeyer hat für ihre Kindermarke Ferdi Fuchs einen eigenen Internet- Auftritt gestaltet.
Für die beworbenen Produkte sind die Eltern bereit, einen viel höheren Preis zu zahlen. So kostet ein Liter normaler Tomatenketchup der Marke Heinz 3,98 Euro. Ein Liter Kinderketchup desselben Herstellers ist 0,50 Cent teurer.
Dabei ist umstritten, ob sich die zusätzliche Investition überhaupt lohnt. Zwar kommen die zahlreichen Produkte kindgerecht, modern und gesund daher. Doch Ernährungsexperten warnen, dass sich aus ernährungsphysiologischer Sicht nichts verbessert habe. Selbst eine fettreduzierte und mit Calcium angereicherte Kinderwurst biete keinen Vorteil gegenüber herkömmlichen fettarmen Sorten, sagt Mathilde Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung. Wurst bleibt Wurst und kann keine ausgewogene Ernährung ersetzen. Auch die Anreicherung der Lebensmittel mit Vitaminen und Nährstoffen sei unsinnig, denn diese werden von Kindern in dem Maße gar nicht gebraucht. Eltern werde vorgegaukelt, dass sie ein tolles Produkt für ihr Kind kaufen. Nur lässt sich die Industrie das ruhige Gewissen häufig teuer bezahlen.
Greenpeace: Viel Pestizid im Essen
Umweltschutzorganisation kritisiert ungenügende Kontrollen durch staatliche Behörden / Obst und Gemüse teils hoch belastet.
Aus: Berliner Zeitung, 11. April 2006, Seite xx (Wirtschaft). [Original]BERLIN. Die Lebensmittelkontrolleure schützen die Verbraucher kaum vor pestizidbelasteten Nahrungsmitteln. Zu diesem Fazit kommt die Umweltorganisation Greenpeace in ihrer jüngsten Studie "Pestizide außer Kontrolle", die gestern [10.4.2006] in Berlin vorgestellt wurde. "Obst und Gemüse enthalten Jahr für Jahr mehr Pestizid- Rückstände", sagte der Chemieexperte von Greenpeace, Manfred Krautter. "Politiker und Behörden müssen diesen schleichenden Lebensmittelskandal endlich bekämpfen." Greenpeace fordert intensivere Kontrollen durch die Behörden, bessere Personal- und Laborausstattung sowie wirksame Strafen für Lebensmittelhersteller und -händler, die Obst und Gemüse mit hoher Giftbelastung verkaufen.
Untersucht wurden im September 2005 mehr als 650 Obst- und Gemüseproben aus führenden deutschen, österreichischen und Schweizer Supermärkten. In 15 % der Ware wurden laut Greenpeace die gesetzlichen Höchstmengen an Schädlingsvertilgungsmitteln erreicht beziehungsweise überschritten. "Immer wieder fanden sich Tafeltrauben oder Pfirsiche mit solchen Extrembelastungen, dass bei deren Verzehr eine akute Gesundheitsgefährdung möglich ist", heißt es in der Studie. Gemüsepaprika, insbesondere aus der Türkei, sowie Erdbeeren stehen seit Jahren in der Kritik der Umweltschützer. Das Bundesverbraucherministerium wollte gestern noch keine Stellungnahme abgeben, da es die Studie erst auswerten müsse.
"Die Behörden decken durch ihr Nichtstun die schwarzen Schafe im Lebensmittelhandel. Wer gegen das Lebensmittelgesetz verstößt, muss nicht nur wirksam bestraft, sondern auch öffentlich benannt werden", forderte Krautter. "Nur dann erfahren die Verbraucher, wer gute und wer schlechte Lebensmittel verkauft." Kritik übte Greenpeace am geplanten Verbraucherinformationsgesetz. Danach sind die Behörden auch in Zukunft nicht verpflichtet, Überschreitungen der zulässigen Pestizidbelastungen zu veröffentlichen. Den Verbrauchern riet Krautter, vor allem Bio-Produkte zu kaufen. "Da sind die Kontrollen wesentlich besser."
