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Die aktuelle Information:
Zur 500. Ausgabe der »khd-Page«
14 Jahre Homepage / Wie ein kleines Online-Magazin entstand
BERLIN 1.9.2006 (khd).
Erst im Mai konnte eine runde Ausgabe die 600. des Magazins
»t-off«
gefeiert werden. Anfang September
2006 erscheint jetzt meine eigene Homepage die
»khd-Page« zum 500. Mal.
Wie aber fing das damals an?
Es begann alles im Herbst 1992. Damals wußten die meisten noch nichts vom aufkommenden
World-Wide-Web (WWW) und den damit
verbundenen neuen Möglichkeiten der weltweiten digitalen Publikation. Ich startete mit einer
einfachen Info-Seite, die zunächst über einen Gopher-Service der FUB (eine Art Vorläufer
des Webs) im Internet präsent war. Als dann Browser mit ‚TABLEs‘ umgehen konnten begann
ich mit Layout- Experimenten in der wegweisenden Web- Technik
(HTML). Denn damit konnten nun
Seiten wesentlich übersichtlicher gestaltet werden.
Ein eigenes Magazin kein Blog
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Nr. 50 der khd-Page vom 5.1.1997 älteste erhaltene Ausgabe.
(Foto: 2006 khd) |
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Aber womit füllt man eine Homepage? Mit einem Lebenslauf? Kaum, es sei denn man ist Politiker oder
Jobsuchender. Oder vielleicht mit einem Tagebuch spontaner Gedanken und Ideen? Lieber nicht, denn das
Web-Logging wollen noch andere erfinden. Und für mich war es damals eigentlich auch keine Frage,
denn mit dem neuen Medium World-Wide-Web im Internet ließ sich plötzlich ohne
großen Aufwand eine eigene kleine Zeitung, ein eigenes virtuelles Magazin gestalten und
flott publizieren. In Amerika hieß so etwas ‚e-zine‘. Aber auch hierzulande gab und
gibt es genug Themen, die in den ‚normalen‘ Medien
garnicht vorkamen oder
zumindest stiefmütterlich behandelt wurden und werden. An Stoff für eine interessante Homepage
mangelte es dann in den ganzen Jahren auch nie wohl aber an der Zeit, alle Ideen in der Freizeit
in Texte zu gießen.
Wenn heute die 500. Ausgabe meiner Homepage erscheint, dann waren das 14 Jahre der Auswahl von
interessanten Themen, Recherche der Fakten (vor allem von Links), das Schreiben der Artikel mit
möglichst vielen weiterführenden Links sowie die Aufbereitung für die Web-Publikation. Und
so sind bislang über 300
Artikel und Kommentare zu vielfältigen Themen des aktuellen Interesses entstanden, wobei die
Themenfelder Wissenschaft, Technik, Politik, Umwelt und Verkehr im Vordergrund standen. Auch die Kritik
kam dabei nicht zu kurz. Und manchmal wurde seit 2003 vorne auf der Seite auch ein informatives
Großfoto mit einer ausführlichen Legende plaziert meist aus dem eigenen digitalen
Fotolabor.
Fragen über Fragen
Bei manchen interessanten Themen kam ich mit der Recherche im Internet nicht recht weiter. Ich erfand
deshalb 1996 die Kolumne
Fragen über
Fragen, in der solche Themen nur durch eine Frage angerissen werden, ohne darauf schon eine
Antwort parat zu haben. Meine Hoffnung: Vielleicht werden andere durch diese Fragen angeregt,
ihr besseres Wissen im Internet (auf anderen Homepages) preiszugeben, das man dann mit der Frage
verlinken könnte. Denn das Wichtigste im Web sind die Links die digitalen Verweise. In der
Fragen- Übersicht sind
bislang 64 solcher Fragen verzeichnet. Leider gab es bislang nur auf einige Fragen Antworten.
