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Die aktuelle Information:
In eigener Sache:
Chaos bei Canaca, Inc.
Homepages khd-research.net seit Sonntag verschwunden / Was nun?
TORONTO/BERLIN 18.8.2010
(khd). Wenn man das Internet
seit fast 25 Jahren intensiv nutzt (davon 13 Jahre professionell, auch als System-Administrator von
Web-Servern), dann hat man viel erlebt. Das aber hat es (für mich) noch nie gegeben: Ein Ausfall
eines Servers bei einem Web-Hoster für mehr als 55 Stunden und danach sind alle Webseiten und Bilder
weg nur weil es nach der Hardware-Reparatur diese ‚Profis‘ der
Canaca-Com Inc. (in Missisauga bei
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Unfortunately, NO, as I checked our server backups, there wasn’t any
backup available for your account.
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Das antwortete Canaca-Com aber erst am 24.8.2010 9 Tage nach dem Crash auf meine Nach-Nach-
Frage: Have you taken a regular backup of my sites content in the days before August 15th, 2010
before the server crash? Please, answer with YES or NO (that will be simple). In ihren AGBs
verspricht die kanadische Firma regelmäßige Backups bis zu einem Site-Volumen von 1 GByte.
[mehr]
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Toronto, Kanada) bislang nicht schafften, ein Restore (Wiederherstellen) aus ihren Backup-Savesets
vorzunehmen. Im März 2010 bei einem vorangegangenen
Server- Wechsel klappte
das noch problemlos...
Natürlich funktionieren nun die Mail-Adressen sowie alle Links, die auf meine Seiten auf
*.khd-research.net verweisen, nicht mehr. Das trifft leider auch auf die meisten Links auf
dieser Seite zu. Nutzer, die sich den Pfad http://khd-blog.net/Welcome.html zu meiner privaten Homepage in den
USA gemerkt hatten, wurden bereits am Sonntag (15.8.2010) über den Server-Ausfall
informiert.
Am Sonntag, den 15. August 2010 kam es nach den Ausfällen
vom März 2010 (mit
dem Server-Wechsel) und vom
Juli 2010 um etwa 11.00 GMT (?) aus noch unklaren Gründen wieder zu einem Total- Ausfall meines
gesamten Web-Services beim Web-Hoster CANACA in
Kanada. Bereits in den Tagen zuvor waren wieder Unregelmäßigkeiten wie das Nichteinhalten des
‚Renew‘-Termins der Log-Files und große Verzögerungen bei der
Paßwort-Verifikation (beim Einloggen via FTP-Client) aufgefallen.
Am Montag, den 16. August teilt dann der Canaca-Support um 14.02 GMT kurz und knapp mit, sie hätten
ein hardware issue und sie würden daran arbeiten. Your patience is highly
appreciated, hieß es dann noch. Das sah also nach einem etwas größeren und
längerem Ausfall aus, zumal offensichtlich auch andere bei Canaca gehostete Web-Services ausgefallen
waren, wie Tests zeigten. Und dann gab es großen Ärger.
[mehr]
Was nun?
BERLIN 18.8.2010 15.56 MESZ (khd). Es ist keine Frage: Nun ist wohl wirklich ein
Wechsel des Web-Hosters fällig. Das will aber sorgfältig überlegt sein, zumal dabei auch
Umorganisationen im Angebot notwendig werden. Das wird also etwas dauern. Da bei mir auf dem Mac alle
Dateien (Webseiten) vorhanden sind, werde ich deshalb als Zwischenlösung in den
nächsten Tagen damit beginnen, einige besonders gefragte Webseiten erneut auf den Canaca- Server
hochzuladen.
Die nunmehr schnell wachsende error_log-Datei (mit den vielen Einträgen von via
Suchmaschinen fehlgeschlagenen Seiten-Anforderungen) wird dabei den richtigen Weg zum derzeit Wichtigsten
zeigen.
Aber alle Seiten aus den Themen- Bereichen (Sub-Domains)
bse und
t-off werden wg. des
sehr großen Volumens vorläufig nicht wieder online gehen. Ich hoffe, Sie haben dafür
Verständnis, zumal die Seiten dieser Magazine auch über Googles Cache-Archiv oder das globale Internet-Archiv in Kalifornien nachlesbar sind. Dort sollten die allermeisten Seiten
archiviert worden sein. Man sucht dort mit http://bse.khd-research.net/ bzw.
http://t-off.khd-research.net/.
