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Geiz ist geil hat keine Zukunft
Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann über den Fleischskandal, den Preiskampf der Discounter und den europäischen Markt.
Aus: Die Welt, Berlin, 29. November 2005, Seite ?? (Wirtschaft). Das Gespräch führte HAGEN SEIDEL. [Original]DIE WELT: In Asien droht sich die Vogelgrippe auszubreiten, in Deutschland jagt ein Fleischskandal den nächsten. Gehen in Ihrer Branche bald die Lichter aus?
Paul-Heinz Wesjohann: Nein. Die Branche ist sauber. Die Fälle, die jetzt ans Tageslicht kommen, sind Ausnahmen. Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, gehen mit krimineller Energie ans Werk. Das ist absolut verabscheuungswürdig. Aber es ist nicht die Spitze eines Eisberges systematischer Vergehen. In der Regel handelt es sich um Zwischenhändler, die in der Branche weder bekannt noch relevant sind. Von vielen Firmennamen, die jetzt an die Öffentlichkeit kommen, habe ich noch nie zuvor gehört. Die Geflügelfleischbranche ist ja auch nur am Rande betroffen.
DIE WELT: Es wurde auch verdorbenes Geflügelfleisch gefunden. Und Verbraucher und Öffentlichkeit unterscheiden kaum zwischen Rind- und Hühnerfleisch, zwischen Erzeuger und Großhändler.
Wesjohann: Das ist ja eines der Hauptprobleme. Jetzt werden alle in Sippenhaft genommen, obwohl nur ganz wenige gegen die Gesetze verstoßen haben. Das ärgert mich schon deshalb besonders, da die deutsche Geflügelwirtschaft unstrittig qualitativ Weltspitze ist.
DIE WELT: Und was tun Sie mit Ihrem Unternehmen dagegen?
Wesjohann: Wir setzen schon seit Jahren auf Qualität und haben mit viel Aufwand die Marke Wiesenhof die einzige übrigens am Markt aufgebaut. Wir haben ein geschlossenes System, vom Ei über das Futter bis zur Schlachtung. Das machen wir alles selber, unsere 700 Vertragslandwirte sind verpflichtet, unsere Küken und unser Futter zu verwenden. Nur so kann ich mir sicher sein, daß mir kein Zulieferer irgend etwas unterschiebt, was ich nicht haben will. Außerdem haben wir 1995 als erste in der Fleischindustrie auf die Verpackung jedes Produktes geschrieben, auf welchem Hof es erzeugt wurde.
DIE WELT: Dann kann ja gar nichts mehr passieren...
Wesjohann: Stimmt. Deshalb war die Wiesenhof-Gruppe auch in keinen einzigen Skandal verwickelt [Ed: auch nicht in den belgischen Dioxin-Skandal und den Nitrofen-Skandal]. Aus jeder Krise kam unser Unternehmen am Markt gestärkt heraus. Wir sehen uns mit unseren Sicherheitsstandards als Vorbild für die gesamte Fleischindustrie. Mit der Einführung des tiermehlfreien Futters oder dem Verzicht auf gentechnisch verändertes Soja waren wir ja schon Vorreiter.
DIE WELT: Wo kann die Kontrolle verbessert werden?
Wesjohann: Die Probleme liegen sicher nicht bei Betrieben wie unseren, die selber schlachten. Den ganzen Tag über ist hier ein Amtveterinär mit 24 Helfern bei uns vor Ort. Jedes geschlachtete Tier wird kontrolliert. Da kann nicht viel passieren. Handlungsbedarf gibt es vielmehr bei diesen Zwischenhändlern. Da schauen die Veterinäre offenbar nicht genau genug hin oder sie werden getäuscht. Da muß noch einiges getan werden.
DIE WELT: Helfen drastischere Strafen oder sind solche Forderungen nur populistisch?
Wesjohann: Härtere Strafen sind sinnvoll. Wer rechtskräftig wegen kriminellen Handlungen verurteilt wird, sollte zusätzlich den Beruf als Lebensmittelerzeuger oder -händler nicht mehr ausüben dürfen.
DIE WELT: Wußten Sie, daß es Zwischenhändler gibt, die gezielt Fleisch kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums aufkaufen?
Wesjohann: Das war mir so nicht klar. Aber so etwas ist sehr verdächtig. Wenn dieser Aufkäufer das Fleisch einfriert und später wieder auf dem Markt anbietet, dann findet sich immer ein Käufer wenn der Preis nur niedrig genug ist. Bei uns kommt solche Ware sofort in die Produktion für Tierfutter. Auch damit kann man gutes Geld verdienen.
DIE WELT: Sie sprachen den Preis an. Wenn ein Verbrauchermarkt eine 1000-Gramm-Ente für 1,99 Euro anbietet wie soll da Vertrauen in eine vernünftige Produktion aufkommen? [Ed: eine frische, wohlschmeckende Wiesenhof-Ente kostete Ende November 2005 im Einzelhandel (Kaiser's/Tengelmann) 4,99 Euro pro kg].
Wesjohann: Ich will jetzt nicht dem Handel die Schuld geben. Aber der Preiskampf der Discounter oder Supermärkte macht es uns Herstellern nicht immer leicht, Vertrauen aufzubauen. Aber wir dürfen bei der Qualität keine Zugeständnisse machen. Die Marke ist mein wichtigstes Kapital. Wenn ich die Marke und das damit verbundene Vertrauen zerstöre, habe ich ein Problem. Dann verliere ich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
DIE WELT: Einzelhändler sollen im Preiskampf auch bei Fleischprodukten schon mal unter den Einstandspreis gehen.
Wesjohann: Dazu kann ich nichts sagen. Ich stelle aber im Gegenteil fest, daß die Zahl der Verbraucher wächst, die für Qualität auch etwas mehr Geld auszugeben bereit ist. Das macht mir nicht nur Mut für mein Geschäft, sondern auch für die Branche. Geiz ist geil hat keine Zukunft.
Geiz ist geil
Woher kommt dieser Werbespruch? 2.12.2005 (khd). Der so eingängige und inzwischen zum geflügelten Wort gewordene Werbespruch wurde vor einigen Jahren von Werbeprofis für die Elektro- und Unterhaltungselektronik-Kette Saturn erfunden.Saturn gehört zur prosperierenden Metro-Gruppe, die von Otto Beisheim gegründet wurde und vor allem mit ihren riesigen Cash-&-Carry- Märkten groß geworden ist. Zum Konzern gehören heute u. a. Kaufhof (Kaufhäuser), Makro Cash-&-Carry (Großhandel), MediaMarkt, Metro Cash-&- Carry (Großhandel), Praktiker- Baumärkte, Real und Saturn.
Die Discounter-Kette Real ist bereits selbst mehrfach durch unseriöse Geiz-ist-geil- Aktionen aufgefallen: Fleisch in Pirmasens umetikettiert (1996), in Bobenheim (2000), in Paderborn (2003), in Hannover abgelaufenes Hackfleisch umetikettiert (2005) steckt also reichlich im Dauer- Fleischskandal drin.