Vielleicht sind solche aber bereits in der Wikipedia-
Enzyklopädie versteckt und von mir noch nicht gefunden worden.
Der Ed-Kommentar
Eine andere nützliche Erfindung sind die in den Text insbesondere bei Dokumentationen
immer in eckigen Klammern eingefügten Kurzkommentare [Ed: ...] des Herausgebers (Editor). Die Idee
dazu stammt von der taz, in deren Texten früher in
ähnlicher Art ‚Sätzer‘- Einfügungen zu lesen waren. Diese Ed-Ergänzungen
haben sich sehr bewährt, da damit der Leser kurz, knapp und direkt auf Ungereimtheiten hingewiesen
werden kann. Außerdem bieten sie oft die Möglichkeit, zusätzliche Links anzubringen.
Die eckigen Klammern werden ausschließlich für diesen Zweck verwendet.
Einige Zahlen
Anläßlich eines solchen Jubiläums müssen auch einige Zahlen genannt werden. Die
archivierten Artikel der »khd-Page« haben heute einen Umfang von rund 1,6 MByte (ohne die
Bilder). Gedruckt in einem Buch ergibt das immerhin um die 500 Seiten mit den Abbildungen. Da auch die
Archivseiten mit allen publizierten Artikeln von den wichtigsten Suchmaschinen im Volltext indiziert
sind, greifen tagtäglich Nutzer auch noch immer auf ältere Infos zurück und stöbern
dann weiter. Offensichtlich ist manches davon auch heute noch nützlich oder interessant.
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Links auf Webseiten sind unverzichtbar sie sind quasi das Elixier. Die Anzahl der Links wurde nur
beim Projekt »t-off« von Anfang an festgehalten (R = Relaunch). Ende Juli 2006 wurden im
khd-research.net insgesamt fast 110.000 Links verwendet.
(Grafik: 31.8.2006 khd) |
Im Durchschnitt sind seit 1992 jährlich 36 Ausgaben der »khd-Page« erschienen immer
an einem Sonntag. Außerdem erschienen bis heute bei meinen später entstandenen Web- Projekten
»BSE-Page« 644 Ausgaben
[Zur 500. Ausgabe], und bei
»t-off« sind es 621 Ausgaben
[Zur 500. Ausgabe].
Zusammen sind das beachtliche 1765 Ausgaben rein privater Portal- Seiten mit nützlichen
Informationen und Bewertungen. Und da wird es jetzt Zeit, etwas kürzer zu treten, um auch
‚offline‘ noch einige andere Dinge voranbringen zu können über die dann hier
berichtet werden mag.
Einige Highlights
Bei der Durchsicht der Homepage-
Artikel fällt auf, daß viele reine Verbraucher-Themen behandeln
(Lebensmittel, Geld,
Telefon,
Strom + Gas, ...). Kein Wunder,
denn auch am Beginn des 21. Jahrhunderts erlaubt sich Deutschland noch immer eine
nicht am Konsumenten
orientierte Verbraucher- Politik, wie sie in anderen Ländern längst eingeführt worden
ist. Und so liegt in diesem Bereich sehr viel im argen, was natürlich besprochen werden
muß.
Daneben gibt es aber auch ‚Highlights‘ der Berichterstattung und Kommentierung. Dazu
gehören wohl in chronologischer Reihenfolge:
Straßburg
ein Report über Europas heimliche Hauptstadt,
Vom Urknall des Webs
worin beschrieben wird, wie das 1993 beim Start des World-Wide-Web war,
Berlins Anhalter Bahn wird
revitalisiert ein Bericht vom Wiederaufbau des Berliner Eisenbahnknotens,
Banken-Skandal ohne
Ende zusammen mit diesem Artikel wurde eine umfassende, vielgelesene
Chronik des Berliner
Banken-Skandals publiziert,
Berlins Eisenbahn- Knoten im
Schlußspurt worin vor allem auf die Kritik an der Bahnplanung eingegangen wird,
Kernreaktor Erde
woraus hervorgeht, daß wir in der Erde einen riesigen ungehobenen Energie-Schatz besitzen und
diesen wie übrigens auch die Solar- Energie nur innovativ heben müssen, um vieler
Energiesorgen ledig zu sein.