25 Jahre Erfahrung mit dem Internet
und dann das / Server-Restore hat begonnen
BERLIN 20.8.2010
(khd). Eigentlich sollte hier
zur 700. Ausgabe meiner Homepage ein Artikel 25 Jahre Erfahrung mit dem Internet
(Arbeitstitel) erscheinen. Daraus wird jetzt nichts, denn nun ist Bewältigung der Folgen des
Outage angesagt. Da ist kaum Platz für ein kreatives Arbeiten. Das ist (für mich)
das so besonders Ärgerliche an der durch
mangelhafte Sorgfalt
des Canaca-Personals entstandenen Situation.
Inzwischen konnte schon einiges manuell restauriert werden, auch wenn dort manchmal noch nicht alle
Seiten-Elemente angezeigt (Bilder) bzw. genutzt werden können (Links) immerhin aber die Texte
wieder lesbar sind. Mit dem Fortschritt der eigenen Wiederherstellung wird sich das von selbst
verbessern.
Es ist völlig klar, was nach und nach in über 6 Jahren an Informationen auf
khd-research.net bereitgestellt wurde, das läßt sich manuell nicht von heut’
auf morgen rekonstruieren. Hätten die Canaca-Leute sorgfältig gearbeitet, dann wäre alles
in etwa 23 Stunden nach dem Crash-bedingten Server-Wechsel erledigt gewesen!
Stand der Rekonstruktion des Web-Angebots
BERLIN 20.8.-26.8.2010 (khd). Das wird jetzt gleichzeitig eine feine (lange) Liste meiner
bisherigen Aktivitäten im Internet. Insofern paßt das prima zum Thema des geplanten
Jubiläums- Artikels. Übrigens, als allererstes wurden in der Server-Datei robots.txt
alle Suchmaschinen-Roboter ausgesperrt, um zu verhindern, daß aus dem Fehlen von Dateien falsche
Schlüsse bei den Suchmaschinen-Algorithmen gezogen werden. Schon wieder online sind:
(Geduld! Weiteres folgt).
In eigener Sache:
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Aktueller Hinweis Special Note:
Sorry, wg. eines Server-Problems beim Web- Hoster sind derzeit alle Seiten und (Bild-) Dateien in meiner
Domain "khd-research.net"
nicht abrufbar.
Dauer: unbekannt.
Sorry, due to some problems with the web hosting all pages in domain
"khd-research.net" are not available.
khd 15.8.2010 18.48 GMT
Das Problem ist vom Hoster noch immer nicht behoben worden. Dauer: Weiterhin unklar.
khd 17.8.2010 18.55 GMT
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Gauck ein Bürgerpräsident
Ein Beben geht durch die Republik / Chance für einen Politikwechsel
BERLIN 13.6.2010 (khd/d-radio/bz/sp). Am 31. Mai war Bundespräsident Horst Köhler
urplötzlich von seinem Amt mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Daher muß binnen 30
Tagen ein neuer Präsident gewählt werden. Am 30. Juni wird die Neuwahl in Berlin erfolgen.
[mehr]
Und sofort begannen die Parteien hinter verschlossenen Türen mit der Kandidatenkür. Drei Tage
lang sollte es dann Ursula von der Leyen (CDU) werden, bis Kanzlerin Merkel merkte, daß sie sich
damit viele Probleme einhandeln würde und sich daraufhin Christian Wulff (CDU) ausguckte. SPD und
Grüne konterten geschickt mit dem wirklich unabhängigen Kandidaten Joachim
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Herr Gauck, das muß doch klappen.
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Das sagte ein Bundestagsabgeordneter spontan, als er am Freitag (4.6.2010) in einem Lokal Joachim Gauck
traf (laut Spiegel 23/2010, Seite 25). Gauck freute sich diebisch, wie das politische Berlin
in Bewegung geraten ist.
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Gauck, der weit ins bürgerliche Lager hohe Anerkennung genießt. Und da die Linken den
Stasi-Bekämpfer Gauck nicht mochten, präsentierten sie mit der Ex-Journalistin Luc Jochimsen
(74) ein chancenloses politisches Eigengewächs.