DIE WELT: Nächstes unerfreuliches Thema: die Vogelgrippe. Namhafte Restaurants, Fernsehköche und auch Kantinen nehmen schon Geflügelgerichte von der Karte.
Wesjohann: Das ist mir absolut unverständlich. Es gibt in Deutschland und ganz Westeuropa keinen einzigen Fall von Vogelgrippe. Wir haben jetzt die Stallpflicht, damit kann es praktisch keine Übertragung des Virus mehr geben. Alle bisherigen Epidemien waren von freifliegenden Vögeln ausgelöst worden doch die kommen jetzt nicht mehr in Kontakt mit den Zucht- und Masttieren. Ich finde es enttäuschend, daß auch Spitzenrestaurants dieser unbegründeten Hysterie in der Öffentlichkeit nachgeben. Huhn, Ente oder Gans sind so sicher wie vor einem halben oder einem Jahr. Ich esse weiterhin Geflügel.
DIE WELT: Und die Konsumenten?
Wesjohann: Bei der Marke Wiesenhof-Hähnchen haben wir keinerlei Absatzrückgänge da zahlen sich wieder unsere Investitionen in die Marke aus. Bei den Handelsmarken für Supermärkte und Discounter verkaufen wir etwa 10 % weniger als vor einem Jahr. Ich bin mir aber sicher, daß die Märkte zurückkommen.
DIE WELT: Und wenn doch ein Fall auftreten sollte? Dann brechen die Märkte zusammen?
Wesjohann: Wir und viele andere Produzenten auch haben für diesen unwahrscheinlichen Fall Vorsorge getroffen. Wir können innerhalb von 24 Stunden sämtliche Bestände im Umkreis von 3 Kilometern um einen Krankheitsherd töten. Das klingt zwar brutal, beseitigt aber zuverlässig das Virus. Dann sind wir das Problem schnell wieder los.
DIE WELT: Massentierhalter wie Sie sind immer wieder wegen der Haltungsbedingungen in der Kritik. Auf einer Homepage sieht man Bilder von Hühnern in schrecklichem Zustand, die Sie für die Schnellrestaurantkette Kentucky Fried Chicken liefern...
Wesjohann: Ich kenne diese Seite. Sie macht mich sprachlos. Denn erstes sind die Fotos nicht bei uns aufgenommen und zweites liefern wir überhaupt nicht an KFC. Sämtliche Aufforderungen an die Initiatoren, die Seite vom Netz zu nehmen, waren bisher erfolglos. Jetzt haben wir die Sache unseren Anwälten übergeben. Da sind oft Geschäftemacher am Werk.
DIE WELT: Setzen Sie sich durch?
Wesjohann: Als verantwortungsbewußter Fleischproduzent können Sie machen, was sie wollen einige wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, daß sie einem Vorurteil aufsitzen. Wir haben schon vor Jahren mit dem Deutschen Tierschutzbund freiwillig über die Gesetze hinausgehende Kriterien für die Hähnchenhaltung getroffen. Und Käfighaltung gibt es bei uns auch nicht.
DIE WELT: Frustriert es Sie, in der Öffentlichkeit erst mal immer der Böse zu sein? Möchten Sie manchmal nicht lieber Kühlschränke produzieren?
Wesjohann: Nein. Ich bin Geflügelzüchter, wie schon mein Vater. Das habe ich gelernt, das macht mir Spaß, ich liebe diesen Beruf. Diese unerfreulichen Nebenerscheinungen muß ich hinnehmen. Was soll ich machen? An der Tatsache, daß meine vier Kinder ebenfalls in den Betrieb eingestiegen sind, sehen Sie, daß das nicht nur mir so geht.
DIE WELT: Werden Sie trotz aller Probleme Ihr angestrebtes Umsatzplus von 5 % erreichen?
Wesjohann: Das hängt maßgeblich davon ab, wie schnell wieder Ruhe in der Branche einkehrt. Jedenfalls wird uns das alles nicht umwerfen. Wir sind sehr gut ins Jahr gestartet, über alle Geschäftsbereiche lagen wir in den ersten 4 Monaten mit 5 % im Plus. Ausgerechnet die Geflügelsparte legte sogar 8 % zu. Vor allem wurden bis zu 40 % mehr Enten gekauft. Die bieten wir jetzt ganzjährig frisch an, das nimmt der Verbraucher hervorragend an.
DIE WELT: Ist Osteuropa Ihr Markt der Zukunft?
Wesjohann: Es ist ein hochinteressanter Markt. Bis Ende kommenden Jahres installieren wir in unserem polnischen Werk für Hähnchen und Wurst die deutschen Qualitätsstandards. Jetzt denken wir über den Einstieg in Rußland und der Ukraine nach. Wir liefern schon nach Rußland und haben dort einen guten Namen. Wahrscheinlich beginnen wir 2007 mit der Produktion dort. Die Umstände im Land sind aber nicht so ganz einfach, wir müssen uns dort behutsam entwickeln.
DIE WELT: Was halten Sie von der jüngsten Ost-Erweiterung der EU?
Wesjohann: Sie bringt uns eindeutig mehr Vor- als Nachteile. Wir erreichen jetzt über 100 Millionen zusätzliche Verbraucher.
DIE WELT: Die Welthandelsorganisation [WTO] will die europäischen Märkte öffnen, etwa für die Produzenten aus Brasilien und Argentinien.
Wesjohann: Das wäre fatal. Da muß die EU gegenhalten, und zwar viel energischer als bisher. Gerade die Südamerikaner würden unsere Märkte überschwemmen. Die Öffnung würde in Europa sicherlich 600.000 Jobs kosten. In der Geflügelfleischbranche müßte jeder fünfte Betrieb aufgeben. Und die Getreidebauern, die das Futter produzieren, verlören entsprechend viele Abnehmer.
DIE WELT: Das klingt aber sehr nach Protektionismus.
Wesjohann: Darum geht es nicht. Alle bisherigen Liberalisierungen haben uns zwar mehr Handelsvolumen gebracht, aber nicht mehr Arbeitsplätze. Und für entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen, ist die Hauptausgabe der Politik. Ansonsten bekommen wir noch mehr sozialen Sprengstoff. Im übrigen dürfen wir uns nicht von Lebensmittellieferungen aus Übersee abhängig machen.
DIE WELT: Bekommen Sie eigentlich EU-Subventionen?
Wesjohann: Nein, außer neuerdings vereinzelt für Investitionen etwa in Polen. Die Geflügelbranche hat nie die sprichwörtlichen EU-Milliarden bekommen. Deshalb hatten wir auch nie ein großes Problem mit Überproduktionen.