Internet besonders hilfreich
Besonders bemerkenswert ist die sehr umfangreiche Recherche zum Komplex der Einkaufssituation in
Lichterfelde-Süd (Giesensdorf). Es fing zunächst alles mit einem ganz normalen Artikel an:
Vom Geschäftesterben im
Stadtrand-Kiez. Als ich dann aber nach dem Hintergrund des Geschäftesterbens forschte,
kamen sehr große Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten ans Tageslicht. Niedergeschlagen hat
sich das Ergebnis vorwiegend in den Artikeln
Dispens-Planung statt
menschengerechter Stadtplanung und
Bauskandal in
Giesensdorf sowie mehreren Zusätzen, die hauptsächlich im
Teil 5 der
Dokumentation zur Thermometer- Siedlung publiziert sind. Das Geschäftesterben in Giesensdorf
entpuppte sich vor allem als ein schwerer Planungsfehler von Berliner Behörden und Politikern.
Interessant daran ist, daß die Informationen alle durch geschicktes Recherchieren im Internet zu
erhalten waren von Planungsunterlagen übers Parlamentsprotokoll bis zur Bauausschreibung.
Allerdings sind bis heute
noch Fragen offen geblieben.
Etwas Nostalgie
Das nebenstehende Banner wird künftig häufiger auf den Seiten meines Angebots auftauchen. Es
soll den direkten Zugang zu aktuellen Informationen und Links auf der Homepage erleichtern.
Anläßlich der 500. Ausgabe der »khd-Page« wurden zudem einige historische Ausgaben
meiner Homepage aus den ‚Save-sets‘ revitalisiert und online gestellt. Leider ist die Nr. 1
vom Herbst 1992 nicht mehr erhalten. Die alten Webseiten zeigen auch den Layout- Fortschritt sowie die
über die Jahre wachsende Zahl der Rubriken. Alle eigenen Links auf diesen Seiten wurden auf einen
aktuellen Stand gebracht, so daß ein Surfen im eigenen Angebot möglich ist. Die externen
Links wurden zwar belassen, aber deren Funktion wurde nicht überprüft.
[Site-map des Gesamt-Projekts]
Zur Erinnerung: (interne Links aktualisiert)
[05.01.1997:
Die 50. Ausgabe der »khd-Page«]
[13.06.1999:
Die 100. Ausgabe der »khd-Page«]
[08.12.2002:
Die 200. Ausgabe der »khd-Page«]
[07.12.2003:
Die 250. Ausgabe der »khd-Page«]
[04.07.2004:
Die 333. Ausgabe der »khd-Page«]
[15.05.2005:
Die 400. Ausgabe der »khd-Page«]
[03.09.2006:
Die 500. Ausgabe der »khd-Page«]
Arbeitslosigkeit in Berlin
Berlin vor der Wahl / Unter Rot-Rot 130.000 Arbeitsplätze verloren
BERLIN 17.8.2006 (khd). In einem Monat wird in Berlin ein neues Parlament gewählt
das Abgeordnetenhaus von Berlin. In Berlin ist
deshalb Wahlkampfzeit. Viel Papier wird derzeit von den Parteien verteilt. Sie wollen die Wähler
über ihre Leistungen und Vorhaben informieren. Recht kurz kommt dabei aber die Behandlung des
Themas Arbeistmarkt weg. Und so wird es höchste Zeit, einen kritischen Blick auf die Zahlen der
Arbeitslosigkeit in Berlin zu werfen. Denn dem regierenden Senat aus
SPD und PDS wird auch vorgeworfen, nicht genug für die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der
Metropole getan zu haben. Aber das wurde über die Große Koalition vor 2001 auch gesagt.