Deutschlands größer Lebensmittelhändler Edeka gab sich dialogbereit gegenüber Greenpeace und verwies gleichzeitig auf die eigenen Anstrengungen. "Unsere Lieferanten müssen sich alle vertraglich der Einhaltung des Euregap-Qualitätsstandards unterwerfen, der auch die Einhaltung der gesetzlichen Höchstmengen an Belastungen vorschreibt", erläuterte Edeka-Sprecher Alexander Lüders. Außerdem würden regelmäßig unabhängige Labore mit Untersuchungen betraut und vor Ort bei den Obst- und Gemüseproduzenten unangekündigte Kontrollbesuche stattfinden. Aber nicht jede Partie könne kontrollierte werden, räumte er ein.
Vergessene Werte in Kellern und Kofferräumen
Verbraucherschützer finden ein Vermögen: Pfandgut für 1,6 Milliarden Euro haben die Kunden nicht zurückgebracht.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 23. April 2006, Seite xx (Wirtschaft). [Original]BERLIN/DÜSSELDORF (Tsp). Mit dem Start des neuen Dosenpfands am 1. Mai geht für die Verbraucher eine teure Episode zu Ende, von der auch der Fiskus profitiert hat. An Plastikflaschen und Dosen, die die Verbraucher in Kellern und Kofferräumen vergessen oder einfach weggeworfen haben, verdienten Finanzminister Hans Eichel und sein Nachfolger Peer Steinbrück bis zu 200 Millionen Euro. Das jedenfalls schätzt der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Denn auch auf das Pfand wird Mehrwertsteuer erhoben. Viele Kunden hätten es bislang zu aufwändig gefunden, sagt der VZBV, jede Einwegverpackung wieder dorthin zurückzubringen, wo sie sie gekauft hatten.
Ab Mai ist damit Schluss. Von da an müssen Händler auch leere Verpackungen von Getränken annehmen, die nicht bei ihnen erworben wurden. Der Verbraucher kann die Behälter in jeder beliebigen Einkaufsstätte abgeben vorausgesetzt, der Händler führt die jeweilige Verpackungsart (PET, Glas oder Dose) im Sortiment. Die Verbraucherzentrale hat angekündigt, das bei Testkäufen überprüfen zu wollen.
Weil das bisherige System zu kompliziert war, landeten 10 bis 25 % der Einwegflaschen und -dosen auf dem Müll oder gerieten in Vergessenheit, schätzen die Verbraucherschützer. Nicht nur dem Fiskus, auch Getränkehandel und Industrie brachte das zusätzliche Einnahmen: Bis zu 1,4 Milliarden Euro konnten sie demnach an nicht zurückgebrachten Flaschen und Dosen am so genannten Pfandschlupf verdienen.
Dieses Geld steht dem Handel nicht zu, es gehört den Verbrauchern, sagte VZBV- Vorstand Edda Müller dem Tagesspiegel. Von einer Pfand-Rückzahl-Aktion ohne Flaschen will der Handel jedoch nichts wissen. Die Leute haben bewusst entschieden, die Flaschen nicht zurückzubringen, sagte der Sprecher des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr. Die vom VZBV genannten Zahlen nannte er wüst spektakulär.
Die Unternehmensberatung Roland Berger geht indes sogar davon aus, dass sich Händler mit dem Geld nicht zurückgebrachter Flaschen Wettbewerbsvorteile gesichert haben. Deshalb konnte zum Beispiel das Mineralwasser bei Discountern zuletzt so günstig angeboten werden, sagte Roland-Berger-Experte Felix Pintgen. Darunter litt offenbar die Mehrwegquote: Bei alkoholfreien Getränken rutschte sie laut Roland Berger von 51,4 % (2002) auf 42,5 % im ersten Halbjahr 2005 ab Tendenz fallend.