Pestizide aus dem Supermarkt
Senat verspricht verstärkte Kontrollen nach Greenpeace-Studie über Gift-Belastung von Obst und Gemüse.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 30. November 2005, Seite 9 (Berlin). [Original]
BERLIN (Tsp). Die negativen Nachrichten für Verbraucher reißen nicht ab. Nachdem im Fleischskandal immer weitere Neuigkeiten ans Tageslicht kommen, hat die Umweltorganisation Greenpeace jetzt festgestellt, dass in Supermärkten stark mit giftigen Pestiziden belastetes Obst und Gemüse verkauft werden. Bei 15 % der Stichproben wurden die Grenzwerte für Pestizidrückstände erreicht oder überschritten. In 16 von bundesweit 658 Proben war die Schadstoffbelastung sogar so groß, dass sie nach Angaben von Greenpeace für Kleinkinder akut gesundheitsgefährdend ist. Die Tester wurden auch in Berlin fündig: Sie fanden belastete Tafeltrauben, Tomaten, Kopfsalat und Gurken. Die Senatsgesundheitsverwaltung will die Daten nach Angaben von Sprecherin Regina Kneiding nutzen, bei eigenen Kontrollen verstärkt auf die Produkte in den betroffenen Supermärkten zu achten.
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Denn auch die Berliner Behörden untersuchen Obst und Gemüse auf Belastungen. Im vergangenen Jahr wurden 678 Stichproben auf Pestizide untersucht. Als Verstoß wird aber nur gewertet, wenn die Richtwerte überschritten sind. Dies war in 21 Fällen (4,5 %) der Fall. Dann wird über die Veterinärämter die Amtsanwaltschaft eingeschaltet, um Verstöße zu ahnden. Selbst wenn Grenzwerte überschritten werden, müssen die Verbraucher nach Kneidings Angaben in der Regel keine direkte Gesundheitsgefährdung befürchten. Umweltmediziner fürchten jedoch vor allem Folgen durch die Dauerbelastung auch von niedrigen Dosen.
Nach Auffassung von Jochen Heimberg des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dürfen derart belastete Produkte nicht auf den Markt. “Der Verbraucher hat grundsätzlich einen Anspruch auf Obst und Gemüse, bei dem Rückstandshöchstmengen nicht überschritten werden³, sagt Heimberg. Auf der sicheren Seite ist nach den Erfahrungen des Bundesamtes, der Verbraucherzentrale und von Greenpeace, wer Obst- und Gemüse aus biologischem Anbau kauft. Bei herkömmlicher Produktion rät Christoph Römer von der Verbraucherzentrale, Obst und Gemüse mit lauwarmen Wasser zu waschen und die Schale kräftig abzureiben, da das reine Abspülen nicht reicht, um die Schadstoffe zu beseitigen. Aber manche Pestizide sitzen in der Schale oder dem Fruchtfleisch selber.
Die meisten schadstoffbelasteten Proben fand Greenpeace bei Real und bei Lidl, am besten schnitt in Deutschland Aldi ab. Bei Real [Metro-Gruppe] hieß es, dass es bei regelmäßigen Überprüfungen keine vergleichbaren Beanstandungen gab.
[01.12.2005: Supermärkte wehren sich gegen Greenpeace-Vorwürfe] (DER TAGESSPIEGEL)
Täter beim Namen nennen
Mit harter Hand will Verbraucherminister Seehofer gegen den Handel mit verdorbenem Fleisch vorgehen.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 1. Dezember 2005, Seite xx (Politik). [Original]BERLIN (Tsp). Die Regierungen von Bund und Ländern wollen in Zukunft schärfer gegen den Handel mit verdorbenen Lebensmitteln vor allem Fleisch vorgehen. Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) kündigte dazu am Mittwoch [30.11.2005] in Berlin ein umfangreiches Maßnahmenpaket an. Firmen, die in den vergangenen Wochen bekannt geworden waren, weil sie mit "Gammelfleisch" gehandelt hatten, nannte der Minister "gewissenlose kriminelle Geschäftemacher", gegen die man "mit härtesten Mitteln" vorgehen müsse.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrer Regierungserklärung am Mittwoch ein hartes Durchgreifen angekündigt. "Wir haben ein Motto, und das heißt null Toleranz (...) gegenüber denen, die das Vertrauen der Verbraucher mit Füßen treten", sagte sie im Bundestag. Der "schlimme Skandal" beim Handel mit überlagertem Fleisch dürfe "uns so lange nicht ruhen lassen", bis alle Schwachstellen beseitigt seien. "Ansonsten wird es für die deutsche Ernährungswirtschaft ganz schwierig."
Zu dem Maßnahmenpaket, das Seehofer ankündigte, gehört unter anderem die Verschärfung der Meldepflichten. Künftig sollen auch Abnehmer von verdorbenem Fleisch, die die Lieferung zurückweisen, einer Meldepflicht unterliegen. Im Zusammenhang mit dem Verbraucherinformationsgesetz, das Seehofer rasch auf den Weg bringen will, kündigte der Minister eine Regelung an, nach der Unternehmen, die mit verdorbenem Fleisch handeln, namentlich genannt werden sollen. Noch unklar ist dabei, wie die Regierung ausschließen will, dass die Namen von "Opfern", etwa selbst betrogenen Händlern, veröffentlicht werden und ihnen damit wirtschaftlicher Schaden droht. Weitere Maßnahmen sind die Einführung von spezialisierten Staatsanwaltschaften und die bessere Vernetzung und Ausstattung der Landeskontrollbehörden. Seehofer will dazu eigens eine Fachgruppe einrichten. Kurzfristig hat Seehofer Vertreter von Lebensmittel- und Handelsverbänden zu Gesprächen eingeladen, um mit ihnen darüber zu sprechen, welchen Beitrag die Wirtschaft leisten kann, um den Handel mit Gammelfleisch zu verhindern. In Nordrhein-Westfalen wird die Kontrolle der Kühlhauser ausgeweitet.
Und so informiert die
US-Behörde FDA über
Lebensmittel-Panscher:
Recent Warning Letters.
[ Ein Beispiel ]Unterdessen haben die Behörden auch in Baden-Württemberg möglicherweise verdorbenes Fleisch beschlagnahmt. Bei einem Händler im Landkreis Heilbronn sei nach einem Hinweis der niedersächsischen Polizei der Rest einer Lieferung aus der Nähe von Cloppenburg sicher gestellt worden, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Heilbronn. Der fragliche niedersächsische Betrieb, gegen den wegen des Handels mit Gammelfleisch ermittelt werde, habe mehr als eine halbe Tonne Fleisch nach Heilbronn geliefert.
Außerdem sind in Dänemark 19 Tonnen verdorbenen Specks sowie anderer Fleischprodukte entdeckt worden. Der aus Deutschland importierte Speck und das Hackfleisch seien in den vergangenen Tagen gefunden worden, berichtete das Gesundheitsministerium in Kopenhagen am Mittwoch. Das Fleisch wurde vom Markt genommen und nach Deutschland zurückgeschickt.