Bereits in den ersten Umfragen lag der Ex-Pfarrer Gauck weit vor Wulff ein richtiger
Präsident der Bürger steht diesmal zur Wahl. Und seit dem geht ein regelrechtes Beben durch die
Republik. Nicht nur Teile der FDP wollen Gauck ihre Stimme geben, auch einigen CDU-lern wird das
zugetraut. Das ganze Regierungsprojekt Schwarz-Gelb droht schon nach 8 Monaten einzustürzen
auch wg. Unglaubwürdigkeit im Amt. Und es könnte schon sehr bald eine Große Koalition
regieren oder es zu Neuwahlen kommen, da zum Wohle Deutschlands und der EU in der
Euro-Krise eine völlig
andere Krisenbewältigungspolitik eingeschlagen werden müsse, sagen unabhängige
Politikbeobachter.
Die Berliner B.Z. am Sonntag aus dem Hause Springer titelt heute: Immer mehr
FDP- Rebellen für Gauck. Bereits vor Tagen hatte BILD mit der Schlagzeile
Yes, we Gauck für den unabhängigen Bundespräsident- Kandidaten und
ausgewiesenen Bürgerrechtler Joachim Gauck (70, parteilos) geworben. Und Der Spiegel
erschien am 7. Juni mit dem Titel Joachim Gauck Der bessere Präsident.
Dem Kandidaten von Union + FDP Christian Wulff (51, CDU) wird nachgesagt, daß dieser nur ein
blasser ‚Parteisoldat‘ der CDU sei, ohne große Konzepte und Visionen, wie seine
Regierungstätigkeit in Niedersachsen gezeigt habe. In ‚seinen‘ Behörden herrsche
allzuoft der Schlendrian. Noch vor kurzem hatte zudem Wulff mitgeteilt, daß er überhaupt
nicht das Zeug zum Kanzler habe.
Einmalig historische Chance
BERLIN 13.6.2010 (khd). Bei der Wahl am 30. Juni in der Bundesversammlung, in der angeblich
Union + FDP 22 Stimmen Mehrheit haben, wird es aber vor allem auch auf das Wahlverhalten der Linken
ankommen. Springen diese sich der historisch einmaligen Chance für einen nachhaltigen
Politikwechsel bewußt werdend über ihren Schatten und wählen bereits im 1.
Wahlgang geschlossen Gauck, dann könnte mit Joachim Gauck Deutschland nach Theodor Heuß (FDP)
und Richard von Weizsäcker (CDU) in der
Reihe der
Bundespräsidenten einen weiteren Top-Präsidenten erhalten. Gerade in Krisenzeiten wäre
das keine schlechte Wahl auch wenn es erst im 2. oder 3. Wahlgang klappen sollte.
Chance verpaßt Nun Rot-Grün angesagt
BERLIN 3.7.2010 (khd). Und genauso kam es: Wenn die Linken im 1. Wahlgang geschlossen den
Kandidaten der SPD und Grünen gewählt hätten, dann wäre Joachim Gauck jetzt
Bundespräsident aller Deutschen. Das Ergebnis des 1. Wahlgangs bei 1242 abgegebenen Stimmen von
1244: Gauck 499, Jochimsen 126, Wulff 600, NPD-Kandidat 3, Enthaltungen 13, Ungültig 1. Nun sind 499
+ 126 = 625, was sogar 2 Stimmen mehr als die absolute Mehrheit von 623 Stimmen gewesen wären. Gauck
wäre also mit der absoluten Mehrheit gewählt worden. Aber die Linken wußten das durch die
Aufstellung einer eigenen Kandidatin Jochimsen zu verhindern.
Politikbeobachter (ohne Parteireferenz) sagen, die Linken haben diesen Intelligenz-Test nicht bestanden
und spielten lieber Kindergarten, statt wirklich wegweisende Politik für die Menschen zu
machen. Man könne sie nicht mehr so recht ERNST nehmen. Es stellt sich daher nun die
grundsätzliche Frage, ob im Bund Rot-Grün-Rot überhaupt noch eine Regierungs-
Möglichkeit darstellt. Vermutlich wurde mit dieser Miß-Wahl diese Chance auf lange Zeit
vertan, und Rot-Grün ist jetzt zum alleinigen Erfolg verdammt.