Die Einführung des Pflichtpfands im Jahr 2003 hat die Mehrwegquote beim Bier zwar auf 89,24 % hochgetrieben. Für alle Getränke lag die Mehrwegquote 2003 aber nur bei 63,74 %. Die Zahlen werden von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung im Auftrag des Umweltbundesamts erhoben. Die Daten für 2004 neuere gibt es dort nicht sollen in Kürze veröffentlicht werden: Derzeit werden sie noch behandelt wie ein Staatsgeheimnis. Nach Informationen des Tagesspiegels ist die Mehrwegquote aber nahezu stabil geblieben. Der Anteil der Dosen blieb gering, der Anteil der Einwegglasflaschen ging zurück, aber immer mehr Getränke werden in PET-Flaschen verkauft.
Mit den neuen Pfandregeln ist es mit dem Pfandschlupf vermutlich vorbei, denn die Flaschenrückgabe wird deutlich bequemer: Selbst Kioske und kleine Läden mit einer Fläche unter 200 Quadratmetern würden dann alle Einwegverpackungen zurücknehmen und auf eine für sie vorgesehene Ausnahmeregelung verzichten. Davon ist der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, überzeugt. Denn die Kioske arbeiten für die Rücknahme meist mit Partnern zusammen, die einheitliche Systeme anbieten. Für vor dem 1. Mai erworbene Flaschen und Dosen gelten allerdings die alten Regeln [Ed: was eine bodenloe Unverschämtheit ist was soll denn nun mit in Haushalten reichlich vorhandenen Einwegflaschen aus anderen Städten passieren?]. Während große Teile der Getränkeindustrie sich von der neuen Pfandregelung den Durchbruch für Einwegverpackungen erhoffen, glaubt Umwelthilfe-Chef Resch nicht an das Comeback der Dose. Die Dose ist tot, sagte er. Die Discounter Aldi und Lidl hätten sich bereits gegen Büchsen entschieden [Ed: die sich allerdings Umweltschutz hin oder her viel schneller kühlen lassen]. [mehr] [Links]
Skandal normal
Globalisierungskritische Dokus erobern die Leinwand. Neuestes Beispiel: We Feed the World Essen global.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 27. April 2006, Seite xx (Kultur). [Original]Das Wunder kommt nicht aus Mailand, sondern aus Wien, jubelte eine österreichische Boulevardzeitung in cinephiler Anspielung anlässlich der heimischen Kino-Dokumentation We Feed the World. Erwin Wagenhofers Film über Zusammenhänge und Hintergründe globaler Nahrungsproduktion, der heute auch in Deutschland ins Kino kommt, liegt eigentlich weitab der Wahrnehmung des Boulevards. Erfolg aber macht sexy. Schließlich rettete Wagenhofer mit über 150.000 Besuchern quasi im Alleingang die letztjährige österreichische Kinostatistik auf deutsche Verhältnisse hochgerechnet, entspricht das einer Zuschauerzahl von 1,8 Millionen.
Wagenhofers Film, der etwa die absurden, subventionsgestützten weltweiten Nahrungsmittelströme ebenso ins Visier nimmt wie die Saatgutindustrie, die vor allem die Landwirte der armen Länder faktisch zu Konzernsklaven macht, ist erst der Anfang. Demnächst folgen zwei thematisch ähnliche Filme österreichischer Dokumentaristen: Workingman's Death von Michael Glawogger (deutscher Start: 18. Mai) und Unser täglich Brot von Nikolaus Geyrhalter. Ein Trend also? Vielleicht gar eine ‚Wiener Schule‘, zu der dann auch Hubert Sauper mit Darwins Alptraum aus dem letzten Jahr gehören würde?
Immerhin, die Ballung im neuen Genre der Anti-Globalisierungs-Doku fällt auf, auch wenn die Regisseure den Terminus nicht gerade mögen. Michael Glawogger wehrte sich schon bei seinem Großstadtpanorama Megacities (1998) dagegen: Ich habe keine Ahnung, was Globalisierung vor allem im Zusammenhang mit meiner Arbeit bedeuten soll. Erwin Wagenhofer: Jeder gute Stil fängt bei den Fakten an, danach ist jeder auf seinen Charakter, seine Instinkte, sein Temperament zurückgeworfen.