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Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Berlin im Jahresdurchschnitt seit der Wiedervereinigung der Stadt.
Von 19912001 regierte eine Große Koalition (blaue Linie). Seit Herbst 2001 wurde Berlin von
einer Koalition aus SPD + PDS regiert (rote Linie).
(Grafik: 17.8.2006 khd) |
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Der Blick auf die Grafik bestätigt die Vermutung: Keine der
regierenden Parteien
CDU,
PDS und
SPD
haben sich seit der Wiedervereinigung im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit mit Ruhm bekleckert. Die Zahl
der offiziellen Arbeitslosen in der Hauptstadt ist seit 1991 von rund 180 Tausend bis 2005 auf 319
Tausend gestiegen. Das ist eine Steigerung um 77 %! Zwar waren im Juli 2006 ‚nur noch‘ 294
Tausend arbeitslos, ob das aber bereits eine nachhaltige Trendumkehr bedeutet wie es SPD und PDS
vermuten, muß abgewartet werden. Denn die Arbeitslosenquote beträgt in Berlin noch immer um
die 18 % im Bundesdurchschnitt sind es hingegen nur um die 11 %. Außerdem erfolgte bereits
2005 auf einen leichten Rückgang im Jahr 2004 ein erneuter Anstieg der Arbeitslosenzahl, was sich
durchaus wiederholen könnte.
Die Ursachen für die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Vor
allem sind es die Entlassungen bei Betriebsstillegungen im produzierenden Gewerbe sowie die Auswirkungen
der vom Finanzsenator
Sarrazin (SPD) konzipierten Sparmaßnahmen des Senats zur Haushaltskonsolidierung. So gingen
allein in den 5 Jahren ab 2001 rund 130.000 Arbeitsplätze verloren. Der Stellenabbau in Berlin
hatte damit unter Rot-Rot eine neue Dimension erreicht.
[mehr]
Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit (SPD) räumte deshalb heute im Tagesspiegel- Interview
ein, daß ein Senat in der kommenden Wahlperiode bei der Industrie alle Hände voll zu tun
haben werde, die noch bestehenden 97.000 Industrie- Arbeitsplätze zu halten [Ed:
1991 waren es immerhin noch 264.000]. Wie das genau gelingen soll, sagte Wowereit nicht. Aber auch die
anderen Parteien bieten bislang keine schlüssige Lösung an. So setzt die CDU auf eine
Förderung des Handwerks und Mittelstands, sagt aber nicht, wie das angesichts des
Berliner
Schuldenbergs bezahlt werden soll.
Berlins künftig Regierende müssen sich aber nun schleunigst etwas einfallen lassen,
um die De-Industriealisierung der Stadt endlich zu stoppen und umzukehren, heißt es dann auch bei
Politikbeobachtern. Denn der Verlust weiterer Arbeitsplätze sei bereits angekündigt. Zur
Stabilisierung des Wirtschaftsstandorts Berlin komme es aber auf einen ausgewogenen Mix aus Jobs im
Dienstleistungsbereich und der Industrie an, heißt es. Der
Bau eines BBI
jedenfalls reiche da nicht.
[Wahl-Prognosen]
Mehr zu diesem Thema:
[01.11.2005:
DGB: Stellenabbau in Berlin nimmt dramatisch zu] (BERLINER ZEITUNG)
[01.03.2006:
Arbeitlosigkeit in Deutschland Zahlen und Fakten] (khd-research)
[14.08.2006:
Prognosen für die Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl 2006] (khd-research)
[17.08.2006:
Arbeitlosigkeit in Berlin Zahlen und Fakten] (khd-research)
[23.08.2006:
Bilanz: Immer mehr Arbeitslose] (BERLINER ZEITUNG)
Berlin Alexanderplatz
Eine Hauptstadt auf dem Weg zur Metropole / Aber Berlin wartet noch immer auf Investoren
BERLIN 1.7.2006 (khd). Nach der Wende wurde 10 Jahre Berlins eigentliche Mitte der
Alexanderplatz untersucht und neu geplant. Bereits 1993 wurden in einem Wettbewerb die Visionen
des Architekten Hans Kollhoff preisgekrönt. Diese sahen eine völlig neue nordöstliche
Randbebauung des Platzes mit aus Sockelbauten bis zu 150 Meter emporragenden Hochhäusern vor.