Erst im 3. Wahlgang wurde dann Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt,
der nun auch ganz schnell Bürgerpräsident werden will. Obwohl im 3. Wahlgang die einfache
Mehrheit reicht, erhielt Wulff dann plötzlich mit 625 Stimmen doch noch die absolute Mehrheit. Das
zeigt allerdings, auch Schwarz-Gelb spielte Kindergarten...
[Liste aller Bundespräsidenten]
Mehr zu diesem Thema:
[00.05.2010:
Die Deutschen Bundespräsidenten seit 1949] (khd-research)
[31.05.2010:
Zum Rücktritt Horst Köhlers] (khd-research)
[07.06.2010:
Bundespräsident Köhler: Im Tunnel] (DER SPIEGEL 23/2010, Seite 26)
[07.06.2010:
Präsidenten-Wahl: Herzbube gegen Kraftmensch] (DER SPIEGEL 23/2010, Seite 18)
[12.06.2010:
Koalition in der Krise Das Land hätte Besseres verdient] (SÜDDEUTSCHE ZTG.)
[12.06.2010:
SPD-Fraktionschef Steinmeier fordert Neuwahlen] (SPIEGEL-ONLINE)
[13.06.2010:
Tages-Kommentar] (DEUTSCHLANDFUNK um 19.05 Uhr) (1,5 MByte MP3)
[14.06.2010:
Aufhören!] (DER SPIEGEL 24/2010, Seite 20)
Die Bilderberger
Elitärer Geheimklüngel oder heimliche Welt-Regierung? /
Gefahr für die Demokratie
KÖLN/HANNOVER 3.6.2010 (khd/tp/d-funk). Seit 1954 trifft sich jedes Jahr ein sehr
illustrer Kreis an feinen Orten, um über die Weltpolitik ganz privat zu plaudern, wie es
heißt. Das sind die geheimen Bilderberg-Konferenzen, auch Bilderberg-Treffen genannt
[Liste aller
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Wenn auf diesen Treffen etwas Bedeutsames wirklich verhandelt wird, dann ist es ganz
selbstverständlich die Pflicht des Journalisten, das irgendwie öffentlich zu
machen.
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Das sagte der Mediensoziologe Rudolf Stumberger dem "Deutschlandfunk" in der
Sendung vom 2. Juni 2010 zu den geheimen Bilderberg- Konferenzen.
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Treffen]. Nichts darf von den Treffen nach draußen dringen. In den Medien wird darüber
nichts berichtet. Das hat seinen Grund: Bei den Bilderbergern sind Top-Journalisten
‚embedded‘. Und so sucht man sogar im Spiegel einen investigativen Bericht über
das Wirken der Bilderberger vergeblich seit 1954, obwohl die das könnten. Auch die sonst so
aufgeschlossene Zeit hat noch nie über die
Bilderberg- Konferenzen berichtet.
In diesem Jahr haben erstmals Medien etwas über diesen geheimen Klüngel zusammengetragen.
Gestern sendete der Deutschlandfunk einen
beachtlichen Hintergrundsbericht zur anstehenden Bilderberg- Konferenz 2010. Auch das
Netzkultur-Magazin Telepolis ging jetzt der Frage nach der Welt-Regierung nach. Zwar werden in
beiden Beiträgen keine der Geheimnisse verraten, aber immerhin werden darin erstmals die von solchen
Institutionen wie den Bilderbergern ausgehende Gefahren für die Demokratie öffentlich
aufgezeigt.
Diesmal findet das geheime Treffen der eingeladenen elitären und einflußreichen Vordenker im spanischen
Sitges bei Barcelona bis zum 6. Juni statt. Auf der geheimen Tagesordnung sollen stehen: Die Euro-Krise,
die Finanz- und Wirtschafts-Krise überhaupt sowie der Klimawandel. Die Beratungen werden zwar
protokolliert, aber grundsätzlich nicht publiziert, und alle Konferenz-Teilnehmer sind zur strengsten
Verschwiegenheit verpflichtet.
Retter des Euro?