Charakter, Instinkt, Temperament: Daraus werden ästhetische Strategien, sinnliche Ausdrucksformen, optisch-akustische Rhetorik und das sehr individuell. Michael Glawogger komponiert mit Workingman’s Death ein filmisches Requiem über Schwerstarbeiter auf einzelnen Schauplätzen rund um die Erde vergessene Helden in alten Stollen der Ukraine, geisterhafte Schwefelträger in Indonesien, durchs Blut toter Rinder watende Schlachter in Nigeria oder Stahlschnitter in einem Schiffsfriedhof in Pakistan. Nikolaus Geyrhalter präsentiert sich in Unser täglich Brot als unerschrockener Systematiker: menschenleere Szenen, arrangiert zu einer Frösteln machenden Reise durch Lebensmittelfabriken in einem namen- und ortlosen Europa. Seine Montage wandelt Produktionsprozesse zwischen effektiven Aufzuchtsystemen, Melkanlagen, Erntemaschinen und Tötungseinrichtungen zu einem einzigen Moloch. Die Surrealität dieses Films ähnelt jener von Stanley Kubricks 2001 Odyssee im Weltraum.
Erwin Wagenhofers We Feed the World dagegen lebt vom Impetus des Reporters. Oberste Priorität: Anschaulichkeit, Verständlichkeit. Scharf und zugespitzt. Blicke in die Kulissen eines Zentralbereichs unseres gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen Lebens, der aus der Wahrnehmung, der Empfindung, dem Wissen gerutscht ist. Kein Schielen auf Skandale. Der Normalfall, sofern man genau hinsieht, ist Skandal genug. Zum Beispiel Tomaten: Wenn etwa so eine Tomate, sagt Wagenhofer, 3.000 Kilometer durch Europa reist oder Masttiere bei uns mit Soja aus Brasilien gefüttert werden, wo neben den Feldern Menschen verhungern hinken wir da mit unserem Bild- und Wortvokabular nicht total hinterher gegenüber dem, was sich um uns herum abspielt?
Was sich abspielt: Tomaten aus Spaniens Treibhäusern werden in Dakar mit Hilfe von milliardenschweren EU-Subventionen so billig verkauft, dass sie dort die einheimischen Bauern ruinieren. Oder: Der Produktionschef des größten Saatgutkonzerns Pioneer spricht sich gegen die Verwendung von Pflanzen-Hybriden aus, deren Verbreitung sein Beruf ist: We fucked up the west a few times, now we are coming to Romania to fuck up the agriculture here. Hybrid-Aussaat bedeutet, dass das Saatgut nur einmal verwendet werden kann. Den Bauern wird das Produkt schmackhaft gemacht, indem man die Markteinführung mit extremem Dumping und staatlichen Subventionen flankiert. Das Erwachen kommt im Folgejahr, wenn sie den vollen Preis zahlen müssen. Die Assoziation Drogenhandel ist weder zufällig noch beabsichtigt, sondern unvermeidlich. Der Drogenhändler immerhin in Wagenhofers Film hat sichtbar ein schlechtes Gewissen.
Einen echten Reporter-Coup hat Wagenhofer mit einem erstaunlich offenherzigen Interview gelandet mit dem sonnengebräunten Peter Brabeck. Der Konzernchef von Nestlé, dem größten Lebensmittelkonzern und mächtigsten Wasserabfüller der Welt, fordert unbekümmert die totale Privatisierung der Natur: Wasser sollte einen Wert haben. Wer an ein Grundrecht auf Wasser glaube, beziehe eine Extremposition. Im Gegenteil: Erst der Handel mit allen Nahrungsmitteln habe dazu geführt, dass es der Menschheit so gut gehe wie heutzutage. Das Frappierende an dieser Aussage, die den Kapitalismus gewissermaßen zum Naturgesetz erklärt, besteht darin, dass Brabeck damit den Stand unserer Zivilisation verkörpert. Und darüber gerät zwingend nicht nur der Krümel in den Blick, sondern auch der Kuchen.