Diese Vorstellungen wurden vom Berliner Senat in einen Masterplan für Berlins Mitte übernommen.
Berlin würde damit genügend Büroräume für Firmenansiedlungen und eine
unverwechselbare
Skyline erhalten.
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Der Masterplan für die Entwicklung von Berlins Mitte.
1 = Rotes Rathaus von Berlin,
2 =
Fernsehturm,
3 = Alexanderplatz,
4 = Kaufhaus
(Galeria
Kaufhof),
5 = Berolina-Haus
(C&A),
6 = Alexander-Haus (BGB),
7 =
Alexa-Projekt (2006 im Bau),
8 = S- und Regional-Bahnhof Alexanderplatz (Stadtbahn- Viadukt von 1882),
9 = Berliner Congress Center (BCC),
10 = Spree,
11 = Ev. St. Marien Kirche.
(Repro: 1.6.2006 khd/SenStadtEntw) |
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Die wesentliche Randbebauung des Alexanderplatzes mit bis zu 150 Meter hohen Hochhäusern ist bereits
am 2.4.2000 mit dem Bebauungsplan I-B4a festgesetzt worden. Damit ist eine Geschoßfläche von
rund 800.000 Quadratmetern planungsrechtlich gesichert. Allerdings wird sie derzeit wg. der
dahindümpelnden Berliner Wirtschaft nicht gebraucht. Als einziger Neubau ist 2006 der
Alexa-
Komplex an der Stadtbahn in Arbeit, wobei die Investoren auf ihren ‚Turm‘
vorerst
verzichten. Gebaut wird hier von ausländischen Investoren aus Portugal und Frankreich ein
zentrales Einkaufszentrum.
Bereits Anfang der 30er-Jahre war auf ausländische Investoren mehr Verlaß. Denn es waren
amerikanische Geldgeber, die um 1930 die beiden Portalbauten (Alexander- und Berolina- Haus) am Berliner
‚Alex‘ bauten. Berlins Senat ist es bislang nicht gelungen, deutsche Investoren vor
allem aus der Finanzwirtschaft davon zu überzeugen, daß der Berliner Alexanderplatz
genau der richtige Ort ist, um einen Neuanfang mit einer europäischen Börse zu wagen.
Mehr zum Thema Alexanderplatz:
[12302003:
Dokus zum Berliner Alexanderplatz] (Teil 1)
[20042006:
Dokus zum Berliner Alexanderplatz] (Teil 2)
[20062007:
Dokus zum Berliner Alexanderplatz] (Teil 3)
Abenteuer HDTV
Mit halbfertiger Technik angetreten / Das HDCP-Problem / Murks könnte beste Technik
unvermarktbar machen
BERLIN 9.6.2006 (khd/t-off). Heute beginnt in Deutschland die
Fußball- Weltmeisterschaft. Sehr viele Fans
werden diese nicht live in den Stadien erleben können, da das Kartenkaufen so etwas von kompliziert
war und außerdem noch einen Internet- Anschluß voraussetzte. Aber es gibt ja noch das
Fernsehen, um wenigstens etwas dabeizusein. Und diesmal werden sogar alle Bilder des Fußball-
Festes von vornherein im
hochauflösenden digitalen
Fernsehformat HDTV produziert die
Japaner wollten das so.