Die Stadt Deggendorf in Niederbayern untersagte indes einem Unternehmen rund eineinhalb Monate nach dem Bekanntwerden eines Fleischskandals die Verarbeitung von Fleisch [Ed: so schnell arbeiten Behörden in Bayern]. [mehr]
Seehofer geißelt "Geiz-ist-geil"-Mentalität
Aus: ARD-Tagesschau, Hamburg, 2. Dezember 2005, 2.06 Uhr MEZ (News). [Original]BERLIN. Verbraucherschutzminister Horst Seehofer sieht in der Nachfrage nach möglichst billigen Lebensmitteln eine der Ursachen für den Fleischskandal. "Die 'Geiz ist Geil'-Mentalität ist gerade bei Lebensmitteln hochgefährlich", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel hätten ihren Preis, so der Minister. Und Preisdumping erhöhe natürlich den Druck auf die Erzeuger, Bestimmungen nicht mehr einzuhalten.
Zugleich drohte Seehofer Betrieben, die ihrer Meldepflicht für verdorbenes Fleisch nicht nachkommen, mit härteren Strafen: "Wer seine Pflichten nicht erfüllt, muss mit Geldbuße oder in Extremfällen mit Freiheitsstrafe rechnen. Das werde ich durchsetzen", betonte er. Im ZDF warb Seehofer nachdrücklich dafür, dass künftig Namen von Betrieben, die verdorbenes Fleisch in Umlauf bringen, öffentlich gemacht werden. Die Namensnennung habe "größten präventiven Charakter". Unterdessen wurde in Nordrhein-Westfalen erneut 36 Tonnen verdächtige Ware beschlagnahmt, diesmal bei der Überprüfung eines Tiefkühlhauses im Kreis Neuss.
Künast warnt vor Einsparungen im Kontrollbereich
Seehofers Vorgängerin im Amt, Grünen-Fraktionschefin Renate Künast, mahnte, die Kontrollen im Lebensmittelbereich dürften nicht den Unternehmen überlassen werden. Es gebe ein "Bürgerrecht", dass der "Kontrollbereich nicht als Sparbüchse missbraucht" werden dürfe. Künast verwies darauf, dass etwa Bayern bis Ende des Jahres 25 Kontrollstellen abbauen wolle.Der Präsident des Bundesamts für Verbraucherschutz Christian Grugel kritisierte in der "Berliner Zeitung", dass die Kontrolldichte privater Qualitätssicherungssysteme nicht ausreiche. "Die Eigenkontrollen der Wirtschaft müssen daher besser vernetzt und die Informationen an zentraler Stelle gebündelt werden", betonte Grugel. Es brauche einen besseren Informationsfluss zwischen Wirtschaft und Staat, um den Überblick zu behalten und schwarze Schafe zu identifizieren.
Lebensmittelhandel unterstützt Dumping-Verbot
Der Deutsche Lebensmittelhandel signalisierte Zustimmung zu den Plänen der Bundesregierung zur Eindämmung von Dumpingpreisen. Das angekündigte Verkaufsverbot für Fleisch unter Einstandspreis werde "selbstverständlich" unterstützt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels, Gerd Härig, im ZDF. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels hatte dies vor wenigen Tagen noch abgelehnt.Die Regierung will mit einem Bündel von Sofortmaßnahmen die Verbraucher vor dem Verzehr verdorbenen Fleisches schützen. Geplant ist ein 20-Punkte-Programm, das von schärferen Kontrollen bis hin zum gesetzlichen Verbot von Preisdumping reicht. [mehr]
Experten erwarten neue Gammelfleisch-Skandale
Grüne wollen Kontrollsiegel für Restaurants
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 4. Dezember 2005, Seite xx (Wirtschaft). [Original]BERLIN (Tsp). Die in jüngster Zeit aufgetretenen Fälle von Handel mit verdorbenem Fleisch sind offenbar nur die Spitze eines Eisbergs. "Wir leben in Deutschland seit Jahren mit Gammelfleisch", sagte jetzt der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen, Matthias Berninger, dem Tagesspiegel am Sonntag. Dass der Handel mit diesem Fleisch bis jetzt nicht öffentlich wurde, ist für Berninger, der bis vor wenigen Wochen Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium war, eine Folge der erst in diesem Herbst verschärften Kontrollen. Die Grünen fordern außerdem schärfere Kontrollen von Restaurants.
Am Wochenende wurde ein weiterer Fall bestätigt. In einem Minimal-Supermarkt in Köln hat eine Mitarbeiterin verfallene Wurst umetikettiert. Bei der Rewe-Handelsgruppe, der Muttergesellschaft von Minimal, hieß es allerdings, es handele sich nur um einen Einzelfall.
Was bisher nicht flächendeckend kontrolliert wurde, nämlich die Umetikettierung von altem und überlagertem Fleisch, habe auch den Weg an die Öffentlichkeit nicht gefunden, meint Verbraucherpolitiker Berninger. Erst, nachdem die Bundesländer Ende 2004 dem umstrittenen Lebensmittel-Überwachungsgesetz AVV-Rüb zugestimmt haben, sei die Kontrolldichte zum Inkrafttreten des Gesetzes Mitte 2005 erhöht worden.
Auch die Vorsitzende des Verbraucherausschusses im Bundestag, die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn, geht mittlerweile davon aus, dass es sich bei den Fällen nicht um Zufälligkeiten handelt. "Insider wissen offenbar seit längerem, dass in Deutschland Gammelfleisch auf dem Markt ist." Höhn fordert deshalb von Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU), das von der Regierung angekündigte Verbraucherinformationsgesetz zu verschärfen. Bei der Veröffentlichung von Händlern, die altes Fleisch verkaufen, müsse man viel weiter gehen als bisher geplant.
Und so informiert die
US-Behörde FDA über
Lebensmittel-Panscher:
Recent Warning Letters.
[ Ein Beispiel ]Während Seehofer nur die Namen der Lieferanten von altem Fleisch veröffentlichen will, fordert Höhn, auch die Namen der Unternehmer zu nennen, die die Ware angenommen und weiterverarbeitet oder an Kunden verkauft haben. Von einer Meldepflicht, wie sie Seehofer für alle Unternehmen einführen will, die altes Fleisch annehmen, hält Höhn hingegen nichts: "Das ist sehr bürokratisch und wenig wirkungsvoll. Wer Gammelfleisch an Kunden verkaufen will, wird das sowieso nicht melden."