Dennoch: We Feed the World gebärdet sich nicht als Welterklärungsmodell. Sein sinnlicher Reiz rührt von der Beherztheit seiner dokumentarischen Erzählung und von den Zusammenhängen, die der Film subjektiv und dabei völlig unpolemisch herstellt. Wobei er ohne einen Cent Unterstützung durchs österreichische Fernsehen entstanden ist dort habe man, sagt Wagenhofer, das Projekt gehasst. Auch Hubert Saupers Darwins Alptraum hatte der ORF erst am Wochenende der Oscar-Verleihung gekauft. Tja, Erfolg macht sexy.
We Feed the World, in Berlin in den Kinos Broadway, Cinemaxx Potsdamer Platz, Hackesche Höfe, Kant, Kulturbrauerei und Neues Off. [Findmaschine: Wann und wo der Film läuft] [mehr]
P I O N I E R - V E R S U C HSicherheitstechnik für [neues] Pfandsystem wird nachgerüstet
Aus: Heise-Newsticker, 28. April 2006, 16.32 Uhr MESZ (Technik). [Original]HANNOVER (jk/c't). Die Rückgabe pfandpflichtiger Getränkeverpackungen wird vom 1. Mai an einfacher. Händler, die Getränkedosen oder Einwegflaschen verkaufen, müssen alle Verpackungen der gleichen Materialart zurücknehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Verpackungen aus dem eigenen Sortiment oder von der Konkurrenz stammen. Das ist das Ende für Insellösungen, die Discountern wie Aldi oder Lidl bislang praktiziert haben. Flaschen, die vor dem Stichtag gekauft wurden, sollen bis zum 31. Dezember 2006 zurückgenommen werden. Auf diese freiwillige Leistung haben sich die Handelsketten geeinigt.
Die Infrarot-Sicherheitstechnik, die das Pfandsystem vor Verpackungen aus dem Ausland schützt, soll aber erst zum 1. Oktober nachgeliefert werden. Dies hatte die für die Einführung verantwortliche Deutsche Pfandsystem GmbH (DPG) Anfang März den Herstellern mitgeteilt. Dabei hatte bereits seit Ende Dezember festgestanden, dass das ursprünglich vorgesehene UV-Sicherheitsverfahren nicht zum Einsatz kommt.
Im Herbst müssen alle Automaten über eine Kameraeinheit verfügen, um die Sicherheitsmarkierung der DPG zu erkennen. Teilweise stellen die Automatenhersteller diese Einheit selbst her, teils beziehen sie sie von Zulieferern. Wegen der nachträglichen Einführung der Sicherheitstechnik, müssen alle Automaten und Zählzentren nachgerüstet werden. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten.
Nach Schätzung des führenden Automatenherstellers Tomra erhielt die Branche bislang rund 14.400 Aufträge; Tomra selbst konnte bislang 9.400 Aufträge verbuchen. Davon beziehen sich 7.900 auf neue Automaten, 1.500 auf Upgrades existierender. Nach Angaben von Automatenhersteller Wincor Nixdorf sollen Ende 2007 sollen rund 30.000 Rücknahmeautomaten im Feld sein.
Vorerst erkennen die Automaten die Flaschen am EAN-Barcode, nicht am neu entworfenen DPG-Pfandlogo. Ein intaktes Etikett ist für die Rücknahme deshalb zwingend erforderlich. Die Basis für den gerechten Pfandausgleich zwischen den Handelsketten bildet eine Stammdatenbank, die im Auftrag der DPG geführt wird. Seit April wird sie mit den Barcodes der Abfüller, den Daten der Automatenhersteller und der Clearing- Dienstleister gefüllt.
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Das neue Pfand-Logo der DPG für Einweg.
Der EAN-Code, der den Namen der Handelskette enthält, wurde für das Pfand erweitert um den Namen des Getränks, des Abfüllers, das Volumen und die Art des Gebindes, das Material, die Farbe und das Leergewicht. Seit 1. Februar soll dieser erweiterte Code auf den Flaschen aufgebracht werden, was nach Angaben von Branchenkennern in der Praxis aber noch nicht durchweg der Fall ist.