In Großbritannien sind diese HDTV-Bilder frei via ASTRA- Satellit
von der
BBC zu empfangen (ASTRA 2D auf 28,2° Ost,
10,847 GHz vertikal, der in Deutschland große Schüsseln erfordert).
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Zum Vergleich das gleiche Bild, wie es die herkömmliche Auflösung von PAL-plus liefern
würde. Es ist keine Frage: HDTV ist eine feine Sache wenn nur die Industrie endlich ihren
Job im Sinne der Konsumenten machen würde...
(Foto: 10.6.2006 khd/mopo) |
Hierzulande werden die scharfen Fußball- Fernsehbilder nur vom PayTV-Anbieter
Premiere via Satellit (ASTRA auf 19,2° Ost) angeboten. Aber das
kostet neben dem Abo extra und hat auch sonst noch seine technischen Tücken. ARD und ZDF werden schon
gewußt haben, warum sie sich diesmal noch nicht am HDTV-Abenteuer beteiligen.
[weiter in t-off]
Es ist soweit!
Das Klimadesaster nimmt seinen Lauf / Für die Politik wird jahrelanges Nichthandeln nun sehr
teuer
BERLIN/POTSDAM 5.6.2006 (khd). Es ist nun ziemlich sicher: Der nahezu ungebremste
Ausstoß von Kohlendioxid wird künftig das Klima nachhaltig verändern. Und das wird
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Was wird nun die Politik tun? Wird sie endlich die auslösenden Technologien darunter auch
das Auto
zurückdrängen? Das Verbot des Rauchens wird es jedenfalls nicht leisten...
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schwerwiegende Folgen haben auch soziale. Denn der Meeresspiegel wird allein schon wg. der
Wasserausdehnung bei höheren Temperaturen ansteigen. Hinzu kommt aber, daß die an den Polen
konzentrierten riesigen Eismassen abschmelzen. Bereits bis 2100 wird der mittlere Wasserstand der
Meere um mindestens 1 Meter ansteigen. Danach kann er sogar um mehrere 10-Meter steigen.
SPIEGEL-Online berichtete
jetzt vorab aus dem neuen Klima- Report 2007 der UNO, der vom internationalen Expertengremiums IPCC
vorbereitet wird. Danach sind alle Klimadaten dramatisch. Die vom Menschen verursachte
Erderwärmung werde mit hoher Wahscheinlichkeit das Abschmelzen der Polkappen bewirken. Als Folge
sind gewaltige Flüchtlingsströme zu erwarten, da durch den steigenden Meeresspiegel
Küstengegenden und Inseln unbewohnbar werden.
Für Deutschland bedeutet der Klimawandel Landverluste an den Küste von Nord- und Ostsee, aber
auch dramatische Sturmfluten und viele extreme Wettersituationen im ganzen Land. Die beiden letzten
Jahre haben davon bereits mit
Hitze,
Stürmen und
Hochwasserfluten einen Vorgeschmack geliefert. Die deutschen Hochseedeiche sind
nur noch bis 2030
halbwegs sicher.
[Künftiges Klima
Deutschlands].
Für die Politik geht es nun darum, die schlimmen Folgen des Klimadesasters zu begrenzen.
Dazu müsse allerorten sehr viel Geld in die Hand
genommen werden, sagen nicht nur Umweltschützer der ersten Stunde [Ed: das sind vor allem
Leute in Großstädten, die wg. der schon seit den 70er-Jahren sich abzeichnenden Klimagefahr
ganz bewußt noch nie ein Auto kauften wozu gibt es denn sonst Busse & Bahnen...]. Komme
es aber erst zu Völkerwanderungen im großen Stil und daraus resultierenden Kriegsgefahren,
dann werde alles noch viel teurer. Das Volumen der deutschen
Staatsschulden
könne dagegen ein Klacks sein, heißt es.