BERLIN 6.6.2010 (khd). Manche sehen in diesem im Mai 1954 in den Niederlanden
gegründeten elitären Bilderberg-Club bereits eine
Welt-Regierung, die alles steuern will. Und so hoffen viele so auch
BILD am 5.6.2010, daß nun die Bilderberger den Euro bis zum Montag
(7.6.2010) retten werden. Aber im vorigen Mai traf man sich in Griechenland, und dann kam im Herbst 2010
ganz dick die Griechenland-Krise... um schon mal damit den Internationalen Währungs-Fonds IWF
(IMF) zu einem Welt-Finanzministeium
umzubauen?
Mit Demokratie oder der Vorbereitung von Demokratie haben diese ‚Bilderberger‘ wenig zu tun,
aber mit einer Festigung ihrer Meinungsbildung zur Machtausübung. Da die beteiligten Machteliten
bestrebt sind, bei ihren ‚Meetings‘ durch Konsens eine gemeinsame Linie in Fragen der
Weltpolitik zu erreichen, ergeben sich daraus natürlich für die praktische politische Arbeit
anderenorts Konsequenzen. Insofern werden die Bilderberger schon so manches erreicht haben. Und wenn man
seit 1954 (sic!) fleißiger Spiegel-Leser ist, kann man sich nur noch wundern, warum dieses
Wirken im Hintergrund bislang für ein Premium- Nachrichtenmagazin kein Thema war. Was verbergen die
Leute von der Brandstwiete vor uns? Was sollen wir
warum nicht wissen?
[Was man den Bilderbergern nachsagt]
Mehr zu diesem Thema:
[00.00.2010:
Bilderberg-Konferenz] (Wikipedia)
[31.05.2010:
Die Bilderberger und der (Alb-)Traum von einer Weltregierung] (TELEPOLIS)
[02.06.2010:
Bilderberg-Konferenz 2010: Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht?] (DEUTSCHLANDFUNK)
[05.06.2010:
Bilderberg-Treffen: Geheim-Gipfel zur Euro-Krise!] (BILD)
[06.06.2010:
58. Bilderberg-Konferenz Das Geheimnis von Sitges] (DIE PRESSE)
Schon wieder Jahrhundert-Hochwasser
Ein 5B-Tief schlägt erneut zu / Hochwasser an Weichsel und Oder
WARSCHAU/BRESLAU/FRANKFURT 18.5.2010 (khd/d-radio). Wir haben in den letzten
Wochen lernen müssen: Aus der Mittelmeerregion kommt so mancher vermeidbare Mist daher (Stichwort:
Euro-Krise wg. hoher
Verschuldung). Und nun auch noch das Unvermeidliche: Schon wieder so ein mächtiges
5B-Tief mit furchtbar viel Mittelmeerwasser in Dampfform an Bord. Diesmal zog das 5B
bzw. Vb (Nr. der Zyklonen-Zugstraße über Europa) am Ostrand der Alpen etwas weiter
östlich und regnete dann tagelang über den Quellgebieten der Weichsel und der Oder ab. An der
Weichsel bildete sich recht schnell ein Hochwasser aus, und an der Oder wird es in den nächsten
Tagen folgen. [weiter]
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Oder-Hochwasser 2010: Die Entwicklung der Pegelstände ab Frankfurt. Bei Kienitz liegt das
besonders gefährdete Oderbruch die Achillesferse. Bricht hier ein Deich, dann läuft die
riesige Niederung wie eine Badewanne voll. HSW = Pegelstand, ab dem es Hochwasser ist.
[Grafik-Fortsetzung]
(Grafik: siehe Inset khd) |
Mehr zu diesem Thema:
[21.07.1997:
Satelliten-Foto von der Oder-Flut 1997] (khd-research)
[13.08.2002:
5 B Tiefs auf Chaos-Kurs] (khd-Page)
[14.05.2010:
Da bahnt sich was an: Sturmtief über dem Wochenende] (KURIER, Wien)
Euro-Krise nicht im Griff
Euro fällt, Gold steigt und steigt / Sofortige Finanzmarkt-Regulierung notwendig
BERLIN 14.5.2010 (pep). Wir befinden uns in Europa in der größten
Währungskrise seit dem 1. Weltkrieg! Da hat
EZB-Chef Trichet völlig recht. Wer hätte
das je angesichts früherer Politik-Versprechungen gedacht, daß das einmal so kommen
würde, zumal der größere Teil Europas seit 1945 im Frieden lebt. Aber es gibt Krieg gegen
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Wenn aber 2 Jahre nach Beginn der größten Krise, welche die westliche Welt
bislang erlebt hat, immer noch keine Regulierungen für den Finanzsektor eingeführt wurden,
zeigt sich das große Dilemma mit aller Deutlichkeit: Nämlich ob dieser Staat noch von der
Bankenwelt unabhängig handlungsfähig ist.