Der erste Händler, der die Getränkepackung verkauft (Erstinverkehrbringer), zahlt 25 Cent an den Abfüller. Dieses Geld dürfen die Abfüller zunächst behalten. Zurückgenommen Verpackungen können die Händler mit dem im EAN-Code angegebenen Abfüller direkt abrechnen, sofern sie mit diesem Verträge haben. Fremdverpackungen laufen über eine Clearing-Stelle, die zurückgenommenes Leergut dann mit den jeweiligen Abfüllern abrechnet. Der so genannte Pfandschlupf, also das Geld für nicht zurückgegebene Verpackungen, verbleibt demnach den Abfüllern.
Das hat den Discountern Lidl und Aldi offenbar missfallen. Sie haben für ihre Handelsmarken ein autarkes Clearing vereinbart. Damit bleiben die Abverkaufszahlen im Dunklen und der Pfandschlupf in der eigenen Tasche. Nach Schätzungen der Automatenhersteller wird der Pfandschlupf von rund 10 % (1,2 Millarden Euro in 2005) auf maximal 2 % sinken. [mehr]
G L O B A L I S I E R T U N D G E S C H M A C K S F R E IGen-Gerste erstmals im Freien gesät
Zum ersten Mal in Deutschland baut ein Gießener Forscherteam genmanipulierte Gerste außerhalb eines Labors an. Die Wissenschaftler wollen prüfen, ob die Aussat nützliche Bodenpilze schädigen könnte. Erste Ergebnisse sind in einigen Monaten zu erwarten.
Aus: Spiegel Online 29. April 2006, 13.34 Uhr MESZ (nur elektronisch publiziert). [Original]GIEßEN. Die Gerste wurde heute ausgebracht. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Bonn hatte den Antrag der Universität für die Aussaat von etwa 5000 genmanipulierten Pflanzen auf 9,6 Quadratmetern genehmigt. Die Arbeit sei reibungslos verlaufen, teilte Versuchsleiter Karl-Heinz Kogel mit. Proteste habe es nicht gegeben, sagte er.
Der ASta der Gießener Universität sprach sich allerdings in einer Pressemitteilung gegen den Anbau aus. "Zwar ist das Risiko des Pollenfluges nahezu ausgeschlossen. Trotzdem haben wir große Bedenken und lehnen diese Versuche entschieden ab", teilte die Studentenvertretung heute mit. Gegen den Einsatz der Gentechnik bei Pflanzen spreche, dass andere Arten dieser Gattung ausgerottet würden. Außerdem seien nach dem Anbau von genverändertem Mais Schädlinge mutiert und Nutztiere vernichtet worden.
Bis 2008 könnten auf dem Versuchsgelände nun jährlich genmanipulierte Pflanzen ausgebracht werden, teilte das BVL gestern mit. Bei Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen seien keine schädlichen Einflüsse auf Menschen, Tiere und die Umwelt zu erwarten. Es seien 75 Proteste gegen die Aussaat eingegangen, diese Einwände seien überprüft worden.
Die Wissenschaftler wollen bei dem Forschungsprojekt herausfinden, ob die gentechnisch veränderten Pflanzen sich negativ auf nützliche Bodenpilze auswirken. Das Projekt des Instituts für Phytopathologie und Angewandte Zoologie der Universität Gießen heißt "Biosafety" und wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. In etwa 3 Monaten wird die Gerste geerntet, dann sollen auch die ersten Untersuchungsergebnisse vorliegen.
N E U E R E G E L N F Ü R D A S D O S E N P F A N DTreibhaustomaten und Brotvernichtung
Küken in Massenproduktion, Brotberge, die vernichtet werden müssen: Die Wohlstandsgesellschaft kommt mit dem Essen nicht mehr hinterher. Der Film "We feed the world" zeigt die Auswüchse der Nahrungsmittelindustrie. SPIEGEL TV spürte der Lebensmittelvernichtung nach.
Aus: Spiegel Online 29. April 2006, 16.29 Uhr MESZ (nur elektronisch publiziert). [Original]HAMBURG. Der in dieser Woche in den deutschen Kinos angelaufene, österreichische Dokumentarfilm "We feed the world" widmet dem Thema ganze 90 Minuten. In Österreich läuft er seit Wochen mit großem Erfolg. Der Film des Regisseurs Erwin Wagenhofer beschäftigt sich ausführlich mit der Frage, ob es eigentlich normal ist, was im Jahre 2006 alles mit Lebensmitteln gemacht wird.