Die Grünen Berninger und Höhn fordern nun von der Regierung, dafür zu sorgen, dass Gaststätten weit schärfer als bisher kontrolliert und die Ergebnisse veröffentlicht werden. "Wir brauchen ein Qualitätssiegel für Gaststätten, das jeder Gast sofort sehen kann", sagte Berninger. Ein solches Verfahren gibt es bereits in weiten Teilen der Vereinigten Staaten. Dort können Kunden beim Betreten von Gaststätten schon am Eingang sehen, wann zum letzten Mal eine Lebensmittelkontrolle stattgefunden hat. Weil die Betreiber von Gaststätten ihre Fleischwaren aus denselben Quellen wie Händler beziehen, vermutet Berninger, dass auch dort altes Fleisch verarbeitet wird. "Das ist der nächste Skandal, der auf uns zukommt", warnt er. Ein solches Qualitätslogo sei deshalb im eigenen wirtschaftlichen Interesse der Betreiber. [mehr]
Kein Geld für Fleischkontrolleure
Umfrage: Länder und Kommunen wollen Etats nicht aufstocken / Kritik von den Grünen
Aus: Berliner Zeitung, 8. Dezember 2005, Seite xx (Politik). [Original]BERLIN. Trotz der jüngsten Fleischskandale wollen Länder und Kommunen nicht mehr Geld für Kontrollen ausgeben. Wie eine Umfrage der Berliner Zeitung unter den 16 Bundesländern ergab, ist in keinem einzigen geplant, mehr Kontrolleursstellen zu schaffen oder den Etat für Kontrollen zu erhöhen [Ed: man glaubt es kaum!]. Lediglich in Baden-Württemberg teilte das Ernährungsministerium mit, die 222 Kontrolleure weiter zu verstärken, "falls eine Schwachstellenanalyse eine zwingende Notwendigkeit ergibt".
"Kein Abbau wäre schon Erfolg"
In den anderen 15 Ländern werden zwar Maßnahmenpakete geschnürt, um die Effizienz der Kontrollen zu erhöhen. Kommunen und Länder planen aber nicht, für die Verbrauchersicherheit den Etat und die Zahl der Planstellen zu erhöhen, wurde der Berliner Zeitung auf Anfrage mitgeteilt. Im Gegenteil rechnen einige Länder sogar mit einem Stellenabbau. "Es wäre schon ein Erfolg für uns, wenn wegfallende Stellen bei den 130 Lebensmittelkontrolleuren besetzt würden", sagte ein Sprecher des brandenburgischen Verbraucherschutzministeriums. Ähnlich äußerte sich das Sozialministerium in Thüringen.Auch in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern, die besonders von den jüngsten Skandalen betroffen waren, gibt es keine Pläne, mehr Kontrolleure einzustellen. "Eine Erhöhung ist nicht geplant. Es wird bei 290 Kontrolleuren bleiben", so das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium. In Niedersachsen war dem zuständigen Ministerium nichts über eine Aufstockung bekannt. In Bayern hieß es: "Wir haben 420 Lebensmittelkontrolleure. Dabei soll es bleiben." In Schleswig-Holstein wurde auf die Überschuldung der für die Kontrollen verantwortlichen Kommunen verwiesen: "Mehr Geld auszugeben, ist fast unmöglich. Die Landkreise haben ganz große Haushaltsprobleme", teilte das Landwirtschaftsministerium mit. In Berlin hieß es aus der Senatsgesundheitsverwaltung: "Es ist keine Notwendigkeit zu erkennen, die Kontrollen aufzustocken." In Berlin arbeiteten 77 Lebensmittelkontrolleure. Alle anderen Bundesländer planen ebenfalls keine neuen Stellen.
Bei den Grünen stießen die Ergebnisse auf Kritik. "Länder und Kommunen müssen endlich mehr Geld in die Hand nehmen und zusätzliche Kontrolleure einstellen", sagte die Vorsitzende des Verbraucherausschusses im Bundestag, Bärbel Höhn (Grüne). Allein durch effizienteres Arbeiten könne man den Kontrollbedarf nicht decken. Das reiche nicht aus, um die Lebensmittelsicherheit zu erhöhen und Fleisch sicherer zu machen. "Auf der einen Seite haben die meisten Länder und Kommunen die Ausgaben für Lebensmittelkontrollen in den letzten Jahren zunehmend gekürzt. Gleichzeitig ist der Aufgabenbereich der Kontrolleure gewachsen. Dies führt automatisch zum Versagen der Kontrollsysteme", sagte Höhn.
Sie kritisierte zudem die föderale Struktur der Fleischkontrollen. "Dass die Verantwortung dafür in den meisten Ländern bei den Kommunen liegt, ist ein Schwachpunkt." Bei Großbetrieben bestehe die Gefahr, dass Kontrolleure nicht so genau hinschauten, weil die Firmen für die Region so wichtig seien.
Seehofer kritisiert Künast
Unterdessen präsentierte Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) dem Kabinett ein 10-Punkte-Programm als Reaktion auf den Fleischskandal (siehe Kasten). Ob mehr Kontrolleure eingestellt werden sollen, will Seehofer aber erst nächstes Jahr mit den Länderministern diskutieren. Dabei, so das Programm, "sollen die Kapazitätsausstattung der Überwachungsbehörden kritisch überprüft werden."Seehofer griff ferner seine Vorgängerin Renate Künast (Grüne) an. "Ich glaube, dass beim Verbraucherschutz in hohem Maße auch Symbolpolitik gemacht wurde. Dieser Eindruck verfestigt sich bei mir von Tag zu Tag mehr",sagte er dem Magazin Stern. Höhn verurteilte die Kritik als "populistisch". Die Union habe das Verbraucherinformationsgesetz verhindert, Renate Künast hingegen den Verbraucherschutz in der Politik verankert. [mehr]
B A Y E R NErneut abgelaufene Lebensmittel in Hamburg gefunden
Aus: Yahoo-News, 9. Dezember 2005, 15.49 Uhr MEZ (Vermischtes). [Original]HAMBURG. Die Reihe der Lebensmittelskandale reißt nicht ab: Die Hamburger Polizei hat in einem Supermarkt rund 76 Kilogramm Wurst, Fleisch und Käse mit falschen Haltbarkeitsdaten beschlagnahmt. Ein großer Teil der Lebensmittel sei bereits Anfang Oktober abgelaufen, teilte die Polizei mit. Die Original- Etiketten von 16 verschiedenen, vakuumverpackten Lebensmitteln in der Kühltheke waren überklebt, mit einem neuen Haltbarkeitsdatum versehen und als Frischware angeboten worden.
Die Ware sei am Dienstag [6.12.20005] beschlagnahmt worden; sie sei nach erstem Augenschein nicht verdorben gewesen. Letzte Sicherheit soll die Untersuchung einer Probe bringen. Gegen den Betreiber des Supermarktes in Hamburg-Dulsberg wurden Ermittlungen eingeleitet.
Zunächst hatte die Polizei vermutet, dass die Etiketten nicht in dem Supermarkt, sondern bei einem Zulieferer manipuliert worden waren. Daher hatten die Ermittler den Betrieb des Zulieferers durchsucht. Der Verdacht habe sich jedoch nicht erhärtet, sagte ein Polizeisprecher. Ein Lebensmittelkontrolleur habe keine Beanstandungen gehabt.