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Das sagte jetzt der Historiker Hans-Ullrich Wehler im Interview.
[mehr]
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Europa nun auf den Finanzmärkten mit völlig anderen Waffen (swaps, shorts, futures,
hedging, de-hedging, forwards, junks, longs, backwards usw. usf.). Und die Politiker allerorten haben das
aus Verblendung zugelassen.
Nun geraten sie angesichts der Folgen ihrer Haushaltsdefizite in Panik und tun dennoch so,
als wenn sie den totalen Durchblick und alles fest im Griff hätten. Aber sie trauen sich nicht, auch
Banken und Börsen in die notwendigen Schranken zu weisen. Das nennt man auch eine Systemkrise, wenn
die Regierungen vor den Finanzmärkten kuschen.
Das mit dem europäischen
Befreiungsschlag vom letzten Wochenende (9.5.2010) war wohl schon mal nichts. Der
Goldpreis strebt (seit Mitte März) immer neuen Höchstständen zu
(siehe Grafik), und der Euro selbst ist bereits auf 1,24
$/Euro gefallen. Allein in dieser Woche hat der Euro 7 Cent verloren. Das sind deutliche Zeichen der
Währungskrise. Viele befürchten eine Super-Inflation, da von der Europäischen Zentralbank (EZB) immer mehr Geld in die
Märkte gepumpt wird, neuerdings sogar auch durch den bislang verpönten
Ankauf notleidender Staatsanleihen. Allerdings könnte damit einiges an
‚Spielmaterial‘ der Spekulanten neutralisiert werden.
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Goldpreis in der Euro-Krise. Aktuell liegt er bei um 1249 US-Dollar pro Feinunze.
Gold gilt in Krisenzeiten schon immer
als der beste Schutz vor der Entwertung des Geldes in einer drohenden
Inflation. Aber man muß das
Gold vor einer Krise kaufen. In der Krise bei hohen Preisen zu kaufen, ist nicht sehr clever!
[Einige Gold-Infos]
[Preisentwicklung bei Edelmetallen]
(Grafik: 14.5.2010 khd) |
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Weitere Maßnahmen der EU werden also wohl unausweichlich werden. So könnte ein teilweiser
Schuldenerlaß für Griechenland ein erstes Signal sein, noch mehr für den Euro tun zu
wollen. Denn alle Rahmendaten sprechen schon jetzt dafür, daß die Hellenen sich mit dem Sparen
nicht selbst aus dem Schulden-Sumpf ziehen können. Und vor allem kann Europa auf die Welt (G20)
nicht mehr warten. Es müssen jetzt in Europa sofort wichtige Regulierungen der Finanzmärkte wie
ein Handelsverbot für ungedeckte CDS ausgesprochen werden.
[Krisen-Blog ab dem Euro-Rettungsplan (10.5.2010)]
Und nun beißen sie . . .
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Diesen Artikel gibt es auch in |
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BERLIN 15.5.2010 (khd).
Es ist schon unglaublich, wie die Finanzmärkte heutzutage mit ganzen Ländern oder
Staatengemeinschaften umspringen können. Wie aber konnte es überhaupt passieren, daß man
in den 1990er-Jahren für ein geeintes Europa eine neue Gemeinschaftswährung politisch plante,
sorgfältig Vereinbarungen zu deren Stabilität traf, gleichzeitig aber durch
‚Liberalisierung‘ die gefrässigen Finanzmärkte auch in Europa total von der
regulatorischen Leine ließ. Das konnte nicht gutgehen. Und nun beißen sie ganz gewaltig.
Das Ersparte vieler Europäer ist in großer Gefahr, massiv an Wert zu verlieren.