Ist es normal, dass in der Stadt Wien täglich tonnenweise Brot vernichtet wird? Dass Tomaten oft ihr Leben lang keine Erde mehr unter ihren Wurzeln haben? Dass ein Land wie Rumänien nun Hybrid-Saatgut-Auberginen anpflanzt? Dass hochsubventioniertes Gemüse aus Europa letztendlich zu Schleuderpreisen auf einem Markt in Dakar landet? Dass Nestlé-Chef Peter Brabeck vorschlägt, Wasser zu einem Verkaufsartikel zu machen? [Ed: ist es doch schon längst: Gekochter Schinken, CocaCola, Wurst usw.]
So sollte es wohl eigentlich nicht sein und trotzdem ist die Industrialisierung von landwirtschaftlicher Produktion unaufhaltbar mit all ihren unangenehmen Folgen. Es sei denn, es gäbe einen Konsumentenstreik. Aber der ist nicht in Sicht. Und so werden weiter tonnenweise Tomaten, die nur noch nach Wasser schmecken, in spanischen Treibhauslandschaften gezüchtet und Fische, die man niemals essen sollte, verkauft. Oder weggeschmissen.
Eichenchips im Wein
Im Biowerk Hamburg, dem modernsten seiner Art in Deutschland, wird aus den Abfällen der Wohlstandsgesellschaft zumindest noch neue Energie gewonnen. Dort werden Lebensmittelabfälle seit Montag dieser Woche verfeuert. Die gewonnene Energie beheizt unter anderem die Hamburger Color-Line-Arena. In Gießen durchsuchen jede Nacht junge Leute Lebensmittelcontainer vor Supermärkten nach Essbarem. Sie finden regelmäßig so viel, dass sie davon eine ganze Woche lang leben können. "Containern" heißt der Fachausdruck für diese Art der Lebensmittelversorgung.Im Süden Deutschlands kämpft ein tapferer Winzer einen einsamen Kampf:gegen die Vereinheitlichung des Weingeschmacks und für eine Vinifizierung ohne künstliche Aromen. Seine Winzerkollegen in Kalifornien haben sich über solche Skrupel längst hinweggesetzt. Sie versetzen ihren Rot- und Weißwein gern mit sogenannten "oak chips" kleinen Eichenchips, die in verschiedenen Graden "getoastet" dem Wein zu mehr Geschmack verhelfen. Ganz schnell und unkompliziert. Ohne aufwendige Lagerung im Eichenfass. Wahlweise gibt es die Chips auch mit Vanillegeschmack. Denn im Wein liegt schon lange nicht mehr nur die Wahrheit. Schöne neue Lebensmittelwelt!
Mehr dazu im SPIEGEL TV Magazin am Sonntag, 30. April, um 22.20 Uhr, RTL.
Das Ende der Sortiererei
Das lästige Sortieren von Flaschen und Dosen im Hausflur hat ein Ende: Ab dem 1. Mai gelten neue Regeln für das Dosenpfand. Leere Getränkeverpackungen gleich welcher Herkunft können nun in fast allen Märkten zurückgegeben werden. Die Kehrseite: Die Preise könnten steigen.
Aus: Spiegel Online 30. April 2006, 20.35 Uhr MESZ (nur elektronisch publiziert). [Original]BERLIN. Auch die Insellösungen, mit denen sich die Discounter bisher den Getränkemüll aus anderen Quellen vom Hals gehalten haben, fallen ab morgen weg: Eine Flasche, die beim Aldi gekauft wurde, kann also auch beim Lidl abgegeben werden. Ausnahmen gibt es dennoch: Läden unter 200 Quadratmetern sind von der Rücknahmepflicht für alle Getränkeverpackungen befreit. Und: Der Laden muss die Verpackungsart im Sortiment haben ein Grund, warum jetzt Aldi und Lidl ihre Dosen komplett aus den Regalen verbannen. Ihre Rücknahmeautomaten sind für Blechbüchsen schon nicht mehr ausgerüstet. [Der Überblick über die neuen Regeln]
Ob aber das neue, bundesweite Rücknahme-System funktioniert, muss die Praxis zeigen. Dass die Umwelt profitiert, bestreiten Kritiker nun noch vehementer als beim alten Pfand. Derzeit lässt sich nur soviel sagen: Die Kosten der Reform wird wohl der Verbraucher tragen.