Mehr zu diesem Thema:
[13.08.2002:
Interview mit Klimaforscher Prof. Schellnhuber] (DER TAGESSPIEGEL)
[03.11.2004:
Dramatische Arktis-Erwärmung] (khd-Page)
[24.03.2006:
Das große Schmelzen] (DER TAGESSPIEGEL)
[01.04.2006:
Hitzewallung über der Antarktis] (SPIEGEL)
[24.04.2006:
Künftiges Klima in Deutschland] (SPIEGEL)
[02.05.2006:
Klimaänderung lässt Niederschläge steigen] (DER TAGESSPIEGEL)
[24.05.2006:
Temperatur steigt schneller] (BERLINER MORGENPOST)
[26.05.2006:
Neuer Uno-Bericht sagt Klimakatastrophe voraus] (SPIEGEL)
[31.05.2006:
Böse Überraschung im Nordpol-Bohrkern] (SPIEGEL)
[31.05.2006:
Klimawandel Alarmstufe Dunkelrot] (DIE ZEIT)
Die Bahn am Ziel
Europas größter Kreuzungsbahnhof mit Nord-Süd-Tunnel eröffnet / Anhalter Bahn
wieder erwacht
BERLIN 28.5.2006 (khd). Berlins neuer Hauptbahnhof unser ‚Lehrter‘
und die ICE-Tempo-300-Strecke Nürnberg München in Bayern sind heute ohne größere
Probleme in Betrieb gegangen. In den Berliner Hauptbahnhof kamen erneut zahlreiche Schaulustige.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits am Freitagabend (26.5.2006) den teuersten und aufwendigsten
Bahnhofsneubau nach über 15 Jahren Planungs- und Bauzeit mit einem symbolischen Knopfdruck eröffnet.
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Das große Lichtspektakel zur Eröffnung des riesigen Kreuzungsbahnhofs in der Mitte des
geeinten Europas. Die Eröffnungsfeierlichkeiten hatten am 26. und 27. Mai weit über 1
Million Schaulustige angelockt. Getrübt wurde die Feier durch den Amoklauf eines 16-jährigen
angetrunkenen Jugendlichen am späten Freitagabend in der Nähe, der mit einem Butterfly-Messer
41 Menschen wahllos niederstach oder schlug.
(Foto: 26.5.2006 pep) |
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Berlin hat damit erstmals in seiner langen
Eisenbahngeschichte einen zentralen Kreuzungbahnhof fürs Reisen in alle
Himmelsrichtungen. Dorthin fehlt allerdings noch so manche Zugverbindung (Skandinavien, Polen,
Baltikum). Am bisherigen ‚Hauptbahnhof‘ Zoo in der West-City fahren ab heute die
Fernzüge durch. Es halten dort nur noch Regionalzüge. Aus Protest dagegen verabschiedeten
Geschäftsleute und Bürger am späten Samstagabend die letzten haltenden Fernzüge mit 5
Trauerkränzen.
[Zum Protest]
In der Nacht zu Sonntag (28.5.2006) starteten in ‚Mehdorns Glaspalast‘ am Berliner
Regierungsviertel die ersten regulären Züge. Um 23.56 Uhr fuhr im oberen Bahnhof der
Regionalexpress RE 38118 der Linie RE 1 in die Stadt Brandenburg mit 13 Minuten Verspätung
ab. Im unteren Bahnhof startete pünktlich um 0.29 Uhr als erster Zug der Regionalexpress
RE 38366 der Linie RE 3 vom Gleis 6 ins brandenburgische Eberswalde. Dieser wurde von der Bahn
offiziell als erster Zug im neuen Tunnel unter der Innenstadt abgefertigt.