Es ist kaum vorstellbar, daß der Euro als Live-Experiment gestartet worden ist. Vielmehr muß
angenommen werden, Liberalisierung und Globalisierung allerorten waren in, und man folgte
einfach dem Herdentrieb der Neo-Liberalen, die alles dem Markt überlassen wollten. Wir sehen nun,
was ‚dieser‘ Markt daraus macht Chaos allerorten, nur weil beim Schuldenmachen einige
Fehler gemacht wurden. Für die Finanzmärkte zählt eben nur der optimierte Profit
egal wie das erreicht wird. Echte Werte wie Ehrlichkeit, Schadensvermeidung oder (Fehler-)Toleranz
spielen keine Rolle mehr.
In der Wirtschaftspolitik selbst herrscht sowieso ständig ein nahezu religiöser Krieg zwischen
den Schulen der volkswirtschaftlichen Theorien. Aber es ist dummes Zeug Schubladendenken, wenn der
marktradikale (neo-liberale)
und der keynesianische Ansatz
immer wieder als Antipoden gesehen werden. Erst der geschickte Mix aus beiden Theorien, durchaus noch
gewürzt mit etwas ‚Marx‘ (und an die Kette gelegten Finanzmärkten), ergibt eine
erfolgreiche Wirtschaftspolitik zum Wohle der Staatsvölker. Ein Ludwig Erhard, ein Helmut Schmidt
wußten das noch, ein Gerhard Schröder aber schon nicht mehr.
Mehr zu diesem Thema:
[24.02.2010:
Gefahr für den Euro] (khd-research)
[25.04.2010:
Die Euro-Krise] (khd-research)
[10.05.2010:
Euro-Krise: Es geht um alles] (DER TAGESSPIEGEL)
[12.05.2010:
Finanzkrise führt in Demokratiekrise.] (KÖLNER STADT-ANZEIGER)
[15.05.2010:
Trichet fordert "Quantensprung" von Euro-Staaten] (SPIEGEL-ONLINE)

Heute: Butter verpanscht
Vom Nivellieren des Geschmacks 7
Milchstreichfett aus Butter und Rapsöl /
KERRYGOLD auf Abwegen
BERLIN 22.1.2010 (khd). Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist zu beobachten, daß
Lebensmittel- Industrie und -Handel immer stärker eine Geschmacks- Diktatur aufbauen. Viele
schmackhafte Produkte gibt es nicht mehr, andere schmecken widerlich. Der Trend geht zum
Einheitsgeschmack. Aber wollen wir das wirklich? In der Kolumne Abgeschmeckt | Abgeschmackt
sollen in lockerer Folge besonders auffällige Beispiele aus dem täglichen (Koch-) Leben
aufgespießt werden.
[ Zum Archiv der Kolumne]
In den Regalen der Supermärkte kann man immer wieder Überraschungen finden. War
KERRYGOLD bislang als Produzent
einer hervorragenden und wohlschmeckenden Süßrahm-Butter aus Irland bekannt
(EAN-Nr.: 4-001954-161034), tauchte jetzt in den Regalen ein neues Produkt
KERRYGOLD extra auf. Dafür verschwand die Süßrahm-Butter aus
den Regalen. Bei extra vermutet man zunächst
eine besonders gute Butter. Aber das ist nicht so.
[mehr]
Alle älteren Artikel findet man im
Archiv:
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Wo sind die Infos?
Viele interessante Themen, die hier einmal behandelt wurden, haben
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Die Wirtschafts-Infos.
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Infos zum Klimawandel.
Probleme bei und mit der Energie-Versorgung.
Meine Berlin-Reports Living in a City.
Probleme bei und mit der Bahn.
Die Thermometer-Siedlung.
Chronik des Berliner Banken-Skandals.
Infos zum Elektro-Smog.
Zur Gefahr von Acrylamid im Essen.
Zum Nitrofen-Skandal. (den [mehr] folgen)
Die Lebensmittel-Skandale in Europa.
Politik skandalös.
Die Geschichte des EURO.
Zum Rinderwahnsinn. (BSE + CJD)
Archiv zu Problemen mit der Telekommunikation
(Telefon, Internet, Breitband, TV-Kabel, Tarife etc.):
Das frühere Magazin t-off,
dessen Archiv nur noch manchmal aktualisiert wird.
1996 gab es mal Proteste gegen die Telekom-Tarife.
1998 gab es mal einen Internet-Boykott.
Abkürzungen der IT- und TK-Technik.
Und anderes ist im
Archiv abgelegt oder kann über die
Site-map lokalisiert werden.
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