Um bis zu 10 Cent würden sich Getränke in Einwegverpackungen verteuern, sagt Holger Wenzel vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) voraus. Denn der Handel müsse rund 1,5 Milliarden Euro in Rücknahme-Automaten investieren. Deren Betrieb verursache zudem laufende Kosten in Höhe von mehreren 100 Millionen Euro pro Jahr. Ganz anders rechnet die Bundesregierung: Selbst bei Umlage aller Zusatzkosten würden sich die Getränkepreise nur um weniger als 1 Cent erhöhen, heißt es beim Umweltministerium in Berlin.
Aus Sicht von Verbraucherschützern nutzt der Handel das ungeliebte Pfand als Vorwand, um ohnehin vorgesehene Preisrunden durchzusetzen: "Dann ist es natürlich gut, wenn man behaupten kann, das ist alles das böse Dosenpfand schuld", sagt Carel Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). Er verweist auf Schätzungen, wonach die Verbraucher bis zu 1,4 Milliarden Euro nicht eingelösten Pfands dem Einzelhandel geschenkt hätten: "Die Kassen müssten also gut gefüllt sein."
Einig sind sich Einzelhändler und Verbraucherschützer immerhin darüber, dass die Neuregelung des Pfands den Kunden gewisse Erleichterungen bringt. So können Einwegverpackungen künftig in allen Geschäften ab 200 Quadratmetern Verkaufsfläche zurückgegeben werden, wenn die betreffende Verpackungsart dort ebenfalls verkauft wird. Die so genannten Insellösungen, mit denen sich vor allem die Discounter bislang den Getränkemüll aus anderen Quellen vom Hals gehalten haben, sind damit hinfällig.
Fortan soll ein ausgeklügeltes Rücknahmesystem, das die Deutsche Pfandsystem GmbH (DPG) gemeinsam mit Getränkeindustrie und Handel aufgebaut hat, die bundesweite Verrechnung der Pfandbeträge regeln. Doch bislang zögern viele Einzelhändler, die teuren Automaten anzuschaffen, berichtet HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr: Erst ein geschätztes Drittel aller Läden sei damit ausgerüstet; die Übrigen wollten die Verpackungen vorerst weiter per Hand sortieren. "Die Händler warten erst einmal ab, wie sich die Kunden jetzt verhalten", sagt Pellengahr.
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[00.00.0000: Mit Schwung vor die Wand (c't 26/2005, Seite 56)
[00.00.0000: Beim Dosenpfand droht das Chaos (HEISE NEWSTICKER)
[23.04.2006: Einweg-Regeln: Das gilt ab 1. Mai] (DER TAGESSPIEGEL)
[23.04.2006: Vergessene Werte in Kellern und Kofferräumen] (DER TAGESSPIEGEL)
[23.04.2006: Getränkeindustrie: Neue Dosen] (DER TAGESSPIEGEL)
[23.04.2006: Einzelhandel: Höhere Preise] (DER TAGESSPIEGEL)
[23.04.2006: Automatenhersteller: Mehr Aufträge] (DER TAGESSPIEGEL)
[23.04.2006: "Die Verbraucher haben es in der Hand"] (DER TAGESSPIEGEL)
[28.04.2006: Sicherheitstechnik für [neues] Pfandsystem wird nachgerüstet] (HEISE NEWSTICKER)
[30.04.2006: Das Ende der Sortiererei] (SPIEGEL ONLINE)
[30.04.2006: Dosenpfand: Die neuen Regeln im Überblick] (SPIEGEL ONLINE)
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