Nach Süden führt dieser
Tunnel auf die Anhalter
Bahn und die neue Strecke nach
Leipzig, die mit neuer Europa- Leittechnik ETCS für Tempo 200 ausgerüstet ist. Die erste
Fernzüge düsten erst gegen Morgen durch den Tunnel nach Süden: Um 6.42 Uhr der
IC 2154 über Bebra nach Düsseldorf und um 6.52 Uhr dann der schnelle ICE 1713 nach
München über Leipzig, dessen Fahrzeit nur noch 6.20 Stunden beträgt. An den versprochenen
3 3/4 Stunden bis
München muß also noch etwas (im Thüringer Wald) gearbeitet werden...
Mit der Eröffnung des neuen
Lehrter
Bahnhof (Hauptbahnhof)
am Spreebogen, des
Bahnhofs Gesundbrunnen, des unterirdischen Regional- Bahnhofs Potsdamer Platz und des
Bahnhofs
Südkreuz an der Papestraße sowie des Regional-
Bahnhofs Lichterfelde-Ost geht der neue Nord-Süd-Tunnel sowie die gesamte Anhalter Bahn wieder
in Betrieb. Ein durch die deutsche Teilung erzwungener Dornröschenschlaf der Anhalter Bahn findet
nach 54 Jahren sein bahntechnisches Happy-End. Ob allerdings alle Bahnkunden mit dem vorgesehenen
Betriebskonzept einer völlig
unvernünftig handelnden Bahn happy werden, das steht auf einem ganz anderen Blatt.
[mehr]
[Umsteigeknoten in Berlin]
Damit sind auch die beiden Reports
Revitalisierung der Anhalter Bahn (119. Edition) sowie
Neubau
des Lehrter Bahnhofs (78. Edition), die in den letzten Jahren vom khd-research.net
baubegleitend nach und nach zusammengestellt wurden, erst einmal abgeschlossen. Und es beginnt die
Arbeit am Report Revitalisierung der Dresdner Bahn, für die ja schon so einiges auf
Vorrat gebaut wurde. Die Renaissance der Eisenbahn ist angesichts steigender Bezinpreise nicht mehr
aufzuhalten und das ist gut so.
[Was ist noch zu
tun?]
[Ein Hauptbahnhof mit Macken]
Zur Architektur des neuen Bahnhofs:
[21.05.2006:
Glaspalast mit Wüste] (SPIEGEL-ONLINE)
[22.05.2006:
Eine Reise ins Licht] (DER TAGESSPIEGEL)
[22.05.2006:
Ende eines fast poetischen Bauprojekts] (BERLINER MORGENPOST)
[23.05.2006:
Ungeliebter Torso, strahlender Glaspalast] (BERLINER ZEITUNG)
[24.05.2006:
Eine Voliere der Nostalgie] (DIE ZEIT)
Alle älteren Artikel findet man im
Archiv:
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Wo sind die Infos?
Viele interessante Themen, die hier einmal behandelt wurden, haben
inzwischen eigene Web-Seiten erhalten. Hier finden Sie den Weg dorthin:
Infos zum Klimawandel.
Probleme bei und mit der Energie-Versorgung.
Meine Berlin-Reports Living in a City.
Probleme bei und mit der Bahn.
Die Thermometer-Siedlung.
Chronik des Berliner Banken-Skandals. (bereits in 215. Ed.)
Infos zum Elektro-Smog.
Zur Gefahr von Acrylamid im Essen.
Zum Nitrofen-Skandal. (den [mehr] folgen)
Die Lebensmittel-Skandale in Europa.
Politik skandalös.
Die Geschichte des EURO.
Zum Rinderwahnsinn. (BSE + CJD)
Archiv zu Problemen mit der Telekommunikation
(Telefon, Internet, Breitband, TV-Kabel, Tarife etc.):
Das frühere Magazin t-off,
dessen Archiv noch immer aktualisiert wird.
Es gab mal Proteste gegen die Telekom-Tarife 96.
Es gab mal einen Internet-Boykott 1998.
Abkürzungen der IT- und TK-Technik.
Und anderes ist im
Archiv abgelegt oder kann über die
Site-map lokalisiert werden.
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