Behörden verteilen Gammelfleisch an Flüchtlinge
In Bayern ist ein neuer Fall im Zusammenhang mit Gammelfleisch bekannt geworden. Dort haben Flüchtlinge in staatlichen Unterkünften Tiefkühlprodukte erhalten, deren Haltbarkeitsdamut überschritten war. Mehrere Asylbewerber klagten nach dem Verzehr über Übelkeit.
Aus: Spiegel Online 9. Dezember 2005, 19.37 Uhr MEZ (nur elektronisch publiziert). [Original]MÜNCHEN. Die Behörden hätten bei den letzten Ausgaben der Lebensmittelpakete 500-Gramm- Tiefkühlpackungen mit Hähnchenbrust verteilt, deren Haltbarkeit schon seit Oktober 2005 abgelaufen war. Dies berichtete der Bayerische Flüchtlingsrat heute. Die zuständige Bezirksregierung von Oberbayern bestätigte die Ausgabe von Produkten, bei denen die Mindesthaltbarkeit überschritten war.
Die Behörde betonte, sie habe sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet. In neun Unterkünften konnten demnach noch 324 abgelaufene Produkte sichergestellt werden. Die entsprechenden Essenspakete seien am Donnerstag [8.12.2005] ausgeliefert worden.
Ein Asylbewerber in Neuburg an der Donau hatte am Abend wegen Übelkeit ein Krankenhaus aufgesucht und auf die Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums hingewiesen. Daraufhin waren entsprechende Nachforschungen eingeleitet worden. Nach Angaben des Flüchtlingsrates klagten auch Asylbewerber in München über Beschwerden.
Mit Äußerungen wie "Fleischskandal im Essenspaket" und "Regierung von Oberbayern verteilt Gammelfleisch an Flüchtlinge" prangerte der Flüchtlingsrat den Vorgang an. "Flüchtlinge, die gegen die Vergabe von Essenspaketen protestieren, werden von der Regierung von Oberbayern immer abgefertigt, es sei doch alles bestens", hieß es in einer Mitteilung des Flüchtlingsrates.
Rotwein aus dem Reagenzglas
Amerika will gepanschten Rebensaft künftig legal nach Europa liefern. Die Deutschen wollen das verhindern ohne Aussicht auf Erfolg.
Aus: Berliner Zeitung, 10. Dezember 2005, Seite xx (Wirtschaft). [Original]BRÜSSEL. Man kann Wein auch aus Trockenpulver aufgießen. Nach einer Wartezeit von drei Wochen wird dann aus dem Tütensaft selbstgemachter "Barolo, Rioja oder Gewürztraminer, ein Wein für jede besondere Gelegenheit", wie es in einer Werbung heißt. In Großbritannien und den USA kann man solche Wine Making Kits im Supermarkt kaufen. "Das schmeckt genauso gut wie Blue Nun", erzählt ein erfahrener Heimwinzer von der Insel, "und ist auch noch viel billiger." Blue Nun ist der britische Handelsname für Liebfrauenmilch, einen Verschnitt süßer Weißweine aus Deutschland.
Der Wermutstropfen im selbst gebrauten Wein: Man darf ihn nur trinken; verkaufen ist strafbar. Denn "Wein" ist in der Europäischen Union eine geschützte Bezeichnung. Die Herstellung unterliegt genauen Vorschriften. Näheres regelt die Verordnung des Rates (EG) Nr. 1493/1999 vom 17. Mai 1999 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein. Auf 84 Seiten. Darin steht auch, dass alle Vorschriften gleichermaßen für importierte Weine gelten.
N R W - F L E I S C H S K A N D A LSeehofer macht grüne Politik
Verbraucherschutz-Expertin Bärbel Höhn im Interview mit der Morgenpost / Kritik an zögerlicher Umsetzung von EU-Recht.
Aus: Berliner Morgenpost, 10. Dezember 2005, Seite ?? (Politik). Mit Bärbel Höhn sprach CLAUDIA EHRENSTEIN. [Original]Die frühere NRW Verbraucherschutz-Ministerin Bärbel Höhn (Grüne) ist jetzt Vorsitzende im zuständigen Bundestagsausschuß.
Berliner Morgenpost: Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) hat einen Zehn-Punkte- Katalog vorgestellt, um Fleischskandale in Deutschland künftig zu verhindern. Reichen die darin aufgeführten Sofortmaßnahmen aus?
Bärbel Höhn: Was fehlt, ist ein umfassendes Verbraucherinformationsgesetz. Seehofer hat zwar ein solches Gesetz angekündigt. Ich rechne aber mit einer weichgespülten Variante ohne ausreichende Rechte für die Verbraucher.
Berliner Morgenpost: Was fordern Sie?
Höhn: Das Auskunftsrecht für die Verbraucher muß ausgeweitet werden. Es darf sich nicht nur auf Lebens- und Futtermittel beschränken. Die Verbraucher müssen auch Informationen über Produkte und Dienstleistungen einfordern können. Etwa welche Zusatzstoffe in Babyspielzeug enthalten sind. Das ist für Eltern wichtig zu wissen, wenn ihre Kinder unter Allergien leiden.
Berliner Morgenpost: Wie sollen diese Informationen bereitgestellt werden?
Höhn: Da bietet sich das Internet an. In Nordrhein-Westfalen habe ich als Umweltministerin Ergebnisse von Acrylamid-Analysen auf diese Weise veröffentlicht und die Namen der Hersteller von Lebkuchen, Pommes Frites oder Knäckebrot genannt. Das war zugleich ein Anreiz für die Hersteller, ihre Rezepturen zu verändern und den Acrylamid-Gehalt zu reduzieren. Das war genau das Ziel. Schließlich steht Acrylamid im Verdacht, in hoher Dosierung krebserregend zu sein.
Berliner Morgenpost: Kann ein Verbraucherinformationsgesetz Fleischskandale verhindern?
Und so informiert die
US-Behörde FDA über
Lebensmittel-Panscher:
Recent Warning Letters.
[ Ein Beispiel ]Höhn: Wenn die Namen krimineller Fleischhändler und der anderen beteiligten Akteure veröffentlicht werden, hat das für diese Personen wirtschaftliche Konsequenzen. Das ist auch so gewollt, weil es eine abschreckende Wirkung haben soll. Auch wer sein Schweinefleisch unerlaubterweise mit Wasser anreichert und damit das Gewicht manipuliert, soll auf diese Weise publik gemacht werden.
Berliner Morgenpost: Bislang gibt es kein verläßliches Qualitätssiegel für Fleisch. Woran soll sich der Verbraucher orientieren?
Höhn: Es gibt das Bio-Siegel mit klar formulierten Standards. Ein zweites bundesweites Gütesiegel für die konventionelle Landwirtschaft wäre durchaus sinnvoll. Das existierende QS-Siegel halte ich für problematisch, weil die Wirtschaft selbst die Kriterien festgelegt hat und es letztlich nur die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften garantiert. In ein Gütesiegel, dessen Qualitätskriterien Verbraucherschützer mitformuliert haben, hätte ich mehr Vertrauen.
Berliner Morgenpost: Die Fleischbranche will alle angekündigten Maßnahmen im Fleischskandal voll unterstützen. Überrascht Sie die Harmonie zwischen Wirtschaft und Politik?
Höhn: Während eines Skandals überschlagen sich die Forderungen. Meine Erfahrung ist aber, daß mit zeitlichem Abstand zum Skandal der Mut nachläßt, Maßnahmen umzusetzen. Mit gut gezielter Lobbyarbeit wird dann versucht, die Lösungsansätze zu verwässern.
Berliner Morgenpost: Muß sich der Bund stärker in die Kontrolle der Lebensmittelsicherheit einmischen?
Höhn: Die Zuständigkeit liegt bei den Ländern und Kommunen. Sie aber haben Kontrolleure abgebaut. Da gibt es jetzt ein klares Defizit, was sich schon daran zeigt, daß die jüngsten Fleischskandale fast immer durch Mitarbeiter der betroffenen Betriebe und nicht durch Kontrollen aufgedeckt wurden. Der Bund sollte eine Kontrolldichte vorgeben. Sie sollte sich nicht nur wie bisher an der Bevölkerungsdichte, sondern an der Zahl der Risikobetriebe orientieren. Diese liegen oft in eher dünnbesiedelten Regionen.
Berliner Morgenpost: Seehofer gibt seiner grünen Amtsvorgängerin Renate Künast eine Mitschuld an den Fleischskandalen. Was hat sie versäumt zu tun?
Höhn: Wenn es nach Renate Künast gegangen wäre, hätten wir seit 2002 ein Verbraucherinformationsgesetz. Die Union hat dieses Gesetz verhindert, und auch Herr Seehofer hat als Abgeordneter der Opposition dagegen gestimmt. Jetzt macht er ein solches Gesetz zum Herzstück seiner Gegenmaßnahmen.
Berliner Morgenpost: Setzt Seehofer letztlich grüne Politik fort?
Höhn: Seine angekündigten Maßnahmen im Fleischskandal sind durchaus vernünftiger Verbraucherschutz ganz im Sinne der Grünen. Seine Haltung gegen ein Tabakwerbeverbot ist dagegen erschreckend. Jedes Jahr sterben in Deutschland 110.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Eine neue Studie spricht jetzt zudem von jährlich 3.300 Toten durch das Passivrauchen. Vor diesem Hintergrund halte ich die Verschleppungstaktik von Minister Seehofer bei der Umsetzung von EU-Recht für einen massiven Verstoß gegen den Verbraucherschutz. [mehr]
Tonnenweise fragwürdiges Fleisch
Händler von Gammelware lieferte auch in die Region Berlin-Brandenburg.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 10. Dezember 2005, Seite 15 (Brandenburg). [Original]BERLIN (Tsp). Der im Fleischskandal auffällig gewordene Großhändler Domenz aus Gelsenkirchen hat 2004 und 2005 insgesamt 63 Tonnen Fleisch an 13 Berliner Betriebe und 18 Tonnen an 3 Betriebe in Brandenburg geliefert. Dies geht aus einer internen Vertriebswege- Liste des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hervor, die dem Westfalen-Blatt in Gelsenkirchen vorliegt. Darunter war auch Ware, bei der die Mindesthaltbarkeit überschritten war bei einem Dönerhändler in Rathenow.
Der Liste zufolge wurde folgende Ware an Berliner Unternehmen geliefert: Kalbsabschnitte, Putenhackfleisch, Bullenlappen ohne Knochen, Jungschafabschnitte. Die Brandenburger Betriebe erhielten Kalbsabschnitte, Hamburger, Putenhackfleisch, Rinderfett.
Bei der Berliner Gesundheitsverwaltung hieß es dazu, ihr liege eine Kundenliste mit Berliner Fleischgroßhändlern vor, mit denen der umstrittene Betrieb Domenz Geschäftskontakte gepflegt habe. Diese Liste sei zu gut der Hälfte abgearbeitet mitunter seien Adressen oder Lieferpapiere nicht mehr auffindbar, sagte Sprecherin Roswitha Steinbrenner. Der Verwaltung liegt ein Lieferschein vor, nach dem der Gelsenkirchener Betrieb am 2. Februar 2004 insgesamt 888 Tonnen Putenhackfleisch an eine Berliner Firma geliefert habe. Ob die Mindesthaltbarkeit des Fleisches abgelaufen gewesen sei oder es sich um fristgerechte Ware handelte, sei im Nachhinein nicht herauszufinden.
Mehrere Berliner Fleischgroßhändler seien vor einem halben Jahr oder vor noch längerer Zeit von Domenz beliefert worden ob das abgelaufenes Fleisch war, ob es in Berlin verzehrt wurde oder an andere Händler weitergegeben wurde oder ob es sich um Tierfutter handelte, ist nicht bekannt, sagte Steinbrenner. Sie betonte, dass der Verzehr von Tiefkühlware, bei der die Mindesthaltbarkeit abgelaufen sei, nach Erkennissen von Lebensmittelbiologen noch lange danach unbedenklich sei. Man nehme Ängste der Verbraucher aber sehr ernst.
Bereits 200 Tonnen Gammelfleisch registriert
Aus: Yahoo-News, 11. Dezember 2005, 2.02 Uhr MEZ (Kurzberichte). [Original]BERLIN. Im jüngsten Lebensmittelskandal sind nach Angaben von Verbraucherschutzminister Horst Seehofer bereits 200 Tonnen Gammelfleisch registriert worden. Zudem seien nahezu alle Kühlhäuser kontrolliert worden, sagte Seehofer der "B.Z. am Sonntag". Wie bei Eiern mit ihrem Herkunftsstempel sollen die Verbraucher von Frühjahr 2006 an auch bei Fleisch und Wurst zurückverfolgen können, woher die Produkte stammen. Außerdem soll dann jeder im Internet und in Veröffentlichungen der Behörden die "schwarzen Schafe" finden. [mehr]
L E B E N S M I T T E LBiofleisch wird knapp
Seit den Fleischskandalen ist die Nachfrage stark gestiegen, die Ökobauern kommen kaum hinterher dennoch sind die Preise stabil.
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 11. November 2005, Seite xx (Wirtschaft). [Original]BERLIN (Tsp). Wer zum Weihnachtsfest Fleisch von glücklichen Tieren verspeisen will, der könnte in diesem Jahr Pech haben. Denn die Nachfrage nach Biofleisch ist enorm gestiegen, vor allem wegen der jüngsten Fleischskandale. Besonders der Bioschweinemarkt ist fast komplett leergefegt, sagte Alexander Gerber, Geschäftsführer des Bunds ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem Tagesspiegel am Sonntag. Auch beim Rind gebe es in manchen Ballungsgebieten Engpässe. Die Händler verzeichneten in den vergangenen Wochen einen Umsatzanstieg beim Biofleisch von 30 % und mehr. Der nordrhein-westfälische Großhändler Weiling zum Beispiel erreichte ein Plus von 35 %. Wir führen das Wachstum vor allem auf den jüngsten Fleischskandal zurück, so Weiling-Sprecher Hansjörg Bahmann.
Auch Bioland, der in Deutschland größte Anbauverband für Ökolebensmittel, sieht Engpässe. Wir haben Rückmeldungen von Metzgern, die Probleme haben, genug Biofleisch einzukaufen, sagte BiolandVorsitzender Thomas Dosch. So nimmt etwa der Berliner Großhändler Bio Fleisch NordOst keine Bestellungen von Schweinefleisch mehr entgegen. Rind, Kalb und Lamm sind dagegen noch verfügbar. Auch mit ökologisch gezüchteten Enten und Gänsen sind Ställe und Kühlhäuser gut gefüllt. Hier haben unsere Betriebe für Weihnachten gut vorgesorgt, sagte Dosch.
Nach einem Bericht des Bundesverbraucherministeriums kam es bei Biofleisch im Laufe dieses Jahres schon häufiger zu Versorgungsengpässen. Wir haben schon seit einer Weile Probleme, genug Ferkel zu produzieren, sagte Gerber vom BÖLW. Traditionell ist bei unseren Käufern Rind gefragter. Inzwischen habe die Branche Käuferschichten dazugewonnen. Vor allem Jüngere und Singles greifen öfter zu Bioware , sagte Gerber.
Trotz der hohen Nachfrage haben sich die Preise nur moderat erhöht, heißt es bei der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Agrarwirtschaft. Ein Kilogramm Bioschweinebraten kostet die Verbraucher in diesem Jahr durchschnittlich 6,42 Euro, 15 Cent mehr als im Vorjahr. Hier schlägt sich auch das Geschäft von Supermärkten und Discountern nieder: Während der Preis von Schwein, das im Bioladen verkauft wird, im Schnitt 86 % über dem von konventionellem Fleisch liegt, sind es bei Biofleisch aus dem Supermarkt nur 22 %. Ein Grund für die Differenz: Bioläden verkaufen oft nur Edelteile wie Schinken und Filet. Die großen Ketten können aber auch den Rest des Tieres kostengünstig verwerten.
Grundsätzlich ist die Produktion von Biofleisch schwieriger an Nachfrageschübe anzupassen als die in der konventionellen Mast. Für uns gibt es keinen internationalen Fleischmarkt, auf dem jederzeit nachgekauft werden könnte, erklärte Dosch von Bioland. Die Biobranche friste nach wie vor ein Nischendasein. Der Marktanteil von Ökofleisch liegt bei 2 bis 3 %, bei Schwein sind es mit 1,5 % noch weniger. Dazu kommt, dass die Tiere im Ökolandbau wegen des Auslaufs und des Verzichts auf herkömmliches Mastfutter länger brauchen, um ihr Schlachtgewicht zu erreichen. Das moderne Hausschwein sei zudem für die Freilandhaltung nicht optimal, sagte Thomas Korbun vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin. Die Züchtung von für den Ökolandbau optimierten Schweinen stecke noch in den Anfängen.
Auch die Zahl der Biobetriebe lässt sich nicht beliebig erhöhen. Die Umstellung eines Betriebs dauert zwei Jahre, sagte BÖLW-Geschäftsführer Gerber. In dieser Zeit müssen die Bauern die Vorgaben der EG-Ökoverordnung einhalten, dürfen ihre Produkte aber noch nicht als teurere Bio-Ware verkaufen. Die Biobauern sind am Anfang auf staatliche Förderung stark angewiesen, sagte Gerber. Derzeit werden die Landwirte in den ersten Jahren als Biobauern mit bis zu 400 Euro pro Hektar und Jahr unterstützt. Die Förderung tragen EU, Bund und Länder. Jetzt, wo Horst Seehofer (CSU) Bundesverbraucherminister ist, fürchten Vertreter der Biobranche um diese Mittel. Einige Bundesländer, darunter etwa Baden-Württemberg, haben sich schon oft für eine Streichung eingesetzt. Wir fürchten, dass Seehofer das unterstützen könnte, sagte Gerber.
Weniger kritisch sieht Thomas Korbun vom IÖW die Lage. Zwar verweist er darauf, dass die Union traditionell dem deutschen Bauernverband nahe stehen. Und der handelt als Sprachrohr der konventionellen Agrarindustrie. Allerdings sieht er den ehemaligen Sozialpolitiker Seehofer noch in einer Phase der Orientierung. Aus seinem Ministerium heißt es, es sei noch zu früh für einen Fahrplan zur ökologischen Landwirtschaft.
G E N T E C H N I KSeehofers Liste ist erbärmlich
Thilo Bode, Chef der Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch, über das 10-Punkte-Sofortprgramm zur Eindämmung des Fleischskandals und den Einfluss der Nahrungsmittelindustrie.
Hinweis auf: Der Spiegel 50/2005, 12. Dezember 2005, Seite 3234 (Deutschland). Das Interview führten MICHAEL FRÖHLINGSDORF und MICHAELA SCHIESSL. [Original suchen] [mehr]
Erbse mit Eigenleben
Fütterungsversuche mit Mäusen, die GenTech-Pflanzen fressen, schrecken Forscher auf. Sind Pflanzen aus dem Gen-Labor unberechenbarer als gedacht? / [Ed: Neues von ‚innovativen‘ Nahrungsmitteln]
Auszug aus: Der Spiegel 50/2005, 12. Dezember 2005, Seite 158 (Wissenschaft). [Original suchen]Es sollte ein Triumph werden im Kampf gegen ein besonders perfides Schadinsekt. Kranke Mäuse jedoch verdarben den Forschern die Freude.
Über 10 Jahre lang arbeiteten Experten der australischen Forschungsorganisation CSIRO an GenTech-Erbsen mit einer Resistenz gegen den Erbsenkäfer. Kürzlich mussten sie einräumen: Die veränderten Hülsenfrüchte machen nicht nur den Insekten den Garaus; sie setzen auch Mäusen übel zu. Das Immun-System der Nager reagierte stark, nachdem sie von den Erbsen gefressen hatten. Als die Forscher die Tiere ein Erbsenmehl-Aerosol atmen ließen, erkrankten viele an Lungenentzündung. (...)
Zusammengefasst heißt das: GenTech-Pflanzen bilden mitunter Stoffe, mit denen niemand gerechnet hat. Die australische Studie bestätigt diese Vermutung. Das Anti-Käfer-Gen, das die Erbsen für die Käferlarven unverdaulich macht, stammte aus einer für Säugetiere gutverträglichen Bohne. Die Zellen der Erbsen jedoch produzierten den Abwehrstoff der Bohnen in einer leicht veränderten Form, die offenbar eine starke Immunreaktion auslöst. (...)
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